In einer Wachstumsregion Dresden erfolgreich sein!

12/2015 Ich glaube alle Unternehmer spüren, wie stürmisch sich diese Welt entwickelt und wir suchen Antworten auf die Herausforderungen. Eine Antwort ist für mich die engere Zusammenarbeit in der "Wachstumsregion Dresden“. Schon „DIE Aktuell“ vom November stellte das Thema in den Focus, jetzt sind wir noch ein Stück weiter und deshalb möchte ich daran anknüpfend nächste Überlegungen beisteuern.

Die ländlich geprägte Oberlausitz hat sich mit ihrer heimlichen Hauptstadt Bautzen insgesamt sehr gut entwickelt. Ein riesiger Veränderungsprozess hat stattgefunden. 2016 besteht die BVMW-Geschäftsstelle in Bautzen 20 Jahre und so können wir viele Beispiele nennen ,die das bezeugen. 

Vor allem wie sich die Mittelständler in allen Teilen der Region entwickelt haben ist beeindruckend. Wir können die Lage in der Region der beiden Landkreise Bautzen und Görlitz recht gut einschätzen. An den 37 von uns 2015 organisierten Unternehmertreffen haben 1.020 Personen teilgenommen, bei weiteren 28 Veranstaltungen (mit 1.085 Teilnehmern) waren wir aktiv eingebunden.

Mit den Dresdner Industrietagen 2015 und der Initiierung des regelmäßigen „Görlitzer Frühstücks“ haben wir unseren Aktionskreis erweitert. Wir kommunizieren in der Zwischenzeit auf 5 verschiedenen Webseiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, aber miteinander verbunden. Es ist in der Region Gewaltiges geschafft! Dabei verkennen wir nicht die Schwächen; aber wir spüren: Wir können mehr! Wir müssen uns „größer denken“, wenn die Region nicht zurückfallen will!

Die letzte gemeinsame Brancheneinschätzung des Arbeitsmarktes bei der Agentur für Arbeit verdeutlichte auch, dass immer weniger Bedarf an Arbeitskräften befriedigt werden kann, die öffentliche Hand als Wettbewerber auftritt und immer mehr ausländische (insbesondere polnische) Arbeitskräfte anheuern. 

Wir werden in absehbarer Zeit demografisch nicht wachsen, was aber nicht heißt, dass wir nicht wirtschaftliches Wachstum erreichen können. Die echten Erträge der Unternehmen müssen und können besser werden! Erst wenn wirklicher Gewinn hier in der Oberlausitz beim Mittelstand entsteht, wird es möglich sein der Gesellschaft mehr zurückzugeben. 

Im Mittelpunkt steht die Leistungsfähigkeit der Mittelständler, wozu die sie umgebene Wirtschaftsregion als attraktiv wahrgenommen werden sollte.Die einerseits globale Digitalisierung treibt auch den Trend zur Regionalisierung. Es verkürzen sich die Wertschöpfungsketten, davon kann der Mittelstand partizipieren. 

Wollen wir diesen Herausforderungen gerecht werden, müssen wir uns als mittelständische Wirtschaft branchenübergreifend in einen größeren Raum vernetzen: In einer Wachstumsregion Dresden, die das Gebiet der Landes-direktion umfasst. Das Gute daraus ist, dass viele Unternehmer mit dem Agieren in diesem Raum schon angefangen haben. Es müssen aber noch mehr werden und die gesamte Region sollte das unterstützen. 

Wo sehe ich da etwaige Handlungsfelder?

  1. Die Metropole Dresden hat ihre Stärken und Schwächen und der ländliche Raum ebenso. Die jeweiligen Potentiale den jeweiligen Zielgruppen angeboten; haben alle mehr davon. Vom positiven Image Dresdens können alle partizipieren! Im inneren Wettbewerb zwischen den Standorten werden wir gemeinsam besser und strahlen das einheitlich nach außen.
  2. Die neue Welt 4.0 erfordert neue wertschöpfende Kooperationsmodelle. Geld verdienen dürfen nicht nur die großen Plattformen. Im Bündnis mit unserer ausgezeichneten Hochschul-, Bildungs-, und Kulturlandschaft entstehen Innovationen die die Region stärken, ohne das es um ein mehr an Arbeitsplätzen gehen muss. Die Kooperationsfähigkeit zu entwickeln ist entscheidende Grundlage.
  3. Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur (incl. Datenverkehr) vernetzt die Metropole mit dem ländlichen Raum und gibt wichtige Aufbauimpulse für Unternehmen, Bevölkerung und für die Spiegelung nach außen.
  4. Die Entwicklung der mittelständisch geprägten Zusammenarbeit in der Wachstumsregion stärkt den Mut und Optimismus, als wichtige Basis für das, was wir auch nach Außen ausstrahlen. Wir arbeiten an einer UnternehmerKultur, die Kunden wie Mitarbeiter inspiriert.
  5. Die Zusammenarbeit mit der Lausitz (sprich Niederlausitz), mit Polen und Böhmen wird gemeinsam mit konkreten Projekten (Seenland, Braunkohlestandort, usw.) gestaltet.

Als BVMW in dieser Wachstumsregion sind wir mit 10 Verbandsbeauftragten und über 700 Mitgliedern gut aufgestellt, um einen aktiven Beitrag dafür leisten zu können. „DIE Aktuell“ Februar werden wir nutzen, um darüber zu informieren, wie das konkret aussehen soll.

Jetzt wünsche ich allen erst noch einige besinnliche Stunden zum Weihnachtsfest und dann einen starken Start in 2016!

Redaktion: Wilfried Rosenberg

Die Herausforderungen 2016 - unsere Themen?

03.11.2015 Sie spüren sicher auch mit welchen rasanten Tempo sich diese Welt verändert. Am 30.10.2015 haben sich alle BVMW-Kollegen in den Räumen Dresden, Meißen, Sächsische Schweiz, Osterzgebirge und Oberlausitz die Frage vorgenommen und beschlossen, als „Wachstumsregion Dresden“ viel intensiver zusammenzuarbeiten.

Das war in 2015 schon immer punktuell ein Thema, aber jetzt soll 2016 ein größerer Schritt gelingen und damit noch besser die Vernetzung vorangebracht werden. Jeder der Kollegen wird seine Kompetenz, das Potential seines Kreisverbandes, der von ihm betreuten Mitglieder, der gesamten Region eröffnen.

Durch Teilen verstärken wir die möglichen und nötigen Kraftanstrengungen, passen wir unser bisheriges Geschäftsmodell den modernen Entwicklungen an und sind so in der Lage, den gewachsenen Vernetzungsgrad der Wirtschaft noch besser zu unterstützen. 

