Erfolgreiche erste BVMW Zukunftsschmiede im Landkreis Leipzig

Werkstattgespräch von Landkreispolitik und Unternehmern mit großer Resonanz

Zeitgleich zum hochkarätigen Pokalspiel von RBL und FCB, fanden sich mehr als 40 Unternehmer in der LAV Markranstädt zur ersten BVMW Zukunftsschmiede im Landkreis Leipzig ein. Das neue Veranstaltungsformat soll dem konstruktiven Austausch der Themen des Mittelstandes mit den politischen Mandatsträgern bis hinein in die Verwaltungen dienen. Der Einlaung zum Austausch waren gefolgt Henry Graichen (CDU), Landrat des Landkreis Leipzig, Petra Köpping (SPD), Mitglied des Sächsischen Landtages für den Landkreis Leipzig, Dr. Gerd Lippold (Bündnis 90/ Die Grünen), Mitglied des Sächsischen Landtages und Jens Spiske (Freie Wähler), Bürgermeister der Stadt Markranstädt.

Von der Unternehmerschaft wurden u.a. gefordert

 

  • mehr Mitwirkung bei der Erarbeitung von Gesetzen
  • mehr Kompetenz und Serviceorientierung in den Ämtern
  • Gleichstellung von Branchen (hier Münzdruck) im europäischen Wettbewerb
  • Vereinfachung der Abfallverordnung
  • Orientierung der Schulbildung auf Wirtschaft
  • Abbau der Überregulierung
  • Personalmangel erfordert Einwanderungsgesetz
  • einheitliche Förderpolitik in den Ländern (Wettbewerb)

 

Mit "Krisenzeiten sind Lösungszeiten" erklärte Staatsministerin Petra Köpping die Bereitschaft der Politik, Dinge neu zu ordnen. Sei es die Erneuerung der SAB, die schnelle Anerkennung von Asylbewerbern oder die offene Überlegung ein Regierungspräsidium wieder einzuführen. Landrat Graichen stellte klar, dass für ihn die Behörde ein Dienstleister ist und sich daraus das Bemühen um Serviceorientierung im Amt ableitet. Für ganz praktische Themen warb er, mit der hauseigenen und hochengagierten Stabsstelle für Wirtschaftsförderung Kontakt aufzunehmen. Gleichlautend formulierte auch Bürgermeister Spiske sein Anliegen den Dienstleistungscharakter in die Amtsstuben zu tragen und bot den direkten und ganz praktischen Kontakt für unternehmerische Anliegen an. Dr. Lippold warb um eine neue Fehlerkultur, die die Akzeptanz des Scheiterns beinhaltet. Für das Unternehmertum sind seiner Ansicht nach auch bessere Gründungsvoraussetzungen zu schaffen und erwartet seitens der Regierungspolitik mehr Transparenz.

Die Diskussion wurde vom Moderationsteam Manuela Krause (Druckhaus Borna) und Constanze Weiß (BVMW Landkreis Leipzig) offene und kritische geführt. Sowohl der Mittelstand als auch die Politik sind an einer Fortführung des Formats interessiert. Die BVMW Zukunftsschmiede wird in 2018 weitergeführt, dann mit vielen konkreten Themen, für die der Mittelstand einen guten politischen Rahmen braucht.