Für unsere Interessen kämpfen!

06.12.13 Der Chefredakteur der „Basler Zeitung“ Markus Somm charakterisierte die Lage in Deutschland so: „Bürgerlich gewählt - sozialdemokratische Regierung bekommen!“ Und stellt fest: „Wir erleben die Refeudalisierung der Politik“ und schlussfolgerte: „Solange die einzige Macht, die neben dem Staat über Geld verfügt, die private Wirtschaft, sich nicht wehrt, wird sich im Westen die Lage nicht mehr aufhellen Unsere Demokratie ist im Begriff zu scheitern!“

Ist das überzogen? Auf jeden Fall ist die Tendenz so! Es ist zu hoffen, das der Koalitionsvertrag eine derzeitige populistische Absichtserklärung ist und der Bundestag Punkt für Punkt so handelt, das die Wettbewerbsfähigkeit auch der Oberlausitz nicht größeren Schaden nimmt. Aber wenn das so kommt, werden Unternehmer auch die nötigen Schlussfolgerungen ziehen. 

Die erreichte Solidität und Handlungsfähigkeit der Firmen ist insgesamt besser als je zuvor, die Frage ist, welche Strategien eingeschlagen werden um den Optimismus nicht zu verlieren. Es geht schon lange nicht mehr um Mindestlöhne, die Politik und die Gewerkschaften haben sich davon verabschiedet möglichst viele Menschen in Arbeit zu bringen.

Auch Unternehmer sind gut beraten noch konsequenter an ihren Gewinn und im Verhältnis weniger Arbeitsplätze zu denken: mehr rationalisieren, noch viel kooperativer und gemeinsam innovativer werden! Auf sichere Arbeitsplätze für gut Qualifizierte kommt es an, das ist die Herausforderung besonders in der Oberlausitz. Als BVMW-Oberlausitz haben wir als die stärkste parteipolitisch unabhängige, branchenübergreifende oberlausitzweite Vereinigung des Mittelstandes, gute Voraussetzungen Nutzen zu stiften. 

In den letzten Monaten investierten wir sehr viel Kraft in die Konzipierung von 2 Initiativen, die 2014 zur Entfaltung gebracht werden sollen:

MiTag - Die Netzwerkstatt der Netzwerke als Wirtschaftsinitiative verstehen, als Treffpunkt wichtiger Entscheider. Eine große kooperative Kraft, die neue Impulse für die Wettbewerbsfähigkeit der Region geben kann. Der MiTag ist der Jahreshöhepunkt, das Brennglas, aber im Verlaufe des Jahres werden Einzelthemen in Workshops behandelt. Freilich stehen wir da erst am Anfang. Wirtschaftsförderung muss neu gedacht werden! Es geht um neue Geschäftsmodelle, um Generationenmanagement und Marketing.

Karriere Oberlausitz - Die Verbesserung des Personal-Ressourcen-Managements, um Gymnasiasten aus mehreren Gymnasien, Studenten aus mehreren Hochschulen mit mehreren Unternehmen zu vernetzen.

Von der gemeinsamen Stärke, werden alle beteiligten Partner ihren Nutzen haben. Die Zusammenarbeit mit Arbeitsagentur, Sächsischer Bildungsagentur und den Koordinierungsstellen der Landkreise sichert eine hohe Abgestimmtheit.

Die Initiativen „Die ganze Welt ist Bühne“, Oskar-Roesger-Preis, Betriebliches Gesundheitsmanagement und natürlich die Mitgliedergewinnung, werden auch 2014 weiter intensiviert.  Nach der Bundestagswahl, stehen jetzt am 25.05.2014 die Kommunalwahlen und Ende August (31.08.) wohl die Landtagswahl im Kalender.

Da darf sich kein Unternehmer heraushalten. Wie oft bin ich unterwegs, um im Interesse einzelner Unternehmer bürokratische Hürden mit aus dem Weg zu räumen? Wie oft werde ich angesprochen, weil Unternehmer sich von „ihren“ Verwaltungen nicht ernst genommen fühlen, Anfragen keine Antworten finden. 

Zu viele Stadtverwaltungen scheinen keine Visionen (mehr) zu haben, wie ihre Städte entwickelt werden sollen.

Besonders trifft das auf die wirtschaftlich verhältnismäßig gut da stehende Stadt Bautzen zu. Jetzt wird so getan, als ob Investitionen der vergangenen Jahre wegen der (neuerdings) anfallenden Abschreibungen heute eine Streichliste erfordern. Eine Idee zu entwickeln, wie die Einnahmen durch die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Gesamtheit der Unternehmen sich verbessern können, wird gar nicht erst in Betracht gezogen.

Offensichtlich wird es Zeit, das Kommunalwahlen kommen auch sich hier Unternehmer engagieren, zumindest „ihre“ Vertreter in die Stadträte und Kreistage wählen. Es gibt keinen Grund die Lage schlechter darzustellen, wie sie ist. Angesichts der Herausforderungen gilt es aber auch neue Anstrengungen zu unternehmen. Es ist ein großer Erfolg gewesen, die „Westtangente“ B6/96 um Bautzen, oder die B178 nach Zittau zu erkämpfen. Das war 2001/2003! Im Dezember 2013 geht die Westtangente und der Abschnitt Umfahrung Herrnhut B178 unter Verkehr.

Der UnternehmerBeirat wird nächstens das Konzept der Arbeit des BVMW-Oberlausitz beraten und dabei auch Bilanz ziehen.  Unser hoher Vernetzungsgrad wird auch an den Zahlen (Januar-November 2013) deutlich. 40 eigene Veranstaltungen mit 1.076 Teilnehmern, die aktive Beteiligung an 41 weiteren mit 1505 Teilnehmer und die 63 Presseveröffentlichungen zeigen die BVMW-Präsenz in der Region. 6450 Besucher auf www.mittelstand-oberlausitz.com und 1.800 auf www.mi-tag.de potenzieren die Reichweiten. 

Die Geschäftsstelle Bautzen realisierte 1.695 Kontakte zu Unternehmen, 260 zu Politikern und Verwaltungen. Das zeigt wie intensiv wir mit der Stimmung in der Region verbunden sind. Immer wieder stellen wir uns die Frage, wie es gelingt einen größeren Nutzen damit zu stiften, vor allem bei denen die sich aktiv einbringen. Bis Ende des Jahres wird unser Konzept 2014 stehen, wenn Sie dazu Vorschläge, oder auch Kritiken haben, nehmen wir die gerne auf. 

Zum Jahreswechsel ist dann etwas Zeit Luft zu holen, an die Familie zu denken. Für den Start ins Neue Jahr 2014 viel Erfolg!

Autor: Wilfried Rosenberg

Schrumpfen - Mindestlohn - Feindbilder -- Die Oberlausitz wird 2030 eine bessere sein, wenn jeder Einzelne sich darum müht! 

