Nicht idealer, sondern wirksamer Unternehmer sein! (Maßstab des BVMW-Handelns)

12/2009 Die Welt wird nach der Finanz– und Wirtschaftskrise (ich lege Wert auf die Unterscheidung) eine andere sein. Noch sind wir aber nicht im „Danach“! Aber das Handeln der Unternehmer ändert sich; und so verändert sich auch die BVMW-Arbeit: Weniger Veranstaltungsmanagement, dafür aber mehr Projektmanagement (d.h. SIGs und individuelle Hilfen zur Selbsthilfe). 

Es geht um konzentrierte Antworten auf die Frage: Welchen Beitrag leisten, um das Mitglied (d.h. den Unternehmer) immer wirksamer zu machen?

Auch Bautzens OB Christian Schramm erwartet (ausgesprochen zum Business-Frühstück am 27.11.09) vom Unternehmer in erster Linie ein kluger Geschäftsführer zu sein. Die Rahmenbedingungen für den Mittelstand verändern wir nur, wenn wir uns selber ändern bzw. die gegebenen Marktbedingungen so gut wie möglich ausnutzen. Vieles kann nur im Netzwerk erfolgreich werden.

Als ich vor wenigen Tagen zu einer Beratung im Internationalen Hochschulinstitut in Zittau zum Thema „Das Idealbild des mittelständischen Unternehmers“ eingeladen war, ist mir besonders deutlich geworden, wie sehr sich die Gesellschaft einen Alleskönner wünscht. Aber: Das Idealbild eines Unternehmers gibt es nicht - das ist ein Mythos!

Auch mittelständische Unternehmen leben gerade weil sie sich unterscheiden; je klarer der Unterschied, je schärfer die Marktnische, je besser geht es ihnen wirtschaftlich. Wir werden konsequenter unterscheiden zwischen einen guten Menschen und einem wirkungsvollen Führer.

Es geht um ein qualitatives Wachstum der einzelnen Unternehmen. Das ist die beste Wirtschaftsförderung! Wirksame Führer bewegen sich im strategischen Marketingdreieck von eigenen Unternehmen, Kunde und Wettbewerb erfolgreich. Sie erkennen, dass die Schlüsselaufgabe qualifizierte Führung heißt, die im Hinterkopf Vertrauen und Fairness als immer bedeutsamere Währung hat und die zum „dramatischen Schöpfungs- & Liebesakt“ befähigt (siehe BVMW-Aktuell November).

Eine wirkungsvolle Führungskraft findet passende Antworten auf folgende im Komplex zu verstehende Fragen:

 

  • Wie führe ich mich selbst?
  • Wie lasse ich mich führen?
  • Wie führe ich Andere?

 

So wie jedes Unternehmen einzigartig sein soll, so werden wir gemeinsam den BVMW-Oberlausitz immer Einzigartiger machen. Wir sehen uns mit keinen anderen Strukturen im Wettbewerb. 

Eine besondere Rolle könnten dabei zwei Beiräte einnehmen an deren Bildung wir derzeit arbeiten. Der Unternehmerbeirat soll das Gremium sein, der zum Mittelstandstag bestätigt, die Richtungen der BVMW-Arbeit mit der Regionalgeschäftsstelle bespricht. Im Politischen Beirat (aus MdB, MdL, Unternehmern) sollen parteiübergreifend die Probleme des Oberlausitzer Mittelstandes hinsichtlich der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen beraten werden.

Schon jetzt betreiben wir insbesondere mit der BVMW-Aktuell und über die Internetplattform www.mittelstand-oberlausitz.com eine umfassende Informationspolitik. Wie schon mit der neuen Internetadresse begonnen, werden wir das im Jahr 2010 spürbar bis zum Mittelstandstag weiter verbessern. Wir nehmen uns insgesamt ein anspruchsvolles Programm vor, das nur umgesetzt werden kann, wenn noch mehr Mitglieder daran aktiv mitwirken. 

Autor: Wilfried Rosenberg

Elastisch bleiben!

11/2009 Ergänzend und vertiefend zum gleichnamigen Editorial im BVMW-Kurier 10/09 bleibt die hohe Differenziertheit der BVMW-Arbeit hervorzuheben.

Als Mitglied der derzeitigen Landesgeschäftsführung habe ich gerade in den planmäßig in den letzten Monaten durchgeführten individuellen Gesprächen mit unseren 24 Kreisgeschäftsführern in Sachsen erfahren wie unterschiedlich da an die Anforderungen herangegangen wird. Die meisten Regionalverbünde in Sachsen sind um die Metropolen Dresden, Leipzig, Chemnitz gruppiert, nur in der Region Oberlausitz ist da anders (wie so häufig in der Geschichte der Oberlausitz). 

Unsere Potentiale sind andere, oft viel schwächere. Dennoch, oder etwa gerade, ist es in der Oberlausitz gelungen eine vergleichsweise hohe Präsenz der „Stimme des Mittelstandes“ zu erreichen. Wir waren von Beginn an (1996) mit einer anderen Strategie, fußend auf der historischen Eigenständigkeit, den großen Branchenmix kleinerer Mittelständler in der Wirtschafts-region Oberlausitz herangegangen:

„Regional gemeinsam, lokal differenziert!“ Das betraf nicht nur die gebietliche Aktivität sondern auch das thematische Herangehen. Wir haben flächendeckend ca. 400 Mitglieder in der Region.

Neben den 42 Veranstaltungen für Alle (bisher in diesem Jahr), haben 21 Treffen von SIGs, den Spezial-Interessen-Gruppen, stattgefunden. Die Anzahl der Gruppen ist in diesem Jahr gerade in letzter Zeit gestiegen: Südumfahrung Bautzen, Business-Theater-Treff, Wirtschaftskonvent, Wirtschaftsclub, Mittelstandstag, Stausee Bautzen, Gesundheit, Bürgersolar, Energie, Messe-Cottbus.

Die Aktivitäten sind i.d.R. mit bestimmten längerfristig zu verfolgenden Zielen und Projekten verbunden. Sie sorgen für die nötige Differenziertheit der Umsetzung der Interessenslage der Mitglieder und dafür, dass der BVMW elastisch bleibt.

Sie sind oder waren - weil mache auch nur für bestimmte Zeiträume Sinn machen – die Aktionsgruppen, die Orte des Erfahrungs- und Meinungsaustausches. Hier kennt man sich, das schafft Sicherheit, dort findet der einzelne Unternehmer die nötige emotionale Balance. 

Gerade in Zeiten, wo Fairness immer mehr zur Währung wird und sich Gewinn nicht nur im Zahlenwerk einer BWA ausdrückt, sind diese SIGs Heilmittel, die seelische Energie in Aktivität umwandeln. 

Dort geht es ums „Mehren“ nicht ums Sparen! Es geht ums berührt sein; um ein Gefühl zu bekommen für die eigenen Entscheidungen und für die richtigen Partner. Nur so gelingt ein dramatischer Schöpfungs- und Liebesakt, dem eigentlichen Motiv auch unternehmerischen Handelns.

Autor: Wilfried Rosenberg

Mut zum Neustart!

10/2009 Jetzt erwarten wir von den Gewählten eine mutige Politik des Wachstums (siehe rechte Spalte). Wenn ich mir die Wahlbeteiligung ansehe, habe ich Zweifel. Auch Landrat Michael Harig fragt: „Haben wir ein Wahrnehmungsproblem, ein falsches Bild von der Politik, des Staates? Wurde vielleicht zu lange suggeriert, dass Freiheit und Demokratie gleichbedeutend mit einem ständigen Mehr sind? Einem Mehr an Materiellen, an Zerstreuung, an Planbarkeit und Sicherheit?“ 

Auf jedem Fall erwarte ich eine Politik, die mehr mobilisieren kann, die beim Gestalten glücklich macht, die im Wissen über Zusammenhänge qualitatives Wachstum erzeugt.

Ohne Innovationen in der Politik und ohne Gestaltungswillen wird es nicht gehen, auch wenn es für Politik und Verwaltung der bequemere Weg zu sein scheint. Die Wahlergebnisse lassen vermuten, das sich der ideologische Kampf zwischen den Lagern zuspitzt. 

Als BVMW sind wir aufgefordert, die soziale Marktwirtschaft offensiv zu verteidigen. Dabei werden wir eine neue Form eines intensiveren Dialoges mit allen Bundes– und Landtagsabgeordneten aus der Oberlausitz führen.

Wir wollen darstellen, wie Politik die Rahmenbedingungen für den Mittelstand verändert, angefangen in den Gemeinden. Die Diskussion über Straßenbaubeiträge in Bautzen zeigt z.B. was passiert, wenn eine Satzung nicht rechtzeitig modernisiert wird, der Unwille der Bürger erst hoch kocht, dann eine Menge Unwissenheit und emotionalisierte Unterstellungen hinzukommen. Wie sich das eigentlich positiv mobilisierende Grundprinzip des Grundgesetzes „Eigentum verpflichtet“ ins Gegenteil umschlägt. Eigentum ist eben mehr, wie dessen wechselnder wirtschaftlicher Wert.

Eigentum, was sich nicht vermehren lässt, wird eben schnell zum Ballast. Das wissen alle Mittelständler. Eigentum ist immer auch Risiko; wird das Risiko immer größer, wird keiner mehr Verantwortung - erst recht nicht fürs Ganze - übernehmen.

Der Steuerstaat muss den Mittelständlern, den Leistungsträgern überhaupt, Gelegenheit zum Aufbau von Eigenkapital geben, dann werden sie auch „vernünftig“ Steuern zahlen!

Da wird das Verschuldungsgespenst bis in die Gemeinde hinein an die Wand gemalt (z.B. auch in Bautzen) und so der Gestaltungswillen erdrückt, anstatt ihn - den Veränderungswillen - gerade jetzt herauszufordern.

Das ist natürlich auch ein Anspruch an unsere Lobbyarbeit als BVMW, an alle Mitglieder, alle Unternehmer. Erfolgreiche Unternehmen (unabhängig von der Anzahl der Arbeitsplätze) sind die beste Wirtschaftsförderung. Sie entstehen wo Unternehmer zu sein Spaß macht, auch in der Oberlausitz! 

Autor: Wilfried Rosenberg

Zum Optimismus gibt es keine Alternative!

09/2009 Die Sommerphase habe wir bei reduzierten Veranstaltungsplan genutzt, um das individuelle Gespräch - auch noch als Auswertung des 9. Mittelstandstag Oberlausitz - mit Unternehmern zu suchen. Die Talsohle der Wirtschaftsleistung scheint erreicht. Auch wenn von Wachstum beim Wohlstand erst bei einer Steigerung von 3% gesprochen werden kann, steigt die Zahl der Optimisten in Deutschland.

Von Kreditklemme wollen die wenigsten Unternehmen sprechen, aber es bleibt ärgerlich, wenn einige Banken billiges Geld bekommen, damit wieder zur Zockerei übergegangen sind und die Eigenkapitalquote im Mittelstand bei 7-14% dahindümpelt. 

Die Landtagswahlen in Sachsen zeigen: Die Mehrheit wünscht sich eine liberalere Politik und der Ruf nach dem Schutzmantel des Staates ist geringer ausgeprägt, wie das manche glauben, auch wenn das Systemvertrauen erschüttert ist. Gerade dieses Paradoxon stärkt die Eigenverantwortlichkeit und macht letztlich Stolz.

Die Überzeugung: „Der Aufschwung kommt“, ist ungebrochen, auch wenn nach den Zahlen der Abstand West zu Ost bleibt. Auch wenn nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen, der Glaube daran, dass eigene Pläne gelingen, Vorsätze eingelöst und Probleme überwunden werden, beflügelt die meisten Unternehmer.

Mancher vermeidet den Begriff „Krise“. Gut, nennen wir es einen notwendigen Veränderungsprozess zum Besseren, zur Erschließung neuer Märkte und Produkte, die den Menschen Wohlstand bringen, weg von einer Maximierungs-Kultur. Geiz ist nicht geil! Das stattfindende Stolpern - das kennen ja alle - mobilisiert spürbar die Konzentration, nicht nur von denen, die Stolpern. Viele sehen wie sie die Balance halten können. Das stabilisiert das Ganze.

Es ist eben nicht der Zusammenbruch der sozialen Marktwirtschaft, sondern das Wirken / Ausnutzen der dezentralen Intelligenz der einzelnen Marktteilnehmer (Menschen), dem eine höhere Aufmerksamkeit zukommt. Mehr Zentralismus würde dem nur schaden.

Wir haben es mit einem Konflikt zwischen Markt und Staat zu tun. Eine intelligente Arbeitsteilung von Staat und Unternehmen ist die Herausforderung; auch für Unternehmer und erst recht für den BVMW.

Wie kann der Mittelstand das ihm zustehende Gewicht in den Meinungsbildungsprozess einbringen? Als BVMW haben wir dabei schon einiges in die Waagschale geworfen. Ein wichtiges Pfund ist die Zuversicht, der Uroptimismus der Mittelständler; eine Macht die aus unserer Lebenseinstellung entspringt, aber auch das nötige Umfeld erfordert.

Genau an diesen Schnittstellen setzt die Arbeit des BVMW an: Beziehungen so managen, dass der Mittelstand im Spannungsfeld von Kooperation und Konkurrenz eine starke Stimme hat. So wird die Zuversicht weiter wachsen. Zum Optimismus gibt es im Mittelstand keine Alternative!

Autor: Wilfried Rosenberg

Zukunft neu denken - auch im BVMW-Oberlausitz!

06.07.09 Das Positive in Krisenzeiten ist es gerade, das sich die Chancen für neue Denkweisen und Geschäftsmodelle verbessern . Eingefahrene Wege werden leichter verlassen. Die Unternehmerlandschaft wird in 3 Jahren eine andere sein. So manche Vertrauensbasis zerbricht, neue Netzwerke entstehen, bzw. werden neu justiert. Erfolg heißt sich ändern! Für den Einzelnen, für ganze Unternehmen und so auch für den BVMW-Oberlausitz.

Zum 9. Mittelstandstag Oberlausitz hatte ich versucht herauszuarbeiten, was - auf einer soliden Basis aufbauend - jetzt „neu gedacht“ werden sollte. Das BVMW-Kernteam versteht sich als Netzwerkknoten, als Führungs– und Koordinationszentrum. Die Frage aber bleibt, wie viel Kraft wir bündeln können, um die große Heterogenitiät des Mittelstandes an bestimmten Punkten zu überwinden und so gegenseitigen Nutzen zu stiften.

Die Schwierigkeit besteht zunächst einmal darin, das zu erwartende „morgen“ zu definieren und zu beschreiben. Ich fordere die BVMW-Mitglieder und Partner auf, sich bis Anfang Dezember 2009 an einen Diskussionsprozess zu beteiligen der den BVMW-Oberlausitz anders, d.h. besser macht! Es geht uns um eine neues Geschäftsmodell bei dem besonders der Kommunikationsprozess eine höhere Qualität erreicht, der zu immer mehr Zusammenhalt führt. 

Das entsteht durch gemeinsame Ideen, Werte, Ziele; der Politisierung des Management, bei dem Wirtschaft, Kultur und Politik im Zusammenhang erfasst wird. Wir sehen dabei Handlungsbedarf zu folgenden Feldern:

In individuellen Gesprächen finden wir die gewandelten Bedarfe der Unternehmer heraus und präzisieren unser Dienstleistungsangebot als Netzwerkknoten; die vertrauensvolle Zusammenarbeit verstärkt sich.

 

  • Das Veranstaltungsangebot wird gestrafft und inhaltlich verändert.
  • Die politische Lobbyarbeit wird thematisch differenzierter und konzentrierter geführt, die Kontakte zu den Landesbehörden verstärkt entwickelt.
  • Die SIGs entwickeln sich immer mehr zu Erfa-Gruppen, mit den Themen Führungsqualität und Kooperationsfähigkeit.
  • Wir initiieren weitere Kooperationsprojekte, wie z.B. „Die ganze Welt ist Bühne!“ oder andere wirtschaftlich-technische Netzwerke.

