Was Bautzen für die Oberlausitz leistet

07.12.2012 Der Bautzener Stadtrat hat am 28.11.2012 mit dem Beschluss des Rahmenplanes zur Zukunft der Bautzener Unternehmertage nach monatelanger Diskussion endlich Klarheit geschaffen und einen neuen Prozess eingeleitet in dem er: 

 

  • sich von einem in den letzten Jahren praktizierten Konzept verabschiedete und den Weg frei gemacht hat, damit jetzt ein neues Konzept entstehen und erprobt werden kann.
  • mit dem Prinzip: „Unternehmer für Unternehmer“ die Rolle der Unternehmer aufgewertet hat und als zentrale und wirtschaftsstärkste Stadt der Oberlausitz Unterstützung gibt. Jetzt liegt die Verantwortung bei den stärksten Wirtschaftsverbänden der Region, die Unternehmen mobilisieren können.
  • die Ursprungsidee von 1993 bewahrt, sie stärker wieder herausstellen will: Unternehmer treffen sich, um über das Kennenlernen zu Geschäften zu kommen, damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung entstehen!

 

Mit dem aus BVMW, IHK, Kreishandwerkerschaft, Stadt Bautzen und Landkreis Bautzen bestehenden Arbeitskreis ist die Basis einer gemeinsame Wirtschaftsinitiative für die Oberlausitz entstanden, die die Kraft entwickeln kann Bündnisse zwischen den Hauptakteuren der regionalen Entwicklung noch zielführender zu gestalten.

Es sind ausdrücklich der Landkreis Görlitz, die Medien und alle Unternehmervereinigungen aufgefordert sich aktiv zu beteiligen!

Über den „Oberlausitzer Unternehmerempfang“ mit der Verleihung des Oberlausitzer Unternehmerpreises (in Verantwortung der Stadt Bautzen), dem Berufemarkt (gestaltet durch die IHK, Kreishandwerkerschaft und Landkreis Bautzen) und den „Mittelstandstag Oberlausitz“ sind eine Vielzahl weiterer Akteure einbezogen. 

Es ist die Chance gegeben jährlich im September (3. bzw. 4. Woche) öffentlich ein Veranstaltungspaket zu organisieren, was für die teilnehmenden Unternehmen und für die Region überhaupt von hohen Wert sein kann. Wenn es gelingt, ein Gefühl zu initiieren das es Freude macht „Gemeinsam erfolgreich zu sein!“, dann wird das ein Beitrag sein für eine attraktive Region.

Diese Region Ostsachsen, d.h. Dresden und Oberlausitz zusammenwachsen zu lassen, sollte als Ziel verfolgt werden! (siehe dazu auch Mittelstand-Aktuell November 2012)

Den „Mittelstandstag Oberlausitz“ gestalten wir als BVMW-Oberlausitz (UnternehmerBeirat) gemeinsam mit dem Landkreis Bautzen, der IHK und der Kreishandwerkerschaft. Die Hauptsponsoren gehören mit zum Programm-beirat.

Ziel ist es eine branchenübergreifende Konferenz mit Unternehmenspräsentationen zu organisieren, die eine überregionale Ausstrahlung im ostsächsischen Raum erreicht. 

Neu ist die Einbeziehung der Hochschulen, um am Beispiel konkreter Themen dem Innovationstransfer neue Impulse zu geben. Einen hohen Stellenwert hat die Fachkräftesicherung. Dabei sind – in klarer Abgrenzung zum Berufemarkt – die akademischen Berufe und damit die Gymnasiasten der Oberlausitz angesprochen. 

Damit ist der „Mittelstandstag Oberlausitz“ auch eine herausragende Veranstaltung der Initiative „Karriere Oberlausitz“ mit der die koordinierte Zusammenarbeit von Unternehmen-Gymnasien-Hochschulen besser organisiert werden soll, die gemeinsam mit den Landkreisen, der Sächsischen Bildungsagentur und der Arbeitsagentur gestaltet wird.

Neben den auch an Ständen von Unternehmen durchführ-baren Gesprächsrunden, stehen zentrale Eröffnungsvorträge und parallele Workshops zu branchenübergreifenden Themen im Mittelpunkt.

Wenn sich am Standort Bautzen ein solches Veranstaltungspaket etabliert, braucht niemand neidisch zu sein. Es geht nicht um Bautzen, es geht immer um ostsächsische Themen. Welche das sind, scheint verschüttet; bringen wir sie gemeinsam an die Öffentlichkeit!

Autor: Wilfried Rosenberg

Gegensätze ziehen sich an!

(05.11.2012) Wir alle kennen den Ausspruch: „Gegensätze ziehen sich an!“. Es sind die Unterschiede die eine Entwicklung treiben! Das Erkennen der Gemeinsamkeiten über die Unterschiede hinweg führt zu mehr Effizienz. Das gilt im Zusammenspiel von Regionen: der städtischen Region Dresden und der ländlichen Region Oberlausitz, und das gilt auch für die Netzwerkbildung zwischen Unternehmen.

In einer hochkomplexen Welt wächst der Wert der Spezialisten für den Wohlstand des jeweiligen Wirtschaftsraumes.Gerade erfolgreiche Mittelständler sind in Nischen tätigt und kennen die Wünsche ihrer Kunden sehr genau. Ja sie gehen noch weiter und fragen nach dem was die Kunden von den Kunden für Bedarfe anmelden.

Diese Spezialisten gehen in die Tiefe, tragen damit zur Verstärkung der Vielfalt bei, haben große Wertschöpfungspotentiale und sichern so Wachstum und Wohlstand gleichermaßen. Deshalb verdienen sie höchste gesellschaftliche Anerkennung.

Ihr Nachteil: In dieser perfekten Gesellschaft werden sie immer weniger verstanden, weil deren Komplexität andere überfordert. Es braucht Übersetzung und Vermittlung; es braucht neue Kommunikationsstrukturen. 

Gerade in der Wissens– und Netzwerkgesellschaft bei der die Menschen, insbesondere deren Bildung und Gesundheit, einen immer größeren Stellenwert haben, erzeugt das neue Chancen für volkswirtschaftliches, wie betriebswirtschaftliches Wachstum.

Der BVMW-Oberlausitz ist auf dem Wege ein solcher Logistiker in der Netzwerkgesellschaft zu werden. Es kann gelingen die Mitglieder und Partner noch intensiver an ganz bestimmten Punkten bei dieser Art von Wertschöpfungsketten einzubeziehen. 

Als BVMW-Oberlausitz sind wir selbst als Partner in neu entstehenden Strukturen z.B. bei der Gestaltung der Bautzener Unternehmertage, bei der Bündelung von Kräften im Rahmen des „Netzwerkes Arbeitsmarkt Oberlausitz“ bei der Agentur für Arbeit und anderen aktiv. 

