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Hagen, 06.02.2026 Lesezeit: 2 Minuten

Defence.Tech.NRW – Fördermittel für Schlüsseltechnologien in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Wie mittelständische Industrieunternehmen in Nordrhein-Westfalen Innovationsprojekte vorantreiben und den Zugang zu neuen sicherheitsrelevanten Märkten strukturieren können.

Autor: Markus Krüger

Technologische Stärke ist längst zu einem sicherheitspolitischen Faktor geworden. Mit dem Förderprogramm Defence.Tech.NRW unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen gezielt Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Entwicklung marktnaher Lösungen für zivile Sicherheit und Verteidigung. Besonders für technologieorientierte Mittelständler eröffnet sich damit die Chance, Innovationsvorhaben schneller umzusetzen, strategische Partnerschaften aufzubauen und sich frühzeitig in wachsenden Zukunftsmärkten zu positionieren.

Defence.Tech.NRW ist ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union. Es zielt darauf ab, marktnahe High-Tech-Vorhaben mit Bezug zur zivilen Sicherheitsvorsorge und/oder Verteidigung zu unterstützen, insbesondere sogenannte Dual-Use-Anwendungen, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind.

Hintergrund und Zielsetzung

Vor dem Hintergrund einer sich wandelnden globalen Sicherheitsarchitektur fördert das Land NRW im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 Projekte zur Entwicklung, Validierung und Skalierung von Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien. Ziel ist es, technologische Schlüsselkompetenzen in Nordrhein-Westfalen auszubauen, kritische Abhängigkeiten zu reduzieren und bestehende Lücken in europäischen Wertschöpfungsnetzwerken zu schließen.

Viele Innovationen im Defence-Tech-Bereich entstehen ursprünglich in der zivilen Forschung oder lassen sich dort weiter nutzen. Eine stärkere Verzahnung von ziviler und militärischer anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung bietet daher erhebliches wirtschaftliches und technologisches Potenzial.

Förderfähige Themenbereiche

Gefördert werden Vorhaben der angewandten Forschung und experimentellen Entwicklung mit klarem Anwendungsbezug zur zivilen und/oder militärischen Verteidigung. Der Fokus liegt auf marktnahen Lösungen – von der Entwicklung über Prototypen bis hin zur Demonstration in realen oder realitätsnahen Umgebungen. Grundlagenforschung ist ausgeschlossen.

Thematische Schwerpunkte sind unter anderem:

  • Künstliche Intelligenz
  • Autonome Land-, Luft- und Seesysteme
  • Cybersicherheit
  • Sensorik und Elektronik
  • Vernetzte Aufklärungs- und Informationssysteme
  • Neue Werkstoffe und Fertigungsverfahren
  • Trainings- und Simulationssysteme
  • Technologien zum Schutz kritischer Infrastrukturen und für den Zivilschutz

Ergänzend können Maßnahmen des Technologietransfers, der Validierung und Demonstration sowie Investitionen in Forschungs-, Erprobungs- und Entwicklungsinfrastrukturen gefördert werden. Voraussetzung ist eine schlüssige Projekt- und Verwertungsplanung mit belastbaren Aussagen zu Einsatzszenarien, wirtschaftlichem Potenzial und einer Fortführung über den Förderzeitraum hinaus.

Förderkonditionen

  • Förderquote:
    • Bis zu 80 % für kleine Unternehmen (weniger als 50 Mitarbeitende)
    • Bis zu 75 % für mittlere Unternehmen (50–249 Mitarbeitende)
    • Bis zu 90 % für Hochschulen und Forschungseinrichtungen im nicht-wirtschaftlichen Bereich
  • Projektlaufzeit: Maximal 24 Monate
  • Einreichungsfrist: Die erste Einreichungsrunde endet am 30. April 2026

Antragsberechtigung

Gefördert werden Verbundvorhaben mit mindestens zwei Partnern. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Kooperation mit Hochschulen sowie Forschungs- oder Bildungseinrichtungen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Jeder Verbundpartner muss mindestens 10 % der förderfähigen Ausgaben übernehmen.

Antragsverfahren

Die Antragstellung erfolgt online über das EFRE.NRW.Online-Portal. Es wird empfohlen, im Vorfeld das Beratungsangebot der Innovationsförderagentur NRW (IN.NRW) zu nutzen.

Kontaktpersonen:

  • Dr. Michael Massow
    • Telefon: +49 2461 61-84025
    • E-Mail: defence.tech.nrw@ptj.de
  • Taner Akkayali
    • Telefon: +49 2461 61-84094
    • E-Mail: defence.tech.nrw@ptj.de

Weitere Informationen

Für detaillierte Informationen und zur Antragstellung besuchen Sie bitte die offizielle Webseite des Programms: Defence.Tech.NRW.

Hinweis: Die Teilnahme an Informationsveranstaltungen und Messen, wie beispielsweise der Fachmesse XPONENTIAL Europe, wird empfohlen, um sich über Förderbedingungen, Antragsanforderungen und Kooperationsmöglichkeiten zu informieren und die Zukunft der Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien in Nordrhein-Westfalen aktiv mitzugestalten.

Ihr Ansprechpartner für das Wertschöpfungsnetzwerk Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

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Markus Krüger

Repräsentant ‒ SK Hagen, LK Märkischer Kreis, LK Ennepe-Ruhr-Kreis

Im Dünningsbruch 18

58095 Hagen

Germany

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