Initiative "Mittelstandsfreundliche Gemeinde der Oberlausitz"

Die Initiative des BVMW startete als Wettbewerb zwischen den Gemeinden im Jahre 2000 mit dem Ziel den Dialog von Gemeindeverwaltungen und Unternehmer zu aktivieren und gemeinsam für eine Mittelstandsfreundlichkeit des Wirtschaftsraumes Oberlausitz zu werben. 

Der BVMW-Oberlausitz hat regelmäßig Gemeinden mit dem Titel „Mittelstandsfreundliche Gemeinde der Oberlausitz“ ausgezeichnet. Seit 2004 wurde vor allem auf Projekte und Prozesse gesetzt, die die Mittelstandsfreundlichkeit des Standortes verdeutlichen. Mit den Präsentationen der Projekte zu den Mittelstandstagen entstand ein wertvoller Erfahrungsaustausch.

Durch aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit durch den BVMW, sowie einer Medienpartnerschaft mit der Sächsischen Zeitung war das Anliegen permanent in der Öffentlichkeit. 

Getragen von der Idee mit der Initiative die Region auch überregional bekannt zu machen, haben sich zu den Sächsischen Unternehmertagen 2005 (in Chemnitz) Bautzen, Görlitz, Neukirch und der NOL, gemeinsam mit der MGO Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien präsentiert. Die Nominierung von Bautzen für den „Großen Preis des Mittelstandes“ war 2005 erfolgreich.

Keine Neuauflage „Mittelstandsfreundliche Oberlausitz“ - Veränderungen fordern neue Prioritäten!

Nach gründlichen Abwägungen haben wir uns entschieden die Neuauflage des Projektes „Mittelstandsfreundliche Oberlausitz“ nicht weiter zu verfolgen!

Seit 2000 wurde das Thema bearbeitet, der Dialog von Unternehmen und Gemeinden intensiviert. Jetzt standen wir als BVMW-Oberlausitz vor der Entscheidung, mit einer neuen Strategie die Aktivität zu einer neuen Qualität zu führen oder sie zu beenden!
Mit Unterstützung des Freistaates sollte ein Pilotprojekt gestaltet werden.
In einer seit Oktober 2006 erfolgen längeren Abwägung sind wir zu zwei Schlussfolgerungen gekommen:

  1. Mit der bisherigen Gemeinschaftsinitiative hat der Dialog nachhaltige Impulse bekommen. Die Gemeinden Bautzen, Großröhrsdorf, Görlitz, Hoyerswerda, Neukirch/Lausitz, Niesky, Obergurig, Spreetal, Sohland/Spree haben durch ihre aktive Teilnahme Pionierarbeit geleistet. Die Firmenchefs bezeugen heute eine wesentlich verbesserte Zusammenarbeit.

  2. Die Prioritäten die die Unternehmen und auch die Menschen in der Oberlausitz überhaupt heute setzen, sind - mit den konjunkturellen Entwicklungen einhergehend - vor allem bei den innovativen, gewerblichen Leistungsträgern andere geworden. Wichtige Beziehungsnetze sind entstanden. Wo kein Bedarf ist, sollte auch nichts Künstliches gemacht werden!

Von den 40 angesprochen Unternehmen mit über 20 Mitarbeitern, waren letztlich lediglich 9 bereit mitzumachen; 20 war unsere eigene Zielmarke. Die passten auch nicht zu der Vorgabe vom SMWA, wonach mindestens 5 Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern dabei sein sollten.

Mittelstandsfreundlichkeit bezieht sich nicht mehr vordergründig auf Verwaltungshandeln. Es ist Aufgabe der Politik Prozesse zu gestalten, die die Attraktivität des Standortes erhöht und den Unternehmern so ein Angebot unterbreitet das ihrige zu tun!

Als BVMW-Oberlausitz werden wir uns mit gezielten Initiativen darauf konzentrieren ein positives Unternehmerbild in der Öffentlichkeit zu erzeugen. Als Beispiel gilt das seit 2005 laufende Projekt „Gemeinsam erfolgreich: Wirtschaft und Theater“.

Deshalb ist es nötig der Individualisierung, d.h. das konsequente Verfolgen von eigenen Lebensentwürfen - dem eigentlichem Unternehmertum – mehr Bedeutung als Triebkraft der Regionalentwicklung beizumessen. Gemäß dem Motto: „Die beste Standortförderung sind erfolgreiche Unternehmer und begeisterte Kunden!“

So charakterisiert die Beendigung des Projektes „Mittelstandsfreundliche Oberlausitz“ auch einen Paradigmenwechsel in der Herangehensweise des BVMW-Oberlausitz, womit wir auf eine sich verändernde Lage reagieren!

2. Platz BEST PRIVAT PUBLIC PARTNERSHIP 2006

Am 24.11.06 wurde der BVMW-Oberlausitz für das Projekt "Mittelstandsfreundliche Oberlausitz - Kooperation von Unternehmen und Kommunen" ausgezeichnet:    2. Platz BEST PRIVAT PUBLIC PARTNERSHIP 2006

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