Auf Wachstum eingestellt

12/2011 Es geht Ihnen sicher auch so wie mir: Von Zeit zu Zeit müssen wir innehalten, bilanzieren um neu nach vorne zu schauen. Wer nur eine Kultur der Dinge (Maschinen, Daten, Orte etc.) kennt, und sich auf Wissen und Abstraktionen nicht verlassen will, kommt nicht wirklich weiter.

Es ist doch so: Die Welt der Dinge wird durch Wissen, Verstand, Bedürfnisse, Emotion der Menschen organisiert, die immer in komplexen Zusammenhängen existieren. Dem können wir nur mit Selbsttäuschung entfliehen. Besser wäre es die alte Arbeitsteilung; „Jeder macht seins!“ zu überwinden und an konkreten (streitbaren) Sachen gemeinsam von Unternehmen, Politik, Wissenschaft, Kunst projekthaft zu arbeiten. 

Die Netzwerkgesellschaft wird uns dazu zwingen, weil sich unsere gemeinsame Welt verändert; sie braucht trans-disziplinäre Kooperationen.

Aus unterschiedlichem Know-how, verschiedensten Erfahrungswelten und kulturellem Backround werden neue Produkte und Lösungen geboren. Hier liegen die Wachstumstreiber und Chancen.

Genau an dieser Schnittstelle zwischen Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Kunst haben wir den BVMW-Oberlausitz, als einen Logistiker begonnen zu etablieren, der frühzeitig Bedürfnisse und Erwartungen erkennt und Entwicklungs-perspektiven benennt.

In dieser „Mittelstand-Aktuell“ finden Sie dafür eine Vielzahl von Beispielen.

Wir - das sind die um die als Netzwerkknoten fungierende Regionalgeschäftsstelle gescharten aktiven Mitglieder und Partner - tun das, um immer intensiver für die Zukunft im Interesse des Mittelstandes streiten zu können. Wenn wir als Unternehmer wollen, dass Politiker, Wissenschaftler, junge Leute etc. verstehen sollen wie Wirtschaft im Interesse der Gesellschaft funktioniert, müssen wir stetig an Brücken zu ihnen bauen.

Diese Brücken (d.h. Projekte) sind keine Einbahnstraßen, auch Unternehmer müssen lernen zu verstehen was die Gesellschaft (der sich verändernde Markt) braucht. Zu denken: Ich zahle eine Menge Steuern, dafür erwarte ich ….., ist nur die eine Hälfte, die Voraussetzung der komplexeren Wahrheit.

Dazu gehören noch weitere Signale um die Einsatzrichtung zu beeinflussen und eine Effizienz zu erreichen die erneut Ausgangspunkt für höhere Wertschöpfung in der Wirtschaftsregion Oberlausitz ist.

28 Veranstaltungen und 25 Gruppentreffen haben wir allein als Geschäftsstelle Bautzen in diesem Jahr organisiert. Wir haben uns an weitern 24 beteiligt und ich bin 51 Einladungen gefolgt.

Es ist ein Ausgangspunkt geschaffen. Die Breite der Themen nimmt zu, weil auch die Differenziertheit der Bedürfnisse der Mitglieder größer geworden ist. Das treibt uns auch die höheren Anforderungen zu bewältigen. Zum Jahresempfang am 27.01.2012 werden wir Bilanz ziehen und verdeutlichen wie noch zielführender Nutzen gestiftet werden kann. 

Wir nutzen immer mehr neue Kommunikationskanäle auf Facebook, Twitter oder Xing und stellen uns auch hier auf ein weiteres Arbeitsfeld im Interesse der Mittelständler ein.

Intensiv sind wir damit beschäftigt die Zusammenarbeit mit den BVMW-Kollegen in Dresden auszubauen - im Rahmen der Verwaltungsdirektion Dresden sind wir etwa 870 aktive Mitglieder, eine starke Kraft und ein großes Netzwerk-potential.

Aber gerade bei unserer Mitgliederstärke (derzeit in der Oberlausitz 352) sind wir nicht vorangekommen. Wir haben viele gute Nutzenbringende Aktivitäten entwickelt und haben aber zu wenig Kraft für die nachhaltige Mitgliedergewinnung übrig gehabt. 

Es bewahrheitet sich auch beim BVMW, wir müssen die auch auf bundespolitischer Bühne gewachsene Stärke auch verkaufen!

Ich bitte deshalb auch Sie darum mitzuhelfen und zu unserer Herangehensweise passende Unternehmen als Mitglied zu empfehlen. So erhöhen wir auch unsere Rolle und unser Image im Gesamtverband, was wieder der Region zu Gute kommt und überhaupt hilft differenzierte ost-deutsche Interessen wahrnehmbar herauszustellen. 

Zusammenfassend: Wir haben gemeinsam eine starke Basis errichtet, die uns jetzt treibt 2012 auf breiter Linie qualitativ wie quantitativ weiter zu wachsen in dem wir uns evolutionär immer wieder neu erfinden.

Autor: Wilfried Rosenberg

Im Endspurt des Jahres den Blick voraus!

11/2011 Mit der „Mittelstand-Aktuell November 2011“ liegt das abschließende Aktivitätenprogramm 2011 vor, da wir traditionsgemäß im Dezember nicht in Ihren Jahresendstress „eingreifen“ wollen.

Neben den individuellen Kontakten wird es bei uns im Hause darum gehen das Konzept und die Planungen für 2012 zu erarbeiten. Für die Analyse beginnen wir im November die Ergebnisse von 2011 zusammenzutragen und deshalb möchte ich Sie bitten uns Ihre Meinung mitzuteilen. 

