Krise ist Chance - wo werden wir Ende 2009 stehen?

08.12.08 Reden wir über die Gewinner: Kann die Gesellschaft eine Krise als Glücksfall, als Entwicklung verstehen?

Es ist immer so gewesen: Der Abschwung der einen Seite, beflügelt den Aufschwung auf anderen Gebieten. Wichtig bleibt, die Trends für sich richtig zu deuten und zu handeln. Natürlich gibt es keine gleichmäßige Welle und 2009 geht es um eine große Welle. Wir wissen doch was den Unternehmens-Erfolg verhindert: Schlechtes Management, schlechtes Marketing oder zu wenig Kapital. Produkte und Märkte wandeln sich, sind austauschbar.

Die Chancen gehören dem innovativen Mittelstand! Der ist flexibel genug, die sich bietenden neuen Möglichkeiten zu erkennen. Für diesen gilt es durch den BVMW die heute nötigen Rahmenbedingungen einzufordern, mit unseren gewachsenen Netzwerk die Türen zu öffnen. Damit Viele davon profitieren gilt es den Erfahrungsaustausch zu pflegen.

Wir sehen es als vordringliche Aufgabe an, der Gesellschaft den Wert „Mittelstand“ zu vermitteln und wissen wie wichtig starke Einzelpersönlichkeiten für ein starkes Netzwerk sind.

Gemeinsam haben wir auch 2008 wieder viele Erfahrungen gesammelt, die uns bestärken auf Kontinuität zu setzen. Aber dennoch übersehen wir nicht, was verändert werden sollte:

Wir werden noch individueller mit den Mitgliedern und Partnern arbeiten, um differenzierter die Probleme zu erfassen. Dabei ist es uns besonders wichtig unser Netzwerk spürbar auszubauen, mehr Mitglieder zu gewinnen, um noch schlagkräftiger zu werden. Zwei neue Verbandsbeauftragte sollen das unterstützen.

Ein bestimmter Teil von Mitgliedern nutzt die etablierten Veranstaltungsmarken. Neben den Hauptevents (Mittelstandstag, Bühnenball, Gesundheitsforum) konzentrieren wir uns auf Business-Talks und Business-Frühstücke, die wir inhaltlich anreichern wollen. Integriert werden auch dort die verschiedenen Wahl-Talks.

Projekte sind besondere Erkennungsmarken, die wir gemeinsam mit SIG`s realisieren: Theater, Jugend, Marketing– und Innovationsverbund sind dafür die Stichworte. Im Vorfeld mit dem Mittelständischen Unternehmertag in Leipzig am 06.10.09 entwickeln wir ein Projekt der Zusammenarbeit mit dem BVMW-Leipzig.

Intensive Lobbyarbeit wird noch differenzierter, vor allem in Verbindung mit den Landtags– und Bundestagswahlen gemacht. Das Thema Gewerbesteuer soll einen besonderen Platz einnehmen.

Das alles wird nicht ohne Mithilfe der Mitglieder und Partner gelingen. Ich bin mir aber sicher, dass das BVMW-Team auf Sie zählen kann!

Autor: Sirko Rosenberg

Intelligente Netzwerke bilden!

03.11.08 Die aktuellen Ereignisse machen uns auf eine notwendige Ressource aufmerksam, die an vielen Stellen abhanden gekommen scheint. Dabei fallen verschiedene Entwicklungen zusammen: Finanzmärkte brechen ein, die Wirtschaft verschluckt sich, die Informationsgesellschaft muss dazulernen weil die Intelligenz des Einzelnen in Vielfalt und Änderungsgeschwindigkeit an ihre Grenzen stößt. 

Jetzt spüren wir, wie wichtig Vertrauen gerade auch in der Marktwirtschaft ist, um sie als sozial zu bezeichnen! Wir merken, ohne Vertrauen funktionieren Märkte nicht nachhaltig und die Marktteilnehmer nehmen Schaden.

Die Gesellschaft wird erschüttert! Ich bin optimistisch: Sie wird daraus lernen! Es ist ja nicht neu das Freiheit stets auch Verantwortung, Haftung gegenüber der Gesellschaft braucht; die Gesellschaft hofft darauf vertrauen zu können.

Also typische mittelständische Haltung, die mit dem Begriff des Inhabers, des Eigentümers der gleichzeitig die Führung inne hat beschrieben ist. Ist das in der Politik, im Staate, in verschiedenen Konzernen auch so? 

