#103 #ServusMittelstand! Mit "NETZWERKEN" nach INDIEN

Deutliches Signal für außenpolitische Strategie der Bundesregierung laut Koalitionsvertrag 2021. Augenmerk gilt Indien. „Wir haben ein herausragendes Interesse an der Vertiefung unserer ... Partnerschaft mit Indien ...".

Foto: Yannick Daronnat BVMW

#103 #ServusMittelstand! Mit "NETZWERKEN" nach INDIEN

In dem Impuls #103 erfuhren die vielen Teilnehmer:innen wie Unternehmen in Indien zum Beispiel strategische Partnerschaften über den BVMW knüpfen, durch digitale Lösungen eine Markterschließung anbahnen und neue Geschäftspotenziale für den heimischen Markt entwickeln.

Unser herzlicher Dank gilt den beiden Experten und Rednern Pallavi Mishra von der Federation of Indian Chambers of Commerce & Industry (FICCI) und Daniel Raja, Managing Partner PBRP International Consulting / Stellv. Leiter Indien beim BVMW.

In Zeiten der Pandemie, wo hiesige Unternehmen kaum neue Kontakte zu ausländischen Unternehmen etablieren konnten und der wirtschaftspolitische Austausch zwischen Deutschland und dem Ausland speziell Indien eingeschränkt sind, haben wir – der MITTELSTAND.BVMW - und die Federation of Indian Chambers of Commerce & Industry (FICCI) mit deren 250.000 Mitgliedsunternehmen sowie dem indischen Generalkonsulat und mit Vertretern von indischen Unternehmen, die bereits in Deutschland ansässig sind, gemeinsam ein neuartiges Konzept für den bilateralen Austausch erarbeitet.

Warum entstand diese Initiative des BVMW?

Die Auswirkungen der Pandemie hat vor allem das Internationalisierungsvorhaben der deutschen Wirtschaft vor enormen Hürden gestellt. Reiserestriktionen und abgesagte Messen haben dazu geführt, dass hiesige Unternehmen kaum neue Kontakte zu potenziellen Kunden und Partnern im Ausland herstellen konnten. Parallel hierzu haben sich in geopolitischer Hinsicht neue Spannungen mit Weltplayern aufgetan, weshalb immer mehr deutsche Unternehmen nach alternativen Absatz- und Zuliefermärkten suchen. Indien – als Emerging Market – bietet enormes Potenzial für deutsche Unternehmen.

Die neue “Koalition” mit Indien

Der Koalitionsvertrag 2021 zwischen SPD, Die Grünen und FDP gibt ein deutliches Signal hinsichtlich der außenpolitischen Strategie der künftigen Bundesregierung. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei Indien. Hierzu haben die Parteien Folgendes im Vertrag festgehalten „Wir haben ein herausragendes Interesse an der Vertiefung unserer strategischen Partnerschaft mit Indien durch die Umsetzung der Agenda für die deutsch-indische Partnerschaft und der EU-Indien Konnektivitätspartnerschaft.”

Die enorme Bedeutung Indiens in wirtschaftlicher und geopolitischer Hinsicht ist bei den transatlantischen Partnern unumstritten und wird somit auch die Asien-Strategie zahlreicher Unternehmen für die nächsten Jahre prägen.

Indien ist auf dem Weg zur Supermacht

Nach UN-Schätzungen wird Indien in wenigen Jahren annähernd 1,5 Milliarden Menschen zählen und somit China als bevölkerungsreichstes Land der Welt überholen. Aktuell ist Indien auf Dollarbasis schon heute die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt und führende Institutionen prognostizieren auch in den kommenden Jahrzehnten eine positive Wirtschaftsentwicklung. Dies liegt unter anderem an der günstigen demographischen Entwicklung, denn das Land hat eine sehr junge Bevölkerung (Durchschnittsalter von 26 Jahren). Gegenüber China hat Indien zwei entscheidende Standortvorteile: Einerseits ist das Land seit der Unabhängigkeitserklärung 1947 eine stabile Demokratie, welche dem Westen wohlgesonnen ist und andererseits verfügt das Land über einen enormen Pool an Fachkräften mit exzellenten Englischkenntnissen.

Viele indische Konzerne spielen schon heute in der globalen Oberliga und schaffen durch ihre Niederlassungen u.a. in Deutschland für neue Impulse in der hiesigen Wirtschaft. Laut Pallavi Mishra von der Federation of Indian Chambers of Commerce & Industry (FICCI) profitieren europäische Unternehmen vor allem von den enormen hochqualifizierten Personalressourcen, welche indischen Unternehmen zur Verfügung stehen.

Indien zählt mehr börsennotierte Unternehmen als jedes andere Land. Nach aktuellen Angaben sind rund 5.000 Aktiengesellschaften an der Bombay Stock Exchange (BSE) in Mumbai notiert. Mehr als an der New York Stock Exchange (NYSE).

„Wenn der deutsche Mittelstand im globalen Wettbewerb nicht den Anschluss verlieren möchte, dann muss er Indien als Chance sehen und nicht als Herausforderung.“ sagt Michael Heilig, Leiter des Kreisverbandes Donau-Ries vom Der Mittelstand. BVMW - Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands e.V. im Wirtschaftsdreieck Bayerisch Schwaben, Mittelfranken, Ostalb . "Denn indische und deutsche Unternehmen suchen derzeit kompetente Projektpartner für die Herausforderungen in der globalen Wirtschaft. Eine Inlandsdelegationsreise im Juni 2022 soll dazu als Plattform dienen, auf der Entscheidungsträger beider Länder zusammengeführt werden, um neue Ideen und Innovationen auszutauschen“, ergänzt er. Näheres hierzu erfahren Sie demnächst auf unseren Kanälen.

---------------------------------

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. wird in Indien vertreten von Manoj Barve und Daniel Raja. Allein in diesem Jahr hat sich der Verband an mehr als 25 Initiativen beteiligt, um den Deutsch-Indischen Wirtschaftskorridor zu stärken.

Denn ein sicherer Markteintritt und eine erfolgreiche Expansion kann nur dann gelingen, wenn entsprechende Kontakte in der lokalen Wirtschaft/Industrie vorhanden sind. Auslandsrepräsentanten in den BVMW Auslandsbüros bieten eine umfassende Begleitung vor Ort. Der BVMW hilft bei Rechts- und Steuerfragen, unterstützt bei Marktzugang und Produkteinführung.

Der BVMW ermöglicht mit seinen mehr als 65 Verbandspartnerschaften im Ausland ebenso neue Marktzugänge, wodurch auch in Krisenzeiten neue Geschäftsmöglichkeiten entwickelt werden. Indische und deutsche Unternehmen suchen derzeit kompetente Projektpartner für die Herausforderungen in der globalen Wirtschaft.

 

 

Lesen Sie jetzt: