„Nutzen stiften 2011 -BVMW als Resonanzboden einsetzen-

06.12.2010 Gerade der Dezember ist für uns, wie sicher auch in vielen Unternehmen eine Zeit zu überlegen, zu planen was 2011 noch besser im Interesse der Kunden zu machen ist; den Markt zu beurteilen und zu fragen welche Trends muss Rechnung getragen werden.

Zum 10. Mittelstandstag hatte ich das Bild vom „Resonanzboden“ gewählt, auch um zu verdeutlichen, dass wir als BVMW-Geschäftsstelle eine ganz spezielle Arbeit organisieren müssen, die sich i. d. Regel eben nicht - wie bei einem üblichen Unternehmen - entlang der Wertschöpfungskette vollzieht.

Dieser Unterschied macht es uns oft schwer zu verdeutlichen, wo der Nutzen von dem liegt was der BVMW-Oberlausitz für die Mittelständler u.a. stiftet. Natürlich muss ein Unternehmen am Markt heute zunächst auch ohne BVMW bestehen können, aber wenn das Image der Unternehmer schwindet, immer mehr Bürger der sozialen Marktwirtschaft skeptisch gegenüber stehen und so die gewohnte Sicherheit und andere wichtige Rahmenbedingungen untergraben werden, dann ist davon auch der Wertschöpfungsprozess jedes einzelnen Unternehmens betroffen.

Mit konkreten Projekten, wie „Die ganze Welt ist Bühne“ oder „Auf den Spuren Oskar Roesgers“ leisten wir einen Beitrag für die Vermittlung eines positiven Unternehmer-Images und organisieren gleichzeitig interessante Plattformen, die immer auch Marktplätze sind, wo man sich trifft, wo die Beziehungsqualität sich Schritt für Schritt entwickelt und Vertrauen wächst.

Die verschiedenen SIGs sind dabei eine besonders nachhaltige Form des Zusammenwirkens. Aufbauend auf den insgesamt guten erreichten Stand, sehen wir für 2011 kurz gefasst folgende Herausforderungen als Schwerpunkte:

Wie leisten wir einen wirksamen Beitrag zur Verbesserung der Innovationskultur und zur Fachkräftesicherung?

Wie machen wir die zu organisierenden Plattformen (d.h. die verschiedenen Veranstaltungstypen) noch interessanter und werthaltiger? 

Das Prinzip „Der BVMW ist so stark, wie seine Mitglieder aktiv sind“ sollte sich auch darin verwirklichen, dass Mitglieder in Eigenregie Plattformen unter dem Dach des BVMW organisieren!

Wie entwickeln wir die uns im Internet zur Verfügung stehenden Präsentationen weiter? 

Wie gelingt es ohne Abstriche an der Betreuung der Mitglieder mehr Kraft in die Mitgliedergewinnung zu stecken, um die leichte Schrumpfung von 400 auf 387 wieder umzukehren?

Autor: Wilfried Rosenberg

„Die Wirtschaft boomt - und lehnt höhere Löhne ab“ (SZ 24.10.2010)

11/2010 Kennt jemand „Die Wirtschaft“? Ich nicht!

Volkswirtschaftliche Statistiken und betriebswirtschaftliche Ergebnisse, zu denen letztlich die Löhne gehören, sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Jede allgemeine Einschätzung - soweit sie überhaupt stimmt - geht an der Beurteilung der einzelbetrieblichen Lage vorbei! „Volle Auftragsbücher in Bautzener Firmen“ (SZ 27.10.10) suggeriert, allen Unternehmen geht es sehr gut, jetzt müssen auch die Löhne steigen! Ein Irrglaube.

