NEWS.Mittelstand & Politik

Der Politische Beirat der BVMW-Wirtschaftsregion Dresden hat die aktuelle Lage, begonnen mit der Auswertung des 19. MiTages vom 26.06.19 und der Landtagswahlen, analysiert und kommt daraus zu folgenden Schlüssen:

Mittelständler zeigt für Eure Zukunft Flagge!

Der Politische Beirat der BVMW-Wirtschaftsregion Dresden hat die aktuelle Lage, begonnen mit der Auswertung des 19. MiTages vom 26.06.19 und der Landtagswahlen, analysiert und kommt daraus zu folgenden Schlüssen:

  1. Trotz aller bestehenden Risiken gibt es eine Vielzahl von Chancen die intensiv genutzt werden müssen um die Wettbewerbsfähigkeit, d.h. insbesondere die Attraktivität der        Region voranzubringen. Es kommt darauf an, die Chancen auch in wirren Zeiten zu nutzen! Das Narrativ „einer abgehängten Region“ ist dabei untauglich; dagegen sollten sich alle Mittelständler wehren! Wir sind in einer Metropolregion zwischen Riesa und Zittau eine Region der Vielfalt,   statt der Gleichwertigkeit, ein Raum der (in Zeiten einer ökologischen Zeitenwende) eine hohe Vitalität mit  neuen Zukunftsmöglichkeiten hat.
     
  2. Die unternehmerischen Netzwerke zwischen Mittelständlern auch jenseits der Lieferbeziehungen gilt es zu stärken, weil ansonsten die Interessen des Mittelstands als Denkweise und Kraftquell unter die Räder geraten. Wer den Zusammenhalt der Gesellschaft will, darf das Wohl der Mittelständler nicht aus dem Auge verlieren, wie das bei manchen Parteien der Fall ist, die eher der  verkindlichten Klimaeuphorie (Stichwort Greta T.) folgen und auf Angstmache setzen, ohne zu erkennen, dass gerade der Mittelstand einen starken Zukunftsgedanken braucht und selbst verinnerlicht hat. Es führt aber kein Weg am wirtschaftlichen Wachstum vorbei, Verzicht ist keine Zukunftsstrategie!
     
  3. Der Kohleausstieg bis 2038 hat das Potential mit einem großen  Transformationsprozess die Zukunftschancen einer Metropolregion „Elbe-Neiße“  wesentlich zu erhöhen, wenn es gelingt die Produktivität unter den Bedingungen der demografischen Entwicklung mit mehr Automatisierung und Digitalisierung zu  steigern, vor allem bei unseren „versteckten Perlen“ (Hidden Pearls) aus denen Hidden Champions werden können; ja müssen!
    Aber wir verkennen nicht, die vorgesehenen 6,88 Mrd. Euro für den Strukturwandel in der Oberlausitz, sind relativ kleine Beträge, wenn man bedenkt, dass für „Stuttgart  21“ über 5 Mrd. Euro aufgewendet werden und der Strukturwandel im Ruhrgebiet bereits über 60 Mrd. Euro verschlungen hat.
     
  4. Die in unserem zum 19. MiTag beschlossenen Positionspapier zur Landtagswahl aufgezeigten Forderungen und Arbeitsrichtungen gelten auch weiter.
    Das Wahlergebnis ist eindeutig, Ministerpräsident Michael Kretschmer ist der Wahlsieger und er will Sachsenkoalition die neue Wege geht. Da hat er unsere volle Unterstützung.   Wir wollen eine handlungsfähige Regierung und eine Politik, die die Rahmenbedingungen für den Mittelstand konkret verbessert, mit ökonomischem  Sachverstand agiert und ohne Euphorie den Zusammenhalt der Gesellschaft im Blick hat.