Verschiedentlich verdeutlicht: Wir müssen den BVMW-Oberlausitz regelmäßig evolutionär neu erfinden. Das soll auch 2012 weniger in der Bezeichnung der gängigen Veranstaltungstypen, sondern mehr im Ablauf d.h. in der Qualität deutlich werden. Die gewachsene Bandbreite unseres Netzwerkes erfordert auch noch mehr Differenziertheit. 

Unsere größte Herausforderung liegt im Networking zwischen den Mitgliedern zum Nutzen der Mitglieder. Wie greifen Mitglieder auf das regionale und überregionale BVMW-Potential zu und sehen die Regionalgeschäftsstelle dabei noch mehr als ihren Dienstleister.

Sicher haben wir auch dieses Jahr - für Viele selbstverständlich - eine aktive Lobbyarbeit für den Mittelstand im Interesse der Entwicklung der Oberlausitz gemacht. Wir haben erneut die Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern (z.B. Theater, Studienakademie, HS Zittau/Görlitz, Museum Bautzen, Volksbank Bautzen) ausgebaut. 

Wir beteiligen uns aktiv an politischen Meinungsbildungen (Infrastruktur, Stadtentwicklung, Standortmarketing) und versuchen mit Projekten/SIGs auf die Entwicklung Einfluss auszuüben. 

Alle Mittelständler sollten sich über branchenübergreifende Vereinigungen noch mehr um die Gesamt-Rahmenbedingungen sorgen.

Wo treiben wir hin in einer Zeit der Bankenschelte, wo die eigentlichen Ursachen unter den Tisch gekehrt werden und die Marktwirtschaft sich selbst in Frage stellt.

Beim Weg in die Fiskalunion (EU) werden die Staaten (über das Hebeln) selbst zum größten Zocker und Spekulant. Die Risiken wachsen! Erst jetzt (25.10.2011) stellt Deutsche-Bank-Chef Ackermann öffentlich fest: „Im 3. Quartal 2011 war die Weltwirtschaftslage ernster als je zuvor seit dem Zusammenbruch von Lehmann Brothers Ende 2008“.

Stichwort politische Energiewende; wohin sie uns treibt bleibt ungewiss. Wo soll Vertrauen herkommen, wenn nicht aus Ehrlichkeit? Ich will das hier nicht vertiefen und meine damit auch nicht nur die „große“ Politik. Die Welt hat sich verändert, deshalb sind die nötigen Schlussfolgerungen zu ziehen; wobei der Weg immer auch Versuch und Irrtum bedeutet.

Mit einen personellen Ausbau für das Management von Projekten (Karriere Mittelstand und Mittelstandsakademie) sollte es uns noch mehr gelingen die Oberlausitz mit Dresden zu verbinden und uns als Wirtschaftsraum Dreiländereck (Dresden-Oberlausitz) zusammenbringen. 

Wir überlegen welche Impulse der 12. Mittelstandstag Oberlausitz am 05.06.2012 bringen soll (etwa: Die Rolle der Familienunternehmen thematisieren?).

Die Business-Frühstücke werden neben einem wirtschaftspolitischen Thema (und entsprechendem Gast), vor allem auch dazu dienen sich noch besser kennenzulernen und das Motto verfolgen: Was kann ich sonst noch für dich tun?

Ich denke Sie können erkennen wohin wir uns entwickeln wollen, wenn das die BVMW-Mitglieder wollen! Deshalb fordere ich Sie nochmal auf, uns Ihre Position, Ihre Wünsche mitzuteilen. Wir sind i.d.R. ab 08.00 Uhr im Büro erreichbar.

Autor: Wilfried Rosenberg

Wettbewerb überwinden um kompetenter zu werden!

11/2007 Polysax und Lauencenter sind Beispiele dafür

Haben Sie nicht auch das Gefühl, dass die Oberlausitz besser ist als ihr Ruf? Mich ärgert es jedenfalls wenn es sehr lange dauert das Image der Region, seine Bekanntheit zu erhöhen um immer mehr Wertschöpfung auch unter den Bedingungen des demografischen Wandels in die Region zu holen. 

Man könnte auch zugespitzt sagen: Es dauert lange bis die Unternehmer reich werden, an Eigenkapital und sozialer Kompetenz, damit die ganze Oberlausitz davon partizipieren kann!

Die Erfolgsformel des Familienunternehmens ist in unserer Region nicht präsent, dabei wäre das gerade auch von der Politik ein lohnendes Projekt.

Schnell stoßen wir bei der Bündelung von Potentialen an Grenzen, weil die für bestimmte Entwicklungen notwendigen kritischen Massen nicht ausreichen. Nicht weil wir die oftmals nicht hätten, sondern weil es ungenügend gelingt sie sinnvoll in der zergliederten Region und den gefühlten großen Entfernungen zu bündeln.

Um so wichtiger sind die Leuchttürme, die Beispiele die wir brauchen zum Ansporn und als Orientierung. Kompetenzentwicklung ist an Projekte geknüpft! Wenn wir eine Vielzahl von kompetenten Unternehmen haben; und die haben wir z.B. in der Kunststoffbranche ist es eine Herausforderung einen Kommunikationsprozess zu organisieren der die Unternehmen zusammenbringt, um gemeinsam das Ausbildungsniveau einer ganzen Branche zu heben.