Ja, einer Vielzahl von Mittelständlern der Oberlausitz geht es wieder besser, soweit sie von der Krise betroffen waren - aber ich kenne fast keine die 2010 die Erträge von 2008 erreichen werden. Das positive öffentliche Bild wird von Konzernen gemahlt. „Die Welt“ vom 29.10.10 titelte (an einem Tag!):

 

  • Daimler traut sich noch mehr Gewinn zu
  • MAN profitiert von LKW-Nachfrage - Boom
  • Porsche zieht Tariferhöhung vor
  • Siemens beendet Jobabbau
  • Lufthansa steigert Nettoergebnis um 200%
  • Vattenfall Gewinnsprung dank Sparkurs
  • BASF verfünffacht Gewinn
  • Chemiesparte kurbelt Bayer-Geschäfte an.

 

Offensichtlich haben deutsche Konzerne ihre betriebswirtschaftlichen Hausaufgaben gemacht und ihre Stellung am Markt ausgebaut, nicht selten auch auf Kosten (Preisdruck) des Mittelstandes.

Außerdem: Nach der Krise ist vor der Krise! BVMW-Präsident Ohoven verdeutlicht im „Der Mittelstand“ 05/2010: Die eigentliche Herausforderung steht erst noch bevor.

Natürlich bleiben wir optimistisch und freuen uns auf bessere Zeiten. Die öffentliche, positive Verbraucherstimmung hilft manchem Unternehmen beim Wirtschaften. Aber bitte mehr Differenziertheit! Sie wird kommen, allen gleichmacherischen Parolen zum Trotz.

Viele vollziehen weiter beim nötigen Wachsen einen schwierigen Spagat. Die Investitionen in innovative Technik verbrauchen sehr schnell die Gewinne, und die für Innovationen in Köpfe, Marketingideen, Designkonzepte, d.h. in eine nachhaltige Innovationskultur, stehen dann nicht mehr zu Verfügung, Davon sind auch die Löhne betroffen.

Dabei wird auch bei den Löhnen die Differenziertheit weiter wachsen müssen. Wie sollen sonst Fachkräfte gehalten werden; wie Neue gewinnen und die entwickeln? Die Herausforderung an die Qualität der Führungsarbeit steigt überproportional, eingeschlossen die Fähigkeit erfolgreich miteinander sinnvoll zu kooperieren. „Das Zeitalter der Ichlinge geht zu Ende“, meint Zukunftsforscher Opaschowski.

Deshalb sollte es uns im BVMW und insbesondere in der Oberlausitz noch besser gelingen alle Stärken zu vernetzen, letztlich sitzen wir alle (oder die meisten) in einem Boot!

Autor: Wilfried Rosenberg

Ideenreich. Zukunftssicher. Die Oberlausitz muss innovativer werden

04.10.2010 Gleich zu Beginn der Konferenz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung am 28.09.10 stellt Prof. Kurt Biedenkopf klar: Improvisation ist unbürokratische Innovation und darin liegt heute noch eine Stärke des Ostens. Aber die Herausforderungen wachsen weiter:

Unter der Bedingung der knapperen Ressourcen des Staates; des demografischen Wandels (Arbeitsmarkt wird Käufermarkt); das Tempo der Entwicklung lässt sich nur durch Offenheit (nicht mit Planung) und Wettbewerb bewerkstelligen.

Die Schlussfolgerung: Jede Region bedarf ihrer eigenen Analyse, ihrer eigenen Entwicklung. Der vorgelegte Innovationsatlas zeigt für die Oberlausitz viel Niemandsland.

Aus meiner Erfahrung sind wir über gute Ansätze bis 2004/6 , nicht hinaus gekommen bei der Entwicklung eines wettbewerbfähigen Innovationsstandortes Oberlausitz. 

Es gibt keinen politischen Willen, es fehlen personelle und finanzielle Ressourcen, Anreizmechanismen und teilweise auch realtiv simple Informationen. 

Die Funktionsüberfrachtung der Geschäftsführer führt dazu, dass ein systematisches Innovationsmanagement vernachlässigt wird (schreibt Prognos). Unsere regionalen Politiker, aber auch die Hochschulen sind eher mit sich selbst und den Tagesaufgaben beschäftigt. Und die meisten Unternehmer sowieso. 

