Echt spacig! Ein Meteorit wird wachgeküsst. BVMW von Anfang an dabei.

Der BVMW sowie Freunde und Förderer des Museums in Nördlingen setzen sich für den Erhalt des neuesten bayerischen Meteoriten und seine Präsentation im Ries ein. Auch Privatleute und Unternehmen aus der Region können sich jetzt beteiligen.

Der BVMW Donau-Ries im Wirtschaftsdreieck Bayerisch Schwaben, Mittelfranken, Ostalb fördert die Spendenaktion.

„Ich bin stolz und glücklich, dass der BVMW auf Anregung von Dr. Oliver Sachs der Erste in der mittlerweile sehr langen Reihe der Spender und Rufer war, die sich für den Erhalt des Meteoriten ‚Stubenberg‘ einsetzen und schon seit Mitte August 2017 erfolgreich mit vielen Spendern nicht nur im DONAURIES gesprochen haben“, sagt Michael Heilig vom Mittelstands-Netzwerk BVMW (siehe auch Artikel in der Zeitschrift Die Wertinger, 04/2017).

Freunde und Förderer des Museums in Nördlingen setzen sich für den Erhalt des neueste bayerischen Meteoriten und seine Präsentation im Ries ein. Auch Privatleute und Unternehmen aus der Region können sich jetzt beteiligen.

Am 06. März 2016 ging in der kleinen niederbayerischen Gemeinde Stubenberg bei Simbach am Inn ein Meteorit nieder. Bereits wenige Tage später konnten dank der Aktivitäten von Meteoritenforschern und ‐suchern Teile des außerirdischen Besuchers geborgen werden. Es ist erst der Siebte, auf dem heutigen bayerischem Staatsgebiet gefundene Meteorit und zudem ein ganz Besonderer: Weltweit gibt es bis heute nur knapp Tausend Meteoritenfälle, von denen die Fallumstände bekannt sind und das Meteoritenmaterial wissenschaftlich untersucht wurde. Aber nur in 27 Fällen ist es überhaupt gelungen, sowohl Bruchstücke zu bergen als auch den Fall fotografisch so zu dokumentieren, dass dadurch die Flugbahn vom Ausgangspunkt im Asteroidengürtel bis zur Fallzone auf der Erde rekonstruiert werden konnte. Der „Stubenberg“ ist eines dieser wissenschaftlich bedeutenden Exemplare und er ist entsprechend stark begehrt.

Eine Gruppe von Unternehmen aus der Region Donau‐Ries unter Führung des gemeinnützigen Fördervereins „Freunde des RiesKraterMuseums e.V.“ hat eine Initiative gestartet, um den Sensationsfund für das Museum in Nördlingen anzukaufen, bevor er in Privatsammlungen verschwindet oder – noch schlimmer – zerschnitten und in alle Welt verstreut wird. Für Dr. Oliver Sachs, den Vorsitzenden des Freundesvereins gibt es nur einen Ort, wo der Stubenberg adäquat präsentiert werden kann: „Mit dem RiesKraterMuseum hat Bayern eine international anerkannte Institution und ein Kompetenzzentrum für die Meteoriten‐ und Impaktforschung. Hier können wir die unglaubliche Geschichte des Stubenberg anschaulich darstellen und ihn für zukünftige Forschung und Bildung erhalten.“

Von den rund 200.000 Euro, die für den Ankauf und die Präsentation im Museum vorgesehen sind, konnten die Initiatoren bereits mehr als ein Drittel in Form von Spenden aufbringen, ein weiteres Drittel ist von der Kulturstiftung der Länder als Förderung zugesagt. Mit einem öffentlichen Aufruf möchte die Gruppe nun auch Privatpersonen und weitere Unternehmen aus dem Donau‐Ries ansprechen, um dabei zu helfen, das letzte Drittel zu generieren und dieses besondere Stück für die Region zu sichern. „Unser Ziel ist es, das Geld bis zum Herbst diesen Jahres beisammen zu haben. Bis dahin haben die Verkäufer uns versprochen, den Stubenberg nicht anderweitig abzugeben. Außerdem haben wir 2020 ein 4‐fach‐Jubiläum und zu diesem Anlass würden wir den neuen Meteoriten in Nördlingen dann gerne der Öffentlichkeit präsentieren“, so Dr. Sachs.

Das RiesKraterMuseum ist eines der vier Regionalmuseen der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns. Träger ist die Stadt Nördlingen, die durch den Landkreis Donau‐Ries, den Bezirk Schwaben und den Freistaat Bayern unterstützt wird. Neben den beiden weiteren bayerischen Meteoriten „Neuschwanstein“ und „Machtenstein“ beherbergt das Museum auch ein Stück echtes Mondgestein, welches während der Apollo 16‐Mission gesammelt und von der NASA als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde.