In diesen transdisziplinären Kooperationen und Netzwerken sind Unternehmen ebenso verbunden, wie wissenschaftliche Fachbereiche und kommunale Einheiten. So wird unsere Gesellschaft nicht nur effizienter, sondern verändert sich, entwickelt auch neue Strukturen des Zusammenhaltes; sie wächst!

Bestimmte Strukturen stehen im gesunden Wettbewerb. Das trifft auch auf Regionen, wie die Oberlausitz zu. Sie sind historisch gewachsen, sie haben sich kulturell herausgebildet und schaffen Identitäten, die wiederum für die Netzwerke Bindungskräfte und Vertrautheit produzieren.

Das wird in einer globalisierten Welt immer wichtiger, weil der unbekannte Wettbewerb (z.B. aus China) eine immer größer werdende Herausforderung ist. Die bestehenden Gegensätze zwischen Stadt und ländlichen Gebieten gilt es zu harmonisieren, weil sie sich ergänzen können.

Nur der intensive Austausch von Wissen und Ressourcen sichert das Überleben beider. Das Zusammenwirken mit der Region Dresden ist eine solche ÜberlebensaufgabeDie Oberlausitz soll sich als eine Marke im gemeinsamen Wirtschaftsraum Ostsachsen verstehen. Marken sind Mutmacher und geben Orientierung. Sie können als Vorbild für die Gestaltung von Veränderungen dienen, aber ein Aufbruch/Neuanfang kann nur erfolgreich sein, wenn Bekanntes bzw. Altes bewahrt und mit Neuem kombiniert wird.

Die beiden Landkreise Bautzen und Görlitz machen im Wesentlichen die Wirtschaftsregion Oberlausitz aus und bringen ihre „Spezialitäten“ in den gemeinsamen Wirtschaftsraum Ostsachsen ein. Dieser Prozess nimmt immer konkretere Konturen an.Die Dresdner Eliteuni reicht bis Zittau, ebenso wie die Landesbühnen den Kulturraum „bespielen“. Die Verkehrsverbünde arbeiten immer enger zusammen. Gleiches vollzieht sich in der Abfallwirtschaft. 

Auch die BVMW-Regionalverbünde Dresden und Oberlausitz haben beschlossen gemeinsame Aktivitäten/Projekte 2013 vorzubereiten und durchzuführen. Wir bringen da unsere Vision ein: „Mit Freude Gemeinsames erreichen! Attraktive Unternehmen in einer attraktiven Region Oberlausitz!“

In diesem gemeinsamen Wirtschaftsraum haben wir 784 BVMW-Mitglieder und eine Vielzahl von Partnern, die verwurzelt in ihren Regionen, enger vernetzt werden, die so neues Wachstum generieren, die uns als Ganzes attraktiver machen.

In einer aktuellen Studie (ifo-Dresden 05/12) heißt es: „Die Lebensverhältnisse in Deutschland sind von starken regionalen Unterschieden gekennzeichnet. Besonders anfällig ist das steile Gefälle in nordöstlicher Richtung. Bei genauer Betrachtung hängen die Regionen räumlich stark voneinander ab."

Im Anhang gibt es eine Rangliste bei der die Stadt Dresden auf Platz 172 (von 412) und nicht so weit weg der Landkreis Bautzen auf 215 (Stadt Leipzig 322) liegt. Der Kreis Görlitz (333) kann davon aber mehr partizipieren, als bei einem engeren Zusammenschluss der beiden Lausitzen. Cottbus Platz 260; Oberspreewald-Lausitz 329.

Da hilft auch kein ständiges Beteuern, dass „die Lausitz“ als Ganzes wahrgenommen würde, nur weil das „Wetterfrösche“ aus geografischen Ursachen heraus so ansagen. 

Das hilft für unseren Bekanntheitsgrad aber nur wirklich, wenn wir dahinter Wirtschaftskraft haben, die Menschen die Attraktivität spüren und sich nicht zuerst als Leidensgemeinschaft verstehen. 

Autor: Wilfried Rosenberg

Headquarterstrategie für die Zukunft?! (Der Fachkräfte-Krieg hat längst begonnen)

(01.10.2012) Prof. Ulrich Blum hat zur BUT 2012 ausführlich darüber gesprochen, wie uns die Kleinteiligkeit unserer Wirtschaftsstruktur in der Oberlausitz und im Osten überhaupt in eine Falle lockt. 

Gerade wurde in der letzten Krise die Kleinteiligkeit wegen der höheren Flexibilität noch gelobt, jetzt stehen wir vor dem nächsten Abschwung (in der Schulden– und Vertrauenskrise) und der Jahresbericht zur Deutschen Einheit bescheinigt uns: Die Schere zwischen Ost und West ist wieder weiter auseinandergegangen. 

"Das Bild eines einheitlichen Raumes zwischen Ostsee und Erzgebirge ist immer weniger zielführend", wird festgestellt. Die Einen (Sozialpolitiker) freuen sich weil die Arbeitslosigkeit sinkt und die Anderen, die für den gesellschaftlichen Wohlstand sorgen (insbesondere die Mittelständler) gehen die gut qualifizierten Arbeitskräfte aus.

Schon viele Unternehmer haben gespürt wie sich der Ausbildungsmarkt entwickelt hat. Während Arbeitsmarktpolitiker - das habe ich sehr deutlich zur Podiumsdiskussion zum Thema Arbeitgeberzusammenschlüsse gemerkt - auf die Einführung des einheitlichen, gesetzlichen Mindestlohns drängen, wird schon hinter den Türen an s.g. Allgemeinverbindlichkeitserklärungen gebastelt, die für Betriebe Tariflöhne bindend machen, vor allem im Osten.

Die Daumenschrauben kommen für die Mittelständler von vielen Seiten und das zu Zeiten wo wir weiter Wachstum bräuchten, um die nächste Krise zu überstehen. Die Headquarter-Strategie, wie Blum sie nennt, könnte eine Möglichkeit sein, die Kräfte entscheidend zu konzentrieren in der Wirtschaft, aber noch stärker und auch als Impuls für die Wirtschaft, in Politik und Verwaltung. 

Es geht in der Oberlausitz um mehr Bündelung, damit die ländliche Kompetenz mit der Metropole Dresden stärker verknüpft werden kann.

Schließlich ist Wahrnehmung, das „Employer Branding“, das wahrgenommen werden als Marke, eine Frage der Größe. Dabei geht es aber nicht nur um die Produkte, sondern ebenso um die Personal– und Organisationsentwicklung. 