Regionale strategische Bündnisse sind als Leuchttürme nicht auszumachen! Wenn wir die Wertschöpfung und den Zusammenhalt nicht weiter verlieren wollen, bedarf es einer regionalen (Oberlausitz weiten) Entwicklungsstrategie, die auf die Erhöhung der Innovationsfähigkeit setzt.

Wie stehen wir zu den spürbaren Fortschritten im Mitteldeutschland Dreieck Leipzig/Halle-Jena-Chemnitz-Dresden? Fühlen wir uns da dazugehörig? Wie nutzen wir die Nähe aus?

Seit der Kooperation mit der Studienakademie Bautzen im 1. Halbjahr haben wir uns mehr diesen Thema gewidmet. Jetzt ist im Gespräch mit Rektor Prof. Albrecht und Prorektor Forschung Prof. Zschunke der Abschluss einer Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz ins Auge gefasst. 

Jetzt werden wir zu der geplanten gemeinsamen (der ersten dieser Art) Beratung von UnternehmerBeirat und Politischen Beirat das Thema aufgreifen und versuchen den Prozess voran zu bringen. Den 11. Mittelstandstag am 31. Mai 2011 fest im Visier.

Wie kommen wir strategisch und punktuell voran? Gelingt es innovative Köpfe in der Region zu halten und sie im Interesse einer höheren Wertschöpfung zur Entfaltung zu bringen. Schaffen wir es ein Innovationsklima zu erzeugen? Nutzen wir die Studenten als Wirtschaftsfaktor bewusst? 

Mir scheinen 3 Schlüsselfragen wichtig:

 

  • Warum hat eigentlich niemand (oder nur wenige) mehr Zeit um sich aus dem Hamsterrad zu befreien?
  • Warum kommen wir bei strategischen Kooperationen nicht spürbar voran?
  • Warum gelingt kein vielschichtiger Innovationstransfer zwischen Mittelstand und Hochschulen?
  • Die Aktivsten sollten sich auf den Weg machen, wir haben nur diese eine Oberlausitz!

 

Autor: Wilfried Rosenberg

"Auf den Spuren Oskar Roesgers!" 

07.09.10 … so lautet das Motto der Zusammenarbeit von BVMW-Oberlausitz und Museum Bautzen.

Jetzt wollen wir eine längerfristige Kooperation starten, sozusagen Geschichte und Geschichten entdecken; getreu dem Motto der Sächsischen Landesmusen "Zukunft braucht Herkunft!". Sich mit dem Bautzener Museum zu identifizieren, wird sich darin ausdrücken, dass die Bekanntheit und das Image von Beiden wachsen, sich die Besucherzahlen im Museum erhöhen und sich die Sponsoreneinnahmen positiv im Museumshaushalt abbilden.

Innenminister Thomas de Maiziere meinte unlängst “Wir müssen die Einsicht wiedergewinnen, dass unsere Geschichte nicht erst 1990 beginnt!“ und hatte dabei das Verhältnis von Jammer-Osis und Besser-Wesis in der Sicht. 

Auch da wird klar: Die Kooperation ist ein Beitrag zur Standortentwicklung, wenn es uns gelingt die unterschiedlichen Kulturen, die einerseits in den Unternehmen, wie andererseits im Museum bestehen, miteinander Wert schöpfend zu vernetzen.

Die Aufgabe ist klar: Holen wir gemeinsam die Vergangenheit ins Heute, um die Zukunft, d.h. die Wissensgesellschaft zu gestalten! Machen wir uns auf den Weg um zu erfahren welche Themen und Räume im Museum schlummern die die Wertschöpfungspotentiale der Unternehmen erhöhen. Je mehr das Museum davon vermitteln kann, je mehr kann es davon partizipieren. Mittelständler sind Menschen mit einer ganz speziellen Qualifikation, eine Art Künstler im Schaffen von Mehrwerten. 

