Wie retten wir uns vor dem Murks der Energiewende?

NEWS.aktuell des BVMW Team Bautzen vom 13.10.22

„Das Schlimmste kommt erst noch“ steht im gerade veröffentlichten Herbstgutachten des IWF. Während USA, China, Japan, aber auch Frankreich und Spanien für 2023 Lichtblicke haben, rutscht Deutschland weiter ab.

Aber Ver.di fordert für Beschäftigte von Bund und Kommunen mindestens 500,00 EUR mehr Lohn, während 52% der Mittelständler um ihre Existenz bangen (Umfrage, PM Tarif).

Ein hochkarätiges Expertenforum von „Tichys Einblick“ diskutierte am 10.10.2022 in Dresden mit ca. 200 Teilnehmern aus ganz Deutschland „Wie retten wir uns vor der Energiewende?“.

Prof. Werner Patzelt (TU Dresden) gab im Schlusswort eine klare Ansage: „Gar nicht!“ und verdeutlichte, wie dieses Generationenprojekt immer mehr ins religiöse abdriftet und wir in einer evolutionären Sackgasse zur regulativen Katastrophe übergehen und schlussfolgerte: Energiewende stoppen, neudenken; brauchen auch zukünftig russisches Gas; deutsche Fähigkeiten entfesseln; pluralistische Demografie befördern; den Tatsachen den Vorrang geben.

Deshalb: Mittelstand und Marktwirtschaft müssen zukunftsfähig bleiben! Dafür die Kräfte noch mehr vernetzen, um Potenziale der Region zu heben!

Die Preise von Energie gehen nur runter, wenn sich das Angebot erhöht und nicht auch noch wegen sinnloser Regeln verknappt wird.

Eine Energiewende ohne Kohle ist letztlich alternativlos, aber an ökonomische, technologische Voraussetzung gebunden!

Sonst werden uns die Preise wettbewerbsunfähig machen. Unser Ministerpräsident Kretschmer hat recht: Energiewende neu denken, mit Russland trotz schlimmen Putin-Krieg weiterverhandeln!

Unser Bundesvorsitzender Markus Jerger fordert, die Mittelständler bei der Energiepreisentlastung nicht zu vergessen ( PM ).

Im Jahresendspurt sind durch uns verschiedene Aktivitäten geplant (NEWS.regional Oktober 22) und wir haben natürlich auch die Planungen 2023 im Blick und fragen uns, worin sich ein Paradigmenwechsel widerspiegelt; Ihre Vorschläge sind da willkommen!

Wir nutzen auch verstärkt alle Gelegenheiten uns medial zu positionieren.

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Die Chancen der Oberlausitz durch die Kohle-Ausstiegsgelder gilt es klar im Blick zu behalten! Wertschöpfung erhöhen – uns aus der Krise herausinvestieren können, ist das wichtigste Ziel! Auf eine Anfrage der Sächsischen Zeitung zu unserer Meinung bzgl. der Entscheidung der Ansiedlung des Großforschungszentrums DZA (leider dann nicht erschienen), habe ich geantwortet:

Der 29. September 2022 – der Tag der Verkündung von 11,7 Mrd. € Investitionen - könnte als ein historischer Chancentag für die Lausitzen in die Geschichte eingehen,
wenn: …