11/2013 Die Sächsische Zeitung titelte am 22.10.13 „Mindestlohn würde im Osten jedem Vierten helfen“. Und am gleichem Tage „Die Lausitz schrumpft bis 2030“, im Bezug auf eine ifo-Studie. Der Ausblick wird dann am 25.10.13 in einem Kommentar gegeben: „Ein großes Hauen und Stechen“ wird kommen. Allen 3 Ansätzen ist innewohnend, dass die Lösung in zentralistischen Festlegungen liegen könnte. 

So gut wie es „Die Lausitz“ gar nicht gibt und der regionale Wirtschaftskreislauf in der Oberlausitz gerade im Zusammenwirken mit der wachsenden Metropole Dresden neue Impulse erhält, hat Schrumpfen seine Chance gerade darin, sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren zu müssen, zu kooperieren und kommunale Zentren so zu entwickeln, dass genügend Potentiale für ein lebenswertes Dasein vorhanden sind.

Da die Menschen, wie die Unternehmen sehr unterschiedlich sind, würde die Ausschaltung des Wettbewerbes gerade diese Chancen verbauen. Natürlich ist das ein anstrengender Prozess für Unternehmen, für Politiker, für die Journalisten und alle Anderen, Verbände eingeschlossen. Aber er ist lohnenswert.

Nur so finden wir, jeder Einzelne, Sinn und Glück: Selbstverwirklichung! Diese Oberlausitz wird immer bunter und selbstbewusster. Auch die ifo-Studie bestätigt erhebliche Vielfalt und gewachsene Zukunftspotentiale, auch wenn Prof. Ragnitz natürlich die Region nur holzschnitzartig und aus einer unscharfen Statistik beurteilen kann und die Rolle der Industrie nicht einseitig herausgehoben werden sollte.

Innovationen finden gerade in vielen sehr kleinen Unternehmen, inkl. der Kreativwirtschaft statt. Dort ist der Wachstumswille am stärksten ausgeprägt, genauso wie in den Familienunternehmen, weil es meistens um Alles oder Nichts geht. Jetzt auch in einer Zeit, wo immer mehr Nachfolgen anstehen. Die brauchen Unterstützung! 

Denen helfen aber gerade nicht mehr monopolisierte zentralistische Bestimmungen. Die brauchen Entfaltungsspielraum! Bündeln für die Erreichung von Visionen und Zielen ja, aber immer die Vielfalt bewahrend. Durchregieren, wie beim einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn, macht die Vielfalt kaputt. Vielfalt ist ein Reichtum, den Reichtum der Unterschiede eingeschlossen, der uns in der Oberlausitz vor zu großen konjunkturellen Einbrüchen auch in den letzten Jahren bewahrt hat. 

So wird aus Herkunft auch Zukunft und Zuversicht. Bei dem was von den Verhandlungen der Großen Koalition in der Öffentlichkeit diskutiert wird, scheint es mir gar nicht um die wirklich wichtigen Reformen zu gehen, sondern besonders um ideologisch verortete Feindbilder.

Da sind die Unternehmer, die sowieso die Reichen sind, wie auch die Banker, die gezügelt werden müssen, um noch mehr über das Bürokratiemonster Staat kostenintensiv umzuverteilen.Völlig vergessen scheint, dass sozialer Fortschritt untrennbar mit wachsender Mündigkeit der Bürger verbunden ist. Von jedem Unternehmer wird das zunehmend gefordert, wenn er noch die nötigen Fachkräfte haben will.

Beim Staat scheint das keine Rolle zu spielen. Beobachten wir was bei den Verhandlungen am Ende als Gesamtkonzept herauskommt. Suchen wir Trost bei Schiller: „Was ist Mehrheit? Die Mehrheit ist Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen, man muss die Stimmen wägen, nicht zählen!“ D.h. auch gezielt unseren Verstand gegen die Mehrheiten zu bündeln und so einzusetzen, dass die Unternehmer nicht selber Schaden nehmen. 

Arbeitsplatzabbau kann auch ein Mittel sein, sein Risiko zu minimieren. Prof. Georg Milbradt konnte in der Sächsischen Zeitung am 28.10.13 sehr deutlich darstellen, welche fatalen Folgen der Mindestlohn gerade im Osten hat. Dem ist nichts hinzuzufügen. Als stärkste branchenübergreifende parteipolitisch neutrale Interessenvertretung in der Oberlausitz erscheint es mir geboten auch deshalb wieder deutlicher die Stimme erheben zu müssen, weil sowohl im Bundestag überhaupt, aber z.B. auch in der CDU der Wirtschaftsflügel immer schwächer wird.

Die Arbeit des UnternehmerBeirates in diese Richtung wird von mir angestrebt. Wer Interesse hat daran mitzuwirken, soll das deutlich bekunden. Es geht dabei nicht nur um Bundesthemen, am 25.05.14 sind Kommunalwahlen und voraussichtlich am 31.08.14 Landtagswahlen in Sachsen.

Der Mittelstand darf nicht unter die Räder kommen, dann wird es auch der Oberlausitz immer besser gehen. 

Autor: Wilfried Rosenberg

Nach dem MiTag ist vor dem MiTag - so wie bei der Bundestagswahl

07.10.13 Die Bautzener Unternehmertage sind reformiert, das neue Veranstaltungskonzept des MiTag hat funktioniert, der Start, das Loslaufen ist gelungen.

Verglichen mit den Mittelstandstagen seit 2001 war es der teilnehmerstärkste (269), der inhaltsreichste (16 Vorträge) und der mit den meisten Unternehmenspräsentationen (46). Noch nie waren so viele Partner (29) in die Vorbereitung der „Netzwerkstatt der Netzwerke“ beteiligt.

Das neue Veranstaltungsdesign ist angekommen. Das Hauptziel für 2013 ist voll erreicht: der BUT (der letzten Jahre) eine neue Zukunft mit Unternehmerempfang, MiTag und Berufemarkt zu geben. Wir haben dem Willen der Unternehmerschaft entsprochen und es gemeinsam geschafft, etwas Neues auf vorhandenem zu entwickeln. Das war kein leichter, aber ein innovativer Prozess!

Gemessen an den neuen Potentialen ist ein wirksames, nachhaltiges Instrument des gemeinsamen Standortmarketings entstanden. Dadurch werden auch die Bürger immer mehr erkennen: Mein Unternehmen engagiert sich für bessere Rahmenbedingungen in der Region, es lohnt sich hier mitzumachen.

Worin sehe ich die Potentiale:

 

  • Die klare Ausrichtung auf die Unternehmer-Interessen. 
  • Unternehmer gestalten den MiTag, sie teilen Wissen und Erfahrungen und tragen zur Aktivierung ihre Ertrages bei.

 

Die klare Abgrenzung der Verantwortlichkeiten bei der Realisierung der einzelnen Module der BUT, z. B. beim MiTag, bei gleichzeitiger Einbeziehung vieler interessierter Partner mit bestimmten Kompetenzen. Auch wenn beim BVMW-Oberlausitz die Federführung ist, ist es keine BVMW-Veranstaltung. Dafür steht der BUT-Arbeitskreis, wie der Programmbeirat. 