Sie sind auf das Erwirtschaften von Überschüssen spezialisiert und wundern sich, dass das in der Gesellschaft nicht alle tun. Mit dem Unternehmer sind dabei Qualitäten verbunden, die nicht selbstverständlich sind, die zukünftig auch immer wichtiger werden!

Ich meine das Praktizieren einer ganz bestimmten Unternehmenskultur die eine Verantwortungskultur ist und bei der Wirtschaftlichkeit und Ethik kein Widerspruch sind.

Erfolgreiche Unternehmen der Zukunft unterscheiden sich deshalb voneinander, weil sie gerade über die Unternehmenskultur Alleinstellungsmerkmale am Markt herausbilden die kein Unternehmen so schnell nachmachen kann. Der Fokus liegt auf den Mitarbeitern, als größtes Wertschöpfungspotential.

Die historisch gewachsenen, vom Markt immer wieder belohnten Spielregeln, die Denk- und Handlungsweisen sind eine Macht für erfolgreiche Unternehmen. Die darin liegenden historischen Wurzeln zu erschließen kann bei dem gerade massiv einsetzenden Umbruch der Denkstrukturen, ein Wettbewerbsvorteil sein.

"Zukunft braucht Herkunft" um Halt und Orientierung zu finden, erst recht in einer Zeit, wo sich diese Spielregeln verändern! Mit dem jährlichen Oskar-Roesger-Preis soll ein verbindendes Instrument des Zusammenwirkens von Mittelstand und Geschichte entstehen in dem sich all das Gesagte manifestiert und unterstützt werden soll. 

Autor: Wilfried Rosenberg

Ideen für die Zukunft - Resonanzboden sein!

15.07.10 Führung und Kommunikation haben immer ein Ergebnis, das behauptet nicht nur Trainer Prof. Bernd Okun. Mit dem 10. Mittelstandstag Oberlausitz wurde verdeutlicht, wie es immer besser gelingt, die richtigen Töne zu spielen, um die Interessen der Mitglieder in einem breiten Feld branchenübergreifend zu verstärken.

Die 187 Teilnehmer an diesem Kommunikations-Markt spürten, wie durch den Resonanzboden BVMW die eigene Aktivität auch auf Gebieten Kraft gewinnt, die alleine anzufassen, verpuffen würde. Zu mehr Kooperation und wahrhaftiger Beziehungswirtschaft gibt es ebenso wie zum Optimismus keine in die Zukunft führende Alternative. In den Vorträgen (Dr. Barenschee - Litarion, U. Berg - Bombardier, J. Flügge - Batix und insbesondere D. Backofen - Telekom) verdeutlichten eindrucksvoll: Ohne Kooperationen geht nichts mehr!

Es sind die ökonomischen Herausforderungen die das verlangen, keine sozial verklärte Spinnereien. Wer kooperiert, kennt seine Interessen genau, wahrt sie durch die Kooperation.

Die Fragen lauten immer: Was können wir für euch tun? Was kannst du anbieten? Wie kommt etwas heraus, das wir - jeder für sich - nicht schaffen würde? Aus Eins+Eins wird in einer Kooperation, einer Beziehungskiste, Drei!

Ist der Mittelstand der Oberlausitz aber ausreichen beziehungsfähig? Haben wir eine derartige Kooperationskultur die aus Eins+Eins wirklich Drei macht und nicht die Risiken erhöht? Leider begegnet mir da immer noch zu viel Zurückhaltung. 

Auch wir wollen lernen, methodisch noch besser zu werden, verstehen wie Zusammenarbeit noch Ziel führender angepackt wird. Dabei haben wir gerade in den letzten Jahren sehr viel Erfahrungen mit Netzwerken (unseren Spezial-Interessen-Gruppen | SIG) gesammelt. Zum Mittelstandstag kam es mir gerade darauf an das herauszustellen. 

