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Schwellenwert für Sofortabschreibung wird angehoben

Ab 2018 wird der Schwellenwert für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) von 410 Euro auf 800 Euro angehoben. Eine gute Nachricht für den Mittelstand, denn das bedeutet vor allem Bürokratieabbau.

Der Schwellenwert zur Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter wurde zuletzt 1964 angehoben. Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft forderte daher schon seit Jahren, den Schwellenwert zeitgemäß anzupassen. Die Anhebung soll kurzfristig realisiert werden, damit sie ab Januar 2018 wirken kann. 

Kleine und mittlere Betriebe profitieren von weniger Bürokratie

Betriebe sind laut Einkommensteuergesetz verpflichtet, Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens über den Zeitraum ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (meistens länger als 5 Jahre) abzuschreiben. Während dieser Dauer müssen die Wirtschaftsgüter in einem Verzeichnis eingetragen und die jährlichen Abschreibungen dokumentiert werden. Durch die längst überfällige Neuregelung können geringwertige Wirtschaftsgüter, wie z.B. Büromaterialien oder Werkzeuge, bis zu einem Wert von 800 Euro bereits im Anschaffungsjahr komplett gewinnmindernd angerechnet werden. Die Auflistung im Anlagenverzeichnis gilt zukünftig ebenfalls nur für das erste Jahr, was eine bürokratische Erleichterung bedeutet. Von der Lockerung der aufwändigen Aufzeichnungspflicht werden besonders kleinere Unternehmen oder Handwerksbetriebe profitieren, da die Anhebung des Schwellenwertes auch der Liquidität und der Innenfinanzierung bei Investitionen der Unternehmen zugutekommt.

Weiterführende Links:

Handelsblatt 8.3.2017 – Eine gute Nachricht für den Mittelstand
Handelsblatt 6.3.2017 – Die überfällige Entlastung des Mittelstands