Wie mittelständische Industrieunternehmen in Nordrhein-Westfalen Innovationsprojekte vorantreiben und den Zugang zu neuen sicherheitsrelevanten Märkten strukturieren können.
Wie mittelständische Industrieunternehmen in Nordrhein-Westfalen Innovationsprojekte vorantreiben und den Zugang zu neuen sicherheitsrelevanten Märkten strukturieren können.
Technologische Stärke ist längst zu einem sicherheitspolitischen Faktor geworden. Mit dem Förderprogramm Defence.Tech.NRW unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen gezielt Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Entwicklung marktnaher Lösungen für zivile Sicherheit und Verteidigung. Besonders für technologieorientierte Mittelständler eröffnet sich damit die Chance, Innovationsvorhaben schneller umzusetzen, strategische Partnerschaften aufzubauen und sich frühzeitig in wachsenden Zukunftsmärkten zu positionieren.
Defence.Tech.NRW ist ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union. Es zielt darauf ab, marktnahe High-Tech-Vorhaben mit Bezug zur zivilen Sicherheitsvorsorge und/oder Verteidigung zu unterstützen, insbesondere sogenannte Dual-Use-Anwendungen, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind.
Vor dem Hintergrund einer sich wandelnden globalen Sicherheitsarchitektur fördert das Land NRW im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 Projekte zur Entwicklung, Validierung und Skalierung von Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien. Ziel ist es, technologische Schlüsselkompetenzen in Nordrhein-Westfalen auszubauen, kritische Abhängigkeiten zu reduzieren und bestehende Lücken in europäischen Wertschöpfungsnetzwerken zu schließen.
Viele Innovationen im Defence-Tech-Bereich entstehen ursprünglich in der zivilen Forschung oder lassen sich dort weiter nutzen. Eine stärkere Verzahnung von ziviler und militärischer anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung bietet daher erhebliches wirtschaftliches und technologisches Potenzial.
Gefördert werden Vorhaben der angewandten Forschung und experimentellen Entwicklung mit klarem Anwendungsbezug zur zivilen und/oder militärischen Verteidigung. Der Fokus liegt auf marktnahen Lösungen – von der Entwicklung über Prototypen bis hin zur Demonstration in realen oder realitätsnahen Umgebungen. Grundlagenforschung ist ausgeschlossen.
Thematische Schwerpunkte sind unter anderem:
Ergänzend können Maßnahmen des Technologietransfers, der Validierung und Demonstration sowie Investitionen in Forschungs-, Erprobungs- und Entwicklungsinfrastrukturen gefördert werden. Voraussetzung ist eine schlüssige Projekt- und Verwertungsplanung mit belastbaren Aussagen zu Einsatzszenarien, wirtschaftlichem Potenzial und einer Fortführung über den Förderzeitraum hinaus.
Gefördert werden Verbundvorhaben mit mindestens zwei Partnern. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Kooperation mit Hochschulen sowie Forschungs- oder Bildungseinrichtungen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Jeder Verbundpartner muss mindestens 10 % der förderfähigen Ausgaben übernehmen.
Die Antragstellung erfolgt online über das EFRE.NRW.Online-Portal. Es wird empfohlen, im Vorfeld das Beratungsangebot der Innovationsförderagentur NRW (IN.NRW) zu nutzen.
Kontaktpersonen:
Für detaillierte Informationen und zur Antragstellung besuchen Sie bitte die offizielle Webseite des Programms: Defence.Tech.NRW.
Hinweis: Die Teilnahme an Informationsveranstaltungen und Messen, wie beispielsweise der Fachmesse XPONENTIAL Europe, wird empfohlen, um sich über Förderbedingungen, Antragsanforderungen und Kooperationsmöglichkeiten zu informieren und die Zukunft der Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien in Nordrhein-Westfalen aktiv mitzugestalten.
Ihr Ansprechpartner für das Wertschöpfungsnetzwerk Sicherheits- und Verteidigungsindustrie
Markus Krüger
Repräsentant ‒ SK Hagen, LK Märkischer Kreis, LK Ennepe-Ruhr-Kreis