Der Radius der Ausstrahlung des MiTag wurde mit dem Neustart ausgeweitet und versteht sich als Mittelstandstag der Region Dresden/Oberlausitz, deshalb auch das neue Kürzel „MiTag“, weil es zur Erreichung von größeren Wirkungen notwendig ist Kleingeist zu überwinden und mehr Wertschöpfungspotentiale zur Bündelung bestimmter Kompetenzen zu erschließen.

Zu diesem Jahreshöhepunkt treffen sich zum Unternehmerempfang und zum MiTag wichtige Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur, und tauschen in Vorträgen, Workshops, auf verschiedenen Marktplätzen und persönlichen Gesprächen ihre Meinungen aus, um dem regionalen Wirtschaftskreislauf neue Impulse zu verleihen, aber auch immer wieder neuen Optimismus zu schöpfen.

Zusammengefasst: Der tiefe Sinn liegt in der Entwicklung von Kooperationen, deshalb hat der MiTag den Untertitel "Netzwerkstatt der Netzwerke".

Kooperation bedeutet freiwillige gegenseitige Hilfe, bedeutet den regionalen Wirtschaftskreislauf stärker zu befördern, weil es Ressourcen schont und der Standortvorteil (Lohnkosten) bald nicht mehr beim „Export“ in die alten Bundesländer anwendbar ist. In einer Region, wo sich die meisten Menschen Fremde sind, braucht es Mechanismen die das Prinzip der Kooperation fortwährend stabilisieren. Wesentlich ist dabei der regelmäßige Austausch von Informationen und Leistungen, damit verbunden der Geldkreislauf.

Transparenz, Fairness und Prinzipientreue in der Kooperation und nach außen gewinnen dabei an Bedeutung. So kontrollieren wir uns gegenseitig, so entwickelt sich der jeweilige Ruf der Person / des Unternehmens freiwillig zu helfen, zum gegenseitigen Vorteil. Wer sich nicht als kooperationsfähig, trotz wachsendem Wettbewerbsdruck erweist, wird aussortiert; wird zu den Verlierern gehören. Der MiTag (wie die BUT überhaupt) ist Ausdruck des Mitgestaltungswillens. So gesehen auch als ein Prozess zu verstehen, bei dem der MiTag selbst lediglich der notwendige Höhepunkt ist.

Wie geht es jetzt weiter?

Im Oktober erfolgen im BUT-Arbeitskreis und dem Programmbeirat weitere Auswertungen und Weichenstellungen. Bis zum Jahresempfang des Mittelstands am 24.01.14 soll das Konzept für 2014 stehen, damit es nach den jetzigen Planungen vom 17.-19.09.13 die nächsten BUT gibt.

Zunächst sehen wir auf MUT - den Mittelständischen Unternehmertag des BVMW in Leipzig am 10.10.13 und dann auf der Dresdner Weitsicht am 16./17.10.13. Wir kooperieren mit diesen beiden Veranstaltungen im Interesse auch der weiteren Profilierung des MiTag und leisten so unseren Beitrag zur Gestaltung dieser Republik.

Und was erwarte ich von Berlin?

Wir erwarten Respekt gegenüber der Wahlentscheidung und kein Parteien-geschacher! Wir brauchen schnell eine handlungsfähige Regierung, die in der Lage ist die angestauten Entscheidungen insbesondere im Interesse „des Motors Mittelstand“, wie auch Politiker immer wieder feststellen, zu treffen.

Wir finden es gut, dass Sachsens Ministerpräsident Tillich im Rahmen der Koalitionsgespräche die sächsische Sicht mit einbringt. Und dass es der Bundes-FDP, wie den Grünen in erfolgreichen Läuterungsprozessen gelingt herauszufinden, was Mittelstand in Deutschland braucht.

Keine Steuererhöhungen und flächendeckend verordnete Mindestlöhne für den Mittelstand!

Stabile Verhältnisse, um Planungs-, d.h. Investitionssicherheit zu bekommen und keine Überraschungen im Vorfeld der sächsischen Landtagswahl 2014.

Autor: Wilfried Rosenberg

MiTag - Mittelstandstag Oberlausitz

(09.09.2013) Meine sehr geehrten Mittelständler und Freunde des Mittelstandes, zwei Höhepunkte in der 38. KW. werden wesentlich darüber bestimmen, auf welchen Themen wir unsere Arbeit als BVMW-Oberlausitz zukünftig ausrichten:

Die Bundestagswahl am 22.09.13 und zuvor der neu konzipierte MiTag am 19.09.13. Beides beschäftigt uns seit Wochen und zu beiden Terminen sind Unternehmer der Region gefordert Positionen zu beziehen und der Stimme des Mittelstandes Geltung zu verschaffen.

Sie meinen ein solcher Vergleich sei vermessen? Es ist immer nur ein kleines Stück, was jeder bewegen kann, aber je mehr sich für eine bestimmte Richtung entscheiden, desto wirkungsvoller ist sie. Das ist bei der Bundestagswahl nicht anders, wie beim MiTag - dem Mittelstandstag.

Der Mitgestaltungswille in einer besonders wirkungsvollen Form drückt sich nicht in Worten, sondern in gemeinsamen Aktivitäten, in konkreten Projekten und Initiativen, wie dem MiTag aus!

Es wird Zeit das der Mittelstand Flagge zeigt, auch in einer sich veränderten Welt. Kommen Sie zum MiTag und bauen in einem Zukunftsvertrauen mit an der Wahrscheinlichkeit des Gelingens.

Sie sind über das Programm, die Akteure usw. in den letzten Wochen durch uns umfassend informiert worden. Viele haben sich schon langfristig eingebracht! Dafür mein herzliches Dankeschön! Wir begehen am 19.09.2013 die Wiedergeburt des Sinnes der Unternehmertage in Bautzen, zum Wohle der Unternehmen und der Region. 

Damals mit dem Elan der Nachwendezeit, heute leider abgebremster, aber erfahrener, abwägender und in einer Zeit, wo sich so mancher Unternehmer, aber auch Politiker täglich neu motivieren muss. Vor 2 Jahren haben wir uns als BVMW, IHK und Kreishandwerkerschaft auf den weg gemacht - getragen von den Positionen vieler Unternehmer - die BUT „zu reformieren“.

Ob das gelungen ist entscheiden ganz wesentlich die Teilnehmer. Sie geben mit Ihrer Teilnahme und Mitgestaltung dem Mittelstand eine Stimme! Natürlich entscheidet das Programm für den Tag welchen konkreten Nutzen jeder einzelne Unternehmer für sich daraus ziehen kann. Natürlich ist das ganz verschieden. Aber Mittelstand ist etwas, was zum eigenen Nutzen Gesellschaft mitgestaltet. Heute brauchen wir im Interesse einer hoch motivierten Mitarbeiterschaft Unternehmen die ein hohes Image haben, wo die Bürger erkennen: mein Unternehmer engagiert sich auch für die Rahmenbedingungen.