Das ist bei Polysax angegangen worden (www.polysax.de). Noch stehen einige Abseits, noch strahlt das Projekt nicht genügend aus, aber man hat „die eigene Zukunft ganz plastisch vor Augen“. Im gemeinsamen Herangehen an Themen die alle betreffen wird der Wettbewerb positiv überwunden, ohne ihn aufzuheben. Es kann besser gelingen die jeweils spezifischen Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln und in seiner Nische in Wertschöpfung umzumünzen.

Nun braucht das Zeit. Bei Polysax wird seit 2007 daran „gebastelt“ immer mehr Partner ins Boot zu holen. Die Politik - mit Landrat Harig an der Spitze - zu begeistern erweist sich da noch eher als unproblematisch. Schließlich müssen unternehmerische Prozesse organisiert, nachhaltige Leitungsaufgaben wahrgenommen werden.

Dr. Maik Hosang hatte uns zum Mittelstandstag mit auf den Weg gegeben: Es wächst die Bedeutung des kreativen Unterschieds! Ich sehe im intelligenten Bauen von Netzwerken genau die Chance um anders zu sein als andere und so im Wettbewerb vorn zu bleiben, eben weil die Oberlausitz nicht austauschbar ist.

Ein ganz anderes Beispiel ist der Bau des Lauencenters in Bautzen. 

Der Bautzener Stadtrat hat ein Beschluss gefasst und deutlich das Zeichen gesetzt: Wir wollen dass wir uns verändern, sonst verändern uns andere!

Bautzen nimmt seine Verantwortung als Lokomotive für die Oberlausitz an. Das ist schon heute nicht konfliktfrei und auch ich bekomme Kritiken von Händlern. Aber genau diese Kritiken treiben einen qualitativen Veränderungsprozess bei dem Bautzen erst am Anfang steht. Ich glaube dem sind sich viele noch nicht bewusst. 

Deshalb wird es auch hier darauf ankommen eine qualitativ verbesserte Kommunikation, ein aktives Stadt– bzw. Standortmarketing zu organisieren. Das Lauencenter als Projekt ist die Chance dazu.

Mit scheint hier klaffen einerseits die vorhandenen unternehmerischen und städtischen Potentiale und andererseits deren Nutzung weit auseinander. In Bautzen darf es sich nicht weiter verhaken!

Was in Görlitz gerade (wieder) passiert zwischen Kammern und Stadtverwaltung ist für die Entwicklung der Oberlausitz nicht dienlich!

Ich denke auch hier kann Bautzen als Leuchtturm gelten, der von seinem Umland partizipiert und diesem sichtbar auch etwas zurück gibt. Auch das will kommuniziert werden!

Dabei haben auch Unternehmerverbände, d.h. damit die Unternehmen selbst eine Verantwortung zu übernehmen. Viele Rahmenbedingungen wären besser, wenn wir selbst zu noch mehr Aktionen fähig wären, womit sich der Kreis schauen (Kostüme), Die Messeergebnisse als Ganzes haben die meisten Unternehmen nicht überzeugt.

Autor: Wilfried Rosenberg

Ein Oskar für die Oberlausitz

10/2011 Am 22.11.2011 soll - nach den derzeitigen Plänen - eine Person mit dem „Oskar-Roesger-Preis“ erstmalig ausgezeichnet werden. Er wird vergeben für ein persönliches, besonders innovatives engagiertes Wirken, um in einem Projekt die enge Verbindung von Wirtschaft und Kultur in der Oberlausitz zu befördern. Identitätsstiftung und Entwicklung sollen mit dem Preis unterstützt werden.

Das Projekt ist in einer längeren Diskussionsphase auf der Grundlage der Kooperationsvereinbarung von BVMW-Oberlausitz und Stadt Bautzen zum Zusammenwirken mit dem Museum Bautzen entstanden.

Oskar-Roesger (1843-1910) ist neben Otto Weigang und Dr. Friedrich Stieber ein Gründungsvater des Bautzener Regionalmuseums. Sie forderten die Stadträte auf ein Museum zu bauen und leisteten ihren Beitrag dazu, um Vergangenheit für die Zukunft zu bewahren.

Die aktuellen Ereignisse und Diskussionen zeigen immer deutlicher: Zukunft braucht Herkunft, um die heutigen Entwicklungen im Zusammenhang und vor allem mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit bewerten zu können. Wir spüren täglich: Veränderungen mit immer größeren Tempo ist die einzige Konstante!

Schnell sind gerade auch Unternehmer dabei die Strategie der Verdrängung und des Vergessens zu verfolgen. Das sind zweifelsfrei gerade für Mittelständler auch potentielle Erfolgsstrategien, weil gerade auch das Vergessen beim sich neu erfinden für die Innovationsfähigkeit bedeutsam ist.

Wie wird die Oberlausitz noch innovativer? Das ist und bleibt die zentrale Herausforderung, die wir in der Netzwerkgesellschaft (siehe Aktuell Juli) nur mit einer hohen Innovationskultur lösen können und das geht über technische Kompetenzen weit hinaus. Wie werden in den Umsätzen auch Werte, emotionale und kulturelle Kompetenz (z.B. qualifiziertes Personalmarketing) eingepreist?

Dem Stiftungsrat geht es, genau so wie Oskar Roesger, der als 15jähriger die Vision hatte ein Museum für die Region zu errichten, auch weniger ums Bewahren. Wir wollen Leistungen von Personen würdigen, die durch ihr Tun im Heute die Oberlausitz zukunftsfähiger machen.

Kennen Sie solche Leute?

Dann sagen Sie uns das!