Sollte (so fragt Blum) im Osten ein Unternehmertyp herangewachsen sein, der einen gebremsten Wachstumswillen hat; gibt es eine „Herr-im-eigenen-Hause“-Mentalität, der externe Beteiligungen eher kritisch ablehnt, und hat der Überschuss an Qualifizierten in der Vergangenheit eine falsche Wahrnehmung erzeugt?

Fakt ist: Man kann diese Fragen nicht einfach vom Tisch wischen, erst recht nicht in der Oberlausitz, wo 91% der Unternehmen weniger als 10 Beschäftigte haben. Und es kommt noch dicker, wenn 74% der Eltern heute beklagen, dass das Leistungsprinzip in Schulen für zu wichtig erachtet wird - dann kann da gesellschaftlich etwas nicht stimmen.

Gerade Mittelständler brauchen eine funktionierende, effiziente Gesellschaft, brauchen das Management der Schnittstellen, eine aktive Kommunikation!

Was ich viel zu oft erlebe: Jeder macht seins!

Jörg Drews (Chef Hentschke Bau) forderte zur BUT gemeinsame Wege zu gehen und beklagte eine fehlende Vision. Damit spricht er vielen Mittelständlern aus dem Herzen. Gerade die BUT ist in 20 Jahren ein Spiegelbild, wie das Gemeinsame abhanden gekommen ist! Auch wenn der Berufemarkt eine weitere Qualifizierung erfuhr, war hinterher klar: Begraben, oder etwas Neues erfinden.

Am 25.09.12 konstituierte sich mit viel Kampf eine Arbeitsgruppe aus Stadt– und Landkreis Bautzen, IHK, KHS, BVMW-Oberlausitz und beschloss die grobe Richtung. Bis Ende November soll klar sein, wie die BUT 2013 aussehen soll. 

Wir haben es zunächst einmal geschafft (seit April 2012 gab es viele Irritationen), uns auf eine Linie zu verständigen. Jetzt kommt es aber sehr darauf an, viele Weitere - auch die Bautzener Stadträte - zu überzeugen. Und vor allem gemeinsam, mit faszinierender Vision, einem klaren Ziel und dazu passende Strategie auf den Punkt zu kommen.

Bis Ende November 2012 sollen die Grundlagen gebaut und die Öffentlichkeit miteinbezogen werden. In einem zweiten Beispiel will ich eingehen, wie um Gemeinsames gerungen wird. Die Chefin der Agentur für Arbeit Bautzen, Frau Khabiri-Bohr, baut an einem „Netzwerk Arbeitsmarkt Oberlausitz“ (NAMO) seit Anfang des Jahres: Arbeits– und Bildungsagentur, Job-Center, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft an einem Tisch bündeln die vielfältigen Projekte und entwickeln gemeinsam für die beiden Landkreise Strategien für die Fachkräftesicherung.

Die Beispiele zeigen, wir sind in der richtigen Richtung unterwegs. Wir müssen uns nur weiter anstrengen!

Autor: Wilfried Rosenberg

Chance Lausitzer Seenland - Chance für die Oberlausitz

(03.09.12) Wie differenziert sich unsere Region entwickelt zeigen die gerade veröffentlichten Zahlen über den durchschnittlichen Umsatz je Unternehmen. Dabei hat Bautzen klar seine Rolle als Spitzenreiter weiter ausgebaut (965.000 €) und liegt noch vor Dresden (930.000 €) und Görlitz (444.000 €).

Hinsichtlich des absoluten Umsatzes - bei fast gleichem Bestand von Gewerbesteuerpflichtigen Unternehmen - kann Görlitz nur noch 49% des Bautzener erreichen. Über die überdimensionale Anzahl von Einpendlern (70%) - Dresden hat 37,5% - fließt die Bautzener Wertschöpfung vor allem in das Umland. Selbst Hoyerswerda liegt mit 506.000 € Umsatz je Unternehmen noch vor Görlitz.

Dazu tragen ganz sicher die gewaltigen Investitionen ins Lausitzer Seenland bei. „Sachsen baut sich für Milliarden eine eigene Ostsee“ - titelte unlängst Welt-Online im Zusammenhang mit einer Informationsreise von Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Für den 05.-07.09.12 sind deutsche und internationale Investoren zu einer Bereisung eingeladen. Auch die werden staunen wie viele Milliarden Kubikmeter Erde und Wasser seit 20 Jahren bewegt wurden.

Am 27.09.12 wiederholen wir unseren Business-Talk „Bereisung Lausitzer Seenland“. Im Frühjahr konnten wir nicht alle Anmeldungen berücksichtigen. Auch dieses Mal stehen nur 20 Plätze zur Verfügung. Die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz hat mit der LMBV uns diesen neuen Termin benannt und wir werden zuerst die berücksichtigen, die sich damals angemeldet hatten. 

Unser Anliegen ist es, den „Südländern“ der Oberlausitz den Norden etwas näher zu bringen. Die Strecke wird gleich der im Frühjahr sein, aber in der Zwischenzeit ist eine Menge passiert.

Es entsteht die größte zusammenhängende künstliche Wasserwelt Europas (23 Seen) mit 13.000 Hektar Wasserfläche. Ein gigantisches Projekt, zu dem jetzt auch die genannten PR-Aktionen zur Gewinnung weiterer Investoren angelaufen sind. 

So kann jede Teilregion unserer Oberlausitz für das Ganze seinen spezifischen Teil leisten. Auf jeden Fall gibt es aber neben wettbewerblichen Effekten, die eine wichtige Triebkraft sind, die Notwendigkeit dass die Landratsämter immer die gesamte Oberlausitz im Blick haben. Noch besser sollte es gelingen die Vernetzung sowohl mit der anderen Lausitz - der Niederlausitz - und insbesondere auch mit der Wachstumsregion Dresden voranzutreiben. 

Autor: Wilfried Rosenberg

Wohin treibt die BUT 2013?

(03.09.12)  Die Bautzener Unternehmertage 2012 vom 14.-16.09.2012 sind dieses Jahr die 20.; eine gute Tradition die im positiven Sinne aufgehoben werden sollte, um auch für die Zukunft gerüstet zu sein. Schon mit Ende der BUT 2011 hatte sich der BVMW-Oberlausitz positioniert: Wenn es nicht gelingt, mit einem neuen Herangehen das immer schlechter werdende Image umzudrehen, werden wir uns daran nicht mehr beteiligen. 

Gemeinsam mit IHK und Kreishandwerkerschaft erarbeiteten wir bis April 2012 auf Bitte der Strategiegruppe (Stadt und Landkreis Bautzen) einen Konzeptentwurf. Dann war Sendepause.Nun scheint - mit dem neuen Bautzener Wirtschaftsförderer Alexander Scharfenberg - Bewegung in die Sache zu kommen. Bei einem Besuch unserer Regionalgeschäftsstelle am 26.07.12 erläuterte Bürgermeister Böhmer das neue Herangehen und tat dabei so, als ob das die Idee der Stadt wäre. 

Auch wenn es nicht unserer Philosophie „Von der Wirtschaft für die Wirtschaft“ folgt, sondern die Stadt Bautzen die Führungsrolle behalten will, entspricht es unserem gemeinsamen Vorschlag vom April 2012. Noch liegt mir nichts schriftlich vor und es scheint auch noch erheblichen Abstimmungsbedarf zu geben. In unserem Konzept war auch vorgesehen, auf jeden Fall schon zu BUT 2012 ein Forum mit Ausstellern durchzuführen, um deren Meinung stärker zu berücksichtigen und ein klares Signal für 2013 auszusenden.

Wir hatten vor allem 2 Punkte kritisiert.

  1. Es braucht eine klare Führungsstruktur und
  2. Eine klare inhaltliche Profilierung: 

Soll sie mehr den Charakter einer Verbrauchermesse mit Kulturprogramm haben, oder eher der Netzwerkbildung unter den Unternehmern - so wie es begann - dienen.

Wenn zukünftig die BUT weniger eine Messe für den Bürger sein soll, wird die Frage von einigen ausstellenden Firmen aufkommen, wie diese sich zukünftig präsentieren und auch die Bürger werden sich fragen, warum es die BUT als Messe, als kulturellen Höhepunkt nicht mehr gibt.

Ich denke, dem Messeplatz Bautzen wird das nicht schaden. Es werden sich andere Strukturen herausbilden. Die im März 2013 zum 4. Male u.a. durch Carsten Hauptmann (Mobilitas - Praxis für Physiotherapie) und Hagen Alex zu organisierenden Oberlausitzer Gesundheitstage wären dafür schon ein Beispiel.

Unternehmer aus speziellen Branchen können so ihr Publikum zielgerichteter - ohne dass die Kommunalpolitik dafür als Veranstalter gebraucht wird - ansprechen. Für die Verwaltungen gilt es Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich die Unternehmerinitiativen entfalten können.

Gerade darauf wird es in Zukunft vor allem ankommen: Jeder soll das machen, was er am besten kann, zusammen in einem Netzwerk! So hatten wir uns auch die BUT 2013 vorgestellt.

Noch ist für 2013 nicht klar, wie Unternehmervereinigungen (IHK, KHS, BVMW) einbezogen werden sollen. Wir erwarten bis Mitte Oktober klare Aussagen und sind mit Herrn Scharfenberg im Gespräch. Für uns steht in diesem Zusammenhang auch das zu präzisierende Konzept für den Mittelstandstag Oberlausitz, was sich jetzt in einem gewissen Wettbewerb zur BUT befindet. 

Autor: Wilfried Rosenberg

Mit Freude Gemeinsames erreichen

(02.07.12) Beobachten Sie auch:

Der Zusammenhang von attraktiven Unternehmen und die Attraktivität der Wirtschaftsregion Oberlausitz, gewinnt heute und erst recht in Zukunft eine immer höhere Qualität der Abhängigkeit.

Das Ganze ist natürlich ein komplexer Prozess, bei dem auch durch wettbewerbliche Interessenslagen bestimmte Hürden genommen werden müssen. Es ist eine Herausforderung der Wirtschaft, die Wachstum mit Nachhaltigkeit und Transparenz verzahnen muss, weil die Gesellschaft neue Ansprüche an die Unternehmen stellt. Ein Warten, dass „der Andere“ vorangehen soll, macht die Erfolgsaussichten eher schlechter.

Als BVMW-Oberlausitz sind wir, im Rahmen der BVMW-Familie schon eine starke Gemeinschaft die dabei vorangeht, was an vielen Aktivitäten bewiesen wird. Die Gemeinschaft durch aktive Empfehlungen zu stärken, wird dabei immer wichtiger und drückt auch einen Reifegrad unserer Gemeinschaft aus. Bitte beteiligen Sie sich an einer Kampagne Empfehlungsmarketing, um mit mehr Mitgliedschaften „Der Stimme des Mittelstandes“ noch mehr Kraft zu verleihen. 

Es gibt viele gute Gründe Mitglied im BVMW zu sein: (Zahlen beziehen sich auf 2012 bis Ende Mai) Als einziger und mitgliederstarker, freiwillig organisierter Unternehmerverband für die ganze Oberlausitz hat unsere Stimme bei Kommunal– und Landespolitikern Gewicht. Weil wir auch nicht nur fordern, sondern mit Vorschlägen und Projekten mitwirken. Wir haben in der Zwischenzeit eine Menge an Erfahrungen und auch Kontakte gesammelt, die wertvoll für Mitglieder und Partner sind. Die 48 Gespräche mit Politikern sprechen für sich, dazu kommen noch 42 mit Behörden und Ämtern.

Wir sind parteipolitisch unabhängig - uns geht es um die Sachthemen! Dazu pflegen wir unsere Kontakte zu allen demokratischen Parteien die im Sächsischen Landtag vertreten sind und Abgeordnete aus der Oberlausitz haben. Unser politischer Beirat ist ebenso Ausdruck dafür, wie die 66 BVMW-Beiträge in der regionalen Presse. 

Wir verdeutlichen z.B. :

 

  • Der Mittelstand ist das Herz der Marktwirtschaft!
  • Aber: Nur wenn es schlagen kann.
  • Die EURO-Krisen-Staaten verdienen Solidarität! 
  • Aber: Unsere Kindern auch.
  • Die Energiewende ist Chefsache!
  • Aber: Unsere Stromrechnung auch.
  • Auch Selbständige brauchen Rente!
  • Aber: Ohne Zwang.
  • Die Quote schafft Chancen für Frauen!
  • Bei uns machen sie Karriere. 

 

Wir erweitern ständig unser Netzwerk und haben z.B. 16 Unternehmertreffen mit 519 Teilnehmern organisiert und liefern auch mit 11 Treffen der Spezial-Interessen-Gruppen (85 Teilnehmer) wichtige Kontaktplattformen für Unternehmer um ihre Geschäftskontakte zu vertiefen.

Wir liefern verschiedenste gemanagte Marketing-Plattformen an, wo sich die Unternehmen öffentlich wirkungsvoll als attraktiver Arbeitgeber präsentieren können, Imagegewinn ist die Folge! Diese Instrumente entstehen aus unseren Kooperationen mit dem Deutsch-Sorbischen VolkstheaterDie ganze Welt ist Bühne“ (z.B. Theatersponsoren), oder dem Museum Bautzen mit dem Oskar-Roesger-Preis. 

Sie kennen das Prinzip: „Tue Gutes und lass Andere darüber reden! - Wir tun das für Sie!