Alle Informationen zur Spendenkampagne und wie Sie spenden können, sind auf der Website des
Freundesvereins zu finden oder unter www.der‐stubenberg.de

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Infobox

Spendenempfänger:

 

  • Verein Freunde des RiesKraterMuseums e. V. (gemeinnützig)
  • Uhlandstraße 10 b
  • 86655 Harburg
  • E‐Mail: info@freunde‐des‐RiesKraterMuseums.de

 

Spendenkonto:

 

  • Freunde des RiesKraterMuseums e.V.
  • Kennwort: Meteorit Stubenberg
  • IBAN: DE04 7206 9329 0000 0795 45

 

Verwendungszweck:

 

  • Ankauf der Hauptmasse des Meteoriten „Stubenberg“
  • Mittel zur Präsentation des Objekts im RiesKraterMuseum Nördlingen
  • (gesicherte Vitrine, Ausstellungskonzept, Erklärungsmaterial)

 

Der Meteorit:

 

  • Es ist erst der siebte bayerische Meteorit und wissenschaftlich besonders wertvoll
  • Beobachteter & fotografisch dokumentierter Fall am 6. März 2016
  • Rekonstruktion des Streufelds nahe der Gemeinde Stubenberg (Niederbayern) mittels Aufnahmen des Europäischen „Feuerkugelnetzwerks“ unter Leitung von Dr. Pavel Spurný aus Ondřejov
  • Fund der Hauptmasse (1.320 g) am 01. April 2016 durch Ralf Sporn & Martin Neuhofer
  • Wissenschaftliche Untersuchung durch Prof. Addi Bischoff und Kollegen 2017; Klassifizierung als LL6 Chondrit

 

Weitere Bayerische Meteoriten

 

  • Eichstädt (1785; beim Ungarischen Volksaufstand 1956 zerstört)
  • Mässing (1803; nur noch wenige Gramm erhalten)
  • Schönenberg (1846; bei Luftangriff 1944 zerstört)
  • Unter‐Mässing (1920; ausgestellt im NHM Nürnberg)
  • Machtenstein (1956; ausgestellt im RiesKraterMuseum)
  • Neuschwanstein (2002; ausgestellt im RiesKraterMuseum)
  • Stubenberg (2016)

 

Interview mit:
Dr. Oliver Sachs
(1. Vorsitzender des Vereins Freunde des RieKraterMuseums e.V.)
Telefon 0163/ 01 11 112
info@freunde‐des‐RiesKraterMuseums.de
Dieter Heinlein
(Technischer Leiter des DLR Feuerkugelnetzes)
Telefon 0821/44 33 13
dieter‐heinlein@t‐online.de
Prof. Dr. Addi Bischoff
(Institut für Planetologie, Universität Münster)
Telefon 0251/83 33 465
bischoa@uni‐muenster.de

Jens Rödel
Munich Brand Consulting
Klenzestrasse 7
80469 München
Telefon +49 (0) 89/21 01 93 70
j.roedel@munichbrands.de

 
Schreiben von Dr. Oliver Sachs

Seit 2016 hat Bayern einen neuen Meteoriten, den „Stubenberg“, gefallen in der Gemeinde Stubenberg bei Simbach am Inn.
Durch Firmenspenden und eine Förderungszusage der Kulturstiftung der Länder sind bereits 2/3 der Kaufsumme bereitgestellt. Mit der Kampagne möchten wir jetzt gerne das fehlende Drittel aufbringen und gleichzeitig um Aufmerksamkeit für das Museum und die Bedeutung der Wissenschaft & Forschung für unsere Region Donau‐Ries werben.
Bei Rückfragen, Interviews oder weitere Informationen rund um den Fall des „Stubenberg“ stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung. Für Ihre Hilfe möchte ich mich bereits im Voraus herzlich bedanken und würde mich über einen Hinweis/Link auf die Veröffentlichung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Oliver Sachs
1. Vorsitzender
Freunde des RiesKraterMuseums e.V.
Verein Freunde des RiesKraterMuseums e. V.
Amtsgericht Augsburg VR 50807
vertreten durch den 1. Vorsitzenden:
Dr. Oliver Sachs
Uhlandstrasse 10b
86655 Harburg (Schwaben)
info@freunde‐des‐rieskratermuseums e.V.

Quelle: Presseinformation  „Spendenkampagne Stubenberg Meteorit“
Verein Freunde des RiesKraterMuseums e.V.

 

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