Dr. Stephan Wetzel, SPD

Dr. Stephan Wetzel ist der Spitzenkandidat der SPD Hochtaunus für die Kreistagswahl am 14.3.2021 im Hochtaunuskreis. Seine Antwort hat er uns am 22.1.2021 im Folgenden zur Verfügung gestellt. Wir danken für seinen Input und seinen Dialog mit dem Mittelstand.

 

 

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung im Hochtaunuskreis dauerhaft zu sichern?“

Der Hochtaunuskreis ist ein attraktiver Standort. Trotz der Corona-Pandemie zeigen sich in der vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenquote die guten wirtschaftlichen Voraussetzungen im Taunus. Damit dies auch nach der Pandemie so bleibt und auch die besonders betroffenen Bereiche (Gastronomie, Einzelhandel, Tourismus) wieder schnell durchstarten können, setzen wir uns ein

    •    Der Standort weiter gestärkt wird und sicher durch die Corona-Krise kommt. Kommunale Einrichtungen sollen als Partner der Wirtschaft fungieren.

    •    Gerade mittelständische Unternehmen bei Erweiterungsvorhaben und anderen den Standort betreffenden Herausforderungen kompetente Ansprechpartner in den verschiedenen Verwaltungsbereichen vorfinden.

    •    Dem Fachkräftemangel durch Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen (bezahlbarer Wohnraum und gute Schulen) für Mitarbeiter*innen entgegenwirken.

    •    Die Verkehrsinfrastruktur weiter ausgebaut wird, Bau der Regionaltangente West, Lückenschluss der U-Bahnlinie 2 zum Bahnhof, Elektrifizierung der Taunusbahn. Aber auch Radschnellwege sind für Pendler inzwischen eine wichtige Alternative.

    •    Optimale technische Infrastruktur für die erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung geschaffen werden – dazu gehört neben dem Netzausbau auch die digitale Verwaltung, die wir vorantreiben werden!

 

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Spitzenkandidat widmen wollen?“

Das Thema bezahlbarer Wohnraum, als wesentliches Kriterium, damit sich auch neue Mitarbeiter*innen hier ansiedeln können, ist ein zentrales Anliegen der SPD und war auch Schwerpunkt der Arbeit der letzten Jahre. Erfolgreich wurde es auf den vom Kreis veräußerten Flächen, z.B. durch den Verkauf der Flächen der ehemaligen Kliniken in Usingen und Bad Homburg umgesetzt. So entsteht neuer Wohnraum und es wurde auch eine Quote für bezahlbaren Wohnraum festgeschrieben. Diese Arbeit wollen wir fortsetzen. Ein weiteres zentrales Anliegen der SPD Hochtaunus ist die Stärkung der Mobilität der Menschen. Dazu gehört:

    •    Die Kreisstraßen sicherer zu machen.

    •    Radwegenetz auszubauen

    •    Stärkung des ÖPNV, insbesondere Elektrifizierung der Taunusbahn und damit Leistung eines Beitrages zur Erreichung der Klimaschutzziele

    •    Günstige Tarifgestaltung unter enger Zusammenarbeit mit dem RMV, z.B. Ausbau des Angebotes an Jobtickets, auch für kleinere Betriebe

 

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“

Eine Herzensangelegenheit der SPD Hochtaunus ist es, dass alle junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz benötigen, diesen auch finden. Dafür wurde auch das Bündnis für Ausbildung gegründet. Gerade durch die Corona-Pandemie hat sich die Situation verschärft. Es würde uns sehr freuen, wenn der Mittelstand sich hier aktiv einbringt und Projekte, wie die digitale Ausbildungsmesse, die Vorbildcharakter hat, weiter unterstützt und ausbaut. Wir sollten gemeinsam dafür werben mehr Auszubildenden und auch Menschen mit Förderbedarf eine Chance zu geben. Auch gibt es immer mehr Modelle mit kleinen Betriebswohnungen, die auch für mittelständische Betriebe finanzierbar sind und somit einen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur Stärkung des bezahlbaren Wohnraums wären.