Wir sorgen uns um die Fachkräfte der Zukunft mit der Initiative „Karriere Oberlausitz“ und verwenden aktuell viel Kraft, um noch intensiver den Innovationstransfer von den Hochschulen zum Mittelstand zu unterstützen. 

Mit der Mittelstandsakademie bieten wir ein monatliches Format zur Qualifizierung der Führungsarbeit an. Die damit verbundenen Befragungen zeigen den Bedarf an; vorn steht „Mitarbeiter motivieren“, gefolgt von „richtig delegieren“; „strategisches Marketing“, „Zeitmanagement“ und „betriebliches Gesundheitsmanagement“.

Wir mischen uns ein und suchen auch die Partnerschaften zu anderen Unternehmervereinigungen, um die Kräfte im Interesse des Mittelstandes zu bündeln. Der 12. Mittelstandstag war ein Beispiel wie wir unsere arbeitsteilige Zusammenarbeit mit IHK und Kreishandwerkerschaft qualifizieren. Dafür stehen auch 21 Beteiligungen an Veranstaltungen Anderer (mit 1176 Teilnehmern) und die 17 Einladungen die ich realisiert habe.

Wir denken von der Basis der Mitglieder her - deren Bedarf treibt uns immer wieder an neue Projekte aufzulegen und die für die Mitglieder Nutzen bringend zu gestalten. Dieser Vorteil liegt in der BVMW-Struktur begründet und macht uns einfach schneller im Verhältnis zu vielen anderen Vereinsstrukturen.

Mit dem UnternehmerBeirat und dem SeniorenBeirat sind Beratungsgremien geschaffen, mit denen ich mich regelmäßig konsultiere und die auch Verantwortung übernehmen - wer sich daran beteiligen will, ist herzlich eingeladen!

Und das ist sicher nicht der letzte Punkt, warum Unternehmer Mitglied im BVMW werden sollten: Mitglied sein heißt es deutschlandweit zu sein und dabei ganz zielgerichtet für sein Unternehmen Nutzen zu organisieren. So mancher hat schon ganz individuell von unseren Kontakten partizipiert; aber darüber schweigen wir natürlich in der Öffentlichkeit.

Empfehlen Sie den BVMW anderen Unternehmen, geben Sie uns den Kontakt, wir vereinbaren mit diesen Unternehmen einen Gesprächstermin, bei dem Sie gern auch dabei sein können. 

Autor: Wilfried Rosenberg

Wo steuert Bautzen hin?

11.06.2012  Ich nutzte den SZ-Artikel vom 12.06.2012 „Sonnige Aussichten am Stausee“ und den Kommentar „Stadt ist am Stausee in der Pflicht“ um mit einen Leserbrief zu antworten. Meine Überschrift „Stadtrat in der Pflicht taktische Manöver zu verhindern“. 

Ziel ist es, endlich mit konzeptionellen Herangehen eine nachhaltige Entwicklung am Stausee einzuleiten und endlich das Scheibchendenken zu überwinden, wo dann die Teile nicht zusammenpassen.Da die Stausee-Entwicklung aber gerade zu symptomatisch für die aktuelle Wirtschaftspolitik der Stadt Bautzen ist, sehe ich die Stadträte in der Pflicht!

Die SZ brachte am 19.05.12 einen Artikel „Raus aus den Miesen“ und veröffentlichte am 21.05.12 dann meinen Leserbrief unter dem Titel „Stadträte beim Stausee ausgebremst“.

Das war am 29.05.12 für Bürgermeister Michael Böhmer Anlass, zunächst in der Gewerberunde mit Kammern und Verbänden und am 30.05.12 im Stadtrat zu erklären, dass die Stadt knapp an der Haushaltskonsolidierung vorbei gerutscht sei und die Investitionen der Vergangenheit (wegen der 

Abschreibungen) uns heute auf die Füße fallen würden.

Einige „hörige“ Stadträte sind da gleich in Schockstarre gefallen. Bisher rühmte sich - mit Recht - die Stadt ihrer soliden Finanzpolitik und jetzt soll die Einführung der Doppik für eine völlig andere Einschätzung herhalten?

Das fällt zu einer Zeit auf, wo der Haushalt lange beschlossen ist? Anstatt ein Signal zu geben, wie unter veränderten Bedingungen Investitionen noch zielgerichteter zur Entwicklung von Initiativen eingesetzt werden sollten, wird wieder einmal ein Treten auf der Stelle praktiziert!

Wann lässt sich die Mehrheit der gewählten Stadträte nicht mehr derart abspeisen? Wann ist vom Wirtschaftsdezernent der Stadt mal wieder eine offensive, standortfördernde Wirtschaftspolitik zu hören?

Autor: Wilfried Rosenberg

Mittelstandstag: Bilanz und Ausblick

11.06.2012  Der Jahreshöhepunkt ist absolviert. Es gelang schon im Vorfeld - in vielen Gesprächen und Veranstaltungen, aber auch mit 9 Presseartikeln - auf die Rolle der Familien-unternehmen für die Entwicklung der Region aufmerksam zu machen.

Die Beiträge (10 Redner) verdeutlichten auch, wie systematisch sich das Netzwerk aus Unternehmern und ihren Verbänden, der Politik und Verwaltungen, der Wissenschaft und Kultur weiter entwickelt und damit Impulse für die Gestaltung der Region gesetzt werden. 

Die 130 Teilnehmer (2011 = 125) vertieften in bilateralen Kontakten ebenso das gemeinsame Netzwerk. Sehr deutlich war der Zusammenhang vom Demografie und Innovations-fähigkeit. Es ging stets um ein notwendiges geistiges Klima, damit die durchaus vorhandenen Potentiale (beginnend beim Wissen der Stärken) zu einer fühlbaren, attraktiveren Oberlausitz führen.

Mit der Initiative „Karriere Oberlausitz“ (siehe auch Business-Frühstück am 29.06.2012) soll gemeinsam mit beiden Landkreisen ein Projekt geschaffen werden, um Gymnasiasten noch nachhaltiger mit den Oberlausitzer Unternehmen zu verbinden.

Es soll dabei auch eine Liste der Top50 Mittelständler entstehen, die die Wertschöpfung in die Oberlausitz holen und in hohem Maße dazu beitragen, den Wirtschaftskreislauf in der Region anzukurbeln. 

Als ein weiteres wichtiges Ergebnis kann gelten, noch ziel-führender ein strategische Marketing (Vortrag Frau Rita Löschke) einzusetzen. Dabei auch die vom BVMW-Oberlausitz entwickelten und mit den Kooperationspartnern ausgestalteten Marketing-Produkte (wie Theater-Sponsor, Oskar-Roesger-Preis-Sponsor) zur Imagebildung und Erhöhung des Bekanntheitsgrades als attraktiver Arbeitgeber einzubeziehen, hat vielfältige Synergien. 