Es gibt auch hinsichtlich der gewachsenen Aktivität der Mitglieder eine sehr gute Basis. Die 29 Sponsoren stehen dafür ebenso wie die 103 Akteure die ich im Zusammenhang von Projekten und SIGs namentlich benennen konnte.

Diese Qualität bauen wir bis zum 11. Mittelstandstag (den wir für den 31.05.11 planen) weiter aus. Das Beziehungs– und Schnittstellen-Management zwischen den Unternehmen, hin zu Wissenschaft, zu Kultur, zur Politik, wird im Mittelpunkt der Arbeit der Regionalgeschäftsstelle stehen. 

In der immer komplexer werdenden Gesellschaft geht es dabei nicht nur um technische Kooperationen, es geht uns vor allem um das was Unternehmen nicht alleine schaffen - wo der BVMW als Resonanzboden seine Kompetenz im Zusammenwirken besonders wirkungsvoll einsetzen kann.

Wir suchen dabei Unternehmer und Partner die zu diesem Konzept passen. Und wir suchen dafür auch geeignete Projektmanager, um unser Team weiter auszubauen. Sie sehen, das Motto des Mittelstandstages „Ideen für die Zukunft“ bleibt Auftrag!

Autor: Wilfried Rosenberg

„Ideen für die Zukunft“

31.05.10 Dem Motto des 10. Mittelstandstag Oberlausitz folgend hat der konstituierte UnternehmerBeirat die Unternehmer mit dem Einladungsschreiben aufgefordert Themenvorschläge zu unterbreiten, die Mitglieder und Partner unter den Nägeln brennen.

Daraus soll eine Prioritätenliste entstehen für die zukünftige Arbeit. Wo soll der BVMW-Oberlausitz besondere Flagge zeigen? Informieren Sie per Telefon, Fax, Mail die Regionalgeschäftsstelle!

Der neu eingerichtete UnternehmerBeirat wird zum Mittelstandstag berufen, versteht sich als themenübergreifendes Beratungsorgan beim Regionalgeschäftsführer und will sich im Zusammenwirken mit dem Politischen Beirat dafür einsetzen die Attraktivität des Standortes zu erhöhen und „Die Stimme des Mittelstandes“ noch mehr Kraft und Nachdruck verleihen. Besonders der Fachkräfteproblematik wird Augenmerk geschenkt.

Zum Beirat gehören derzeit 9 Unternehmen:

 

 

Damit ist seit dem 9. Mittelstandstag Oberlausitz eine weitere SIG-Spezial-Interessen-Gruppe entstanden und die vor einem Jahr gesetzten Ziele erfüllt.

Das BVMW-Netzwerk in der Oberlausitz hat damit an kollektiver Qualität wesentlich zugenommen. Die besondere Kraft liegt heute darin, dass von der Regionalgeschäftsstelle klare Strategien im engen Zusammenwirken mit den verschiedensten Gruppen verfolgt werden. 

Der UnternehmerBeirat will zukünftig seine Kompetenz noch stärker einbringen und noch mehr Unternehmer zum Mitmachen animieren.

Autor: Wilfried Rosenberg

Bildungsbündnis Mittelstand - WissenSchaft Vorsprung

03.05.2010 Die Überschrift ist Programm, ist ein Kooperationsprojekt von Staatlicher Studienakademie Bautzen und BVMW-Oberlausitz.

Es ist ein Instrument erhebliche Potentiale zu heben, weil hinsichtlich Wissensproduktion und Innovation zwischen mittelständischen Unternehmen und Wissenschaft unterschiedliche Kulturen bestehen, die grundsätzlich verschiedene Zielstellungen verfolgen. Als BVMW-Oberlausitz wollen wir starke Brücken zwischen den beiden Kulturen bauen, damit der Wettbewerb um geeignetes, leistungsfähiges Personal die Region nicht noch mehr an den Rand drängt.