Bleiben wir in der Unternehmerschaft. Das Funktionieren von vernetzten Systemen ist Voraussetzung für zukunftsfähige Lösungen/Produkte. Im Unternehmen müssen Unternehmer nicht nur Aufgaben stellen, organisieren und kontrollieren, sie müssen immer mehr in der Lange sein Menschen zu begeistern und ihre Fähigkeiten zu bündeln.

Mitarbeiter sollen sich die Werte des Unternehmens, die Idee des Unternehmens, mit dem Inhaber teilen können. Ohne ein hohes Maß an Transparenz kann es nicht gelingen eine kollektive Intelligenz aufzubauen.

Gleiches gilt im Zusammenhang mit anderen Unternehmen, aber auch in der Gesellschaft überhaupt. Netzwerke - bei uns auch SIG‘s genannt - bedürfen eines kollektiven Wahrnehmungsorgans. Es ist die Aufgabe gestellt bestimmte Intelligenzen der Einzelnen zusammenzulegen, um auf bestimmte Tendenzen zeitnah reagieren zu können. 

Verabredete Spielregeln und Vertrauen darauf das sie funktionieren uns unabdingbar. Es geht nicht um einen neuen Kollektivismus, es geht um den Nutzen für den Einzelnen, der auch die Marktwirtschaft voran bringt.

Wie gut gelingt es dem Freistaat Sachsen, den Regionen, den Landkreisen, den Gemeinden ein kollektives Wahrnehmungsorgan zu sein? Gerade von den Bürgermeistern und Landräten erwarten wir die Wahrnehmung ihrer Verantwortung als 

Moderator. Ein „Weiter so!“ darf nicht zugelassen werden!

Autor: Wilfried Rosenberg

Der Kampf um die besten Köpfe

06.10.08 Der Wohlstandsgesellschaft folgt die Leistungsgesellschaft. Im Jahre 2030 werden 68% der jungen Leute ihren Lebensraum in der Arbeit suchen, zugleich aber auch das Leben genießen wollen, so schätzt es eine Studie vom Zukunftsforscher Opaschowski ein. Werden in der Oberlausitz ausreichend Leistungseliten zu Hause sein?

In unserer Mitgliederbefragung stimmten 62,5 % der Behauptung „Es gibt zu wenig qualifiziertes Personal für Kleine– und mittlere Betriebe“ in hohen und sehr hohen Maße zu. Sowohl die BUT, als auch die Bildungskonferenz der Marketing-Gesellschaft (MGO) vom 18.09.08 haben verdeutlicht: Schule und Wirtschaft ist in Bewegung gekommen! Die Anzahl von Kooperationen ist spürbar durch die Aktivität der Unternehmen und die Interessiertheit der Schulen (d.h. der Lehrer) angewachsen. Die staatlichen Ganztagsunterstützungen befördern den Prozess.

Jetzt wird aber deutlich wo Defizite liegen:

 

  • Die regionale Bildungsagentur (Regionalschulamt) ist weitestgehend Zuschauer in diesem Prozess. Dieser Staat im Staate läuft der Entwicklung offenbar hinter her.
  • Die MGO kann gute Beispiele der Zusammenarbeit herausheben, aber eine Strategie zur Entwicklung des Bildungsstandortes Oberlausitz kann sie nicht aufstellen. Dazu muss von den Landratsämtern entschieden mehr unternommen werden.
  • In den Städten und Gemeinden muss noch mehr beachtet werden, dass die Bildungsstätten nur im fairen Wettbewerb besser werden und es in den Räten hoher Priorität für deren Anliegen bedarf.
  • Schulstandorte, wie die Berufsakademie und das Berufsschulzentrum Technik in Bautzen müssen weiter ausgebaut werden. 

 

Die Unternehmer sollen die treibende Kraft bleiben. Nichts beflügelt Politiker mehr als die Unterstützung engagierter Bürger. Die Teilhabe am Wirtschaftsleben schon in der Schule, dürfte sich als ein Grundbedürfnis herausbilden lassen. Es gehört doch für einen leistungsfähigen freiheitlich handelnden Bürger dazu, eine Wirtschaftsordnung zu verstehen, die das natürliche Streben nach Reichtum in produktive Bahnen lenkt und so Gemeinwohl fördert. Zu verstehen, wie der Staat den Rahmen setzt, damit sich die Kraft des Wettbewerbs entfaltet ist von Wichtigkeit.