Dieser Preis soll ausstrahlen und Mut machen; auf Menschen und Themen aufmerksam machen! Befördert wird das derzeitig von folgenden Sponsoren:

 

 

die gemeinsam mit der Stadt Bautzen und dem BVMW-Oberlausitz den Stiftungsrat bilden, der am 14.09.2011 letztlich über das Gesamtkonzept entscheidet. 

Möchte sich auch Ihr Unternehmen beteiligen? 

Dann sind Sie herzlich eingeladen mitzuwirken

Autor: Wilfried Rosenberg

Wie nutzen wir die Netzwerkgesellschaft?

09/2011 Das 1. Halbjahr ist Geschichte: 36 organisierte Veranstaltungen (darunter 17 SIG-Beratungen) mit rund 700 Teilnehmern, über 5.000 Besucher im Monat auf unserer Homepage, über 1.000 Gesprächskontakte. 

Die Bandbreite der behandelten Themen ist noch weiter, auch mit der erweiterten Gruppenarbeit gewachsen. Mein Kalender ist mit 39 realisierten Einladungen gespickt, wo ich die „Fahne des Mittelstandes“ hoch halte, um die Interessen des Mittelstandes zu markieren.

Die Vielfalt und Komplexität zu meistern, auch kompetent zu sein, bei dem schnellen Themenwechseln, fordert uns als spezieller Dienstleister für den Mittelstand heraus. 

Die Interessen der BVMW-Mitglieder und unserer Partner werden immer individueller. Es steht auch bei Ihnen getrieben von Tagesaufgaben, wo doch gerade strategische Weitsicht nötig wäre, immer weniger Zeit zur Verfügung um sich an Aktivitäten zu beteiligen. 

Wir suchen deshalb nach einer neuen Balance bezüglich unserer Angebote und werden uns sozusagen in einem evolutionären Prozess immer wieder neu erfinden müssen, schließlich gilt es bei Mitgliedern und Partnern den erforderlichen Nutzen zu erzeugen. 

Natürlich ist es unsere Aufgabe als Unternehmen, als WIRO-Marketing-Agentur, als BVMW-Oberlausitz unsere Hausaufgaben zu machen. Andererseits ist es im Sinne der BVMW-Verbandsaufgaben auch wichtig, dass Mitglieder aktiv Verbandsarbeit mitgestalten und wir uns dabei die Frage neu stellen müssen, welche Erwartungen Mitglieder an den Verband haben und was sie bereit sind dafür einzubringen.

Fakt ist, der BVMW e.V. hat in Berlin zunehmend an Bedeutung gewonnen, wird gefragt, ist der größte mitgliederstärkste, branchenübergreifende Mittelstandsverband, die Stimme des Mittelstands in Deutschland.

An der Basis, in den Regionen gilt es daraus eine Strategie zu entwickeln, wie aus der zentralen auch hierarchischen Stärke fühlbarer Nutzen bei konkreten Unternehmen mit unterschiedlichen Interessenslagen entstehen kann. 

Wie die differenzierten Interessen der viel stärker vernetzten Basis (die im übrigen auch über die Regionen hinaus gehen sollten) in die Zentrale „eingespeist“ werden, ist die eine Seite; das praktizieren wir schon. 

Aber eine andere an Bedeutung gewinnend ist die Informationsbeschaffung aus den Zentralen für die Unternehmen. Damit wird ein Beitrag geleistet für die Realisierung einer typischen Mittelstandsstrategie: Der besser informierte gewinnt; oder man kann auch Anpassungsstrategie sagen, weil der einzelne Mittelständler zu erst dafür verantwortlich ist sein Unternehmen an Marktentwicklungen anzupassen und weniger die Marktbedingungen (vor allem auch die politisch bestimmten) zu verändern.

Die Netzwerkgesellschaft - und wir verstehen uns dabei in erster Linie als Netzwerk-Management-Einrichtung, als Schnittstellenmanager - wird keiner um folgende 5 Prinzipien herumkommen. (Ich beziehe mich hier auf Management-Strategieberater und Trendforscher Dan Tapscott)

Zusammenarbeiten / Arbeitsteilung von der Suche der besten Problemlösung bis zur Produktion und zwar über den Tellerrand der Unternehmen (mit Kunden, Studenten, Künstlern…..)

Offenheit bei der Verbreitung von Informationen; nur wer gibt, wird auch etwas bekommen. Das aber bitte nicht verwechseln mit Transparenz und Gleichmacherei.

Bereitschaft zum Teilen von in erster Linie geistigen Gütern. Auch hier geht es nicht um Firmengeheimnisse, sondern um Basisdaten, aus dem kluge Unternehmer neue Werte schöpfen können und die Gesellschaft als Ganzes partizipiert.

Integrität die kontrollierbar ist und nicht nur behauptet wird.

Interdependenz, also der Einsicht, das alle in gewisser Weise von allen abhängen und wir uns, auch über die im Unternehmen, Politik, Wissenschaft, Kultur unterschiedlichen Herangehensweisen hinweg verständigen müssen um höhere Wertschöpfungen (auch jenseits des Geldes) zu erreichen.

Meine Überlegung werde ich mit unseren Beiräten und interessierten Unternehmern gern bis Ende des Jahres beraten. 

Autor: Wilfried Rosenberg

Bautzen - Eine Lokomotive für die ganze Oberlausitz

07/2011  Pläne zur Innenstadtentwicklung geben neue Impulse 

So manches entwickelt sich ohne das es von der Öffentlichkeit (und so manchem am Alten hängenden Mitbürger) so richtig erfühlt werden kann:

Seit 2000 sind in Bautzen fast 2.000 Arbeitsplätze in Unternehmen zusätzlich entstanden. Die Zahl der Einpendler ist mit ca. 25.200 auf ein Rekordhoch. Im 1. Quartal 2011 gab es mit 525 Zuzügen mehr als Fortzüge (430) Der Branchenmix und die Arbeitsplatzverteilung wird immer besser: z.B. 13% verarbeitendes Gewerbe; 20,3% Informations- & Kommunikationsdienstleistungen; 18,1% Handel, Verkehr, Gastronomie; 6,6% Baugewerbe.

Nun interessieren sich Investoren (einschließlich große Handelshäuser) für Bautzen, wollen etwa 300 Arbeitsplätze schaffen und damit auch Arbeit für die heimische Bauwirtschaft mitbringen.

Was soll noch beweisen, dass Bautzen immer attraktiver wird? Meine Gespräche in der Region zwischen Hoyerswerda, Görlitz und Zittau zeigen, die meisten Unternehmern erkennen das auch an, Neid ist da eher zurückgestellt. Auch die meisten Unternehmer von Bautzen sagen: Das ist eine große Chance und gibt neue Impulse für den Standort; aber auch für die gesamte Region.

Nun gibt es die Gegner, die sich auch gleich „den Kopf des Investors“ machen (z.B. nach der Größe) und auch die, die sich mit dem Thema noch nicht weiter beschäftigt haben, bzw. Vorstellungen haben die in der derzeitigen Planungsphase einfach noch nicht auf der Tagesordnung stehen. Anstatt Abwehr ist Aufgeschlossenheit im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit der Oberlausitz als Ganzes (z.B. mit dem Standort Dresden) gefordert.

Kaufkraft in der Oberlausitz zu halten ist der politische Auftrag! Ich verstehe die Angst der Einzelhändler in Bautzen und Hoyerswerda, der Wettbewerb ist jetzt schon hart. Der Trend ist aber klar: Der Filialisierungsgrad nimmt weiter zu. Das können wir nicht so gut finden, aber ändert auch nichts an den Entwicklungen. Übrigens halten Filialen eher die Kaufkraft am Ort. 

Jeder von den Unternehmern weiß, man muss sich mit dem Wettbewerb engagieren können. In diesem Sinne fordern viele Einzelhändler in Bautzen mehr Informationen, auch um sich rechtzeitig einstellen zu können.

Deshalb erwarten wir eine Kommunikationsinitiative von der Stadtverwaltung. Als BVMW-Oberlausitz überlegen wir eine SIG zu bilden. In der sollen diese Meinungen ausgetauscht und gebündelt werden, um einen für die Stadtentwicklung wichtigen Beitrag zu leisten, damit Bautzen seine Potentiale als Lokomotive für die Oberlausitz entfalten kann.

Dazu gehören nicht nur Themen wie Einkaufen, sondern ebenso Wohnen, Kinderfreundlichkeit und Wegebeziehungen mit wieder wachsendem Parkplatzangebot. Ich sehe mich bei der kontroversen öffentlichen Debatte ins Jahr 1996/97 zurückversetzt, als es um das Kornmarkt-Center ging. Auch die ist positiv beendet worden, genauso sollte es jetzt ausgehen!

Autor: Wilfried Rosenberg

Gebündelte Kompetenz zum Mittelstandstag

06/2011 Die kompakte Veranstaltungsstrategie ist aufgegangen. Die 132 Teilnehmer erlebten ab 13.00 Uhr: mit dem Marktplatz der Kontakte, dem Plenum mit 7 Rednern und zum Abschluss dem üppigen Kommunikationsbüfett eine vielseitig informative Veranstaltung.

Wir spüren unsere Gesellschaft ist auf der Suche nach einer neuen Balance, wofür wir begonnen haben neue Antworten zu finden um vorhandene „Potentiale in Wertschöpfung umzumünzen“. 

Zu danken ist nochmals den 28 Sponsoren.

Zur Bilanz wichtig erscheint mir: Redner und Teilnehmer verkörperten eine hohe Kompetenz. Vom Staatssekretär, 3 Mitgliedern des Bundestages , 5 Mitgliedern des Landtages, OB Bautzen, Wissenschaft, Kultur, Behörden und vor allem branchenübergreifend Unternehmer der gesamten Oberlausitz, einschließlich IHK und HWK. (gute Voraussetzungen die verschiedensten Schnittstellen immer besser zu managen).

Sponsoren und Teilnehmern ist es wichtig, das der Mittelstand mit dem Mittelstandstag Oberlausitz ein branchenübergreifendes öffentliches Forum hat. Auch wenn daran weiter gearbeitet werden muss, wie die Teilnehmerzahl zeigt. UnternehmerBeirat und Politischer Beirat werden im Oktober das Konzept für den 12. Mittelstandstag am 05.06.2012 beraten.

Die begonnenen Kooperationen mit Theater, Museum und Staatlicher Studienakademie; sowie mit Hochschule Zittau/Görlitz erbrachten viele Erfahrungen. Mit der Mittelstandsakademie, dem Oskar-Roesger-Preis und dem Thema „Energieeffizienz“ sind neue Entwicklungen angezeigt.

In der verbandsübergreifenden Arbeit sind neue Schritte auf der Tagesordnung:

Enge Abstimmungen und gemeinsame Aktivitäten mit der IHK und der HWK / Kreishandwerkerschaft

Die Entwicklung des gebildeten „Senioren-Unternehmerbeirats, mit aus Unternehmen ausgeschiedenen Chefs.

Autor: Wilfried Rosenberg

Potentiale in Wertschöpfung ummünzen! - Reicht die Gestaltungskraft des Mittelstands?

02.05.2011 Der 11. Mittelstandstag Oberlausitz findet zu einem Zeitpunkt statt, wo bei der oberflächlichen Betrachtung und in der öffentlichen Meinung der Eindruck entsteht, wir hätten die Finanz– und Wirtschaftskrise hinter uns gebracht.

Als einen Einschnitt ganz sicher, aber die Bewältigung eines Umbruchs in eine praktizierte Netzwerk-Gesellschaft, wo neue Spielregeln und Prinzipien gelten, steht uns noch bevor! Immer mehr wird deutlich, wie sehr wir in einer Wirtschaftsregion voneinander abhängig sind. Bekommen wir das nicht hin, werden die Besten auswandern. Niedriglohngebiet zu sein kann für eine Zeit ein Vorteil sein, aber alle Zeitfenster schließen sich auch einmal. 

Gerade das Thema Fachkräftemangel, der Wandel in einen Käufermarkt stellt völlig neue Anforderungen an das Personalmanagement und rückt den Menschen als wichtigste Produktivkraft wieder stärker in den Focus unternehmer-ischen Handelns, erst recht im Mittelstand.

Das aber eben nicht im alten, altruistischen und auch nicht im hierarchischen Sinne, sondern weil Freiheit immer mehr einen Frage der Wahl, von wem man geführt werden will. Das Programm des 11. Mittelstandstag Oberlausitz steht. Kompakt, vielschichtig - es soll Impulse setzen! Die Einladungen gehen am 13.05.11 in die Post. Ich hoffe wir können Ihnen ein interessantes Angebot unterbreiten. Jetzt vertraue ich gemeinsam mit dem UnternehmerBeirat noch darauf, das uns, wie jedes Jahr, weitere Sponsoren unterstützen. 

Letztlich entscheiden Sie mit Ihrer Teilnahme, ob es erneut gelingt, auch den 11. Mittelstandstag Oberlausitz zum großen Treffpunkt des Mittelstands zu machen. Besonders begrüßen wir die Mitglieder des Politischen Beirates (MdB, MdL). Michael Kretschmer wird eine „Draufsicht“ wagen; Roland Werner, Staatssekretär im Sächsischen Ministerium für Wirtschaft und Arbeit uns erläutern wie der Freistaat unsere Verkehrsinfrastruktur weiter entwickeln will.

Als neue Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bautzen stellt sich Frau Shirin Khabiri-Bohr vor. Dr. Maik Hosang zieht aus dem Zukunftskongress am 10./11.05.11 Schlussfolgerungen. Seine Vision ist es aus der Oberlausitz eine Region zu machen, die kreative Menschen anzieht. Mit den verschiedensten Rednern wollen wir immer wieder verdeutlichen, wie wir als Mittelstand der Oberlausitz Brücken bauen zu den verschiedensten Partnern.

Aus der langen Zusammenarbeit mit dem Theater Bautzen liegen viele Erfahrungen vor, die uns heute befähigen Kooperationen über den Tellerrand des unternehmerischen Mittelstands hinaus zu entwickeln; z.B. mit der Staatlichen Studienakademie. Das sind Momente die uns im Wettbewerb mit anderen Regionen anders, anziehender machen können. Wie sagt Dr. Maik Hosang: „Im globalen Wettbewerb wächst die Bedeutung des kreativen Unterschieds.“

Haben wir da bisher zu sehr, zu flach auf die technischen Kompetenzen gesehen und müssen wir nicht tiefer, nach den geistigen Potentialen suchen und welcher Bedingungen es dafür bedarf? Dazu braucht es die Aktivierung der Gestaltungskräfte für viele Stellschrauben!

Erfolg haben heißt sich ändern! Erfolge und Entrepeneure herausstellen! Dazu soll uns der Oskar-Roesger-Preis ein Instrument sein, Tilman Römpp verdeutlicht in diesem Zusammenhang den Standpunkt der Volksbank Bautzen.

Polysax, die Vereinigung von Unternehmen der Kunststoffbranche u.a. verdeutlicht Jokey-Geschäftsführer Heribert Heller - wie sie in relativ kurzer Zeit Veränderungen erreichen konnten.

Sie sehen den roten Faden! Wollen Sie Teil der Impulsgeber sein? Dann kommen Sie zum Treffpunkt des Mittelstandes mit Politik, Kultur und Wissenschaft.

Autor: Wilfried Rosenberg

Was treibt die Oberlausitz - Viele leistungsfähige Brücken bauen

01.04.2011 Gibt es zum wirtschaftlichen Wachstum eine Alternative? 

Welches Wachstum wird da überhaupt gemeint? Bildet das Bruttoinlandsprodukt (1995-2008 Plus im Osten von 1,7%) auch ab, ob wir uns dabei wohlfühlen? Schließlich ist die Binnennachfrag e im Osten um 10% (1995-2007) gefallen, bei 7% weniger Bevölkerung. 60 Mrd. Euro jährlich, d.h. etwa 20% sind Transferleistungen aus dem Westen. Im Osten sind 40% vom verfügbarem Einkommen monetäre Sozialleistung des Staates, im Westen sind es 27 %. 

Dabei gibt es im Ranking nach der Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland von Südwesten zum Nordosten eine Gefälle und Sachsen tangiert auf Platz 9, vor z.B. Hamburg, Brandenburg, Berlin.

