Die 4. Phase: Überbrückungshilfe III Plus

Am 31. Dezember 2021 endet die Frist zur Antragstellung auf Überbrückungshilfe III Plus. Bis dahin können förderungsberechtigte Unternehmen Fixkostenerstattungen und Eigenkapitalzuschüsse für den Zeitraum Juli 2021 bis März 2022 beantragen.

Neu ist eine zusätzliche Unterstützung für Unternehmen, die Arbeitnehmer aus der Kurzarbeit zurückgeholt oder neu eingestellt haben.

Wer ist förderungsberechtigt?

Förderungsberechtigt sind Unternehmen mit mindestens einem Beschäftigten sowie Soloselbständige und Freiberufler, die ihre Tätigkeit im Haupterwerb ausüben. Auch Start-Ups, die vor dem 31. Oktober 2020 gegründet wurden, sind antragsberechtigt. Neu sind spezielle Förderregularien, die sich an vom Hochwasser im Juli 2021 betroffene Unternehmen mit coronabedingten Umsatzrückgängen richten.

Wie hoch ist die Förderung?

Für die Berechnung der Förderhöhe sind die Umsätze Juli 2021 bis März 2022 mit den monatlichen Referenzumsätzen aus 2019 zu vergleichen. Kleine und Kleinstunternehmen können zum Vergleich auf den durchschnittlichen Umsatz 2019 abstellen. Eine Förderung wird nur für diejenigen Monate gewährt, in denen sich ein mindestens 30 prozentiger coronabedingter Umsatzrückgang eingestellt hat. Saisonale oder dem Geschäftsmodell inhärente Umsatzschwankungen werden ausdrücklich nicht gefördert.

Analog zur Überbrückungshilfe III ist die Höhe der Förderung vom monatlichen Umsatzrückgang abhängig. Unternehmen mit einem Umsatzrückgang von mindestens 30 aber weniger als 50 Prozent erhalten 40 Prozent der förderungsfähigen Fixkosten des jeweiligen Monats erstattet. Beträgt der Umsatzrückgang mindestens 50 und maximal 70 Prozent werden 60 Prozent und bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden sogar 100 Prozent erstattet. Zusätzlich – und ebenfalls analog zur Überbrückungshilfe III – wird die Überbrückungshilfe III Plus durch den Eigenkapitalzuschuss flankiert. Der Eigenkapitalzuschuss wird gewährt, sofern der Umsatzrückgang im Zeitraum November 2020 bis Dezember 2021 in mindestens drei Monaten 50 Prozent oder mehr beträgt.

Neu ist, dass alternativ zu der pauschalen Förderung der Personalkosten, eine Restart-Prämie gewährt wird. Die Restart-Prämie berechnet sich aus der Differenz der jeweiligen Personalkosten für den Monat Juli, August und September im Vergleich zum Monat Mai 2021. Für den Monat Juli werden 60 Prozent, für den Monat August 40 Prozent und für den Monat September immerhin noch 20 Prozent der Differenz als Zuschuss ausbezahlt.

Überbrückungshilfe III Plus beantragen.

Autor des Artikels: Dr. Sebastian Krauß

Steuer- und Fachberater für Internationales Steuerrecht
Vorsitzender der BVMW Kommission Steuern und Finanzen
Geschäftsführer der concepta Steuerberatungsgesellschaft mbH