  1. die Investitionen der LEAG (10 Mrd. €) und für das DZA (1,7 Mrd.€) die so gewaltig und auf konkret bestimmte Projekte ausgerichtet sind, dass jetzt bei allen klar sein müsste,
    die Region ist keine abgehangene, sondern eine weiter attraktiver werdende!
    Wo in einer durch Putin-Krieg, Klima-, Energie-, Finanz- u.a. Krisen geprägten Zeit, wo sich geopolitisch einiges verändert, erkennbar sein könnte,
    dass Krisen auch für die Oberlausitz Chancen sind in einem gewaltigen Transformationsprozess.
  2. es gelingt unsere Alleinstellungsmerkmale als bisherige Braunkohle-Energieregion und dem Lausitzer Granit als Schätze zu verstehen,
    die wir gemeinsam zu Wertschöpfung, Imageaufbau und Wertschätzung veredeln können.
    So ist Herkunft die Basis für Zukunft, für mehr Selbstvertrauen und Zusammenwirken.
    So gesehen senden diese Investitionen (zusammen mit allen anderen Struktur-Förderprojekten) Effekte an alle Branchen, die daraus für sich etwas machen können.
  3. die DZA-Akteure – aktiv von politischen Strukturen unterstützt und gelenkt – ihre historische Aufgabe als Auftrag verstehen, die gesamte Region einzubeziehen.
    Aus Wissenschaft muss auch für die Oberlausitz spürbare Wertschöpfung entstehen, nicht nur gut bezahlte Arbeitsplätze, die den Kannibalismus zwischen den Unternehmen befeuern, wie es jetzt schon der Fall ist.
    Eine Herausforderung die noch so mancher in der Region nicht verstanden hat und die immer noch denken, dass „in der Kohle“ wegfallende Arbeitsplätze kompensiert werden müssen.
  4. das Projekt „Lausitz Art of Building“ doch noch – in welcher Größenordnung auch immer - mit einbezogen werden kann, weil das zeitnaher, besonders für die Bauwirtschaft positive Effekte gebracht hätte.
    Das DZA muss erst noch beweisen, welche Impulse für die heimischen Mittelständler z.B. durch das gigantische Rechenzentrum, der Reinraum- und Labortechnik generiert werden können.
    Auf jeden Fall haben Bauunternehmen eine große Chance, wenn man ihnen eine Chance gibt!
    Das Zusammenwirken mit der Hochschule Zittau/Görlitz – die auch zu einer Hochschule Oberlausitz, mit einem Standort Bautzen werden könnte, darf dabei nicht vernachlässigt werden.
  5. die richtigen Schritte mit erkennbarem Tempo öffentlich gegangen werden. Es handelt sich schließlich bei DZA um viel Geld der Steuerzahlen, auch aus der Region.

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Auch helfen uns als Region Oberlausitz keine unnötigen Neid-Debatten, deshalb beantwortete ich eine Anfrage des Wochenkuriers (s. hier) wie folgt:

  1. Die eigene Stärke wird seit Jahren von Bautzen nicht genutzt! Ein Vergleich hatten wir schon in der NEWS.aktuell 10.08.22 dargestellt.
  2. Ja, die Vergabe der Strukturmittel ist nicht kritikfrei!
    Zuwenig wird im Sinne von Regionalentwicklung gedacht – d.h. dorthin zu investieren, wovon die gesamte Region Oberlausitz langfristig am meisten hat.
    Auch nicht kleckern, wenn ich auch nach außen einen Impuls senden will, d.h. wir müssen konsequenter die Frage beantworten:
    Wie holen wir mehr Wertschöpfung von außen in die Region, damit daraus resultierend die Kreislaufwirtschaft in der Region aktiviert wird!
    Großforschungszentren – egal wo sie angesiedelt sind – haben immer regionale Wirkungen. Es kommt mehr darauf an zu fragen, an welchem Standort die am besten gedeihen können.
    Und wenn da - um im Bild Bautzen zu bleiben - die Bedingungen hier nicht stimmen, dann wären das vergeudete Steuermittel.
  3. Mit Jammern wird es nicht besser, eher mit eigenem TUN!
    Um Projekte auf den Weg zu bringen braucht es zuerst gute Ideen und funktionierende, engagierter Strukturen!
    Sowohl Görlitz, als auch Hoyerswerda oder auch Bischofswerda sind da viel weiter!
    In der Stadt Bautzen hat man sich mit langen Ämterdiskussionen statt die Zukunft im Blick zuhaben im Kreise gedreht.
    Hier setzt OB Karsten Vogt jetzt offenbar die richtigen Zeichen!
  4. Ja, Beziehungen schaden nur dem der keine belastbaren aufgebaut hat!
    Das ist klar ein Vorteil u.a. von Görlitz. Aber da hilft auch nur die eigene Aktivität um die eigene Attraktivität auszubauenden.
    Jetzt ist die Entscheidung zu den Großforschungszentren gefallen, machen wir für die Region möglichst schnell das Beste!
    Ob und wann eine Bahnstrecke Görlitz – Cottbus ICE-fähig ist steht genauso in den Sternen wie die Elektrifizierung Görlitz – Dresden;
    Chancen haben beide, kämpfen wir darum, auch um die Entwicklung des Logistikzentrums in Bautzen.
  5. Außerdem, Bautzen partizipiert – schon immer - als Herz oder Hauptstadt der Oberlausitz auch von den umliegenden Entwicklungen.
    Das hat übrigens Bautzen auch eher faul gemacht, wo sich die anderen mehr anstrengen mussten.
    Aber so gesehen: Bautzen kann als solches den anderen auch was gönnen!