 

Das qualitative Wachstum ermöglicht die Schaffung von 2 neuen Arbeitsplätzen in der Regionalgeschäftsstelle und führt zu einer Stärkung der Mitgliederbasis.

Planungspanne

(Mai 2009) .... meint die Sächsische Zeitung am 03.06.09, weil die DBG-Lausitzkonferenz zeitgleich zum Mittelstandstag stattfindet. 

Schön das die Gegensätze kaum deutlicher hervortreten können – an einem Tag. Nicht nur was die Vielschichtigkeit der Redner zum Mittelstandstag betrifft. 

Ich kann auch nicht erkennen welche Antworten gerade für die Lausitz vom DGB gegeben werden. Da schwingt man sich in alter Klassenkampfrhetorik auf: “Löhne drücken, Steuern sparen, Tarifverträge brechen, Umwelt zerstören, Kinder ausbeuten, all dies hat Neoliberalismus gefördert. Er hat das Leid von Menschen zum Wettbewerbsvorteil umdefiniert.“ Und deshalb fordert Hajo Lucassen (DGB Vorsitzender Bezirk Sachsen) einen „Kurswechsel für die Lausitz“.

Wer derzeit zu Streiks aufruft, will die Lage nicht erkennen, ebenso wie die die nach Rettungsschirmen rufen, oder sind das die gleichen DGB-Funktionäre die dahinter stehen?

Unser Motto dieses Jahr "Die Zukunft beginnt heute!" spricht eine optimistische Sprache! Die Konferenz ist ein Treffpunkt der Leistungsträger, ein großer Erfahrungsaustausch, wie man unschwer am Programm erkennen kann und kein Klassenkampfplatz; sozusagen das Gegenstück zur Lausitzkonferenz des DGB. 

Die Lausitz braucht keinen Kurswechsel, sie soll und wird weiter erstarken. Auch wenn uns das alles nicht schnell genug geht und wir bekanntermaßen auch viele Kritiken haben! 

Eine Stärke der Region ist im Übrigen, dass unsere Mittelstandsbetriebe im Wesentlichen gewerkschaftsfreie Zonen sind und sich so einigermaßen ihre Flexibilität bewahrten, um im Wettbewerb aufzuholen, und zwar auch im Interesse der Mitarbeiter. 

Unternehmer (nicht Arbeitgeber) und ihre Mitarbeiter (nicht Arbeitnehmer) machen sich Gedanken wie sie weiter auf Wachstumskurs bleiben. Sie wissen um die Schwere der Aufgabe und kennen die Ursachen der Finanzkrise die bekanntlich nicht im Mittelstand liegen. 

Der Staat sei nicht handlungsfähig meint der DGB. Ich sage: Er rettet die Großen während zum kleineren Unternehmer eher der Insolvenzverwalter kommt.

Eine Lobby für den Mittelstand zu sein ist unsere Aufgabe! 

Angesichts der Parolen des DGB wird das Eintreten für Mittelstandsinteressen offensichtlich gerade jetzt immer wichtiger. Warum sollte es da eine Planungspanne sein, wenn zwei so unterschiedliche Konferenzen an einem Tag stattfinden?

Wir erwarten Sie zum Mittelstandstag – das wäre ein klarer Beitrag! 

Autor: Wilfried Rosenberg

„Zukunft beginnt heute!“ 

04.04.09 Mit diesen trotzig-optimistischen Motto will die Initiatorengruppe für den 9. Mittelstandstag Oberlausitz Unternehmer wie Politiker auffordern gemeinsam nach vorn zu schauen, Schulterschluss zu üben und in der Öffentlichkeit alle Klassenkämpferischen Einlassungen zu unterlassen.

Der Wirtschaftskonvent Oberlausitz stellte zu seiner Beratung bei digades in Zittau fest: „Es ist als ob man in einer Wüste steht, nach Wasser sucht und weiss nicht wo. Tödlich ist aber stehen zu bleiben!“ Gerade in diesen schwierigen Zeiten kommt es darauf an, intensiv Erfahrungen auszutauschen; neben der Stärkung der Lieferbeziehungen. 

