Landkreis Bautzen Industrie besonders stark – Dank Mittelstand

In der Sächsische Zeitung vom 11.01.2020 wird darauf verwiesen, dass der Landkreis Bautzen 2019 ein um 9,6% gestiegenes Umsatzplus erreicht hat; bei Mitarbeitern 36% und damit zu den sich am besten entwickelnden Kreisen in Sachsen gehört.

In der Sächsische Zeitung vom 11.01.2020 wird darauf verwiesen, dass der Landkreis Bautzen 2019 ein um 9,6% gestiegenes Umsatzplus erreicht hat; bei  Mitarbeitern 36% und damit zu den sich am besten entwickelnden Kreisen in Sachsen gehört. Mit 1.187 industriell tätigen Unternehmen hat der Landkreis sogar mehr Unternehmen als Dresden (1.104) und der Landkreis Görlitz mit 869.

Getragen wird diese Zahl vor allem von mittelständischen Unternehmen, d.h. von jenen wo Eigentum und Geschäftsführung zusammenfallen und so eine besondere Verantwortung begründen. Gerade mit diesen „Versteckten Perlen“ wird die Entwicklung voran gebracht, auch wenn diese nicht mit Subventionen rechnen können, wie das gerade jetzt wieder nicht nur im Fall Tesla deutlich wird. Hier wird nicht das große Geld gemacht, wie es uns die SZ mit der Überschrift vom 11.01.2020 suggerieren will und leicht beim Leser der Eindruck entsteht: Umsatz ist auch Gewinn.

Den Mittelständlern welche die Wertschöpfung in die Region holen sollte die Politik prioritäre  Aufmerksamkeit  schenken und eine viel differenziertere Behandlung organisieren, anstatt eine immer aufwendigere Bürokratie.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt wird nur mit wirtschaftlichem Wachstum in den Teilregionen gelingen und wer die Kohleverstromung als Wertschöpfungsquelle abschalten will, muss vorher für Ersatz sorgen. Ankündigungen haben wieder einmal große Erwartungen geweckt, der Koalitionsvertrag in Sachsen tut das Übrige.

Da helfen angesichts der demografischen Entwicklungen, wonach allein in der Oberlausitz für die heute 220.000 Arbeitsplätze im Jahre 2030 75.000 Menschen weniger zur Verfügung stehen, auch prioritär Neuansiedlungen von Unternehmen nicht. Das führt nur dazu, dass es die Bestehenden immer schwer haben ihren Ertrag zu sichern und so die Stimmung auch bei den Mitarbeitern nicht besser wird.

Unsere „Versteckten Perlen“ gehören in den Fokus, sie brauchen neue Freiräume und Pilotprojekte, um eine neue Dynamik zu erreichen, wenn es darum geht die Wirtschaftsregion Elbe-Neiße attraktiv zu machen. Auch für neue Investoren, die bei vorhandenen relativ selbständigen Konzern-Betrieben, wie z.B. ONTEX, oder auch Mittelständlern die ihren Hauptsitz nicht in der Region haben, wie KWD Karosseriewerke Dresden, Trumpf Sachsen, Creaton u.a. zu finden sind, braucht es starke Impulse in der Öffentlichkeit und ein gutes Image.

Sind wir dafür bereit?

Wir können heute gut unterscheiden, was lediglich verlängerte Werkbänke sind, die Geld und Potential der Region absaugen, oder für Entwicklung hier sorgen. Für 2020 wird es darauf ankommen, dem regionalen Wirtschaftskreislauf durch noch intensiveres differenziertes Netzwerken und ein neue Dynamik voranzubringen.

Das steht auch im Mittelpunkt des 20. Mittelstandstages am 17.06.2020 auf dem Butterberg.