Die moderne Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft, die Wissensgesellschaft, zeichnet sich durch hohe Spezialisierung, Arbeitsteilung und Vernetzung aus. „Industrie/Gesellschaft 4.0“ - als Marketingstrategie erfunden, hat mit der stürmischen Digitalisierung des Alltags und der Arbeitswelt ein immer instabileres Gesamtsystem zur Folge. 

Diese Fragilität bedarf bestimmter Anker und Plätze des Austausche zu gemeinsamen Themen - der BVMW in einer Region muss sich dem stellen.

Statt der bisherigen Raumverteilung geht es jetzt um die Durchdringung von Kommunikations– und Informationsräumen, um das Schaffen von Vertrauen in größeren Räumen.

Das Mega-Thema Digitalisierung eröffnet größere Chancen, um eine Metropole Dresden mit den ländlichen Räumen des Umlandes so zu vernetzen, dass auf beiden Seiten mehr Wertschöpfung und Wachstum möglich ist. Ich vergleiche immer mit dem Raum Stuttgart, dort sind die größten Mittelständler auch im Umland zu finden - verbunden mit den Wissensquellen der Metropole.

Da wird schnell deutlich, das andere Mega-Thema ist eine innovationsfreudige Unternehmenskultur, die entscheidend durch ein qualifiziertes Personal-Marketing geprägt wird. Wie kann es uns gemeinsam gelingen attraktive Arbeitgebermarken in der „Wachstumsregion Dresden“ so zu etablieren, um die Zeiten des steigenden Fachkräftebedarfes gut zu meistern? Es wächst die oft positiv bewertete Diversität. Damit hängt aber mehr Einkommensungleichheit, Staatsfragilität (wie gerade beim Flüchtlingsthema deutlich), höhere Verbrechensraten und oft weniger Vertrauen in manch Liebgewordenes zusammen.

Wir haben 2015 wichtige Weichen gestellt:

  1. Im gemeinsamen Wirken der BVMW-Kollegen gilt es die branchenübergreifende, differenzierte, wertschöpfende Zusammenarbeit, auch unter Nutzung der gewachsenen Potentiale der BVMW-Bundesgeschäftsstelle auszubauen. Hochschulen, Berufsakademien, Kommunen und Agentur für Arbeit gehören auch dazu. Das wollen wir zum Jahresempfang am 29.01.2016 auch verdeutlichen.
  2. Die „Dresdner Industrietage“ sind als BVMW-Initiative genau darauf gerichtet attraktive Arbeitgeber zu vereinen, sie herausragen zu lassen, um den akademischen, aber auch weiteren Fachkräftebedarf zu sichern.
    Die Schirmherrschaft hat der Rektor der TU Dresden Prof. Hans Müller-Steinhagen übernommen.
    Wir suchen jetzt die interessierten Unternehmen, führen am 25.01.2016 den „DI(T)ialog Mittelstand-Wissenschaft“ an der TU Dresden durch und vom 09.-13.05.2016 die „Tage der offenen Unternehmen - Der Mittelstand lädt ein!“
  3. Der MiTag - Mittelstandstag am 24. Mai 2016 will weitere Möglichkeiten ausloten, die Rolle des Mittelstandes in der „Wachstumsregion Dresden“ zu stärken und den Erfahrungsaustausch branchenübergreifend noch intensiver zu führen. Der „Butterberg“ Bischofswerda wird dazu für 130 Teilnehmer eine gute Kulisse bieten, um das Thema „Industrie 4.0“ zu bearbeiten.
  4. Die Industrie-Stammtische für industriell tätige Unternehmen werden weiter qualifiziert und auch die seit Jahren bewährten „Business-Talks“ - zukünftig im Rahmen der Gesamtregion angeboten.
  5. Die Initiative „Die ganze Welt ist Bühne“ wird in bewährter Weise weitergeführt - wir überlegen, wie für 2017 das Konzept noch stärker mit dem Thema "Unternehmerkultur" verbunden wird.
  6. Das mit dem Business-Frühstück am 30.10.2015 aufgeworfene Thema Asyl-Flüchtlinge-Einwanderung wird in zwei Richtungen weiter bearbeitet:
    Einmal geht es um die möglichst schnelle Integration der ca. 10%, die fähig sind hier in den Unternehmen einen Arbeitsplatz zu finden; und zum anderen ist es nötig als Verband die politische Debatte aus der Interessenslage der Mittelständler mitzubestimmen. 

Das erfolgreiche Geschäftsmodell Deutschland muss sich weiterentwickeln, der Rechtsstaat darf nicht angetastet werden, neue Parallelgesellschaften dürfen nicht entstehen. Mehr Flexibilität sichert die nötigen staatlichen Ausgaben. Mit SIGs, den Spezial-Interessen-Gruppen, wozu auch der UnternehmerBeirat und der Politische Beirat gehört, steuern wir differenzierte Themen.

In offenen Netzwerken stellen Partner ihre jeweils spezifischen Fähigkeiten im Interesse einer regionalen Innovationsentwicklung zur Verfügung; das haben wir im Blick, wenn es darum geht, Wachstumsstrategien zu initiieren. Das war ein Abriss, mit dem wir uns in Vorbereitung auf 2016 beschäftigen. 

Ich fordere Sie hiermit auf, Ihre Positionen und Vorschläge zu unterbreiten! Damit es immer besser gelingt die BVMW-Arbeit zum größtmöglichen Nutzen der Mitglieder zu organisieren. 

Redaktion: Wilfried Rosenberg.

Flüchtlinge verändern unsere Welt? - Oder ist es unser eigenes Handeln?

05.10.2015 Geht es Ihnen auch so: Es vergeht kein Tag, wo in Gesprächen mit Unternehmern und Politikern nicht auf das Thema Flüchtlinge zurückgekommen wird. Das ist nicht nur so, weil wir als Geschäftsstelle Bautzen gerade das Business-Frühstück am 30.10.15 zum Thema vorbereiten, sondern weil immer deutlicher ins Bewusstsein rückt: Diese Herausforderung wird uns, unsere Region, ganz Deutschland verändern!

Nur durch aktives Zusammenwirken kann es gelingen die Chancen zu nutzen. Das „Wir schaffen das“ der Kanzlerin scheint eher dem Motto „Bleibt ruhig“ zu folgen. Die Fakten schaffen oft andere. Aber die Chancen zu erkennen, damit die noch nicht absehbaren Belastungen nicht ausufern, müssen die Unternehmen selber etwas im Bündnis, im BVMW tun.

Deshalb wollen wir im Meinungs– und Erfahrungsaustausch am 30.10.15 gemeinsam mit Landrat, Ausländerbehörde und Agentur für Arbeit einen ganz praktischen Standpunkt erarbeiten. Grundlage ist dabei der 10-Punkte-Plan des BVMW, der am 04.09.15 in Berlin veröffentlicht wurde:

Der BVMW sieht in der Flüchtlingsproblematik eine ganzheitliche und langfristige Herausforderung, die immer dringlicher wird. Der BVMW fordert und fördert eine aktive Informationskampagne für Unternehmer, die Flüchtlinge beschäftigen wollen. Dafür sind in erster Linie zu klären: erlernter Beruf/Qualifikation, (Sozial-)Versicherung, Höhe des Lohnes (Ausnahme vom Mindestlohn). 