Der MiTag versteht sich nicht nur als ein großer Treffpunkt der Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kultur u.a. Bereichen, wir haben ihn auch als eine Bewegung, eine „Netzwerkstatt der Netzwerke“ konzipiert.

Der MiTag - eine Konferenz mit begleitender Unternehmenspräsentationen - ist zwar der Höhepunkt, der Ausdruck der gebündelten Kraft, aber er ist ein Prozess des Wachsens. Das Programm ist Mittel zum Zweck, aber der Sinn liegt tiefer: Kooperationen entwickeln, die den einzelnen Unternehmen Wachstum bringen und dabei den dringend notwendigen Wirtschaftskreislauf in der Region Dresden/Oberlausitz ankurbeln. 

Der Globalisierung fehlt ohne Regionalisierung die Wurzel! Das wird spätestens beim Thema Fachkräfte deutlich. So ist der MiTag Ausdruck des Mitgestaltungswillens der Beziehungen untereinander: Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler….

Wir stehen mit der Gestaltung des MiTag auch erst am Anfang. Ich will an dieser Stelle nicht darauf eingehen, wo ich Handlungsbedarf sehe und wie viel Zurückhaltung auch in Unternehmerkreisen praktiziert wird. Oft geschuldet, weil Politik immer weniger Verständnis für den Mittelständler, dem eigentlichem Leistungsträger entgegen bringt.

Wenn Politik das Primat haben soll, heißt das auch, die Gesellschaft, das Land, die Kommune zu führen. Wenn das für den Unternehmer heißt, Mitarbeiter erfolgreich zu machen, dann heißt das für den Bürgermeister, Landrat, Ministerpräsidenten, oder Kanzler dieser BRD das Gebiet erfolgreich zu entwickeln.

Womit sich der Kreis zu den Wahlen, zunächst den Bundestagswahlen schließt. Es geht um einen Lagerwahlkampf: Wer stärkt die Leistungsträger, die mittelständischen Unternehmen und wer will sie zum Esel machen, der den Karren aus dem Dreck zieht?

Kommen Sie jetzt aus der gesamten Region Dresden/Oberlausitz zum MiTag am 19.09.13 und animieren Sie andere Unternehmer teilzunehmen.

Zeigen Sie das der Mittelstand für Wachstum bereit ist und neue, bessere Arbeitsplätze schaffen will, damit es vielen besser geht!

Autor: Wilfried Rosenberg

MiTag - Mittelstandstag Oberlausitz

(05.07.2013) Warum sollten Sie am 19.09.2013 dabei sein?

Das neue Layout verdeutlicht eine völlig neue Plattform, von Unternehmen für Unternehmen organisiert. Wir realisieren damit eine Forderung von sehr vielen Unternehmen. Gestalten wir gemeinsam diesen Tag der Wirtschaft!

Die Zielgruppe ist für alle Unternehmer interessant: Entscheider aus der Wirtschaft, der Politik, staatlichen und kommunalen Betrieben, der Wissenschaft, der Bildung, der Medien und der staatlichen Einrichtungen aus der Wirtschaftsregion Oberlausitz und Dresden.

Man trifft sich um Kontakte zu erneuern, Wissen aufzunehmen, Erfahrungen branchenübergreifend auszutauschen und sich zu präsentieren: Eine Netzwerkstatt!

Diese Konferenz versteht sich als Höhepunkt, aber die diskutierten Themen werden vom Programmbeirat aufgegriffen und zielführend in den verschiedenen Veranstaltungen der Initiatoren, sowie SIG-Expertenteams weiterbehandelt. Dafür steht der BVMW-Oberlausitz als größte Interessensvertretung des Mittelstandes, der die Hauptverantwortung für dieses Event hat.

Die Präsentationen insbesondere auf www.Mi-Tag.de sind nicht einmalig, sie sollen die Wirtschaftskompetenzen der Wirtschaftsregion durch die konkreten Unternehmen abbilden. Diese Seiten werden als Kompetenzportal das ganze Jahr vermarktet, um Bürgern, Rückkehrern u.v.a.m. aufzuzeigen: die Region hat etwas zu bieten!

Wir treffen uns im Theater Bautzen und nutzen das komplette Haus, bis zu den Magazinen und Probebühnen, Theatergarten und Innenhof. Sie werden das Haus neu entdecken.

Das Programm nimmt Ihre Wünsche auf - Kontakten Sie uns! Bleiben Sie gespannt, was Sie für sich entdecken.

10.00 Uhr Einlass

11.00 Uhr Eröffnung / Vorträge im Saal

12.30 Uhr Kommunikations- & Präsentationspause

14.00 Uhr 4 parallele thematische Workshops

18.00 Uhr Ausklang

Sie können ohne Eintritt dabei sein, oder besser Sie nutzen die Gelegenheit sich auf unterschiedlichste Weise ab 30,00 € (netto) zu präsentieren und sind damit nicht nur auf www.Mi-Tag.de, sondern auch im Teilnehmerverzeichnis erkennbar. Mehr Informationen finden Sie dazu auf www.mi-tag.de/teilnehmer/anmelden/

Initiatoren und Sponsoren, sowie Aussteller sind die Träger der Veranstaltung. Sie sind zur Veranstaltung und auf www.Mi-Tag.de besonders hervorgehoben (mehr auf der Homepage, wo Sie unter „Sponsoren“ bzw. „Aussteller“ eine Vielzahl von Möglichkeiten für sich entdecken).

Der MiTag ist ein Modul der Dachmarke „Bautzener Unternehmertage“ (www.bautzenerunternehmertage.de). Und weil der Unternehmerempfang sozusagen der politische Teil ist, wird der MiTag garantiert - auch wenn der 3 Tage vor der Bundestagswahl ist - vor allem Themen behandeln die Sie im unternehmerischen Alltag im Interesse Ihres konkreten Erfolges einsetzen können.

Hoher Nutzen entsteht durch Ihre aktive Teilnahme!

Ich stelle immer wieder fest, dass sich Netzwerke herausgebildet haben, die aber dann von den Anderen nicht viel wissen. Deshalb sind die verschiedensten unternehmerischen Vereinigungen angesprochen ihre Mitglieder aufzufordern zum MiTag zu kommen und auch als Gruppe aufzutreten.

Im Besonderen verweise ich auf die Ausstellungsgalerie (Präsentation für 300 € netto). Damit sind Sie auch schon zum Unternehmerempfang am 18.09.13 im Theater-Foyer präsent, können eine Suche-Biete-Funktion benutzen und alle können über einen QR-Code auf Ihre Webseite gelangen.

Sie liefern bestimmte Informationen, den Rest organisieren wir für Sie!