Die letzten drei Beratungen des Wirtschaftskonvents verdeutlichten, wie am Beispiel der Nutzung des Kurzarbeitergeldes sich die Herangehensweise der Unternehmer gewandelt hat, wie neue flexible Arbeitszeitmodelle entstehen, die eigentlich erst nach der Krise greifen werden.

Wirtschaft ist immer dynamisch, Dank dem Wettbewerb. Krisenzeiten gehören ganz selbstverständlich zum Wirtschaftsleben und sind eben gerade kein Marktversagen! Wenn es Versagen gibt, ist es ein Versagen des durch die Politik zu setzenden Ordnungssystems.

Wir brauchen einen Ordnungsrahmen in dem die Markwirtschaft ihre Wohlstandstreibenden Kräfte in geordneten Bahnen entfalten kann. Innovative Mittelständler lernen schnell sich in diesem Rahmen zu entfalten. 

Von Politik und Gewerkschaften geforderte Schutzschilde verhindern schnelle Anpassungen und bremsen die Dynamik des Umsteuerns. Sie sind außerdem Ausdruck des Misstrauens bestimmter politischer Kräfte in die Aktionsfähigkeit der Menschen, bzw. auch Wirkung einer starken Lobby.

Wie sonst ist zu erklären, dass der Staat die saniert, die für das Desaster wesentlich mitverantwortlich zeichnen. Wie kann eine Deutsche Bank wieder im Geschäft Geld gegen Geld 25% Rendite erzielen, wo für viele Mittelständler der Markt total zusammengebrochen ist? Kann Herr Ackermann die Marktwirtschaft auch als moralisches System erklären? Genauso könnte man danach fragen, welche moralischen Wirkungen die staatliche Ausschreibungsordnung verursacht.

Mittelständler wollen nicht in die Kategorie der Gutmenschen eingestuft werden, wie das die meisten Politiker möchten. Sie wollen mit ihren Mitarbeitern leistungsfähige Unternehmen, damit sich die Gesellschaft auch in Zukunft Theater in Bautzen bzw. Görlitz leisten kann. Sie wollen aber ihr Theater und kein über ihnen schwebendes „Kulturraum-Theater“ mit dem sich niemand wirklich identifizieren kann!

Als BVMW wird es uns auch in Vorbereitung des 9. Mittelstandstag Oberlausitz darauf ankommen, die Lobby für die mittelständischen Werte zu verstärken, damit die Zukunft heute beginnt!

Autor: Wilfried Rosenberg

Krise ist Chance - auch für Steuersenkungen!

02.02.09 Über Konjunkturprogramme lässt sich vortrefflich streiten. Aber jetzt ist es erstmal wichtig das üppige Geld in Aufträge „umzuwandeln“. 

Manchmal denke ich mir, eigentlich hat das doch jahrelang funktioniert. Der Staat subventioniert, die Amerikaner verschulden sich, die deutsche Wirtschaft wächst. Schön?

Die G20 scheinen auch so zu denken? Ich glaube das ist nur die Vertagung der Probleme.Noch Anfang Januar erklären mir die meisten Autohändler: Abwrackprämie bringt nichts. Heute: „So viele Käufer hatten wir schon lange nicht mehr im Autohaus.“ Politiker, wie Finanzminister Steinbrück meinen, er hätte die Haushaltssanierung erreicht, wenn die Krise nicht dazwischen gekommen wäre - ein Hohn!

Das ist so, als ob ein Unternehmer seine Preise beliebig erhöht, um sich zu sanieren. Jeder Unternehmer weiß, das geht nur, wenn er seine Strukturen ändert und neue Angebote unterbreitet, die geeigneten Mitarbeiter findet, sie mobilisiert. Nur der Staat macht es über Gesetze!

Er zockt den Bürger und Unternehmer ab, meint so sich saniert zu haben, ohne je ans wirkliche Sparen zu denken. Das treibt den Bürger z.B. in die Schwarzarbeit und kriminalisiert die Unternehmer wenn sie versuchen die erdrückende Steuerlast zu minimieren. Das verdirbt die Moral!

