Erst recht in volatilen Zeiten: Zusammen Gehen!

NEWS.aktuell vom 16.01.2023

Es scheint schon etwas paradox, wenn bei allen großen Wirtschaftsrisiken (Eskalation des Putin-Krieges, Energie-Knappheit, Unterbrechung globaler Lieferketten, erneuter Einbruch des globalen Handels, Inflation und massiv schrumpfende Kaufkraft) einerseits, der Arbeitermangel andererseits, die Wettbewerbsfähigkeit auch für die Oberlausitz noch stärker als Herausforderung empfunden wird. „Es braut sich eine gefährliche Mischung zusammen“, stellt DIHK-Fachkräftereport fest: Es sind 2 Mio. Arbeitsplätze vakant (in der Oberlausitz 4.000) und wir verlieren in Deutschland fast 100 Mrd. € an Wertschöpfung. Auch in unserer Umfrage verdeutlichten 60% der Unternehmen, dass sie keine geeigneten Arbeitskräfte finden. So langsam kommt das auch in der Politik und der Agentur für Arbeit an, obwohl wir das schon seit Jahren erklären! Wenn selbst große Player wie Bahn, Kommunen, Arbeitsagentur, Fluggesellschaften oder die Bundeswehr Leute suchen, dann wird immer deutlicher: Wir müssen gemeinsam für die Region einen Attraktivitätswachstumsschub organisieren. Die hinlänglich verbreiteten Vorschläge (ausbilden, weiterbilden, Arbeitslose und Zuwanderer integrieren) sind aber keine wirkliche Lösung, wenn die Menschen einfach nicht da sind. Es geht um Produktivitätsgewinne und Mehrarbeit! Dafür brauchen wir Lösungen! Es ist einfach Unsinn, dass Tarifgebundenheit die Lösung wäre, genauso Neuansiedlungen, weil diese zu mehr Kannibalisierung führen, wenn damit nicht wachsende Wertschöpfung für die Region verbunden ist.

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Mittelstandsfreundliche Oberlausitz

Unsere, vom UnternehmerBeirat und der SIG „Hidden Pearls“ ins Leben gerufene Initiative nimmt Schritt für Schritt Fahrt auf. Es entsteht ein regionales Bündnis aus Wirtschaftsmacht Mittelstand und Kommunen. Die Gespräche dazu laufen und wir freuen uns, wenn wir bei den Städten und Gemeinden eine hohe Bereitschaft spüren mitzumachen. Von diesem Bündnis sollen wichtige Impulse für mehr Wir-Gefühl ausgehen, um die Oberlausitz – zusammen mit dem ländlichen Raum südlich und nördlich von Dresden – von unten heraus mit den für die Strukturentwicklung „von oben“ gegebenen Förderungen ganzheitlich entwickeln zu helfen. Im Zentrum steht die Frage: Wie mehr Wertschöpfung und Wertschätzung zu mehr Wohlstand führen? Den Jahresempfang von Mittelstand und Theater Bautzen am 27.01.2023 sehen wir als öffentlichen Startpunkt. Wer zu diesem Event noch eine Einladung haben möchte, kann diese telefonisch (03591 200910) anfordern.

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Unterschiede von Metropolen und ländlichem Raum

Einerseits wird immer auf Diversität verwiesen, andererseits aber die unterschiedlichen Potentiale und Ausgangslagen von Metropolen und ländlichen Räumen politisch ungenügend beachtet. Das schadet dem Mittelstand. Wir brauchen das Zusammenwirken von Metropolen und ländlichen Räumen. Wir sind für globale Lieferbeziehungen, wenn die ländlichen Räume davon partizipieren. Aber wir müssen aufpassen, wenn allgemeine Kennziffern dem Leben in der Region zum Nachteil gereichen:

 