Autor: Wilfried Rosenberg

Antrieb-Mittelstand

03.06.13 Oder anders gefragt, was treibt den Mittelstand an? Ist es das „Anders-als-alle-Anderen+Besser“-Prinzip als strategische Positionierung. Auf jeden Fall braucht man die richtigen Informationen und Kontakte. Beides bekommen Sie von uns!

Am 25.06.13 startet ein besonderes Event, das gab es bereits in Hamburg, München (600 Teilnehmer) oder Oberhausen (700 Teilnehmer), nun auch in Dresden. Dieses Veranstaltungsformat ist deshalb so erfolgreich, weil starke Partner Informationen geben, die auch Ihr Unternehmen braucht, um in einer digitalen Welt Wachstum zu erzielen.

"Der Mittelstand ist Motor unserer Wirtschaft. Und die Digitalisierung ist der Turbo für diesen Motor" heißt es in der Einladung. (Wer diese nicht bekommen hat, kann diese bei uns anfordern.)

Das scheint ganz technisch zu sein, ist aber vor allem eine Herausforderung die gewohnten Beziehungen auszuweiten. Diese Netzwerkarbeit treibt die Marktwirtschaft in eine neue Phase. Individualisierung eröffnet Chancen gerade für Mittelständler, die eng zusammenarbeiten in klar bestimmten Netzwerken. 

Neue Geschäftsmodelle entstehen, die Anforderungen an eine logistische Denkweise wachsen in dieser neuen Unterstützungs-Wirtschaft. 

Der Dresdner Kongress hält dafür folgende Themenfelder bereit:

 

  • Zusammenarbeit durch Vernetzung optimieren
  • Kundenbeziehungen elektronisch pflegen
  • Online den Umsatz steigern
  • Digital die Organisation verbessern
  • Firmendaten optimal in der Cloud speichern

 

Heute wird es immer wichtiger etwas zu nutzen, ohne es zu besitzen. Geschäftsmodelle entstehen, die nach dem Prinzip: Zugriff ist wichtiger als Besitz, aufgebaut sind. So verliert Eigentum verhältnismäßig seine Bedeutung. Wie müssen sich Mittelständler entwickeln, deren Marktmacht wesentlich durch ihr Eigentum bestimmt ist? Aber warum soll ich etwas besitzen, wenn ich es jederzeit von anderen nutzen kann?

Die Digitalisierung ermöglicht eine Netzwerkgesellschaft, die (nach Strategieberater und Trendforscher Dan Tapscott) durch 5 Prinzipien charakterisiert ist: Zusammenarbeiten / Arbeitsteilung von der Suche der besten Problemlösung bis zur Produktion und zwar über den Tellerrand der Unternehmen (mit Kunden, Studenten, Künstlern…..)

Offenheit bei der Verbreitung von Informationen; nur wer gibt, wird auch etwas bekommen. Das aber bitte nicht verwechseln mit Transparenz und Gleichmacherei. Bereitschaft zum Teilen von in erster Linie geistigen Gütern; Auch hier geht es nicht um Firmengeheimnisse, sondern um Basisdaten, aus dem kluge Unternehmer neue Werte schöpfen können und die Gesellschaft als Ganzes partizipiert Integrität die kontrollierbar ist und nicht nur behauptet wird

Interdependenz, also die Einsicht, das alle in gewisser Weise von allen abhängen und wir uns, auch über die im Unternehmen, Politik, Wissenschaft, Kultur unterschiedlichen Herangehensweisen hinweg verständigen müssen um höhere Wertschöpfungen (auch jenseits des Geldes) zu erreichen.

Die höchste Wertschöpfung wird zukünftig dort erreicht, wo dem Kunden eine neue Art des Zugangs zu dem was er sich wünscht eröffnet wird. Es geht um Nutzungsmöglichkeiten, die besonders Mittelständler nur mit einer Reihe von Partnern realisieren können, die auch untereinander vertrauen.

Genau darauf kommt es mir an, wenn wir unsere Arbeit als BVMW-Oberlausitz entwickeln. Der von uns organisierte MiTag am 19.09.2013 soll eine Plattform dafür sein, die schon in der Vorbereitung und auch in der Auswertung die Zusammenarbeit im Wirtschaftsraum Dresden/Oberlausitz stärkt und Vertrauen aufbaut.

Nutzen auch Sie die Gelegenheit für vertrauensvolle Wertschöpfung im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit der Region, die letztlich auch Ihre Wertschöpfungsbasis ist.

Autor: Wilfried Rosenberg

Der Mittelstandstag Oberlausitz

06.05.13 Die beiden Verbrauchermessen der Region (Kamenz und Löbau) sind erfolgreich absolviert, jetzt tritt der Mittelstandstag in seine entscheidende Vorbereitungsphase.

An dieser Stelle habe ich schon seit längerer Zeit dargestellt, wie um das neue Konstrukt gerungen wurde. Viele Meinungen vor allem des industriellen Mittelstandes (der Wertschöpfer für die Region) sind dabei eingeflossen. Jetzt muss es gelingen die Meinungen in praktisches Handeln umzusetzen! 

Wir wollen neue Formen des konstruktiven und kooperativen Zusammenwirkens finden. Systeminnovationen über Branchengrenzen hinweg sind gefragt. Sie haben die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zur entscheidenden Voraussetzung. Netzwerke entstehen, wo Märkte sind. Märkte entstehen, wo Menschen mit-einander reden, verhandeln, Emotionen austauschen! Damit Sie sich überlegen können, wie Sie den Treffpunkt der Unternehmer für sich nutzen können, hier die Informationen dazu:

Der “Mittelstandstag Oberlausitz“ am 19.09.2013 ist eine Gemeinschaftsinitiative der Wirtschaft (BVMW, IHK, HWK) und der Landkreise Bautzen und Görlitz. Die Tradition der Unternehmertage in Bautzen (seit 1993) und des „Mittelstandstag Oberlausitz“ (seit 2001) werden in einem neuen Marktplatz des Mittelstandes der Wirtschaftsregion Dresden/Oberlausitz zusammengeführt. 

Der Mittelstandstag Oberlausitz ist eine branchenübergreifende Netzwerkstatt der Unternehmen der Region, die auch die Partner aus der Politik, Industrie, der staatlichen und kommunalen Betriebe, der Wissenschaft, der Bildung (Gymnasien), der Medien, der staatlichen Einrichtungen und der Kultur einbezieht. Diesen Treffpunkt wichtiger Entscheidungsträger der Region sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Alle sind aufgefordert die Angebote der Kommunikation, der Präsentation und Information im Interesse der eigenen Wertschöpfung zu nutzen. 

Alle sind aufgefordert diese Angebote mitzugestalten, um noch intensiver die Chancen des regionalen Wirtschaftskreislaufes auszuloten, die Netzwerkarbeit zu qualifizieren und Erfahrungen bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle auszutauschen. Bestehende Netzwerke sind aufgefordert diese Plattform zu nutzen, um mit anderen Netzwerken in Erfahrungsaustausch zu treten oder auch neue Partner zu gewinnen. Auch die Webseite (ab Anfang Juni) www.mittelstandstag-oberlausitz.de unterstützt Ihr Networking.