Der Mittelstandstag ist schon immer ein Gemeinschaftswerk gewesen (z.B. mit dem UnternehmerBeirat und dem Politischen Beirat), diesmal gab es im Vorfeld mehrfach Kontakte mit den Landkreisen. Das soll 2013 noch breiter angelegt werden. 

Mein Traum wäre es, einmal einen Tag zu gestalten, an dem die Hauptentwicklungslinien des Wirtschaftsraumes Oberlausitz aufgezeigt werden, die Wirtschaft verdeutlicht welchen Beitrag sie dazu leistet und noch mehr Menschen sich zum Glücklich sein in ihrer Heimat mobilisieren.

Zunächst werden wir gemeinsam mit der IHK und der Kreishandwerkerschaft an der Verwirklichung unserer Idee arbeiten, die wir schon zum Teil in unseren gemeinsamen Vorschlag zur Präzisierung des Konzeptes der Bautzener Unternehmertage eingebracht haben.

Dieser angeforderte Vorschlag liegt seit Februar der BUT-Strategiegruppe vor, ohne eine konkrete Antwort. Leider hat sich wie angekündigt mit dem 12. Mittelstandtag das Zeitfenster geschlossen - schließlich muss es ja weiter gehen! 

Autor: Wilfried Rosenberg

Der 12. Mittelstandstag Oberlausitz

(14.05.2012)  Die wesentlichen Vorbereitungen sind abgeschlossen. Bevor Sie Ihre Einladung im Briefkasten haben informiere ich Sie hier zum Ablauf.

Ich bedanke mich bei den Sponsoren, die erneut die Möglichkeit schaffen eine solche Konferenz vorzubereiten und durchzuführen. 

Schon die vergangenen Vorbereitungswochen haben gezeigt, wie wichtig in der öffentlichen Wahrnehmung die Rolle der erfolgreichen Familienunternehmen ist. 

Sie zeichnen sich nicht nur durch Langfristigkeit des Denkens oder durch prägende Persönlichkeiten aus. Was sie vor allem gemeinsam haben, ist eine besonderen Familienstrategie. Das macht sie auch bodenständig und interessiert an der Regionalentwicklung.

Wege zu finden, wie diese Unternehmen noch Innovations-fähiger werden, zieht sich durch alle Vorträge. Die 8 Gastredner dokumentieren andererseits wie wir als BVMW-Oberlausitz unsere Zusammenarbeit mit Politik, Hochschulen, staatlichen Einrichtungen und Kammern ausgebaut haben.

Gleich am Start werden wir mit den beiden Landräten von Bautzen und Görlitz eine Podiumsdiskussion machen und auch dort verdeutlichen, wie wir gemeinsam Standortförderung realisieren können. Erstmals wird die IHK-Dresden mit dem Geschäftsführer Industrie und Außenwirtschaft Wolfram Schnelle einen Vortrag halten. 

Melden auch Sie sich zum 12. Mittelstandstag Oberlausitz an, um sich mit anderen Persönlichkeiten zu treffen, gute Informationen zu erhalten und gemeinsam für Interesse der Unternehmer einzustehen.

Lobbyarbeit für den Mittelstand 

(02.04.2012) Es ist für uns nicht leicht zu aktuellen, besonders regionalen Themen, die ja auch in den Teilgebieten der Region sich noch sehr differenziert stellen, Position zu beziehen.

Mancher „Dialog“ sollte auch nicht unbedingt über die Öffentlichkeit laufen. Oft sind die Themen auch so komplex und nicht einfach in einer Pressemitteilung darstellbar. Eines ist aber wichtig, Ihre Mitwirkung! Dabei geht es uns zunächst immer um Meinungsbildung. Nicht jede individuelle Meinung (Interessenslage) ist auch die des anderen Unternehmers. Wir bündeln, komprimieren und transportieren die Themen. Kritik üben ist die eine Sache, konstruktive Vorschläge die andere. Das Bohren von dicken Brettern ist es aber immer!

Das Thema Mindestlohn ist ein Dauerbrenner. Wenn da auch bei regionalen Politikern zur Mode wird ein altes Prinzip der sozialen Marktwirtschaft aufzukündigen und die sich in die Lohnfindung der einzelnen Unternehmen einmischen, weisen wir das deutlich zurück.

Wir positionieren uns seit Jahren für wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen, dazu gehören auch die Realisierung von Kooperationen mit Studienakademie, Theater u.a..

Der Bau der Westtangente Bautzen ist heute noch den Gegnern ein Dorn im Auge, die alle Gelegenheiten nutzen um uns die Worte im Munde rumzudrehen: Wir reagieren - ein Beispiel folgt. Oder: Wenn der IHK-Geschäftsstellenleiter von Görlitz einen längeren Artikel unter der Überschrift „Wollen wir in einem erstarten Museum leben?“ verfasst, der nicht gerade Mut macht, dann reagieren wir. Wie, das sollen die folgenden Beispiele zeigen.

Unverrückbares Ziel: Südumfahrung schnellstmöglich bauen! Die Südumfahrung Bautzen muss so schnell wie möglich gebaut werden! Diese Forderung erhebt BVMW-Oberlausitz seit nunmehr 9 Jahren! 2003 forderten wir neben dem Bau der Südumfahrung auch den Bau der Westtangente (als 1. Priorität) Bautzen und der S119 Bautzen-Neukirch. Während die S119 fertig und die Westtangente im Bau ist verbleibt noch ein wichtiges Ziel: der Bau der Südumfahrung.

Doch immer noch wird versucht die Westtangente gegen die Südumfahrung auszuspielen. Dies zeigt leider selbst nach vielen Jahren das mangelnde Wissen um die unterschiedlichen Funktionen der Westtangente und der Südumfahrung. 

Die Westtangente Bautzen lenkt den Verkehr in der Stadt, die Südumfahrung lenkt den Verkehr um die Stadt. Während die Westtangente für die Bürger der Stadt Bautzen wichtig ist, ist die Südumfahrung für die Anbindung des Oberlandes von sehr hoher Bedeutung.

Für uns war seit 1998 klar, die Südumfahrung von Autobahn Salzenforst bis Ebendörfel ist das Ziel, der 3. Bauabschnitt lediglich eine Idee. Deshalb kann sich auch keine Ernüchterung breitmachen, wie das Herr Jörg Krenz meint. Ja, die Westtangente entlastet die Innenstadt von Bautzen, aber in dem Maße, dass Platz für die wird, die dahin wollen; und wir wollen doch, dass noch mehr Touristen in die Stadt kommen, oder nicht?

