Unentdeckte Gemeinsamkeiten
Sirko Rosenberg
Zukunftsweber oder Vergangenheitsverwalter?
Mit der NEWS.aktuell informiert das BVMW Team Bautzen ausschließlich Mitglieder, in der Regel Mitte des Monats. Weitere Ausgaben erscheinen nach Bedarf. Dabei kommentieren wir aktuelle Entwicklungen, informieren zu aktuellen Themen und veröffentlichen Informationen von Mitgliedern.
Zukunftsweber oder Vergangenheitsverwalter?
21.04.2026. Seit 1990 hat die Oberlausitz rund 200.000 Einwohner verloren – und dieser Trend hält an. Solche Zahlen nähren ein negatives Zukunftsverständnis in der Region. Beim letzten Business-Frühstück hat Robert Eichinger vom Regionalen Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien die Ergebnisse einer Umfrage unter jungen Menschen vorgestellt: Die Jugend fühlt sich heute wohl in der Oberlausitz, blickt aber mit großer Skepsis auf die Zukunftsaussichten der Region. Genau damit wird der Grundstein für den Weggang gelegt.
Warum ist das so? Dabei liegen echte Chancen direkt vor unserer Haustür. Mit dem Aufbau des Deutschen Zentrums für Astrophysik (DZA) entsteht ein Leuchtturmprojekt, das mehr als nur „irgendwas Neues“ ist. Es ist disruptiv. Hier werden Technologien entstehen, die es noch nicht gibt. Es liegt an uns in der Region, genau diese Technologien zu entwickeln – und damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung zu schaffen.
Ähnlich verhält es sich mit der Ansiedlung des Chip-Riesen TSMC in Dresden. Dieses Werk kann nicht isoliert existieren. Es braucht hochinnovative Zulieferer und Zulieferer der Zulieferer. Und diese finden ihre Heimat im Umland – also auch in der Oberlausitz. Zusätzliche Impulse verspricht das NetZeroValley, das die Zusammenarbeit zwischen Ober- und Niederlausitz deutlich stärken kann.
Noch kommen diese Chancen bei den Menschen nicht an. Das ist verständlich, denn bisher ist vieles davon Theorie. Genau hier sind wir Mittelständler gefragt: Wir müssen aktiv werden und diese Chancen mit Leben füllen. Wie auf dem Jahresempfang im Januar angekündigt, starten wir deshalb in diesem Jahr unsere Initiative Zukunftsweber.
Bereits jetzt bauen wir die Kooperation mit unseren regionalen Hochschulen aus. Weitere konkrete Schritte werden wir noch vor dem Sommer – spätestens beim 26. MiTag am 23. Juni 2026 – vorstellen.
Und dabei bleibt es nicht. Wir wollen mit weiteren innovativen Akteuren zusammenarbeiten, damit Sie als unsere Mitglieder frühzeitig Chancen erkennen und darauf reagieren können. Das alles braucht Zeit, bis es spürbare Wirkung entfaltet. Deshalb ist eine kräftige Prise Optimismus und Geduld für die Region wichtiger denn je. Diesen Optimismus an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzugeben, ist heute entscheidender als je zuvor – auch wenn die aktuelle politische Reforminkompetenz das nicht gerade erleichtert.
Es liegt in unserem eigenen unternehmerischen Interesse, an die Chancen der Oberlausitz zu glauben und sie konsequent in reale Ergebnisse zu verwandeln. Junge Menschen aktiv in diesen Prozess einzubinden, hilft nicht nur, diese Generation hier zu halten. Es macht die Region auch für Talente von außen wieder attraktiv.
Lassen Sie uns gemeinsam Zukunftsweber statt Vergangenheitsverwalter sein
Sirko Rosenberg
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