Kanzlerin Angela Merkel hat am 22. Oktober nach Dresden zum Bildungsgipfel geladen, mit hohen Erwartungen schauen wir auch aus der Oberlausitz dahin. Ich hoffe sie hat dann ihren unlängst getätigten Ausspruch noch im Hinterkopf: „Ein Deutschland ohne Familienunternehmen (den Mittelstand eben) ist nicht mein Deutschland“.

Autor: Wilfried Rosenberg

Optimismus fühlt sich anders an!

01.09.08 Aus vielen Gesprächen der letzten Wochen wird deutlich: Viele wichtige Unternehmen des Wirtschaftsraumes Oberlausitz setzen ihre erfolgreiche Entwicklung fort. Immer mehr schwingt auch der Stolz auf das Geschaffene mit, aber gleichzeitig ist mit dem hohen Tempo der Entwicklung auch die Hektik gewachsen. 

Gerade in der schon langsam vergangenen Urlaubszeit war zu spüren, wie knapp die Spielräume sind, wenn die Aufgaben des Urlaubers von Anderen mit übernommen wurden. Wobei „der Andere“ auch sehr oft der/die Chef(in) des Unternehmens selbst ist.

Der Kampf um den Ertrag in jedem einzelnen Unternehmen wird (bei wachsenden Einkaufs– und Lieferpreisen) immer härter, bei den Sozialabgaben ist auch keine Besserung zu erwarten. Die Inflation drückt aufs Gemüt.

Mitarbeiter erwarten mehr Lohn. Gibt der Unternehmer etwas dazu, kommt da gerade wegen der Sozialabgaben nur 50 % beim Mitarbeiter an. Die IG Metall will 7% und wird so den Abwärtstrend beschleunigen. Die Hoffnung, dass deutsche Politik den Mittelstand, (bei allen Förderungen) wirklich fördert, schwindet immer mehr. Klar, jeder Unternehmer muss sich mit seinem Unternehmen behaupten! Das Kümmern wird erwartet; wenn ihn aber dabei anderes nicht interessiert, bekommt er öffentliche Vorwürfe.

Wir spüren einen Wertewandel der verbunden ist mit dem Wandel von der Industrie zu einer Wissensgesellschaft. Eine wichtige Ressource ist dabei aber das Vertrauen aufeinander. Wenn es schon in der Gesellschaft als Ganzes nicht gelingt, dann sollte es uns als Unternehmer noch besser gelingen, auch unter den Bedingungen des Wettbewerbs fair miteinander umzugehen. Generieren wir Wohlstand durch Vermehrung von Wissen, Talenten und Kompetenzen! Setzen wir auf mehr Unternehmerkultur. 

Unser Motto „Die beste Standortförderung sind erfolgreiche Unternehmer und begeisterte Kunden“ gilt es durch noch individuellere Arbeit umzusetzen. Weiter bitte ich Sie einen Beitrag zu leisten für die weitere quantitative und qualitative Stärkung des BVMW. Unsere Mitgliederstärke, d.h. den Vernetzungsgrad wollen wir weiter erhöhen, welche Unternehmer können Sie uns als Mitglied empfehlen? Verkennen wollen wir in diesem Zusammenhang auch nicht: Ohne aktive Lobbyarbeit für den Mittelstand wären die Waffen zwischen Regierung und Parlament, zwischen Politik und Öffentlichkeit noch ungerechter verteilt!

Autor: Wilfried Rosenberg

Unternehmer müssen politischer werden! Lobbyist BVMW nutzen! 

07.07.08 Immer mehr Unternehmer spüren, wenn der Mittelstand gerade im Osten nicht politisch zerrieben werden will, muss er sich politisch engagieren. Manche meinen dafür ist keine Zeit. Dahinter ist nicht nur die Geschichte mit dem Holzfäller der keine Zeit hatte seine Axt zu schärfen, sondern auch oftmals fehlendes Verständnis, wie Lobbyarbeit organisiert wird und das es gar nicht zu erst darauf ankommt in Parteien einzutreten und sich in Parlamente wählen zu lassen.

Eigentlich ist das anzuwendende Prinzip ein für Unternehmer alltägliches: ich delegiere Aufgaben! Der BVMW ist mit seinem innovativen Geschäftsmodell besonders geeignet aktiver Lobbyist für die Mitgliedsunternehmen zu sein. Die Verbandsbeauftragten sind selbst Unternehmer und keine angestellten Funktionäre, die wie Bürokraten zuerst versuchen ihren Job zu sichern.