Wenn selbst der Bundespräsident in Frage stellt, das stetes Wachstum die Antwort auf die brennenden Fragen ist, dann frage ich mich, was passiert mit einem Unternehmen was sich keine Wachstumsziele setzt; die bekanntlich im Mittelstand nicht die Entwicklung des Börsenwertes im Zentrum hat. 

Wirtschaft ist vor allem Mittelstand. 

So wie von vielen Unternehmern neue Geschäftsmodelle kreiert werden, so erwartet der Mittelstand vom Staat einen starken, aber schlanken Staat. Es geht um klare Regeln, die Mittelstand erhalten und nicht um Regulierung die eher Strangulierung bedeutet.

Mehr Netto vom Brutto für Bürger und Unternehmer ist das wirksamste Programm für Wachstum und Zufriedenheit. Der fürsorgliche Staat entmündigt, entzieht Verantwortung und ist unsagbar teuer. Betrachten wir Krisenzeiten als Übergangszeit, als Umbauzeit. So liegt das Wichtigste noch vor uns.

Eine zukunftsfähige Oberlausitz zu gestalten verlangt noch mehr Schulterschluss zur Verwirklichung gemeinsamer Ziele. Hier sind auch die Landräte gefordert. Wenn dazu Staat und Kommune einen aktiven, ideologiefreien Kommunikationsprozess hinbekommen, werden die meisten Bürger bei mehr Anstrengung auch glücklicher sein.

Autor: Wilfried Rosenberg

Wirtschaft im Wertewandel - Verstärken wir gemeinsam den Trend!

30.01.09 Eines ist für mich klar: Die Krise wird nicht vom Staat bewältigt, auch wenn es derzeit so scheint. Es werden wieder die Unternehmen sein müssen!

Freiheit und wirtschaftlicher Erfolg sind Zwillinge! Staat kann nur Geschaffenes verwalten, Rahmenbedingungen setzen, aber wirtschaftliches Wachstum wird nur mit innovativen Unternehmen erreicht. Sie schaffen die Grundlage für einen wettbewerbsfähigen Standort. Ministerpräsident Tillich hat gerade auf den Schulterschluss von Wirtschaft und Politik anlässlich der Beratung mit dem BVMW-Wirtschaftssenat hingewiesen.

Die unvorstellbare Finanzkrise lässt deutlich erkennen, wie gefährlich die Abkopplung des Gewinnstrebens vom werteorientierten Handeln ist. Andererseits verstärkt die Krise eine gesellschaftliche Gegenbewegung. Die Sehnsucht nach Nähe, Intimität, Freundschaft und Unmittelbarkeit wächst.

Die Menschen spüren, dass die Gier nach abstrakter Rendite-Maximierung nicht wirklich zufrieden macht. Die wirklichen Tugenden des Unternehmertums treten hervor: Verantwortung, Haftung und Risiko gleichzeitig übernehmen zu wollen!

Kreativität und Mut von jedem Einzelnen ist gefragt! Das weiß jeder Unternehmer, aber viel zu oft höre ich auch, dass man ein System nicht ändern könnte. Es geht gar nicht um die „Systemfrage“. Es geht um die gelebte soziale Marktwirtschaft, die Leistung und Mitwirkung belohnt und die bestraft, die auf Kosten der Gemeinschaft nur „abzocken“ wollen.

Wenn Viele mittelständische Werte vorleben, sind Andere in der Minderheit, dann kippt der Trend, es entsteht eine Art von Gemeinschaftsgeist bei dem Anstand immer mehr zur Währung wird.

Als BVMW organisieren wir die Meinungsbildung in unserem Netzwerk, die Spezial-Interessen-Gruppen (SIG) sind die wichtigsten Knotenpunkte. So arbeiten wir daran, Mehrheiten für ein marktwirtschaftliches System immer wieder neu zu schaffen.

Je intensiver wir die praktische Zusammenarbeit in Unternehmergruppen voranbringen, je nachhaltiger können wir die politischen Rahmenbedingungen für den Mittelstand beeinflussen, sie mitgestalten. Gut wäre es wenn jeder Mittelständler den alten Ausspruch von Kennedy parat hat: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst.“

So entstehen bessere Rahmenbedingungen, die bessere Chancen für den Einzelnen sind.

Autor: Wilfried Rosenberg