Die beschäftigungsbereiten Unternehmen benötigen diese Handreichung, unbürokratisch als Datenblatt zusammengefasst. Eine statistische und systematische Erfassung der Qualifikation von Asylbewerbern erfolgt bislang leider nicht. Das muss dringend, etwa in Form einer Arbeitsmarktberatung geändert werden.

Der BVMW fordert eine Bedarfsfeststellung, um eine schnelle, effektive und nachhaltige Integration von Flüchtlingen mit Bleiberecht zu ermöglichen. 

Der BVMW setzt sich dafür ein, den Ausbildungsstand der Flüchtlinge zu berücksichtigen. Wer entsprechende Qualifikationen vorweisen kann, sollte eine europäische Blue Card oder einen Aufenthaltstitel als Fachkraft in einem Mangelberuf oder ein Visum zur Arbeitsplatzsuche bekommen. Wir dürfen aber nicht zur Aushöhlung der Fachkräfte in den betreffenden Staaten beitragen, sondern sollten die Bemühungen der Länder unterstützen, ihre Wirtschaftskraft zu steigern.

Forderungen

  1. Der BVMW will Einbeziehung des Mittelstandes in der Flüchtlingsproblematik.
  2. Der BVMW will eine Aufklärungskampagne gegen Extremismus und EU-weite Bekämpfung der Schlepperkriminalität.
  3. Der BVMW fordert einen leichteren Zugang am Arbeitsmarkt für Fachkräfte.
  4. Der BVMW fordert mehr Sprachkurse und eine breite Beschulung für Flüchtlinge.
  5. Der BVMW fordert eine Informationskampagne für Unternehmen.
  6. Der BVMW fordert ein Einwanderungsgesetz und mehr Transparenz.
  7. Der BVMW fordert eine stärkere Berücksichtigung des Ausbildungsstandes auch über eine statistische Erfassung.
  8. Der BVMW fordert Harmonisierung und Solidarität auf europäischer Ebene.
  9. Der BVMW fordert den massiven Ausbau von Hotspots an den Außengrenzen.
  10. Der BVMW warnt vor Fachkräfteabwanderung aus den betroffenen Staaten, gerade aus dem Westbalkan.

Wir halten es mit Abraham Lincoln „Der beste Weg die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten“. Der Festakt zum 40. Jahrestag des BVMW in Berlin hat das erneut verdeutlicht. An der dazu herausgegebenen „BVMW Bilanz“ (alle Mitglieder erhalten dazu eine Broschüre) kann jeder erkennen, wie der BVMW an Stärke gewonnen hat.

Das macht uns zuversichtlich auch andere Herausforderungen, wie Digitalisierung, Energiewende, Finanzkrise, oder den Imageschaden durch den VW-Abgasskandal, zu bewältigen. Es sind die Werte des unternehmerischen Mittelstandes und unser liberales Wirtschaftssystem, was gemeinschaftlich verteidigt werden muss! „Anstand ist die Schattenwährung des Kapitalismus, die über den langfristigen Unternehmenserfolg entscheidet“, sagt der Schweizer Ökonom Thomas Straubhaar. 

Der Mittelstand ist der Standortjoker im Standortpoker! Und der BVMW sein stärkster Chancen-Geber, weil hier den Meinungen der einzelnen Unternehmer durch die Gemeinschaft Kraft verliehen wird, weil hier der Erfahrungsaustausch jedem Einzelnen hilft sich besser den Erfordernissen zu stellen.

Wer das nicht glaubt, sollte sich beteiligen; dann kann das jeder spüren, allen Kritikern zum Trotz.

Redaktion: Wilfried Rosenberg

40 Jahre BVMW - Interessenvertretung für den Mittelstand

31.08.2015 Als einziger starker, freiwillig organisierter Verband der branchenübergreifend, d.h. in der ganzen Vielfalt des Mittelstandes die Interessen bündelt, wirkt der BVMW flächendeckend im engen Zusammenspiel mit der Unternehmerschaft und balanciert die Themen aus, auf die Schwerpunkt gelegt werden soll.

Dieser breite Meinungsaustausch, die unterschiedlichsten Plattformen, die Struktur der selbständig tätigen Beauftragten des Verbandes macht den BVMW einzigartig, unabhängig und schlagkräftig. Und der BVMW ist nachhaltig präsent.

In Sachsen seit der Wende und unsere Geschäftsstelle in Bautzen gibt es nächstes Jahr 20 Jahre. Mit unseren derzeit 11 Kollegen im Wirtschaftsraum Dresden und Umgebung verstärken wir gerade die Zusammenarbeit, wie Sie in der September-Ausgabe unserer „Aktuell“ erkennen. 

Erstmals haben Sie alle Aktivitäten auf einen Blick und können wählen, was Sie interessiert, was Sie für wichtig halten; unabhängig wer Ihr persönlicher Ansprechpartner ist. So wächst auch diese Region zu einer Wachstumsmetropole zusammen, wovon ich mir eine weiter zu verstärkende Netzwerkarbeit verspreche und damit ein Wachstum gerade der Mittelständler die für die Stärke der Region stehen.

Mit den bekannten konkreten Initiativen (MiTag, Dresdner Industrietage, Die ganze Welt ist Bühne) oder den speziellen Fachgruppen wirken wir daraufhin das Image der Mittelständler hoch zu halten, erreichen dabei Wirkungen auf gesellschaftliche Entwicklungen und üben so unser Grundrecht auf Mitbestimmung aus. 

Dazu gäbe es viele Beispiele aus den vergangenen Jahren zu nennen. Ich will das hier nur an einen Beispiel zeigen, was viele sicher gar nicht registriert haben. In der Sächsischen Zeitung vom 20.08.15 wird über Theaterintendanten „wettern gegen Kürzungen und Fusionen“ berichtet und dabei das Bautzener Theater positiv hervorgehoben und festgestellt: „dass das Deutsch-Sorbische Volkstheater bislang ohne zu zucken nach Flächentarif bezahlt, liegt nicht nur am prosperierenden Mittelstand, der sein Theater in Sachsen beispiellos unterstützt“. Dahinter steht unsere BVMW-Initiative!

Das ist ein täglicher Kampf und wir wünschen uns natürlich, dass sich noch mehr Unternehmer einbringen, noch mehr über ihre Mitgliedschaft und dem Mitwirken bei den Projekten dazu beitragen die Kraft weiter zu verstärken.