Ich schöpfe viel aus den 524 Gesprächen, die ich im 1. Halbjahr mit Unternehmern führte, formulierte daraus Standpunkte und transportierte die u.a. in den 131 Gesprächen mit Politikern und Behördenchefs, oder bei den 46 Kontakten mit den Medien. Lobbyarbeit beginnt mit der Organisation eines vielgliedrigen Meinungsbildungsprozess. Die Meinung von selbstbewussten, erfolgreichen Unternehmern in einem Punkt zusammenzulegen erweist sich oft als langwierig, dazu braucht es Zeit, auch zum Vertrauensaufbau.

Es geht neben den Wiederholbaren (wie z.B. einer bestimmte Ware am Markt) immer um etwas stetig Neues, was an etwas historisch vergängliches anknüpft. Lobbyarbeit ist ein innovativer Prozess. Den „lagern“ sinnvoller weise die Mittelständler aus! Hier ist sicher nicht der Platz das weiter auszuführen, aber sicher muss der Mittelstand seine Lobbyarbeit branchenübergreifend weiter qualifizieren.

Mancher Bürger versteht Lobbyarbeit als etwas bedrohliches, verkennt wird dabei die Tatsache, dass die Unterschiede die Entwicklung voran bringen und Lobbyarbeit kanalisiert die verschiedenen Interessenslagen, um in einem demokratischen Willensbildungsprozess zu praktischen Entscheidungen in der Gesellschaftspolitik zu gelangen. Vor uns steht im Zusammenhang mit den neu konstituierten Kreistagen und Kreisverwaltungen die Aufgabe, Positionen deutlich zu vermitteln. Von den Politikern erwarten wir, dass die im Wettbewerb stehenden Verbände gleichermaßen mit einbezogen werden und nicht auf die Meinung einzelner Unternehmen gehört wird, weil da Einzelinteressen schnell dominieren.

Es muss gelten: Wer gehört werden will, muss sich in Meinungsbildungsgremien, wie wir sie in Form der SIGs haben einbringen. Für mich ist Lobbyarbeit immer verbunden mit der Entwicklung des Wirtschaftsraums Oberlausitz. Das ist geknüpft an das Erzeugen einer visionären Kraft die Zukunft mit gestalten zu können. Als BVMW haben wir unsere Kompetenz als Meinungsführer Mittelstand stetig ausgebaut. Jetzt suchen wir 2 Team-Verstärker, wer traut sich als Verbandsbeauftragter mitzuwirken?

Autor: Wilfried Rosenberg

Parteipolitisch unabhängig! 

12.06.08 An verschiedensten Stellen der Ausführungen und Diskussionen am 8. Mittelstandstag verdeutlichte sich: Unternehmer müssen politischer werden! Auch in der Oberlausitz.

Was nicht gleichermaßen parteipolitisches Engagement heißt. Der BVMW, als die Stimme des Mittelstands orientiert sich konsequent an den Interessen der Unternehmer und agiert in diesem Sinne mit allen Parteien, aber von ihnen unabhängig. Manchmal ist mir insbesondere im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen gesagt worden, wir sollten uns doch neutral verhalten. Wozu sollen Neutralität bei politischen Interessen gut sein? Wir sind aber nicht auf eine Partei fixiert! Vor allem dann nicht, wenn Parteien fortschrittliche Idee einbringen und anpacken, unternehmerische Initiative gefördert wird, Wachstum das Ergebnis ist.

Vor allem sind wir aufgefordert die soziale Markwirtschaft und die Freiheit mit Anstand, fair, engagiert und vernetzt zu verteidigen! Es ist im Interesse des einzelnen Unternehmens wichtig der undifferenzierten Gerechtigkeits– und Umverteilungsdiskussion entgegenzutreten, damit die Diktatur der Gutmenschen die Engagierten nicht noch mehr entmündigt und den Bürger nur als Konsumenten zurücklässt.