Der „Mittelstandstag Oberlausitz“ knüpft mit seinem Programm an den Unternehmerempfang des Vortages an und findet in allen nutzbaren Räumen des Großen Hauses des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters statt: Saal, Foyer, Hauptbühne, beide Probebühnen, Innenhof.

Die Themenschwerpunkte, mit denen Sie sich auch präsentieren können, richten sich nach den Wünschen der Unternehmer, die wir gern bis 30.06.2013 entgegen nehmen.

Parallel zu Vorträgen im Saal finden thematische Workshops/Seminare / Kooperationsbörsen und Unternehmenspräsentationen statt. Unterstützt durch die Theatergastronomie und andere Partner gibt es vielfältige Gelegenheiten zum individuellen Dialog. 

Sie haben folgende Gelegenheiten sich zu präsentieren:

 

  • als Mitinitiator (Hauptsponsor-Präsentation in den Veranstaltungen und nach besonderer Vereinbarung)
  • als Aussteller im Haus bzw. im Innenhof
  • im Rahmen von Vorträgen/Seminaren
  • mit Anzeigen im Mittelstandsjournal (Programmheft der Veranstaltung)
  • auf der Webseite des Mittelstandstages, die vielfältig verlinkt ist
  • als Multiplikator in dem Sie weitere Teilnehmer zum Mittelstandstag einladen

 

Organisation:

Der Programmbeirat wird aus den Initiatoren (mit den Hauptsponsoren) und dem BVMW-UnternehmerBeirat gebildet. Das OrgTeam steht unter der Leitung des BVMW-Oberlausitz; weiter gehören dazu

 

 

Autor: Wilfried Rosenberg

Lauencenter als Teil einer Zukunftsvision von Bautzen verstehen

08.04.13 Noch vor wenigen Wochen glaubten viele Unternehmer, auch die die um Bautzen herumliegen, die Entscheidungen zum Bau des Lauencenters seien längst gefallen. Der städtebauliche Vertrag wird zusammen mit einem neuen Verkehrskonzept umgesetzt. Die zum Abriss freigegebene „Alte Posthalterei“ muss nicht mehr unbedingt erhalten bleiben.

2015 wird das Zentrum von Bautzen, nachdem die Fläche des ehemaligen Hochhauses mit einem mehrfunktionalen Gebäude bebaut und die neue Westtangente (B6/96) fertig ist, einen neuen Glanzpunkt haben und die Menschen nach Bautzen lockt. Ja, die Grundlagen sind besser denn je gegeben, wenn da nicht eine Zeitung wäre, die es scheinbar geschafft hat den Bürgern Angst zu machen.

Da wird an bestehenden Einzelmeinungen angesetzt, die Methode einer sehr zweifelhaften repräsentativen Umfrage angewandt und schon steht der Stadtrat im vermeintlichen Abseits. Selbst die Initiative „Bürgerbegehren“ hat parallel einen rechtlichen Trick gefunden, das Lauencenter noch zu verhindern.

Die Stadt soll die Posthalterei nicht verkaufen dürfen. Es wird in ein Horn geblasen, worin - verständlicherweise - auch ein großes Shoppingcenter bläst. Es zählt nicht mehr, dass Wettbewerb kundenfreundliche Angebote hervorbringt. Soviel Meinungsmanipulation schafft es offenbar den „Wutbürgern“ in Bautzen zu etablieren, um so den Stadtrat und der Stadtverwaltung das Vertrauen zu entziehen.

Das könnte fatale Folgen für das mühsam aufgebaute Image der Stadt und ihrer Entwicklung haben. Ohnehin stehen wir wirtschaftlich gerade in der Oberlausitz, eingebettet in eine fragile Gesamtsituation, vor Entscheidungen die schmerzlich genug sein werden.

Das so nötige Vertrauenskapital wird vernichtet, Politikverdrossenheit wächst. Wir wissen, dass unser Seelenhaushalt ein beharrendes Element und auch Gewissheiten genauso braucht, wie Fortschrittszweifel und Warnungen; dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Aber wie viel davon?

Zu diesen krisenhaften Zeitpunkt für die Stadtentwicklung von Bautzen bedarf es Entscheidungen durch die Protagonisten (Stadt und Investor): Eine weitere Kommunikationsoffensive ist notwendig. Dabei geht es nicht mehr nur darum, warum das Lauencenter gebaut werden sollte, sondern auch darum was passiert, wenn es nicht gebaut wird. 

Wenn Bautzen nicht wachsen will, nicht seiner zentralen Rolle in der Oberlausitz gerecht werden will, dann erschließt sich auch nicht, warum etwa das Berufliche Schulzentrum für 24 Mio. € neu gebaut werden soll. Die Schüler könnten doch gleich nach Dresden gehen, wie das so mancher Azubi schon tut. 

Warum ich sowohl für ein BSZ, aber auch für den Bau des Lauencenters bin, möchte ich so begründen:

Die meisten unserer Mitglieder in und um Bautzen sind für den Bau. Eine ganze Reihe sind verunsichert, weil sie nicht wissen wie ihre Kunden denken und die nicht verlieren wollen. Andere erkennen ihren Nutzen, aber sehen sich einer Neiddebatte ausgeliefert. Sie alle erwarten von mir als BVMW-Regional-geschäftsführer aber einen Standpunkt. Eine gebildete SIG hat das erst in der 13. KW erneut gefordert. 

Viele Problemlagen sind wie die beim Bau des Kornmarktcenters 1996. Wo würde Bautzen heute stehen, wenn die Bedenkenträger sich durchgesetzt hätten? Ich höre Meinungen wie: „Ich brauche das nicht!“ Diese Äußerungen habe ich auch damals gehört, die Praxis war danach aber eine andere! „Zu groß“. Dieser Position musste sich damals auch ECE-Projektleiter Dr. Mattner erwehren. 

Die Diskussion über den wachsenden Leerstand ist auch nicht neu. Noch hat mir niemand gesagt, wer durch das Kornmarkt-Center pleite gegangen wäre. Auf den einzelnen Interessen eines Händlers kann eine gute Stadtentwicklung aber leider nicht festgemacht werden. Andererseits gibt es heute schon zu viele Auflagen; die die Entfaltungsmöglichkeiten (z.B. vom Expert-Markt) ohne Sinn bremsen. 