Mit den ca. 650 Mitgliedern im Wirtschaftsraum sind wir schon gut aufgestellt, aber wir müssen stärker werden, um durchsetzungsfähig zu bleiben. Die wachsende Interessensvielfalt und Komplexität, gepaart mit erhöhten Veränderungs– und Zeitdruck fordert uns heraus, auch noch differenzierter zu arbeiten.

Aber ist diese bisher kaum gekannte Vielfalt, auch bei der Art der Unternehmen, nicht auch unser größter Schatz? Immer mehr Mittelständler erkennen, dass „Politik“ immer weniger daran interessiert ist wachstumsfördernde, stimulierende Bedingungen (und ich rede hier nicht vor allem von Förderungen) zu schaffen. Wir spüren wie sich Unternehmer politisch immer mehr abwenden, weil sie nicht verstanden werden.

Als BVMW sind wir aufgefordert wieder lautstarker unsere Positionen in der Öffentlichkeit kundzutun. Das betrifft auch kommunale Politiker und Verwaltungen. Immer mehr Regelungen und Positionen verdeutlichen, sie sind mit sich selbst beschäftigt, verstehen nicht wie Marktwirtschaft funktioniert und haben eher den Unternehmer als Feindbild verinnerlicht. Das war vor 10 Jahren noch nicht so!

Es gehört aber heute auch zu dieser Vielfalt, dass es solche gibt und welche die unternehmerfreundlich sind. Wir müssen das noch besser unterscheiden. Jede branchenübergreifend tätige Interessenvertretung muss sich daran messen lassen, wie es gelingt, dass es den einzelnen Unternehmer dadurch besser geht. 

Das ist sehr individuell und bezieht sich ausdrücklich nicht auf Kerntätigkeiten. Die Liefer– und Leistungsbeziehungen muss ein Unternehmen selbst meistern. Aber es gibt eine Vielzahl von Rahmenbedingungen, von Erfahrungen und Informationen die darüber hinaus gehen.

Der Meinungsaustausch zwischen Unternehmen hilft zu erkennen, wo man selber steht; hilft so sich zu verändern! Dafür bieten wir verschiedenste Plattformen und individuelle Gespräche. Immer geht es uns auch um die Schnittstellen zwischen Unternehmen und Verwaltungen, zur Wissenschaft, zur Politik, zur Kultur. Schnittstellen zu meistern, die nicht zu den Kern-kompetenzen des jeweiligen Unternehmens gehören.

Da haben wir gerade in den letzten 3-4 Jahren eine Menge dazugelernt, auch viel Kraft verbraucht und werden jetzt daraus Konsequenzen ziehen: wo und mit wem macht es Sinn und wo nicht!

Sie sehen, Interessenvertretung ist für Mittelständler ein Angebot ihre eigene Leistungsfähigkeit im Rahmen eines arbeitsteiligen Prozesses zu stärken.

Wir haben das Angebot in den letzten Jahren erfolgreich erweitert, die aktuellen Anforderungen berücksichtigt - jetzt kommt es wieder mehr darauf an mehr Unternehmen für eine Mitgliedschaft zu überzeugen. 

Redaktion: Wilfried Rosenberg

Kräfte bündeln neu Denken!

06.07.2015 Am Ende des 1. Halbjahres 2015 stand ein bedeutender 15. MiTag und wir prüfen welchen Nutzen wir als BVMW für den Mittelstand gebracht haben und was getan werden kann, um noch besser zu werden in einer Zeit, wo die Granulierung dieser Gesellschaft immer offensichtlicher wird.

Griechenland beendet die Illusion EU, Weltkrisen (Syrien, Ukraine), die Asylproblematik, der neue Kohlekompromiss, die kleine Rolle Rückwärts von Frau Nahles und auch die Ergebnisse so mancher Bürgermeisterwahl offenbaren, vor nichts sind wir als Mittelstand sicher. Jede Errungenschaft kann zerstört werden.

Die Auswirkungen sind sehr differenziert, weil; DEN Mittelstand gibt es nicht! Wenn, wie 15. MiTag, 14. Dresdner Industrietage oder die Initiative „Die ganze Welt ist Bühne“, die herausragende Rolle des BVMW zeigen, dann weil es uns gemeinsam gelingt, zielgruppenspezifische, vielfältige Aktivitäten zu organisieren. Dabei sind unsere Zielgruppen nicht branchen-, sondern interessenorientiert. 

Schon in der „Aktuell Juni 2015“ hatte ich versucht im Rahmen der Auswertung der Dresdner Industrietage zu verdeutlichen, wie die wachsenden „Komplexitäten neue Chancen“ sein können. Gleiches erkennen wir bei der Auswertung des MiTag. 

Es ist etwas einzigartiges in den 15 Jahren entstanden. „Es kann nur einen geben!“ Diesen einen! Aber immer wieder der neuen Lage angepasst. Ein „Ausflug“ unter das Dach der damaligen Bautzener Unternehmertage verdeutlichte bald, dass dieses Korsett nicht genügend Luft lässt. Das neue Design hat nicht nur das Logo entwickelt, sondern berücksichtigt auch die räumliche Öffnung.

Der derzeitige inhaltliche Ansatz, vor allem eine Vernetzungs– und Weiterbildungsplattform zu sein und weniger wirtschaftspolitisch daher zu kommen, war dem Zeitgeist und der Tatsache geschuldet, die Partnerschaften mit kommunaler Politik und staatlichen Einrichtungen reifen zu lassen. Die erstmalige Vergabe des „Oberlausitzer Unternehmerpreis“ mit dem abschließenden Kommunikationsbüfett das Bild würdevoll ab. 

Der MiTag 2015 hat mit dem vielfältigen Angebot von 8 Vorträgen für alle Teilnehmer nicht nur einen Wissenszuwachs gebracht, sondern auch die Erkenntnis reifen lassen, noch zielgerichteter eine durch die Demografie und die Digitalisierung geprägte Führungsarbeit zu realisieren. 

Für diese Vorträge gab es überwiegend Lob. An dieser Stelle ist den Referenten herzlich zu Danken. Sie waren sozusagen Werkzeuge, damit sich Unternehmer treffen, um zu vielfältigen Anlässen ins Gespräch zu kommen.

Mit SpeedConnection, woran 16 Personen teilnahmen oder dem neuen Angebot MiConnect, wie auch den MiTag.CLUB (von 73 Teilnehmern genutzt) ist der MiTag zu einer großen besonderen Vernetzungsplattform geworden.

Die Firmen-Galerie gab nicht nur ein ansprechendes Bild von 23 für die Region bedeutenden Unternehmen ab. Es zeigte wie das Theater von Unternehmern in Besitz genommen wurde. Aber auch wie sich die Initiativen „MiTag“ und „Die ganze Welt ist Bühne“ verweben; schließlich haben auch 19 Personen an den Rundgängen hinter die Theater-Kulissen teilgenommen.