Bei den Kommunalwahlen orientieren wir uns an den zur Wahl stehenden „Köpfen“, unabhängig von den Parteien. Wer für wirtschaftliche Entwicklung der Region glaubhaft und kompetent steht, wird unterstützt. Bei den Bundestagswahlen werden wir auf der Grundlage der Wahlprogramme der Parteien so genannte Wahlprüfsteine aufstellen und daran „messen“, welche Partei den 

Mittelstandsinteressen am Nächsten steht. Im übrigen stehen wir auch dafür, dass der bekannte Spruch wieder gilt: „Wenn es meinem Unternehmen gut geht, geht es auch dem engagierten Mitarbeiter gut!“

So finden sich auch viele gemeinsame Interessen von Unternehmer, Mitarbeitern, Bürgern. Für mich ist Lobbyarbeit immer verbunden mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Region.

Autor: Wilfried Rosenberg

Freude am Unternehmertum schafft Arbeitsplätze! Wirklich?

05.05.08 Natürlich ist es nicht, und auch nicht in erster Linie die Freude am Unternehmer sein was letztlich für den Aufbau von Arbeitsplätzen verantwortlich ist. In erster Linie sind es das Agieren in „Zukunfts“- Branchen und –Märkten, das Vorhandensein von Wettbewerbsvorteilen, sowie umfangreiche Erfahrung (incl. Wissen, Kontakte, Führungsqualitäten). Wenn aber zur Gewinnmaximierung Trends wie: aus Wohlstands– wird Wohlfühlgesellschaft, Innovationen braucht Kommunikation und Kooperation, Unternehmen als lebendige Organismen managen beachtet werden müssen, dann spielt die Unternehmerpsyche eine immer größere Rolle. 

Wenn Unternehmer in ihrem Tun keine „Verwirklichungschancen“ mehr sehen, weil sie z.B. mit unsinnigen „Gleichbehandlungsgesetzen“ gegängelt werden, dann wird der Staat immer mehr (wieder!?) Unternehmer „spielen“ müssen; wo das hinführt ist bekannt.

Autor: Wilfried Rosenberg

Kommunalwahl 08.06.08 - eine Herausforderung!

05.05.08 Geht Wählen!! Schafft schon im 1. Wahlgang klare Verhältnisse! Ein 2. Wahlgang am 22.06.08, wie es sich einige wünschen, sollte nicht die Norm werden. Erst recht nicht bei der Landratswahl zu den neuen Kreisen.

Köpfe die sich um die Posten als Landrat und Bürgermeister bewerben gibt es in großer Zahl. Ganz klar setzen wir auf die Personen, die verstehen wie Mittelstand am ehesten gedeihen kann; die vor dem Konsumieren (oder Umverteilen) das Investieren setzen, die Freiheit und Selbstverantwortung fördern.

Wir setzen auf bewährte Köpfe einer praktikablen Kommunalpolitik; sie garantieren eine Kontinuität gerade in einer Zeit, wo die Umsetzung der Kreisreform als Chance für wirtschaftliche Entwicklung genutzt werden muss. Die neuen Kreise Bautzen und Görlitz gehören zu den drei Größten in Sachsen. Beim Gesamtumsatz im verarbeitenden Gewerbe leistet Bautzen mit 10,7 % den höchsten Anteil für Sachsen. Auch das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen (ca. 45.000 €) liegt über dem Sachsendurchschnitt. Das muss dem gesamten Wirtschaftsraum Oberlausitz helfen; wählen wir die richtigen Köpfe

Autor: Wilfried Rosenberg

Mittelstandstag wird gemeinsam vorbereitet

07.04.08 Der aus derzeit 24 produzierenden Unternehmen bestehende Wirtschaftskonvent Oberlausitz traf sich am 19.03.08 mit Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) bei Käppler & Pausch GmbH in Neukirch.

Den Unternehmern, die über 6.000 Mitarbeiter beschäftigen, versicherte der Minister auch bis ins Jahr 2013 vielfältige Förderungen ihrer Innovationskraft zur Verfügung stellen zu können. Er freute sich gerade am Beispiel von Käppler & Pausch erleben zu können, welche erhebliche Wirtschaftkraft entsteht und wie die regionale Zusammenarbeit im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Wirtschaftsraumes dadurch gestärkt wird. 

Gemeinsam war man sich einig:

 

  • niemand kann sagen, wohin die Krise an den Finanzmärkten noch führen wird,
  • der Ausbau der Infrastruktur (z.B. Westtangente Bautzen, Umfahrung Görlitz, Anschluss Hoyerswerda) muss erkämpft werden, auch wenn die Mittel dafür derzeit knapp sind,
  • die Versorgungssicherheit mit einem Mix aus verschiedenen Energieträgern (einschließlich der heimischen Braunkohle) muss bei weiterer Erhöhung der Energieeffizienz gewährleistet bleiben,
  • durch noch mehr direkte Kooperationen von Unternehmen und Schulen soll die Befähigung der oberlausitzer Jugend befördert werden bei den Wachstumsunternehmen der Region Arbeit zu finden.