Görlitz muss aufhören sich weh zu tun!

Bautzen: Als jemand der sehr viel bei Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Kultur in der Oberlausitz zwischen Zittau und Hoyerswerda, Görlitz und Bautzen unterwegs ist und eher aus der Ebene der Region auf die Städte und Gemeinden blickt, kann ich nur empfehlen: Görlitz (namentlich die Verantwortungsträger) muss endlich aufhören sich weh zu tun!

Es gibt genügend Menschen um Görlitz herum, auch aus Bautzen, die mit Bewunderung nach Görlitz schauen, oder einfach nur „Landskron“ trinken.

Görlitz muss endlich seinen mentalen Platz in der Oberlausitz, im Gefüge mit den anderen Städten einnehmen, um von der Gemeinschaft partizipieren zu können. An Wirtschaftskraft kann das größere Görlitz Bautzen nicht überholen!

In der Oberlausitz sitzen wir aber alle in einem Boot, weil kein Teilgebiet genügend kritische Masse zusammenbringt, um sprunghaft die wirtschaftliche Lage verändern zu können. Deshalb müssen verschiedene Städte, auch im Interesse kleinerer Gemeinden, sich bewusst als Leuchttürme für die Region verstehen; die untereinander in ständiger, sichtbarer Verbindung stehen und Ressourcen bündeln.

Görlitz ist ein solcher Leuchtturm, der aber die richtigen Signale aussenden muss.

Bitte keine Luftschlösser: Wirtschaftliches Wachstum kann eine Kommune nicht anregen – erst recht nicht, wenn sie selber kein Geld hat. Rahmenbedingungen beeinflussen, ja, aber die sind höchst selten hinreichende Bedingung für wirtschaftliches Wachstum der Unternehmen. Sie dienen oft nur als Blitzableiter für wahre Ursachen.

Mit der Illusion, dass Neuansiedlungen es richten können sollte Schluss gemacht werden. Wenn der Standort interessant ist, kommen neue Unternehmen dazu!

Die ganze Kraft deshalb auf die Entwicklung und Bekanntheit der bestehenden Mittelständler konzentrieren, auf die stolz sein können und diese auch durch die Bürgerschaft würdigen. 

Fazit: Görlitz ist kein erstarrtes Museum, auch nicht auf dem Weg dahin; erst recht nicht wenn Unternehmer sich noch mehr in Projekten zusammenfinden. Dazu braucht es aber vordergründig keine Politik, auch wenn die als Unterstützer dann auch gefragt ist!

Autor: Wilfried Rosenberg

Wenn sich der Mittelstand nicht wehrt, wird er weggekehrt!

(06.03.2012) So zeichnet Mittelstandspräsident Ohoven die Linie unserer Aktivitäten vor. 

Gerade in den letzten Monaten, in einer Zeit wo viele Unternehmen optimistische Bewertungen ihrer wirtschaft-lichen Lage abgeben, erwarten die Mitglieder von uns andererseits einen noch energischeren Kampf um die praktischen mittelständischen Interessen.

In der „Aktuell Februar“ hatte ich schon dargestellt, wie wir u.a. in Realisierung von Projekten einen hohen Vernetzungsgrad mit Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Kultur und Medien praktizieren und dabei immer in erster Linie von den Interessen der Unternehmer ausgehen.  Als Stimme und Netzwerk des unternehmerischen Mittelstandes verfolgen wir ganz klar das Ziel den Wirtschaftsraum Oberlausitz immer attraktiver zu machen und wir wissen natürlich, welche Bedeutung jene Unternehmer dabei haben, die die Wertschöpfung erst in die Region holen.

„Nur wer seinen Visionen vertraut, kann die Wirklichkeit verändern“, so war es auch in der Einladung zum 60. Geburtstag von Ulrich Käppler zu entnehmen. Da immer sehr widersprüchlichere Entwicklungen statt-finden, diese Widersprüche auch wichtige Triebkräfte der Entwicklung sind und die Gesellschaft wieder dabei ist eine neue Balance zu finden, ist es uns wichtig den Meinungs-bildungsprozess im Interesse der Unternehmer zu beeinflussen. Man kann dies auch Lobbyarbeit nennen.

Es geht um einen neuen Gesellschaftsvertrag, bei dem das verblasste Leitbild des ehrbaren Kaufmannes als ethisches Gerüst dienen kann. Die Grundzüge der Vertragstreue und des nachhaltigen, profitablen Wirtschaftens, auf die sich Kreditwürdigkeit aufbaut, sind ein kulturelles Gut. Dabei muss aus den Vergessen geholt werden, was Ehre ist! Ich beziehe mich hier im Besonderen auf Prof. Knut Löschke. 

Um die Meinungsbildung in diesem Sinne noch wirkungsvoller beeinflussen zu können, bedarf es einer größeren, gebündelten kritischen Masse: mehr Mitglieder, die von einem Ansatz gezielt handeln. In unserem Gebiet zwischen Hoyerswerda, Kamenz, Bautzen, Görlitz, Zittau, Bischofswerda muss uns deshalb ein Wachstum gelingen. 

Das kann gelingen, wenn wir es schaffen eine Empfehlungs-Unternehmer-Kultur zu etablieren, die letztlich dazu beiträgt die besseren Geschäfte machen zu können, weil nachhaltiger, ehrbarer gewirtschaftet werden kann. Wir hätten auch die Kraft nach dem Vorbild der Städtehanse, mit Städtebündnissen ein Zweckbündnis (Verantwortungsgemeinschaft) zu schaffen, was dem Wohlstand der oberlausitzer Unternehmen sichern hilft (Erinnerungen an den Sechs-Städtebund sind erlaubt). 

Können wir uns auf einen derartige Vision verständigen? 

Auch in diesem Sinne bereiten wir den 12. Mittelstandstag Oberlausitz am 05.06.2012 vor: "Die Innovationsfähigkeit der Familienunternehmen in der Oberlausitz sichern". Zukunft braucht Herkunft, Nachhaltigkeit! Wir brauchen als 1. Priorität ein Klima, was die „besten Köpfe“ zum Hierbleiben, zum Weitermachen (Ältere) und zum Zurückkommen, bzw. überhaupt Herkommen bewegt. 

Eine Willkommenskultur für die Besten nützt dann auch den Schwächsten! 

Die zunehmenden Eingriffe der Politik in die Märkte, die Kommunalisierung von Aufgaben ohne die nötige Finanzierung, die fortgesetzte Bürokratisierung und Ausschnüffelung wie mit einer Elektronischen Bilanz, die Unverhältnismäßigkeit der gewerkschaftlichen Lohn-forderungen usw. stehen dem gegenüber, was den Mittelständlern und ihren Mitarbeitern in der Oberlausitz nützt.