Die www.mi-tag.de spiegelt als eine aktive Kommunikationsplattform das Bild des Zusammenlaufens auf einen Punkt, dem MiTag. Dort können Sie die Teilnehmer bis 31.12.2015 "nachschlagen". Schon die gesamte Vorbereitung mit den Partnern, gebündelt im Programmbeirat verdeutlicht den Anspruch „Die Netzwerkstatt der Netzwerke“ zu sein. In dieser Vielfalt des MiTag kann jeder die Einheit erkennen, auch wenn es manchen noch schwer fällt das auch im eigenen Tun praktisch zu verwirklichen.

Ohne die treuen Sponsoren hätte die Etablierung dieses MiTag im ostsächsischen Raum nicht stattfinden können. Die 215 Teilnehmer sind räumlich verteilt: 63% Landkreis Bautzen, 17% Landkreis Görlitz, 15% Dresden/Elbland.

Das zeigt die gewonnene Ausstrahlung, aber auch, dass es trotz erheblich mehr Anstrengungen nicht gelungen ist die Anzahl der Teilnehmer merklich zu erhöhen (2014 waren es 198 Teilnehmer).
Die Überlegung: Mehr Angebot, mehr Interessenten ging nicht auf, auch wenn der 30. Juni nicht der zweckmäßigste Termin war. Offensichtlich stoßen wir auch beim MiTag an die gleichen Grenzen, wie es unlängst eine DIW-Studie verdeutlichte: „Der Osten hinkt dem Westen in der Wirtschaftsleistung hinterher, weil sie zu kleinteilig aufgestellt ist.“ Die jeweils nötigen „kritischen Massen“ sind nur mit noch differenzierteren Aktivitäten zu erreichen.

Deshalb muss bündeln immer auch fokussieren heißen! Nur mit der Kraft des Teams kommen wir zu Produkten, die revolutionieren. Wie hatte ich in der Aktuell Juni geschrieben: Es geht nicht nur um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, es geht auch um Brüche, um disruptive, revolutionäre Prozesse, welche die Selbsterneuerung von Organisationen erfordern, um Entwicklung im Interesse des Mittelstandes zu erreichen!

So sind die von den BVMW-Geschäftsstellen zu organisierenden Aktionen immer darauf gerichtet, nicht nur bei Unternehmern (insbesondere den Mitgliedern) differenziert Nutzen zu stiften, sondern auch DEN Mittelstand, als eine gestaltende Kraft in dieser Gesellschaft hervorzuheben. 
Am 28.08.2015, zum obligatorischen „Business-Frühstück“ sollen durch den ProgrammBeirat die Weichen für 2016 gestellt werden. Der BVMW-UnternehmerBeirat, als Hauptkraft im ProgrammBeirat hatte dazu bereits auf seiner letzten Beratung die Richtung vorgegeben.

  1. Der MiTag ist ein Brennglas und Aushängeschild für den Mittelstand. 
  2. Der MiTag soll nachhaltig sein und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen verändern, d.h. selber eine Kraft sein! 
  3. Der regionale Horizont soll erweitert werden.
  4. Der MiTag geht auf Wanderschaft; Bürgermeister können sich den MiTag in ihre Gemeinde einladen.

So wird das 2. Halbjahr besonders im Zeichen der Vorbereitung weiterer Veränderungen stehen, um noch besser den unternehmerischen Interessen zu entsprechen. Am 29. Januar 2016 - zum 9. BVMW-Jahresempfang - wollen wir die gewachsene Kraft verdeutlichen und zeigen, wie es im dann 20jährigen Bestehen der Geschäftsstelle Bautzen weiter geht. 

Redaktion: Wilfried Rosenberg

Komplexitäten sind Chancen! - MiTag und Dresdner Industrietage sind Initiativen dazu!

Juni 2015: Am 30.06.15 wird der 15. MiTag erneut verdeutlichen, wie sich die Anforderungen ändern. Es geht nicht nur um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, es geht auch um Brüche, um disruptive, revoltierende Prozesse, welche die Selbsterneuerung von Organisationen (Unternehmen, Verbände, Netzwerke) erfordert. 

Wachsende Komplexität und Vielfalt erschüttert alle bisherigen Geschäftsmodelle. Wer nicht reagiert, wer sich den Auswirkungen der Digitalisierung und der Digitalisierung selbst nicht stellt, kann schwerlich überleben! Es geht um die Wissensgesellschaft! Eine Gesellschaft der vielfältigen Perspektiven, der verteilten Intelligenzen, wie das Prof. Armin Nassehi (LMU München) bezeichnet. Vor allem ist Diversifizieren und Individualisieren statt Vereinfachen und Vereinheitlichen angesagt. 

Unsere Hauptaufgabe als BVMW: Kräfte bündeln, bekommt unter diesen Ansätzen einen neuen Inhalt! Es geht um die Einheit in der Vielfalt. Je besser das Einzelne ist, je besser wird das Ganze. Kollektivismus hat ausgedient, es zählen die Alleinstellungsmerkmale, das Besondere!

Gezielt entwickelte Netzwerke sind eine besondere Herausforderung, auch an das Selbstbewusstsein der Mittelständler und an den Willen zu Organisiertheit des Machbaren. 

Weil es uns immer mehr um den Nutzen für das einzelne Unternehmen geht, wird es wichtiger, die Räume größer zu fassen, um die Richtigen zusammenzubringen; damit ausreichende Potentiale sich noch schneller finden und genügend Kraft vereinen können. Deshalb verfolgen wir die Vision „der Metropolregion Dresden“. Leipzig macht es zusammen mit dem Kreisen Leipzig und Nordsachsen vor.

Wir sehen die Wirtschafts– und Wissenschaftsregion Dresden; d.h. die Stadt Dresden und die ländlichen Regionen Oberlausitz, Sächsische Schweiz, Osterzgebirge und Meißen als neuen Aktionsraum, als eine Zukunftswerkstatt die Unternehmen mehr Chancen erkennen lässt. 

Das neue Design des MiTag berücksichtigt das ebenso, wie die Reichweite der versendeten Einladungen. Wir erwarten nicht nur die, die sowieso kommen.

Gerade haben die „Dresdner Industrietage“ das verdeutlicht. An der von uns weiterentwickelten Initiative haben sich 46 Unternehmen und Einrichtungen zwischen Dresden und Zittau aktiv beteiligt, um Studierende und anderen akademischen Nachwuchs zu „Tagen der offenen Tür - Der Mittelstand lädt ein“ zu mobilisieren. 

Zum vorgelagerten Forum am 15.04.2015 waren 67 Teilnehmer in die Studienakademie Dresden gekommen und für die Tage der offenen Tür vom 04.-08.05.2015 waren Studierende 550 Mal vor Ort.  Am 26.05.2015 waren wir uns im Ergebnis der Auswertung im BVMW-Industrierat einig: Dieses zukunftsträchtige Netzwerk wird als Marke und Jahresinitiative des BVMW weitergeführt und im 2. Halbjahr 2015 für den Zeitraum 2015/16 mit einer Auftaktberatung an der TU Dresden gestartet. 