Die Stadt Bautzen hat - Dank einer klugen Stadtpolitik der vergangenen Jahre - an Attraktivität gewonnen. Aktuell verliert Bautzen aber den Schwung. Immer mehr Unternehmer wenden sich frustriert ab; auch weil sie müde geworden sind sich zu engagieren. Die Nähe zu Dresden und die sich herausbildende zentrale Lage in der Oberlausitz könnten Vorteile sein. Dazu bedarf es dringlich einer erneuten Initialzündung. Die Vertreibung jeglicher Investoren (und wichtiger imagebildender Ankermieter gleich mit) ist zugleich auch Wertvernichtung an anderen Stellen. Das Lauencenter ist im aktuellen Entwicklungskonzept ein vorläufiger Schlussstein; kommt dieser nicht, dann hat die Westtangente B6/96, der BSZ-Neubau, die Erweiterung der Staatlichen Studienakademie (2013) u.v.a.m. nicht den Wert den es haben könnte. Wer gegen das Lauencenter agiert, nimmt die Verantwortung auf sich ein Gebäude nicht fertig bauen zu können. Dann braucht es auch kein neues Verkehrskonzept, was die bestehenden Handels- & Tourismusunternehmen besser einbinden sollte. Und dann soll man sich aber auch die Kritiken um die fehlenden Parkmöglichkeiten in der Innenstadt ersparen. 

Städtebaulich wird das Areal des potentiellen Centers spürbar aufgewertet. Von diesem Aufmerksamkeits-Marketing“ partizipieren viele bestehende Unternehmen der Oberlausitz. Wer den Bau verhindert, zementiert einen Schandfleck! Es ist ein Irrglaube - wie ihn auch die Initiatoren des Bürgerbegehrens versprechen, dass die innerstädtischen Grundstückswerte nur steigen können. Warum stehen dann die Investoren nicht Schlange? Ist es nicht eher so: Erst durch einen Initialbau kommt mehr Geld in die Stadt.

Einen Bürgerentscheid bei einem derartig komplexen Thema, halte ich erst recht zum jetzigen Zeitpunkt für falsch. Wir haben einen Stadtrat gewählt der sich parteiübergreifend entschlossen hat bauen zu lassen. Das war beim Kornmarktcenter anders! Wenn mir heute aber Bürger sagen, dem Stadtrat und der Verwaltung trauen wir eine solche Entscheidung nicht zu, dann geht es gar nicht mehr um das Lauencenter. Dann sollten wir an den schon anfangs aufgeworfenen Baustellen arbeiten, sonst wird der Entwicklungsstau noch größer und die Bautzener ihrer Verantwortung für die Region nicht gerecht.

Autor: Wilfried Rosenberg

Die Netzwerkstatt des Mittelstandes

(04.03.2013)  Als Teil der Unternehmertage in Bautzen (BUT) hat der „Mittelstandstag Oberlausitz“ am 19.09.2013 vor allem das Ziel branchenübergreifend Unternehmer des Wirtschaftsraumes Dresden/Oberlausitz zusammenzubringen, um deren Wertschöpfungsketten im Geschäft Unternehmer zu Unternehmer zu verbessern.

Das Motto: „Finden, was zusammen passt“. DER Treffpunkt des Mittelstandes soll sich für alle Teilnehmer lohnen. Wer fehlt, hat etwas Wichtiges verpasst. Es ist effizient die verschiedenen Angebote der Kommunikation, der Präsentation und der Information zu nutzen. Das Ergebnis wird für den am Größten sein, der sich am Stärksten beteiligt.

Dabei soll der Kontakt von Unternehmen zu Unternehmen, aber auch zu den verschiedensten Netzwerken ausgebaut werden können. Bestimmte Themen und Präsentationen, die parallel stattfinden, sind die „Aufhänger“ für das Zusammenkommen.

Der Tag des Mittelstandes entwickelt sich zu einer Netzwerkstatt der Netzwerke und bezieht dabei die Partner aus der Industrie, der staatlichen und kommunalen Betriebe, der Wissenschaft, der Bildung (Gymnasien), der Medien, der staatlichen Einrichtungen und der Kultur ein.

Dieser neu konzipierte Marktplatz nimmt dabei die Tradition aus 12 vorhergehenden BVMW-Mittelstandstagen ebenso auf, wie der 20 vergangenen Bautzener Unternehmertage. 

Es ist ein Neustart mit Zukunftspotential, das Theater Bautzen bietet dafür beste Voraussetzungen und mancher wird das neu entdecken. Erfolg ist das was erfolgt, auf das was wir tun, wie wir was tun!

Wo liegen die Herausforderungen?

  1. Wirtschaft organisiert Wirtschaft! 
    Die Organisation des Mittelstandstages liegt zwar letztlich in den Händen des BVMW-Oberlausitz, aber entscheidend wird sein, wie ein Netz von Partnern vertrauensvoll zusammenarbeitet und einen einzigartigen Höhepunkt gestaltet. 
    Deshalb ist es mir von Beginn an wichtig den Mittelstandstag in enger Partnerschaft mit einem Programmbeirat zu organisieren, der sich aus Initiatoren, Sponsoren, der IHK, Kreishandwerkerschaft und den Landkreisen zusammensetzt. So wird der Mittelstandstag nicht nur ein Event, sondern auch ein nachhaltiger Prozess. 
    Wir wollen neue Formen des konstruktiven und kooperativen Zusammenwirkens finden, alle virtuellen Vernetzungen eingeschlossen.
  2. Netzwerke präsentieren sich Anderen!
    Es sollte uns gemeinsam gelingen 300-400 Teilnehmer für den Mittelstandstag zu gewinnen. Wichtige Unternehmen haben in der Vergangenheit die Qualität der BUT beklagt, jetzt sind Sie alle aufgefordert mit beizutragen um eine neue Qualität zu erreichen. Sich zu präsentieren, Partner zur Veranstaltung selbst einzuladen, Themen die Ihnen wichtig sind zur Sprache zu bringen.
    Immer besser funktionierende Wertschöpfungsgemeinschaften zur Erhöhung der Innovationsfähigkeit der Mittelständler anzustoßen, wird das Ergebnis sein. Bringen Sie das ein, was Ihnen nützt, damit es auch für andere zum Nutzen ist. Die Teilung von bestimmtem Wissen führt zu Wachstum!
  3. Die Wirtschaftsregion Dresden/Oberlausitz sehen!
    Zum Mittelstandstag der Region trifft man sich in Bautzen, andere Höhepunkte, wie der Industrietag (23.05.13) oder „ANTRIEB MITTELSTAND“ (alles rund um die Telekommunikation) am 25.06.13, finden in Dresden statt.
    Wir sollten nicht nur im Interesse der Fachkräfteentwicklung die Synergien der Metropole auf der einen und des ländlichen Raumes auf der anderen Seiten bewusst heben. Gemeinsam sind wir eine starke Wirtschaftsregion im Osten Deutschlands, wenn wir die Kompetenz der Unternehmen noch stärker zusammenlegen und uns weniger im Wettbewerb verschleißen. 
  4. Der Mittelstandstag braucht öffentliche Resonanz!
    Es ist ein Tag an dem vor der Bundestagswahl am 22.09.13 unternehmerische Interesse im Mittelpunkt stehen und der Tag keine Wahlkampfplattform ist. Dennoch werden Politiker die Gelegenheit nutzen zuzuhören, um herauszubekommen welche wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen nötig sind, damit wichtige Unternehmen für die Attraktivität des Wirtschaftsraumes sorgen können.