 

Ziel des Wirtschaftskonventes, der stärksten durch den Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW-Oberlausitz) organisierten Spezial-Interessen-Gruppe (SIG) ist es, die Zusammenarbeit von Konzernen und Mittelständlern, wie auch zur sächsischen Politik und Wissenschaft zu vertiefen. Wie schon bei der letzen Beratung nahmen daran auch die Landräte Bernd Lange (NOL) und Landrat i.V. Dr. Wolfram Leunert teil.

Bevor Anfang Juli das nächste Treffen bei Siemens in Görlitz erfolgt, wird zunächst an der Vorbereitung des 8. Mittelstandstag Oberlausitz am 03.06.08 im Bautzener Theater gearbeitet. Das Grobkonzept mit den Thema „Freude am Unternehmertum schafft Arbeitsplätze!?“ wurde während der Neukircher Beratung verabschiedet.

Es sieht folgende Themen vor:

 

  • Was können und sollten Unternehmer tun, um ihr Unternehmen am Markt so aufzustellen, damit sich die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung betriebswirtschaftlich auszahlt? (Arbeitgebermarke sein!)
  • Die Botschaften des Mittelstandes an die Öffentlichkeit.
  • Erwartungen des Mittelstandes an die Politik.
  • Kompetenzzentrum Schule-Wirtschaft.

 

Freude am Unternehmertum schafft Arbeitsplätze!?

so das Leitthema des 8. Mittelstandstag Oberlausitz. Das Deutsche Mittelstands-Barometer (DMB) zeigt genau diesen Zusammenhang mit dem Eisberg-Modell der Unternehmerpsyche auf (siehe BVMW-Unternehmermagazin „Der Mittelstand“ 1/08 S. 19).

Gerade hat sich die Stimmungslage bei wichtigen Unternehmen, auch in der Oberlausitz, Dank dem Wachstum der Weltwirtschaft verbessert, da inszeniert die Bundespolitik immer neue Themen, um Feindbilder zu installieren. In einer Klassenkampf-Rhetorik die bei Unternehmern eher die Meinung provoziert: „Nur weg hier - die sollen sehen wie sie klar kommen!“ 

Da das so einfach natürlich nicht geht und nur sehr wenige das wirklich wollen, ziehen sich einige Mittelständler zurück in ihr eigenes Schneckenhaus. Gerade Erfolgreiche sind scheu geworden, so als wären sie nicht Mensch, sondern selbst Kapital geworden.

Besser wäre das gezielte Eintreten für die Idee des fairen und freien Wettbewerbs. Nur Unternehmer am freien Markt schaffen wertschöpfende Arbeitsplätze oder Profite, die letztlich über die Steuern in die Taschen des Staates fließen.

Schaffen wir es nicht das Ökonomische mit dem Ethischen zu verbinden und daraus ein größeres Glück für die Engagierten zu erlangen? Steht in der aktuellen Diskussion nicht etwas auf dem Kopf?

Was läuft falsch, wenn 51% der Deutschen meinen durch die Globalisierung zu den Verlierern zu gehören; nur 30% noch an die Sinnhaftigkeit von Wettbewerb glauben und nur 13% ihren Chefs vertrauen?

Was läuft falsch, wenn glücklicherweise 86% der Jugendlichen Stolz sind auf Deutschland, aber nur 13% das an der wirtschaftlichen Stärke festmachen und im Ergebnis von Milliarden Investitionen ins Schulsystem, der heute Bildungsverlauf immer mehr Verlierer produziert?

Was läuft im Kopfe eines Bundesministers Steinmeier falsch, wenn er im Interview mit der Wirtschaftswoche Manager dafür verantwortlich macht, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland zu gefährden?

Zu dieser ideologisch-populistischen Lücke wird paradoxer Weise der Ruf nach dem Staat lauter! Aber wehe, die Menschen stellen fest .....! Ich will als gelernter DDR-Bürger den Gedanken nicht weiterverfolgen, sondern eher fragen welche Antworten der Mittelstandstag Oberlausitz geben soll?