Es kommt uns darauf an, in Zusammenarbeit mit der TU, den Hochschulen in Dresden, Freiberg und Zittau, sowie unterstützt durch die Stadt Dresden, mittelständische Arbeitgebermarken mit hohen Bekanntheits– und Imagewerten bei der Studentenschaft ins Bewusstsein zu bringen.

Bleibt hier - entwickelt euch im Mittelstand der Region! Das soll eine belastbare Botschaft sein. Auch hier werden die sehr unterschiedlichen Herangehensweisen der einzelnen Unternehmen bezüglich Employer Branding und Personalmarketing deutlich. Aber es sind gerade diese Unterschiede (auch bei den Erwartungen der Studenten) die diese Initiative berücksichtigt und dennoch zu einem lernenden Prozess zum Nutzen für alle macht. Natürlich wird auch noch differenzierter zwischen den Unternehmen in der Stadt Dresden und denen im Umland (z.B. ULT AG in Löbau) zu unterscheiden sein.

Indem wir gemeinsam die hohe Komplexität der Gesellschaft am Beispiel der Initiativen „Dresdner Industrietage“ und „MiTag - Netzwerkstatt der Netzwerke“ verstehen lernen und wir erkennen, dass alte gesellschaftlichen Leitbilder gerade über Bord geworfen werden, wird es gelingen derartige Projekte zu etwas Einzigartigen zu entwickeln. Davon haben alle Teilnehmer einen direkten Nutzen und es gelingt uns gemeinsam ein positives Image des Mittelstandes in die Öffentlichkeit zu projizieren. Übrigens bedeutet Projekte im Lateinischen ja „das nach vorn Geworfene“, also „etwas in der Zukunft liegendes“.

Um in Zukunft Projekte neu gestalten zu können, bedarf es der Erkenntnis des Bestehenden. Das schließt in der komplexen Gesellschaft ein, zu erkennen, dass die Probleme gerade an den Schnittstellen zu Partnern, zu anderen gesellschaftlichen Gruppen entstehen. Daran können logische ökonomische Entwicklungen auf unerwartete Weise scheitern. 

Das ist uns in den letzten Jahren mehrfach deutlich geworden. Deshalb brauchen wir immer auch die Vielfalt der Perspektiven, wenn es darum geht z.B. MiTag und Dresdner Industrietage weiterzuentwickeln. Erkenntnisse aus der Initiative „Karriere Oberlausitz 2014“ helfen uns dabei weiter. Dort ist uns sehr bewusst geworden, warum die Studienabbrecherquoten bei 30% bis 50% liegen.

Aus der wissenschaftlichen Befragungsstudie, die wir im Rahmen der Initiative mit dem IHI-Zittau durchgeführt haben wird u.a. deutlich: 72% der Gymnasiasten der Oberlausitz denken, sie werden in der Region nicht gebraucht, 57% halten es für unwahrscheinlich eine Stelle in einen regionalen Unternehmen einzunehmen. Die Gymnasiasten haben wenig verstanden wie Marktwirtschaft funktioniert, aber bei den Erwartungshaltungen folgende Prioritäten:

  1. Angenehme Arbeitsatmosphäre
  2. Aufstiegsmöglichkeiten
  3. Ideen einbringen zu können
  4. Überdurchschnittliches Gehalt

Es zeigen sich systemische Fehler, wo wir uns fragen, wie gehen wir damit um? Im Zeitraum Juli bis September wird es deshalb besonders darauf ankommen die Schlussfolgerungen für die Qualifizierung der Initiativen zu ziehen und wie wir als BVMW im Wirtschaftsraum Dresden und Umland als Ganzes und den Teilregionen z.B. noch differenzierter in Görlitz unsere Arbeit gestalten wollen. 

Redaktion: Wilfried Rosenberg

MiTag mitgestalten und Nutzen haben

Mai 2015 "Es kann nur einen geben!“, wenn wir die größtmögliche Vernetzung und die Meisterung der Zukunft wollen. Dafür steht der BVMW als größter Unternehmerverband der Region im bewährten Bündnis mit wichtigen Partnern. 

Der 15. MiTag verbreitert seinen Wirkungskreis im Wirtschaftsraum Dresden/Oberlausitz und ist immer mehr Ausdruck des Strebens des Mittelstandes die Leistungs– und Netzwerk-fähigkeit auszubauen. Er bringt branchenübergreifend Leistungsträger über das bei anderen Veranstaltungen üblich Maß hinaus zusammen und würdigt erstmals zum MiTag mit der Vergabe des „Oberlausitzer Unternehmerpreis“ die Rolle der Unternehmer.

Diese Neuerung hatten viele Unternehmer schon lange auf der Wunschliste. Der MiTag als Gemeinschaftsinitiative von Wirtschaft und Politik verdeutlicht die immer enger gewordene Zusammenarbeit der Initiatoren und Sponsoren, aber auch im Org-Team, was zur Verbesserung des Angebotes führt.

In den 8 Vorträgen - die vor allem der Qualifizierung der Führungsarbeit dienen - steht das Personalmanagement ganz vorn. Renommierte Redner liefern wertvolle Anregungen und Mehrwerte für die praktische Arbeit. 

Um die Kommunikation zwischen den Teilnehmern weiter zu qualifizieren werden neue Akzente gesetzt und bewährtes weiterentwickelt:

  1. Die MiTag-Webseite  ist ein Aushängeschild und eine Präsentationsplattform. Alle Teilnehmer (Tagungsgebühr 50 € netto) sind - wenn sie es wollen - eingetragen, mit Logo sichtbar und verlinkt. Und das bis Anfang 2016! Diese Kommunikationsplattform kann auch dazu dienen Gespräche nach dem MiTag "nachzubereiten".
  2. Als Teilnehmer haben Sie die neue Möglichkeit über Mi-Connect sich mit anderen Teilnehmern am 30.06.15 per SMS zu verabreden, um sich z.B. in den Pausen oder im MiTag-Club zu treffen. 
  3. Zum Speed-Connection (3 Runden) treffen 8 Personen im Wechsel nach klaren Spielregeln aufeinander und lernen sich kurz kennen. Die Moderation durch Bernd Reinshagen sichert einen zielführenden Ablauf und eine gemeinsame Auswertung. Bei der Anmeldung auf www.mi-tag.de besteht die Möglichkeit Ihre Teilnahme zu vermerken.
  4. Der MiTag-Club im Westfoyer ist der VIP-Bereich, der von 11.30 Uhr-18.00 Uhr geöffnet ist. Er steht Teilnehmern offen, die dazu eine Zugangsberechtigung erworben haben. Hier können Sie in einer exklusiven Atmosphäre Gespräche führen und sich am Tagesbüfett (Speisen und Getränke) bedienen. Hier treffen sich neben den Sponsoren, speziell eingeladene Gäste und die, die das möchten (Zubuchung für 35 € netto p.P.). 
  5. Seit 2013 nutzen Unternehmen die Firmen-Galerie, die wir wieder im Hauptfoyer - dem zentralen Kommunikationspunkt - aufbauen. So sind Sie ganztägig präsent - natürlich auch auf der MiTag-Homepage - auch ohne persönlich anwesend zu sein. Die Neugestaltung kostet 345 € netto, die vorhandene Tafel 250 € netto.Bei der Buchung als Teilnehmer erhalten Sie dazu einen Preisvorteil und können den MiTag-Club nutzen.
  6. Einen interessanten Blick hinter die Theater-Kulissen gibt Intendant Lutz Hillmann bei 2 geführten Touren durch das Haus, auch kommen Sie mit anderen Teilnehmern ins Gespräch.
  7. Das Programmheft - welches Sie bei der Akkreditierung bekommen und wir in der Folgezeit als Referenzmaterial einsetzen - ist ein Marktplatz für sich. Sponsoren sind dort hervorgehoben präsent. Sie können hier auch gesonderte Anzeigen schalten.

Weitere Informationen finden Sie auf der MiTag-Homepage, wo Sie sich bitte rechtzeitig anmelden, um frühzeitig präsent zu sein. Es kann nur einen geben! Und Sie sollten dabei sein! Warum?

  1. Immer deutlicher wird, dass Digitalisierung und Demografie uns in einen neue Zeit katapultieren. Ein weiter so, kann zum Verhängnis werden! Der MiTag selbst ist ein Projekt der Selbsterneuerung und liefert dazu eine Menge Impulse. Wandel braucht Einsicht! Wer Neues schaffen will, muss sich erst einmal selber verändern. Öffentliche Meinung ist ein starker Treiber, damit wir uns als Mensch, Unternehmen und Gesellschaft ändern können. Zuhören und mitreden bringt mitgestalten und für die Zukunft nutzen haben! Mit neuem Logo möchten wir dafür ein Zeichen setzen! (ab Juni)
  2. Der MiTag verkörpert in der Zwischenzeit eine Tradition, eine Marke die von Einzelnen gemachte Erfahrungen vereinigt. So wissen Viele über den grundsätzlichen Ablauf Bescheid und können sich auf die Details konzentrieren, die ihnen am meisten nutzen. Auch ist es in einer zunehmend granularen Gesellschaft wichtig zu bestimmten Anlässen zusammenzu- kommen. So ist eine Veranstaltung wie der MiTag eine „Produktionsstätte“. Eine Netzwerk- statt der Netzwerke! - Immer mehr! Sie wird ihre Kraft entfalten, je mehr daran teilhaben.
  3. Die Kontinuität wird durch den Programmbeirat mit den Initiatoren und Sponsoren als treibende Kraft gesichert. Die Initiatoren: BVMW, MGO, IHK, KHS, Landkreisentwicklung Bautzen, Agentur für Arbeit.

Eine öffentliche Beratung wird es - wie schon 2014 - im Rahmen des „Business-Frühstück“ geben, am 28.08.2015. So fließen die Meinungen und Bedarfe von Vielen ein und bestimmen die weitere Entwicklung. Stehen Sie dabei nicht abseits!

Redaktion: Wilfried Rosenberg

Betriebliches Gesundheitsmanagement

April 2015 Mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) wird die aktive betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) unterstützt. Mit der Organisation eines Gesundheitstages finden Sie heraus, wie eine nachhaltige Arbeit gestaltet werden kann.

Unsere Gespräche mit Unternehmern verdeutlichen, dass die Themen immer wichtiger werden. Beginnend bei der Gesundheit der Unternehmer selber, ziehen sich die Diskussionen bis zur Attraktivität der Firmen, auch um gesunde, qualifizierte, innovative und motivierte Fachkräfte zu binden, oder die Nutzung steuerlicher Vorteile. 

Welche Vorteile bringt ein zielgerichtetes BGM? 

 

  • Sicherung der Leistungsfähigkeit aller Mitarbeiter
  • Erhöhung der Motivation durch Stärkung der Identifikation mit dem Unternehmen
  • Kostensenkung durch weniger Krankheits- und Produktionsausfälle
  • Steigerung der Produktivität und Qualität
  • Imageaufwertung des Unternehmens und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

 

 

Und für den Arbeitnehmer besteht der persönliche Nutzen in einer Verbesserung des Gesundheitszustandes und Senkung gesundheitlicher Risiken, einer Verbesserung der gesundheitlichen Bedingungen im Unternehmen, einer Verbesserung der Lebensqualität, einer Erhöhung der Arbeitszufriedenheit und Verbesserung des Betriebsklimas oder auch in der Erhaltung / Zunahme der eigenen Leistungsfähigkeit.

Ein gern genutzter Baustein der zugleich ein niedrigschwelliger Einstieg in das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement ist der Gesundheitstag. In einem kompakten Tagesprogramm können sich die Mitarbeiter mit unterschiedlichen gesundheitsrelevanten Themen vertraut machen und zugleich in Bezug auf die eigene Gesundheit sensibilisiert werden. So können durch Spezialisten meist an unterschiedlichen Stationen Daten zur körperlichen Fitness erhoben werden. 

In begleitenden Vorträgen oder Workshops werden zudem gesundheitsrelevante Themen, wie zum Beispiel Stressbewältigung, gesundes Sitzen, gesunde Ernährung oder Themen des Arbeitsschutzes behandelt.
Auf Grund ihres Aktions-Charakters bleiben solche Veranstaltungen meist lange im Gedächtnis der Arbeitnehmer und können somit die Basis für weitere gesundheitsförderliche Maßnahmen bilden.
Die Fachgruppe „Gesundheit!“ hat deshalb ein Konzept für einen Gesundheitstag entwickelt, das es dem Unternehmer ermöglicht, einen solchen Tag im eigenen Unternehmen mit möglichst geringem organisatorischen Aufwand durchzuführen. 

Ähnlich einem Baukasten kann der Unternehmer sich sein Konzept eines solchen Tages zusammenstellen und somit einen ersten und wichtigen Beitrag in Richtung Gesundheitsförderung im eigenen Unternehmen legen.

Welche Bausteine können Sie mit Unterstützung der Fachgruppe auswählen? 