„Die Zukunft unserer Gesellschaft liegt im bürgerlichen Engagement. Der Grad dieses Engagements wird zum Lackmustest für die Zukunftsfähigkeit“ sagt Max Hollein, Museumsdirektor in Frankfurt/Main.

Wenn Joachim Gauck seinen ordnungspolitischen Grund-sätze mit Freiheit, Verantwortung und Selbstbestimmung beschreibt, entwickelt er diese weniger aus der Kenntnis der Wirtschaft, als vielmehr der Erfahrung der politischen Unfreiheit. Auch die „Ost-Unternehmer“ sollten das ihren west-deutschen Kollegen voraus haben und die Marktwirtschaft verteidigen, anstatt, wie es Gauck sagt "den Aufträgen ihrer neuen Herren, wie denen ihrer alten zu folgen".

Für uns in der Geschäftsstelle BVMW-Oberlausitz verlangt das sowohl auf die Trends zu reagieren, neue Formate und Projekte zu entwickeln, aber ebenso das individuelle Gespräch mit Einzelnen (Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten) zu führen, um die politische Stimme eines selbstbewussten Mittelstandes der Oberlausitz ertönen zu lassen, aber auch das Netzwerk zum individuellen Vorteil für alle Mitglieder weiterzuentwickeln.

Autor: Wilfried Rosenberg

Projekte als Teil der Interessenvertretung

02/2012 Da sich bekanntermaßen die Welt in einem hohen Tempo und in ungeahnter Komplexität entwickelt, stellt sich auch die Frage nach einer wirkungsvollem Interessenvertretung für den Mittelstand immer neu.

In den letzten Jahren haben wir den BVMW-Oberlausitz als Logistiker an der Schnittstelle zwischen Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Kunst etabliert. Mit Projekten wollen wir nachhaltig Entwicklungen beeinflussen, um damit auf die Interessen des Mittelstandes aufmerksam zu machen. Andererseits aber auch verdeutlich, dass es uns nicht ums „Meckern“ und Kritisieren geht, sondern wir uns als Unternehmer auch mit Aktivitäten in die Pflicht nehmen lassen, ohne das wir vereinnahmt werden. 

Das erfolgt durch viele Positionierungen, wie z.B. zur Verkehrsinfrastruktur, Lauencenter-Bau, Bautzener Unternehmertage, Unternehmerbefragungen. Das erfolgt durch die Teilnahme an regelmäßigen Arbeits-beratungen wie z.B. Verbundinitiative Bahntechnik Sachsen, Messe Kamenz, Seenlandmesse Hoyerswerda, Gewerbe-runde Bautzen, Arbeitgeberzusammenschlüsse, oder auch zu gezielten Einladungen von Parteien.

Die Arbeit mit dem Politischen Beirat ist ein regelmäßiger, auch individueller Dialog mit den Mitgliedern von Bundes– und Landtag. Die SIGs (Spezial-Interessen-Gruppen), wozu auch der Unternehmer– und der Seniorenbeirat gehören, oder z.B. „Stausee Bautzen“ und „Gesund & Vital“ bearbeiten regelmäßig Themen der Interessenvertretung.

In der Zwischenzeit erreichen wir auch eine immer größere Durchsetzungskraft durch die regelmäßige Abstimmung mit IHK und Kreishandwerkerschaft. Mit Projekten sind aber noch andere Herausforderungen und Chancen verbunden. "Die ganze Welt ist Bühne" mit dem Theater Bautzen: hier nehmen wir mit 11 Unterprojekten konkreten Einfluss auf den Erhalt weicher Standortfaktoren.

„Auf den Spure Oskar-Roesger“ mit dem Museum Bautzen - jetzt mit der Verleihung des Oskar-Roesger-Preises; würdigen wir gemeinsam mit der Stadt Bautzen Personen mit einem unternehmerischen Engagement für Kultur, machen aufmerksam: Mittelstand ist nicht Ausbeuter, wir wollen zur Entwicklung der Region beitragen.

„Bildungsbündnis Mittelstand - Wissen schafft Vorsprung“; als Kooperation mit der Staatlichen Studienakademie, aus der auch die „Mittelstands-akademie Oberlausitz“ hervorgegangen ist und damit nicht nur der Bildungsstandort gestärkt wird, sondern immer auch Impulse für den Innovationstransfer gegeben werden sollen und das Verhältnis des Netzwerkes der Praxispartner eine Weiterentwicklung erfährt.

"Karriere Mittelstand Oberlausitz" befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Gemeinsam mit der Sächsischen Bildungsagentur sollen Aktivitäten zur Sicherung des akademischen Nachwuchses erfolgen.

Überall geht es um die gebündelten Interessen des Mittelstandes. Nur über aktive Mitarbeit der Unternehmen können diese verwirklicht werden. Mit der Bearbeitung der Projekte erhalten wir immer neue Erkenntnisse, können auf die Partner und die für sie geltenden politischen Rahmen-bedingungen Einfluss nehmen und verbessern so die Potentiale für den Mittelstand. 

Das ist ein langer Weg! Das ist auch für manchen Unternehmer, der sich selbstverständlich auf sein Unternehmen konzentriert gar nicht so schnell als Lobby-arbeit zu erkennen.

Die Unternehmen die sich beteiligen haben daraus vielfältigen Nutzen, den jeder für sich auch anders bewertet; was es uns nicht leichter macht. Eines ist aber klar: Wir als Geschäftsstelle, als Netzwerk-knoten entwickeln die Projekte und Aktivitäten immer aus dem was die Unternehmen uns für Impulse geben. 

Es liegt demnach auch an der Frage, wie die einzelnen Unternehmen ihre Interessen artikulieren (können). Das wird immer wichtiger, weil politische Entscheidungen auf allen Ebenen immer mehr in die Märkte eingreifen. 

Das ist bei der noch bevorstehenden Energiewende genauso wie Entscheidungen ob ein Einkaufs-Center (in Bautzen und Görlitz) gebaut werden oder wie viel Geld und welche Strukturen in Bereich Bildung oder Theater zur Verfügung stehen.

„Wenn der Mittelstand sich nicht wehrt, wird er weg-gekehrt“ - sagt Präsident Ohoven. 

Je besser es uns gelingt, uns als thematische Verantwortungsgemeinschaft aufzustellen, d.h. einen hohen Vernetzungsgrad mit Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Kultur und Medien zu organisieren, je besser können wir nicht nur mittelständische Interessen transportieren, sondern auch eine größere Planungssicherheit erreichen.

In dem wir besser wissen woran wir sind, kann auch strategisch wirtschaftlich durch den einzelnen Unternehmer entschieden werden.

Autor: Wilfried Rosenberg

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