Wir wissen seit PISA, dass jeder 5. Schüler nicht Ausbildungsreif ist. Die demografischen Entwicklungen und die gefühlte Perspektivlosigkeit tun ihr übriges.  In den Unternehmen wächst der Kosten– und Leistungsdruck; Bildung und Qualifikation ist ein Weg aus der Falle. Der Trend der Kannibalisierung verstärkt sich! Tun wir etwas gemeinsam!

Wir sehen die Berufsakademie mit ihren dualen Ausbildungssystem als einen zentralen Punkt, an dem netzwerkartig nicht nur Unternehmen aus ganz Deutschland, sondern auch andere Hochschulen und „BA-Zulieferer“, wie Gymnasien und Berufsschulzentren hängen.

Wir wollen Transferstrukturen entwickeln, die bei den unterschiedlichen Partnern zu einer „Win-Win-Situation“ führen; dazu sind eine Reihe konkreter Aktivitäten geplant, die wir zum 10. Mittelstandstag darlegen und am 31.08.2010 mit dem Wirtschaftskonvent beraten werden.

Es geht auch um die Wettbewerbsfähigkeit des Bildungsstandortes Bautzen. Zukunftsstandorte brauchen unabdingbar eine hohe Lebensqualität und ein spürbares Innovationsklima.

Konkrete Erwartungen an die Kommunen sind zu formulieren, die Dresden-Nähe muss als Standortvorteil verstanden werden. Studenten als Wirtschaftskraft spielen in der öffentlichen Wahrnehmung eine viel zu geringe Rolle. Wir wollen uns gemeinsam darum kümmern.

Und noch einen weiteren Punkt möchte ich hervorheben:

Das duale System des Studiums ist geradezu eine Vorstufe, eine Übung für das Prinzip eines lebenslangen Lernens. Ohne dessen Verwirklichung wird zukünftig niemand der erfolgreich sein will mehr auskommen. Es geht um berufliche Weiterbildung. Regelmäßige Weiterbildungskurse in einer „Unternehmer-Akademie“ wäre ein Weg den wir mit dem Bildungsbündnis Mittelstand gehen sollten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen das Kooperationsprojekt mit Leben zu füllen, Erfahrungen haben wir schon aus anderen Projekten.

Autor: Wilfried Rosenberg

Das Neue am 10.

04/2010 Der 10. Mittelstandstag Oberlausitz findet am 08.06.2010 statt.

Wie gewohnt treffen sich die Interessierten im Deutsch-Sorbischen Volkstheater in Bautzen. In einem Ambiente wo kulturvolle Kommunikation herausgefordert wird, beginnen wir 13.00 Uhr (Einlass) und enden mit Kultur und Büfett gegen 21.00 Uhr.

Noch stärker als in vergangenen Jahren ist die Plattform als Marktplatz der Kontakte, des Meinungsaustausches konzipiert! Kleine Ausstellungen sind wieder möglich.

Der 10. ist Anlass besonders den Nutzen der Arbeit des BVMW in der Oberlausitz herauszustellen. Viele werden sich wieder finden! Die Anzahl der SIGs wächst, die Kooperationen bauen wir aus! Das Grußwort hält der Görlitzer Landrat Bernd Lange.

Aus einer Vielzahl von Informationen für Sie, möchte ich Folgendes hervorheben:

 

  • Evonik Litarion (Kamenz), GF Dr. Ernst-Robert Barenschee
  • Bombardier Bautzen, Director Engineering Uwe Berg
  • Deutsche Telekom, Leiter Marketing Dirk Backofen
  • Batix Software Saalfeld, GF Jörg Flügge

 

In einer Podiumsdiskussion wird sich der neu gebildete Politische Beirat vorstellen. Noch nie hatten wir CDU, Die LINKE, FDP und SPD in einer gemeinsamen Runde; Ausdruck des Willens parteipolitisch übergreifend Sachthemen zu diskutieren: „Was muss Mittelstand tun, um gehört zu werden, wie funktioniert Meinungsbildung im Parlament? Was können wir gemeinsam tun?“

An einem Novum arbeiten wir noch intensiv: Die Bildung eines Unternehmerbeirates und dessen Wahl durch den Mittelstandstag.