Haben wir - erst recht in der Oberlausitz - da eine Chance zur Wachstumsregion zu werden? Wir erleben doch gerade eine Zeit, wo bei vielen Unternehmern gleichzeitig die optimistische Stimmung wächst, mutig neue Wachstumsschritte anvisiert werden, aber die Risiken hinter jeder Ecke spürbar lauern. Immer bewusster wird, wie es ist, wenn Schumpeters „Kreative Zerstörung“ mental verdaut werden muss. 

In dieser Zeit, wo das Tempo der Veränderungen immer höher wird bereiten wir unseren jährlichen, nun den 11. Mittelstandstag Oberlausitz vor. In bewährter Weise im Theater Bautzen; am 31.05.2011.

Der UnternehmerBeirat hat die Richtung vorgegeben:

 

  • Kompaktes Herangehen im Plenum (14.00-17.00 Uhr)
  • Kurze Beiträge (15 Minuten)
  • Erfahrungsaustausch in den Mittelpunkt stellen
  • Unternehmer zu Wort kommen lassen
  • Raum für individuelle Kontakte ab 13.00 Uhr 
  • und nach 17.00 Uhr
  • Ansprechpunkte durch Präsentationen im Foyer

 

So soll der diesjährige Treffpunkt des Mittelstandes der Oberlausitz zeigen: Wir haben Vieles zu bieten, was zu Viele gar nicht wissen; und versuchen herauszufinden, was die Oberlausitz antreibt, oder auch zukünftig noch zielführender antreiben sollte.

Meine Erfahrungen verdeutlicht mir immer wieder: Der Vernetzungsgrad zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen hat erhebliche Mängel, die eigentlich bei der noch überschaubaren Größe und erreichten Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsraumes Oberlausitz im Verhältnis zu anderen Regionen überwindbar sein sollten. Wenn Globalisierung ohne Regionalisierung nicht funktioniert, dann wäre das eine entscheidende Aufgabe. 

Was ist das Verbindende zwischen Unternehmen, staatlichen und kommunalen Einrichtungen, im Besonderen den Schulen, Hochschulen, aber auch Kunst, Kultur, Sportvereinen? 

Wer moderiert diesen Prozess des Zusammenwirkens der Macher, wenn der Staat als Gestaltungskraft ausfällt und wir ihn als effizienten Dienstleister verstehen, vor allem als Infrastruktur– und Vernetzungsplatzform?

Auf welche, vor allem industrielle Kompetenzen wollen wir setzen und wie gelingt es diese gemeinsam so zu „verkaufen“, das die Alleinstellungsmerkmale sich in Wertschöpfung ummünzen und die Idee von der Region des Glücks auch mobilisieren kann?

Wer hat Antwort auf diese Fragen? Sie sind willkommen! 

Bis 13. April soll das Programm letztlich stehen.

Jetzt zunächst Termin vormerken, Einladung kommt!

Autor: Wilfried Rosenberg

Die Gestaltungskraft der Politik schwindet - ein hoffnungsvolles Zeichen!?

07.03.11 Fühlen Sie sich auch (manchmal?) wie Harry Haller in Herrmann Hesses „Der Steppenwolf“? Das Stück wird gerade im Bautzener Theater - inszeniert von Lutz Hillmann - gespielt.

Ins Heute und ins gesellschaftliche System gebracht möchte man meinen, die Zerrissenheit nimmt permanent zu und damit verschiedenste diffuse Ängste. Burnouts sind da nicht weit. 

Das Beispiel zu Guttenberg verdeutlicht wie breit die Gruppen der Fans und der Gegner sind. Wissenschaftler fühlten letztlich ihren Ruf bedroht, obwohl doch Viele wissen, das sich mit der Vergabe von Doktortiteln an Universitäten auch Geld verdienen lässt. Die über 500.000 Facebook-Fans organisieren sich und meinen: Es reicht!

Während ein Unternehmer sich eher als ziel– und lösungsorientiert, effizient und optimistisch gibt, ist Politik und Verwaltung auf das Vermeiden von etwas Unangenehmen programmiert.

Die „Quoten-Fans“ (man könnte sie auch Gleichmacher nennen) richten die Republik zu Grunde. Es ist deren Angst (lat. angustus = eng), der Vielschichtigkeit nicht mehr mächtig zu sein; sie müssten die strukturelle Enge überwinden. Das geht nur mit der Überwindung hierarchischer Kommandostrukturen. 

Da wird über Frauenquoten diskutiert, wo es um ein familienfreundliches Gesellschaftsmodell gehen müsste. 

Da geht es um Equal-Pay (Gleicher Lohn, für gleiche Arbeit), als ob alle gleiche Arbeit / Engagiertheit abliefern würden und könnten.

Da stellen sich Kommunen gegen die Abschaffung der hochbürokratischen Gewerbesteuer, die eine zusätzliche Strafsteuer ist. Die einmal eingeführt wurde, um die „Arbeitermassen“ aus den „feinen“ Städten fern zu halten. Da geht es um Biosprit E10, wo die Umweltbürokratie widersprüchliche und verstaubte Ziele verfolgt, den Käufer bevormundet und abzockt, weil der Staat Steuern durch die Hintertür einziehen will. Jetzt hat der Käuferstreik doch die Regierung aufgeschreckt.

Die Beispiele lassen sich fortsetzen und betreffen schon lange auch kommunalpolitische Entscheidungen. Da erleben wir am Stausee Bautzen in einer über einjährigen Diskussion jetzt wieder ein Treten auf der Stelle, nur weil die Verwaltung kein Entwicklungskonzept denken kann und will.

