Hans-Josef Helf im Interview mit dem MDR zum Thema Mobiles Arbeiten

"Wir sind der festen Meinung, dass die Entscheidung, ob mobiles Arbeiten in einem Unternehmen möglich ist, Arbeitgeberentscheidung ist. Nur der kann es entscheiden und nicht die Politik."

Arbeitgeber entscheidet über Arbeitsplatz

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hatte hingegen die Unternehmen Anfang des Jahres aufgefordert, flexiblere Arbeitsmodelle anzubieten. Und wolle das auch, wenn nötig, gesetzlich festlegen lassen. Davon hält Hans-Josef Helf, Sprecher des Bundesverbands der mittelständischen Wirtschaft in Sachsen, nichts: "Wir sind der festen Meinung, dass die Entscheidung, ob mobiles Arbeiten in einem Unternehmen möglich ist, Arbeitgeberentscheidung ist. Nur der kann es entscheiden und nicht die Politik."

Jedes Unternehmen sei unterschiedlich organisiert, erklärt Helf. Pauschale Vorgaben würden da wenig helfen. Und schon jetzt versuchten die Betriebe, neue Arbeitsmodelle zu etablieren, wie  er von einem sächsischen Callcenter-Unternehmer wisse: "Der ist einfach hergegangen und hat gesagt: Ok, ich leiste dem ganzen Genüge, indem ich einfach in zwei Schichten arbeite. Das heißt, die eine Gruppe kommt vormittags, die andere Gruppe kommt nachmittags. Der Nächste sagt: Ist bei mir überhaupt nicht möglich, weil da muss ich neue Räume anmieten. Das würde ja zur Folge haben, dass der Unternehmer gleich wieder zusätzliche Kosten hat."