So kommen Sie an Fördermittel

Welche Förderprogramme stehen im Bereich Nachhaltigkeit für mittelständische Unternehmen zur Verfügung? Und welche Schwerpunkte gibt es dabei?

Der Arbeitskreis Fördermittel im BVMW-Beratungsnetzwerk empfiehlt ausgewählte Programme zur Kofinanzierung von Investitionsprojekten durch nicht rückzahlbare Zuschüsse. Die meisten Programme fokussieren hierbei Investitionen, die im Kontext der Energie- und Ressourceneffizienz, Dekarbonisierung, Mobilitätswende oder Kreislaufwirtschaft stehen.

GRW (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“) / Strukturförderung: Das strukturell bedeutsame Programm fördert in strukturschwachen Regionen Investitionen in neue Wirtschaftsgüter wie Maschinen und Gebäude in Verbindung mit der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen. Die Förderung wird von der EU kofinanziert, für die Umsetzung sind die jeweiligen Bundesländer zuständig. Viele legen hierbei einen besonderen Fokus auf nachhaltige Projekte.

Energie- und Ressourceneffizienz: Es gibt mehrere Zuschussprogramme für die Einsparung von Energie und Ressourcen in der Produktion. Auf Bundesebene ist dies entweder im Wettbewerbsverfahren mit bis zu 60 Prozent Förderquote oder im Standardprogramm mit maximal 50 Prozent möglich, vielfach gibt es für mittelständische Unternehmen zusätzlich auch spezifische Programme im jeweiligen Bundesland, zum Beispiel:

■ Rheinland-Pfalz: https://bvmw.info/Rheinland-Pfalz 
■ Nordrhein-Westfalen: https://bvmw.info/NRW 
■ Sachsen-Anhalt: https://bvmw.info/Sachsen-Anhalt 
■ Hamburg: https://bvmw.info/Hamburg 

Umweltinnovationsprogramm: Mit dem Programm des Bundesumweltministeriums wird die erstmalige Umsetzung eines neu entwickelten umweltfreundlichen Verfahrens in den Industriemaßstab (Scale-up) unterstützt.

Dekarbonisierung in der Industrie: Neben Forschung und Entwicklung werden mit diesem Bundesprogramm auch Investitionen in innovative Klimaschutztechnologien zur Reduzierung prozessbedingter Treibhausgasemissionen in der energieintensiven Industrie bezuschusst.

Digitalisierung: Gefördert wird die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen über das Bundesprogramm „Digital Jetzt“, das allerdings sehr stark beansprucht ist. Alternativ gibt es auch Programme in vielen Bundesländern, zum Beispiel „DigiBonus II“ in SchleswigHolstein, „BIG-Digital“ in Brandenburg, „MID-Invest“ in NordrheinWestfalen, „Digitalbonus Thüringen“ oder „Digitalisierungsprämie Plus“ in Baden-Württemberg.

BEG – Bundesförderung für effiziente Gebäude: Gefördert wird die Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Es werden Maßnahmen an der Gebäudehülle, Anlagentechnik und Heizungsanlagen bezuschusst.

Elektromobilität: Mehrere Programme des Bundes und der Bundesländer fördern Infrastruktur rund um das Thema Elektromobilität, zum Beispiel Zuschüsse für nicht öffentlich zugängliche Ladestationen durch die KfW.


Sonja Stockhausen und Dr. Jörg Rupp sind vom Beratungsnetzwerk Mittelstand zertifiziert und Mitglieder im Arbeitskreis Fördermittel und im BVMW Expertenkreis Förderprogramme. Informationen für Beratungssuchende und interessierte Beratende unter: www.beratungsnetzwerkmittelstand.de oder Nick Willer: nick.willer@bvmw.de

 

Sonja Stockhausen
Geschäftsführende Gesellschafterin GEWI GmbH & Co. KG

BVMW-Mitglied

www.gewi.de

 

Dr. Jörg Rupp
Geschäftsführender Gesellschafter DORUCON – DR. RUPP CONSULTING GmbH

BVMW-Mitglied

www.dorucon.de