Ich lasse mich überraschen wie das überarbeitete Konzept der Bautzener Unternehmertage 2011 (16.-18.09.11) bei den Ausstellern ankommt. Hoffentlich gelingt ein großer Wurf der Stadtentwicklung (Lauencenter)!

Fazit: Die Gestaltungskraft der Politik schwindet. Einfluss, Verantwortung und Macht wird neu verteilt. Die im Netz Zusammengeschlossenen erzwingen eine qualitativ andere Gesellschaft. Die Kraft liegt bei der vernetzten Basis, die weniger institutionalisiert ist, sich mit Quoten nicht regulieren lässt. 

Führung auch als Unternehmer wird als Auftrag zu verstehen sein die Mitarbeiter erfolgreich zu machen. Es geht nicht darum gegen etwas, sondern für etwas zu sein!

z.B.:Wofür steht die Oberlausitz? Was sind unsere Pfunde und wie stifte ich mit diesen Stärken Nutzen bei Anderen - außerhalb der Region - damit wir in der Region davon partizipieren? Wie schaffen wir gemeinsam ein Innovationsklima? Wie entstehen mehr Gruppen als Keimzellen für kreative Milieus? 

Wie schon am 28.01.11 (Mittelstand lädt ein) hervor-gehoben: Die Zeit ist reif für mehr Zusammenarbeit, Offenheit, Bereitschaft zum Teilen, Integrität und Interdependenz; auch zwischen den Unternehmervereinigungen der Oberlausitz. 

Autor: Wilfried Rosenberg

Wohin gehst du Oberlausitz? - Wofür will die Region stehen?

07-02-2011. In Zeiten mit einem enormen Veränderungstempo, wo der wirtschaftlichen Optimismus, gepaart mit einer erheblichen Menge Verunsicherung zurückgekehrt ist, wo Unternehmen wie Verwaltungen im Druck der Tagesaufgaben vordergründig mit sich selbst und ihren begrenzten Netzwerk beschäftigt sind, ist es um so wichtiger „größer“ zu denken.

Wenn der Mittelstand möchte, dass die Oberlausitz (und zwar als Ganzes) nicht als „abgehangene“ Region gehandelt wird, dann sind die Unternehmen zuerst selbst gefordert Projekte zu schmieden und einen noch größeren Schulterschluss zu üben.

Meine Gespräche mit Politikern zeigen ganz klar, von den kommunalen Verwaltungen ist (auch wegen enger werdender Haushalte) keine Gestaltungskraft zu erwarten. Wer von den Unternehmern darauf setzt, hat schon verloren.

Der UnternehmerBeirat beschäftigte sich deshalb schon mehrfach mit einem fehlenden Industrieimage und hat die Behandlung des Themas auf die Tagesordnung des 11. Mittelstandstag Oberlausitz am 31.05.11 gesetzt.

Im Interview mit MP a.D. Prof. Georg Milbradt (SZ vom 29.01.11) hat der den einmaligen Vorteil der Oberlausitz mit der Nähe zu Dresden beschrieben. Auch wenn ich manche Aussage weder verstehen noch teilen kann, er hat aber Recht, wenn er meint: Die Oberlausitzer haben ihre Zukunft selbst in der Hand. Hilfe kann nur als Hilfe zur Selbsthilfe kommen. Dazu müssen wir noch klarer wissen, was wir selber wollen.

Hier steht der BVMW-Oberlausitz als Moderator und Organisator von Meinungsbildung zur Verfügung, wie auch in der Pflicht. Die Leistungsfähigkeit der Region hängt entscheidend von seiner Innovationskultur ab, nicht von irgendwelchen Sitzen von Gerichten und Behörden. Besinnen wir uns auf unsere vorhandene Stärken und stärken wir durch noch mehr Bündelung diese Stärken, damit wir so auch die Andere mobilisieren. Stellen wir dabei alle Neiddebatten ein! Komprimieren wir mit Netzwerken auch nach außerhalb der Region, damit mehr Qualität entsteht, so wie es z.B. Polysax und Agrosax tun.

Nur das Zusammenlegen von Quantitäten führt zu neuen Qualitäten! Kooperationen müssen zu neuen wettbewerbsfähigen Produkten führen, welche die Wertschöpfung in die Region holen. Das tun wir dieses Jahr durch Kooperationen mit unseren BVMW-Kollegen Lohse (Leipzig) und Winter (Jena); sowie durch die Praxispartnertreffen in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Studienakademie

Das gilt auch für das Herangehen an demografische Entwicklungen, die nur als Chance zur Auslösung von Veränderungsprozessen gesehen werden kann. Beenden wir die Diskussion um die Fusionierung der Theater von Bautzen und Görlitz/Zittau. Jedes Theater ist für sich ein Identitätsmerkmal, ein Pfund mit dem am jeweiligen Standort gewuchert werden muss.

Konzentration heißt Stärkung der Städte und deren Potentiale, die insbesondere erstens in Bautzen und zweitens auch in Görlitz vorhanden sind. Klar, das diese dann auch Funktionen für das Umland erfüllen müssen.

An wachsenden Löhnen geht letztlich nichts vorbei. Da diese erst erwirtschaftet werden müssen, geht auch nichts vorbei an der Stärkung der Innovationsfähigkeit der Unternehmen, an der Entwicklung einer Unternehmerkultur, die dann gute Leute anzieht. 

Die Aufgabe lautet: Studenten integrieren, Entwicklung betreiben (können) und Zusammenarbeit mit Hochschulen entwickeln und mehr innovativ kooperieren.

Autor: Wilfried Rosenberg

Unsere regionalen Partner