 

  • Stresstest
  • Burnout-Prävention
  • Wertschätzung contra Mobbing
  • Entspannungstechniken für den Alltag
  • Wirbelsäulenmessung
  • Gesunde Ernährung
  • Ergonomie am Arbeitsplatz
  • Rückenschule
  • Fußanalyse, Fußabdrucknahme
  • Körperachsvermessung

 

Wie können Sie jetzt vorgehen, wenn Sie mehr dazu erfahren möchten? Rufen Sie die BVMW-Geschäftsstelle Bautzen an (03591-200910) oder schreiben Sie uns eine Mail. Wir erläutern Ihnen gern das weitere Prozedere und empfehlen Ihnen die jeweils kompetenten Experten.

Redaktion: Wilfried Rosenberg

Die Zukunft gehört den Informationsarbeitern und Spezialisten- Die Dresdner Industrietage nutzen

02.02.2015 Die Dresdner Industrietage sollen, mit dem 14. Mal im Jahr 2015 eine neue Qualität bekommen, weil bei der Gewinnung von innovativen Fachkräften durch erhebliche gesellschaftliche Umbrüche neue Herausforderungen entstanden sind, bzw. zukünftig noch deutlicher sichtbar werden. 

Die Dresdner Industrietage sind eine BVMW-Initiative und haben zum Ziel die Instrumente der Zusammenarbeit mit den Hochschulen zu entwickeln und Studierende bei Firmenerkundungen auf die vorhandenen Karrierechancen im Mittelstand aufmerksam zu machen.

Wenn Sie in ihrem Unternehmen gern Studenten in der „Woche der offenen Unternehmen“ vom 04.-08.05.2015 begrüßen möchten, dann melden Sie sich auf www.dresdner-industrietage.de jetzt an (BVMW-Mitglieder 300 €, Nichtmitglieder 450 € netto)!

Ab Ende März werden im Zusammenwirken mit dem Carrier-Service der TU-Dresden, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, der Hochschule Zittau/Görlitz und der Fachhochschule Dresden direkt Studierende mit Flyern, Plakaten und durch die Hochschullehrer in Vorlesungen angesprochen.

Am 15.04.2015 wird ab 14.00 Uhr das „Industrietage-Forum“ in der Berufs-akademie Dresden sich mit der Gestaltung des Innovationstransfers befassen. Neben Vorträgen von 15.00 bis 17.00 Uhr, beginnen wir 14.00 Uhr mit einem Sektempfang im Rahmen der Eröffnung einer Präsentation von Fakultäten und Unternehmen, die bis ca. 18.00 Uhr reichlich Möglichkeiten zum Gespräch - inklusive Büfett - bietet. 

Seit Jahren wurde durch Ludwig Schubert (BVMW-Dresden) gemeinsam mit dem BVMW-Industrierat diese Initiative organisiert. Jetzt haben wir als BVMW-Geschäftsstelle Bautzen die Verantwortung übernommen und werden unter Einbeziehung eines Org-Teams (mit BVMW-Kollegen L. Schubert, Dr. P. Netzband, Dr. V. Helbing und nötige Dienstleister) die Initiative weiterführen.

Dabei verfolgen wir auch die Vision, der Zusammenarbeit zwischen Metropol-region Dresden und der ländlichen Oberlausitz neue Impulse zu geben. Die Stärken beider Seiten zum Nutzen der agierenden Unternehmen zusammenzubringen, ist unser Ziel.

Das BVMW-Netzwerk im Wirtschafts– und Wissenschaftsraum Dresden/Oberlausitz wird dabei vor allem die industriell tätigen und innovativen Unternehmen ansprechen. Mit dem Industrie-Stammtisch in Dresden und dem Industrie-Konvent-Oberlausitz bestehen bereits regelmäßig tätige Gruppen, die sozusagen das gesamte Jahr über mit dem Höhepunkt „Dresdner Industrietage“ beschäftigt sind.

Anders ausgedrückt: Die Dresdner Industrietage sind die Vereinigung von unterschiedlich gewachsenen Veranstaltungsformaten zu einer Plattform, um mehr Zielführung zu erreichen. Da Wirtschaft eine besondere kulturelle Leistung ist und nicht zuerst eine ökonomische, wie viele glauben, ist die Frage, welche Herausforderungen ein solches Netzwerk bewältigen muss? Zukunftsforscher und Bestsellerautor Erik Händeler meint: „Heute hängt die Produktivität immer mehr von der Kooperationsfähigkeit der Informationsarbeiter ab“.

Die großen Produktivitätsreserven liegen neben der Fachkompetenz und einer gelingenden Kommunikation auf einer anderen Ebene: Leistungs-bereitschaft, gegenseitige Verlässlichkeit, Sozialverhalten. Nur wenn es gelingt eine neue Kultur der Zusammenarbeit zu etablieren, können wir die Reserven erschließen, die wir für unsere Wettbewerbsfähigkeit brauchen. 

In turbulenten Zeiten wird immer deutlicher: Mittelständler müssen über die eigenen Egoismen hinaus ihre Kräfte in Verbünden bündeln, damit sie an anderer Stelle, der Nische in der sie ansonsten ihr Geld verdienen und dort ihre Kompetenz haben, konzentriert arbeiten können!

Die Herausforderungen werden immer komplexer, die Flexibilität steigt, die Verbürokratisierung schnürt uns die Luft ab und der Glaube an bestimmte Werte geht den Bach runter! Da wir aber wissen, dass wirtschaftliche Entwicklung vom Verhalten einzelner Menschen abhängt, können wir als eine größere Gemeinschaft diese Entwicklung in unserem Sinne positiv gestalten.

Der Wohlstand, die Ertragsfähigkeit der Unternehmen hängt in Zukunft davon ab, wie effizient Informationen zusammengeführt werden: Planen, Organisieren, Probleme lösen, in der Informationsflut die Information bei Kompetenten suchen, die man gerade braucht, um ein reales Problem schneller als der Wettbewerb zu lösen.
Immer mehr Arbeit wie auch immer mehr Produkte sind immateriell: Gesundheit, Bildung, Informations-verarbeitung, partnerschaftliche Geschäftsmodelle, Rechtssicherheit.

In der Informationsgesellschaft gehören die entscheidenden Produktionsmittel nicht mehr der Firma, sondern den Mitarbeitern. Das größte wirtschaftliche Knappheitsfeld ist die Kooperationsfähigkeit. Partizipieren ist die neue Wertschöpfung!

Ein Unternehmer, der seinen Mitarbeitern Orientierung gibt, Zukunftslust und Kreativkraft wecken soll, damit Menschen über sich hinaus wachsen können, braucht dazu eine Kultur des Gewinnen-wollens und ein Umfeld, das Gewinnern mit Respekt begegnet. 

Daraus leiten sich unsere Motive ab, warum wir die Dresdner Industrietage, aber auch der 15. MiTag am 30.06.2015 organisieren. Die Geschäftsstelle Bautzen baut damit im Bündnis mit den BVMW-Strukturen ihre Kompetenz als Netzwerkknoten weiter aus. 

Redaktion: Wilfried Rosenberg