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Erfahren Sie, welche Themen die Fachexpertinnen und -experten unserer Mitgliedsunternehmen diskutieren und welche Positionen sie gegenüber der Politik vertreten.
Steigende Energiepreise belasten kleine und mittlere Unternehmen in erheblichem Maße. Aus dem Grund hat der BVMW 2011 die Energiekommission ins Leben gerufen. Hier erarbeiten mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer Lösungen, um die Energiewende aktiv mitzugestalten und nachhaltiges Wirtschaften als ganzheitlichen Ansatz zu verbreiten.
Die Arbeit der Kommission orientiert sich an den folgenden Grundsätzen:
Ziel der Kommissionsarbeit ist es, eine wirtschaftlich effiziente, sichere und nachhaltige Energiepolitik zu fördern. Aus dieser Perspektive werden in der Kommission energiepolitische Strategien und Konzepte entwickelt. Dabei umfasst die Arbeit nicht nur die Betrachtungen des Energiemanagements bzw. der Energieeffizienzanstrengungen im Unternehmen als Teilprozess, sondern ebenso die Bewältigung der Energiewende als gesamtwirtschaftliche Herausforderung.
Leitsatz des BVMW-Energiekonzeptes ist der Grundsatz „so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig“. Mit dieser Prämisse werden die regionalen Potenziale einer nachhaltigen Energieversorgung aktiviert und die mittelständische Wirtschaft vor Ort gestärkt. Die Kommission und der BVMW stehen im engen Dialog mit Wissenschaftlern und Politikern, um dieses Konzept wirksam umzusetzen.
In der digitalen Sitzung der Kommission Energie und nachhaltiges Wirtschaften am 19. Februar 2026 standen die Herausforderungen hoher Energiepreise, Fragen der Versorgungssicherheit sowie die Marktintegration erneuerbarer Energien im Mittelpunkt. Diskutiert wurden zudem die Auswirkungen regulatorischer Vorgaben wie CSRD, CBAM und EU-Taxonomie auf mittelständische Unternehmen sowie der Bedarf an Bürokratieabbau und einem neuen Strommarktdesign. Darüber hinaus verständigte sich die Kommission auf die weitere Themenplanung, die Erarbeitung möglicher Positionspapiere und eine stärkere fachliche Bündelung von Kompetenzen innerhalb des Gremiums.
Bei der Kommissionssitzung am 6. Oktober 2025 stand das Thema Biodiversität im Mittelpunkt. Experten vom Naturschutz Deutschland (NABU), der Global Woods AG, dem Ludwig-Erhard-Forum und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) diskutierten die Bedeutung der Biodiversität für den Mittelstand und erörterten konkrete Maßnahmen für eine marktwirtschaftlich umsetzbare Implementierung.
Die Teilnehmenden waren sich einig, dass freiwillige, praxisnahe Lösungen und effiziente Rahmenbedingungen entscheidend sind, um die Biodiversitätsziele zu erreichen, ohne mittelständischen Unternehmen überflüssige Kosten oder Bürokratie aufzuerlegen. Zudem wurde die Energieversorgung diskutiert: Zellulare Ansätze und Smart Cities gelten als zentrale Bausteine, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die systemischen Energiekosten langfristig zu senken.
Die Sitzung diente zugleich als Abschied für Prof. Dr. Eicke Weber, der die Kommission seit 2019 geleitet hat. Wir bedanken uns für sein Engagement und freuen uns, dass er der Kommission weiterhin als Mitglied erhalten bleibt. Neuer Kommissionsvorsitzender ist Dirk Howe von der Siempelkamp Gruppe.
Ansprechpartnerin
Karla Steinecke
Referentin Energie & Nachhaltigkeit, Mobilität & Logistik