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Wir sind intensiv mit Mitgliedern und interessierten Unternehmern im Gespräch zur Beurteilung der Lage bei den Mittelständlern der Region und welche intelligenten Aktivitäten geeignet sind dem Mittelstand Gehör zu verschaffen.

Im UnternehmerBeirat werden wir uns am 25.10.22 eine Position als stärkster, regionalübergreifend aktiver Mittelstandsverband erarbeiten und im Kellergespräch am 03.11.22 weitere Ideen diskutieren.

Die meisten Unternehmer erwarten eine noch wirksamere Vernetzung, um aus der gegebenen Lage das Beste zu machen.

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[nbsp]Am 07.10.22 gastierten die BVMW-Repräsentanten der Wirtschaftsregion Dresden bei Production Service Drach GmbH. Geschäftsführer Tomar Drach berichtete zur erfolgreichen Entwicklung als junger Unternehmer.

Wir blicken auch als BVMW-Wirtschaftsregion Dresden mit über 800 Mitgliedern auf eine erfolgreiche Bilanz zurück, inkl. der 120 Treffen, die von den Repräsentanten im Jahr organisiert wurden. Auch nächstes Jahr soll es den 23. MiTag (13.06.23) und auch das Sommerfest, als größte Events geben.

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Eine Reihe Treffen – auch etwas anderer Art sind noch in der Vorbereitung:

 

  • 12.11.22 Bautzener Bühnenball mit VIP-Plätzen für Unternehmer
  • 22.11.22 Mittelstand trifft Kultur – dabei sein bei einer Probe im Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen
  • 06.01.23 Residence-Konzert in der Blauen Kugel Cunewalde mit VIP-Plätzen
  • 27.01.23 unser 15. Jahresempfang im Burgtheater Bautzen

 

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Das Bildungsgut Schmochtitz Sankt Benno lädt Führungskräfte und Interessierte zum Seminar „Wertorientiertes Leben und Arbeiten“ vom 16. bis 19. November ein. Wertebasierter Führungsstil und sinnhafte Arbeit wünschen sich immer mehr Menschen, vor allem junge Mitarbeiter. Von Führungskräften erfordert dies nicht nur Selbstreflektion, sondern auch eine hohe Veränderungsbereitschaft, wenn sie junge Menschen nicht nur für das Unternehmen gewinnen, sondern auch langfristig binden wollen.

Das Seminar „Werteorientiertes Leben und Arbeiten“ ist für Führungskräfte konzipiert, die ihre eigenen Werte und Motive reflektieren und präzisieren möchten und nach Wegen suchen, sowohl eigene Werte als auch die Unternehmenswerte stärker in jeglicher Alltagstätigkeit zu berücksichtigen.

Kursleiter ist Dietmar Genzel, der über zwei Jahrzehnte selbst Unternehmen führte und heute Führungskräfte in Seminaren und Workshops anleitet. Wichtig sind ihm dabei Praxisorientierung, Perspektivwechsel, sinn[-]volle Innovation und das Lernen in kleinen Einheiten.

Interessenten werden gebeten, sich über die Internetseite www.bildungsgut-schmochtitz.de/anmeldung anzumelden. Weitere Informationen zum Seminar werden telefonisch unter 035935/22313 gegeben oder stehen unter www.bildungsgut-schmochtitz.de/lebensgestaltung-und-beratung .