Ausdrücklich sind an dieser Stelle auch die Medien als Wirtschaftsunternehmen aufgefordert, Vertrauen in die Werte der Marktwirtschaft, wie Zuverlässigkeit, Zielorientierung, Klugheit und nachhaltige Wertschöpfung zu stärken. 

Über die Teilnahme der Hochschulen, auch mit interessierten Studenten und ebenso von Direktoren/Lehrern/Schülerräten aus den Gymnasien, bauen wir außerdem eine Brücke zu denen, die für Unternehmen wichtig sind und denen Unternehmen wichtig sind.

Autor: Wilfried Rosenberg

Attraktive Unternehmen machen die Region attraktiv! - Gilt das auch umgekehrt?

04.02.2013 Unsere Aufgabe als BVMW-Oberlausitz wird 2013 noch konsequenter darauf ausgerichtet die Wertschöpfungs-potentiale für unsere Mitglieder zu verbessern!

Wie wir zum Jahresempfang u.a. Stellen verdeutlichten, ist eine gute Basis gelegt. Für eine Welt im Umbruch wird das aber nicht reichen. Wenn gilt was der Coca-Cola-Chef in Davos formulierte, dass das Vertrauen in die Politik ebenso auf dem Tiefstand ist, wie das Vertrauen der Menschen in die Problemlösungskraft der Wirtschaft, dann stellt sich auch für mich die Frage, was daraus die Schlussfolgerung wäre.

Befinden wir uns in einer ohnmächtigen Schicksals-gemeinschaft? Nein, das glaube ich nicht. Ja, wir sind oft in den Rahmenbedingungen gefangen, aber es gibt dennoch viele Spielräume die genutzt werden können, um neue Wertschöpfungsperspektiven für unsere Mitglieder zu erschließen.

Die meisten Projekte verdeutlichen unsere Fähigkeit Kräfte zu bündeln, auch über den Rahmen des BVMW-Oberlausitz hinaus! Wir haben das größte nachhaltig geführte oberlausitzweite Netzwerk aufgebaut.

Alle die daran in verschiedensten Gruppen mitwirken, insbesondere die UnternehmerBeiräte können darüber berichten, wie wir uns immer wieder mit den politischen Rahmenbedingungen auseinander gesetzt haben. So war es auch z.B. am Projekt „Westtangente“ Bautzen, oder erst 2012 beim Umbau der Bautzener Unternehmertage, wo es gelungen ist die Positionen der meisten Mitglieder durchzusetzen.

Der Theaterstandort Bautzen, ist auch durch unser gemeinsames Wirken attraktiv geblieben; Wirtschaft und Kultur ist enger zusammengerückt; auch ein Qualitätsmerkmal!

Jetzt ist eine höhere Innovationsfähigkeit der gesamten Region gefragt, wenn die Oberlausitz im Wettbewerb nicht zurückfallen will. Wir sind durch demografische Entwicklungen vor echte Herausforderungen gestellt.

Ich kann nicht erkennen, das die Politiker unserer Region ein ganzheitliches Konzept hätten, über einzelne Teile kommen wir nicht hinaus. Diskussionen sind oft langwierig und ohne praktische verlässliche Schritte. Sie kosten Zeit und Nerven!

Für mich ist klar: Eine Region kann nur mit attraktiven Unternehmen attraktiv sein! Aber diese Führungs-verantwortung liegt bei der Politik. Für uns als BVMW kann das - und das ist für mich eine wichtige Erkenntnis - nicht das erste Ziel sein.

Attraktive Unternehmen sind zunächst einmal von sich aus wettbewerbsfähig, sonst gäbe es sie nicht. Und wenn sie nicht in der Oberlausitz überleben können, dann müssen sie ihren Standort wechseln. Das ist moralisch nicht zu kritisieren.

So gesehen ist eine attraktive Region für attraktive Unternehmen zwar sehr hilfreich, aber andererseits verdient die jeweilige Region die jeweiligen Unternehmen, zugespitzt gesagt.

Will die Region nicht Niedriglohngebiet sein, muss sie für die Unternehmen attraktiv sein, die mehr Lohn zahlen können. 

Will die Region, dass junge Leute in der Region bleiben, dann müssen dafür die politischen Rahmenbedingungen stimmen.

Das funktioniert nicht mit Unternehmerschelte!

Natürlich haben Unternehmer ein Interesse zusammen mit ihrer Region immer attraktiver zu werden, aber deshalb bleibt ihre Verantwortung zuerst auf das Unternehmen gerichtet. Die Unternehmer müssen unter betriebswirtschaftlichen Bedingungen ihre Hausaufgabe machen, auch um Steuern bezahlen zu können.

Dazu gilt es neue Formen des konstruktiven und kooperativen Zusammenwirkens zu finden. Systeminnovationen über Branchengrenzen hinweg haben eine entscheidende Voraussetzung: Entwicklung neuer erfolgreicher Geschäftsmodelle.

Die in der Oberlausitz zwischen den Teilräumen und auch zwischen bestimmten Personen bestehenden Befindlichkeiten, stehen oft der Notwendigkeit der stärkeren Bündelung entgegen.

Deshalb gilt für uns als BVMW-Oberlausitz: Ausbau der unternehmerischen Netzwerke auch in Kooperationen mit anderen gesellschaftlichen Bereichen. 

Die konkrete Interessenslage, die Wertschöpfungs-möglichkeit der Unternehmen ist ausschlaggebend.

An der Qualität des „Mittelstandstag Oberlausitz“ werden wir das festmachen, wie es gelingt die etzwerkkompetenz der oberlausitzer Unternehmen zu entwickeln und zu zeigen.

Der Tag ist als Marktplatz auch eine Plattform, wo verschiedene Initiatoren, auch z.B. die „Karriere Oberlausitz“ von ihrer Arbeit berichten und neue Mitmacher gewinnen. 

Die Möglichkeit die uns im Rahmen des BVMW deutschlandweit gegeben sind, werden besser genutzt. Da beginnen wir mit dem naheliegendsten, dem Zusammenwirken mit den BVMW-Geschäftsstellen Dresden und den zusammengefasst 800 Mitgliedern. Mit dieser Kraft erschließen wir uns dann als Wirtschaftsregion Dresden/Oberlausitz auch die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern und bilden im BVMW selbst eine starke Kraft.

Ein qualitatives Wachstum unseres Mitgliederbestandes wird zu einer Grundbedingung für die Erhöhung der Schlagkraft unserer Organisation. Das bezieht sich sowohl auf die Anzahl der Mitglieder, als auch auf ein qualifiziertes Mitwirken. Auch hier stellt sich die Frage nach dem Geschäftsmodell, und wie es gelingt die Arbeitsteilung im Netzwerkknoten zu verbessern.

Autor: Wilfried Rosenberg