  • beim 49 €-Ticket ist der Vorteil eindeutig bei den Metropolen; eine Fusionierung von Verkehrsverbünden ist deshalb ein schwieriger Ansatz
  • der Bedarf für den Ausbau der A4 kann nicht allein an Bundeskennzahlen festgemacht werden; so wird seit Jahren der Ausbau der B178 verhindert!
  • die Elektrifizierung des Teilstückes der Bahn Dresden-Görlitz hat eine europäische Dimension von der wesentlich auch die Menschen im ländlichen Raum partizipieren, deshalb muss der Bund dafür sorgen
  • die jetzt proklamierte Not am Wohnungsmarkt (es wird gefordert 700.000 Wohnungen zu bauen) ist vor allem ein Problem der Metropolen, was durch die Stärkung der Attraktivität der ländlichen Region leicht behoben werden könnte

 

Wenn es darum geht – was uns Bundes- und Landespolitiker aber auch Gewerkschaftschefs immer erklären und Verfassungsrang hat: gleichwertige Lebensbedingungen herstellen zu wollen, dann muss der ländliche Raum anders bemessen werden als die Metropolen.

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Zukunftstag Mittelstand 01.03.2023 in Berlin

Das große Jahresevent unseres Verbandes ist ein Mix aus Kongress, Präsentationsständen und Jahresempfang; für Mitglieder und Interessenten ist eine kostenfreie Teilnahme möglich. Sie erleben wie wir Wirkungen des Mittelstands auf mindestens 10 Spitzenpolitiker erzielen und die Vernetzung untereinander organisieren. Hier erfahren Sie mehr! Sie können uns gern kontakten. Es ist auch für Interessenten eine gute Gelegenheit zu verstehen, wie der Bundesverband Der Mittelstand.BVMW ihre Interessen vertritt.

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[nbsp]Wie konkret funktioniert die Energie-Preisbremse?

[nbsp]Mit der INFOkompakt online am 02.02.2023 wollen wir praktische Hinweise geben, wie die Energie-Preisbremse funktioniert und hoffen, dass die Versorger selbst bis dahin die Bundesregeln alle kennen. Am Beispiel der EWB Energie- und Wasserwerke Bautzen GmbH wird Geschäftsführer Kai Kaufmann das Herangehen erläutern und auf ihre Fragen eingehen. Jetzt anmelden, dann erhalten Sie die Zugangsdaten.

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JTF hilft mittelständischen Unternehmen

Noch gibt es die Richtlinien für den Just Transition Fond Sachsen nicht. Wir sind in der Redaktionsgruppe im Rahmen der Arbeitsgruppe „Wirtschaft“ aktiver Vertreter des Mittelstandes und werden sie informieren, sobald etwas vorliegt (frühestens im 2. Quartal), wo sie Anträge für Förderungen stellen können. Für die Oberlausitz stehen 374 Mio. € bereit, wovon lediglich 75 Mio. direkt an KMU und 95 Mio. € an Großunternehmen gezahlt werden sollen. Auch im Rahmen der restlichen 190 Mio. € hat der Mittelstand Chancen. Gerade darum geht jetzt der Kampf. Bis 2027 sollen die Mittel ausgegeben werden. Bei einem Treffen mit Staatsminister M. Dulig am 24.05.2023 und zum 23. Mittelstandstag mit Staatsminister T. Schmidt – werden wir sicher Weiteres erfahren.

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Firmen-Kurzvorstellungen angefordert

Um zukünftig einen noch höheren Mehrwert und Vernetzungsgrad bei unseren Veranstaltungen zu schaffen, möchten wir zusätzlich zu den Unternehmensdaten mit kurzen Selbstbeschreibungen auf den Anwesenheitslisten arbeiten. Wir bitten Sie, Ihr Angebot/Ihr Portfolio in einem knappen Text mit max. 250 Zeichen zu definieren und uns an bautzen@bvmw.de zuzusenden. Einige haben wir bereits erhalten – Vielen Dank!