Explosion der Intelligenz. BVMW [KI] Künstliche Intelligenz beim BVMW

Künstliche Intelligenz (KI) kann die großartigste Errungenschaft der Menschheit werden. Und sie wird die unternehmerischen Prozesse dramatisch verändern. Die KI ist ein Zukunftsstar im Grenzgebiet.

BVMW [KI] Künstliche Intelligenz im Grenzgebiet. Fluch oder Segen?

Explosion der Intelligenz: Künstliche Intelligenz (KI) kann die großartigste Errungenschaft der Menschheit werden. Und sie wird die unternehmerischen Prozesse dramatisch verändern. Laut einer aktuellen Studie kann in Deutschland durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz das Bruttoinlandsprodukt bis zum Jahr 2030 um 160 Milliarden Euro höher ausfallen als ohne. Die KI ist somit ein Zukunftsstar. Denn es steht außer Frage, dass die KI in der Zukunft mit den Menschen gleichzieht oder sie sogar überholt. Dabei ist Künstliche Intelligenz einfach nur Software, die sich selbst fortschreibt. Sie ist lernfähig, selbstständig und tut auch Dinge, die wir nicht verstehen.

Viele Unternehmen wollen bei dieser Entwicklung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz ganz vorne stehen. Doch wo stehen wir aktuell? Dies war die Frage an den Fachreferenten der Veranstaltung, zu der Michael Heilig, der Leiter des Kreisverbandes des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft (BVMW) im Wirtschaftsdreieck Bayerisch-Schwaben, Mittelfranken, Ostalb eingeladen hatte.

Wohin man in der Industrie auch schaut, KI ist das Megathema. Sternenstaub ...

„Bei den Referenten und Gastgebern möchte ich mich mit Sternenstaub bedanken“, so Michael Heilig  in seinem Impulsvortrag zur KI und übergab ihnen Meteoriten. „Ich komme ja mitten aus einem Meteoritenkrater zu Ihnen. Ich freue mich sehr, dass wir hier bei der VAF (Verkettungsanlagen, Automationseinrichtungen und Fördertechnik), einem Spitzenunternehmen in Bopfingen, zu Gast sein dürfen. Es sollte zur Kultur werden, die regionalen Grenzen zu überschreiten. Grenzen überschreiten bedeutet die Zukunft des Zugangs: Der BVMW schaut immer über den Tellerrand, egal wie breit er ist“.

BAYBAWÜ steht symbolisch für die gute und immer intensivere Zusammenarbeit von Unternehmen

Deshalb hat der BVMW einen Begriff erschaffen, der die beiden angrenzenden Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern auf regionaler Ebene verbindet.  BAYBAWÜ steht symbolisch für die Zusammenarbeit von Unternehmen von der Ostalb und aus Bayerisch-Schwaben. So entsteht im Netzwerk des BVMW gerade eine ganz neue Kultur der gemeinsamen, grenzübergreifenden Kooperation. VAF ist im Grenzgebiet ein erfolgreicher, bedeutender Partner der Automobilindustrie und mit seinen Montageanlagen Garant für Hightech Made in Schwaben rund um den Globus tätig, ein klassisches mittelständisches Familienunternehmen, wie der Geschäftsführer und Gastgeber Hermann Stark bei der Veranstaltung nicht ohne Stolz erläuterte.

Hauptthema: das Interaktive Lernen: Artificial Intelligence, mit Robert Gorbahn von Microsoft.

Vor dem Hauptvortrag kamen noch eine hochkompetente Keynote von der Fachfrau und Bundestagsabgeordneten MdB Margit Stumpp sowie ein Grußwort vom Wirtschaftsförderer und Ersten Beigeordneten Andreas Rief von der Stadt Bopfingen, der auch im Namen von Bürgermeister Dr. Gunter Bühler begrüßte.