Mitte Mai versenden wir die Einladungen, merken Sie sich den Termin heute schon vor! Kommen Sie zum Treffpunkt des Mittelstandes in der Oberlausitz!

Wie in jedem Jahr kann die Veranstaltung nur mit Ihrem aktiven Sponsoring ermöglicht werden. Wir bitten Sie sich ebenfalls zu beteiligen, wir präsentieren Ihr Unternehmen auf den Einladungen, während der Veranstaltung, auf der Homepage incl. Verlinkung. 

Autor: Wilfried Rosenberg

Marktplätze der Ideen

02/2010 Spüren Sie auch wie das Bedürfnis nach Gemeinschaft wächst und gleichzeitig die Eigenverantwortlichkeit größere Bedeutung erlangt? 

Die Suche nach dem jeweils richtigen Maß in einer Welt, die kein Maß mehr zu kennen scheint hat die Besinnung auf Sicherheit und Verlässlichkeit gefördert.

Es geht um eine Selbstverwirklichung im Team, man kann es auch Netzwerk nennen. Die Kunst und Herausforderung besteht heute gerade darin immer mehr „Ich“ zu sein und sich gleichzeitig auch auf ein mehr an „Wir“ einzulassen, oder anders gesagt: eine neue Balance zwischen sozialen und individuellen Werten zu erreichen. Der soziale Mehrwert, als entscheidender Faktor der Bindung erweist sich als die Quelle um fair etwas Gemeinsames zu tun. Wertvolle Erfahrungen, Ideen werden ausgetauscht!

In unseren Spezial-Interessen-Gruppen (SIGs) wachsen Werte wie Offenheit, Beteiligung und Kooperationsfähigkeit. Die Beteiligten lernen voneinander, vor allem besser zu führen. Egal ob es um werthaltige Tipps geht, oder wie es gelingt als Gruppe führend auf andere einzuwirken, was allein nie gelungen wäre.

Angesichts der Tatsache, dass Ideen wertvoller als Produkte sind, sind die SIGs Marktplätze des Informationsaustausches. Wer vernetzt ist, kann schneller reagieren. Das bringt mehr Erfolg im Wettbewerb, auch wenn konkrete Kooperationen zu allererst auch Verzicht auf Einfluss, Macht, Kontrolle und evtl. auch auf Umsatz oder Kunden bedeutet.

Unsere SIGs verfolgen sehr unterschiedliche thematische Ansätze, stets können wir hinter relativ kleinen Gruppen die Kraft des BVMW als Ganzes stellen, was zu neuen Synergien zum Nutzen des regionalen Wirtschaftskreislaufes führt.

Ob Wirtschaftskonvent, Business-Theater, Stausee Bautzen, Gesund & Vital, Wirtschaftsclub, oder die sich in Vorbereitung befindlichen Kooperationen mit der Staatlichen Studienakademie oder dem Museum Bautzen; sie alle sind neue Wertschöpfungsgemeinschaften die nach selbst aufgestellten Regeln arbeiten und von der Regionalgeschäftsstelle gemanagt werden. 

Als besondere Gruppe konstituiert sich gerade der „Politische Beirat“, dazu im März mehr. Der Unternehmerbeirat Oberlausitz soll sich bis zum 10. Mittelstandstag Oberlausitz am 08.06.2010 bilden; Interessierte sollten ihr Interesse auch jetzt schon bekunden.

Autor: Wilfried Rosenberg