Gemeinsam mit einer Initiatoren-Gruppe sind wir dabei im Verlaufe des März das Programm festzulegen. Ihre Meinung und Vorschläge sind natürlich willkommen. 3 Themen stehen im Mittelpunkt:

Mittelständler entwickeln sich zu starken Arbeitgebermarken, so werden sie zur anerkannten Elite. Alle engagierten Oberlausitzer müssen wir über Stadtgrenzen hinweg zusammenschließen, um eine Gestaltungstrategie für die Region einzufordern. Den fleißigen, engagierten Jugendlichen wird durch die Unternehmerseite erhöhte Aufmerksamkeit zu teil; sie spüren ganz persönlich, dass sie gebraucht werden.

Autor: Wilfried Rosenberg

Starke Arbeitgebermarken etablieren!

04.02.08 Es ist für mich eine starke Motivation, wenn ich in verschiedenen Treffen und persönlichen Gesprächen erleben darf, wie die Oberlausitzer Unternehmer immer optimistischer werden, immer kooperativer über den Tellerrand ihres Absatzmarktes sehen. Die Kräfte werden zusammengelegt, um gemeinsam Themen zu finden und sie anzugehen.

Der Nährboden liegt in der spürbar entwickelten Solidität der Unternehmen, vor allem derjenigen die die Wertschöpfung in die Region holen. Deren Stimmung ist spürbar besser geworden. Der Aufschwung ist in der Region angekommen, aber es ist noch ein langer Weg bis das noch mehr Menschen spüren. Welche Aktivitäten müssen unternommen werden, um klar zu machen: Die Gewinne von heute sind die Investitionen von morgen und erst die Arbeitsplätze (mit entsprechenden Löhnen) von übermorgen.

Wie Sie sicher wissen hat die SZ-Lausitzredaktion am 24.01.08 eine Leserdiskussion mit meinem Interview zum Thema Mindestlohn begonnen. Ich habe mein Einverständnis gegeben, weil da evtl. Meinungen hoch kommen, die es sich lohnt zu analysieren. Was denken die Menschen (auch Unternehmer!) oder auch Verbände dazu?

Der neue Trend der Moralisierung der Marktwirtschaft ist gesteuert vom Konsumenten. Wenn wir nicht wollen, das diese Gesellschaft auseinander fliegt, bleibt Mittelständlern nur ein Weg: den Wettbewerb um die Meinungsführerschaft im Eintreten für die Marktwirtschaft als Erfolgsbedingung zu bestehen. Auch Unternehmer haben da ein Glaubwürdigkeitsproblem, was wir nur selber lösen können. Ludwig Erhard meinte: „Je freier die Wirtschaft, desto sozialer ist sie auch!“

Nur viele Menschen verstehen nicht, warum das auch heute noch stimmt, unter gewiss veränderten, globalisierten Bedingungen. Gerecht ist was das Land/Region stark macht, damit auch die Schwächeren davon profitieren.

Im Kern muss es uns als Unternehmer darauf ankommen neben den Absatzmarken starke, positiv besetzte Arbeitgebermarken in der Oberlausitz zu etablieren, die die Kraft entwickeln auch qualifizierte, motivierte Mitarbeiter in der Region zu halten und gemeinsam mit ausgewählten Partnern aus Politik und Gesellschaft eine Faszination Lausitz zu erreichen, um so den Bevölkerungsschwund zumindest in den wirtschaftlichen Zentren der Region zu stoppen. Dazu brauchen wir aber nicht nur die Hochqualifizierten.

Der in den vergangenen Monaten gebildete Wirtschafts-Konvent Oberlausitz ist eine SIG die eindrucksvoll die Potentiale des BVMW nutzt und die Kräfte Oberlausitzweit und über Branchengrenzen hinweg bündelt. Das wird letztlich allen Unternehmen helfen, ihren Beitrag für ein leistungsförderndes Unternehmerbild zu leisten.

Mit über 402 Mitgliedern und 130 Partnern ist der BVMW-Oberlausitz der stärkste, aktionsreichste, freiwillig organisierte Unternehmerverband in der Region. 2008 wollen wir gezielt um 20 Mitglieder wachsen. Dabei setzen wir auf Kontinuität und Projekte die genau darauf abziehen, an den Schnittstellen zur Politik, Öffentlichkeit, Medien gemeinsam ganz praktisch ein positives Unternehmerbild zu vermitteln.

Autor: Wilfried Rosenberg

Unsere regionalen Partner