Weniger als 10 Sekunden waren das vorgegebene Limit. Während seines beispielhaften Vortrages lernte der Referent seine mitgebrachte KI mit Fotos der Rathäuser von Bopfingen und Nördlingen an. Dann suchte er ein sehr schlechtes Bild von diesen Gebäuden und stellte der KI die Aufgabe, dieses Foto zu bestimmen. Innerhalb von 10tel Sekunden was das nahezu 100% Ergebnis da, was die Teilnehmer staunen ließ.
Die Demonstration war eine klug gewählte Möglichkeit zu zeigen, was Künstliche Intelligenz inzwischen kann, denn die Bilderkennung gehört auf jeden Fall dazu. Um den Datenwust des Internet zu nutzen, braucht es Werkzeuge wie maschinelles Lernen (ML), ein wichtiger Bestandteil von KI-Systemen. „Und man kann nur programmieren, was man dem Computer erklären kann", informierte Robert Gorbahn von Microsoft in seiner Interaktiven Präsentation. Aber wie erklärt man einem Computer, wie ein Rathaus aussieht? Daher sei man dazu übergegangen, Computer anhand von Beispielen mithilfe eines neuronalen Netzes lernen zu lassen.

Die Bundestagsabgeordnete Margit Stumpp sieht die Aufgabe der Politik darin, klare Rahmenbedingungen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu schaffen. Durch die aktuelle Entwicklung werde es viele gesellschaftliche Veränderungen geben. Die Gesellschaft müsse sich mit den Möglichkeiten und Risiken auseinandersetzen, die diese Technologie mit sich bringe, um Risiken zu minimieren und Potentiale auszuschöpfen. Es müsse, allen Bürgerinnen und Bürgern bewusst sein, dass unsere Daten die Grundlage für KI sind und der Umgang mit dem Recht an den eigenen Daten früh trainiert werden muss.

„Wir können bestätigen, dass innerhalb des Sondermaschinebaus bereits heute ein Großteil von Anwendungen mittels „künstlicher Intelligenz“ umgesetzt werden und das mit vorhandenen technischen Lösungen. In VAF-Montageanlagen kommen zum Beispiel Algorithmen zur beschleunigten Auswertung von Bilddaten für die Lageerkennung von Bauteilen zum Einsatz. Richtig angewendet wird KI die Flexibilität und Geschwindigkeit unserer Anlagen steigern und damit den Nutzwert für unsere Kunden vervielfachen“, betont Hermann Stark.

Eine ständige Standortbestimmung ist unerlässlich. Der BVMW hilft dabei!

„Mein, unser Ziel ist es, das anwachsende Netzwerk des BVMW ständig zu vergrößern. Wer kommt nun zu uns? Es sind nicht nur Unternehmer und Unternehmerinnen wie Sie, es sind auch Spitzenpolitiker, Diplomaten, Parlamentarier, Entscheider aus Wirtschaft und Gesellschaft, Abgeordnete, Landtagsabgeordnete, Botschafter, Staatssekretäre und Minister“, so Michael Heilig. „Wir sind heute hier zu dieser grenzüberschreitenden Veranstaltung zur Fokussierung zusammengekommen. Wenn die Veranstaltung das Mikroskop ist, sind Sie der Betrachter.“ „Als anwesende Top-Unternehmen zeigen Sie, dass Sie die Zeichen der Zeit erkannt haben und wirkliches Interesse an Themen wie diesen haben“, ergänzte er.

Innerhalb des BVMW wird die Netzwerkarbeit in den Regionen professionell organisiert. Und - durch das Umlageverfahren fließt der größere Teil der Mitgliedsbeiträge der Mitglieder wieder in die Region zurück. „Wir brauchen Sie, um mehr für den Mittelstand zu erreichen. Deshalb möchte ich Sie auffordern mitzumachen. Werden Sie Teil des Ganzen“, so Michael Heilig zum Schluss an das Auditorium.

Die sich daran anschließenden lebhaften Gespräche zwischen den Teilnehmern machte diese BVMW-Veranstaltung zu einem nachhaltigen Treffen innerhalb des Mittelstandes, bei der wieder neue Kontakte geknüpft und Gemeinsamkeiten ausgetauscht werden konnten.

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