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Der deutsche Mittelstand ist im Ausland stark präsent. Im Jahr 2025 wuchs das Netzwerk der BVMW-Auslandsvertretungen um die Märkte Libanon, Mauritius, Österreich, Syrien, Tunesien, Uganda und Ungarn.
Der BVMW begleitet den deutschen Mittelstand bei allen Schritten der Erschließung von Auslandsmärkten. Als einziger Verband in Deutschland verfügt der BVMW über ein weltweites Netzwerk von mehr als 85 Auslandsbüros, die über 100 Länder abdecken. Die BVMW-Auslandsrepräsentanten stehen den Mitgliedern bei Fragen rund um die Geschäftsentwicklung zur Seite und bieten mit Ihren Kontakten eine Plattform zur Vernetzung mit Akteuren in Politik und Wirtschaft in den jeweiligen Ländern.
Weitere Informationen zu unseren Auslandsbüros finden Sie unter:
Die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit eröffnet BVMW-Mitgliedsunternehmen vielfältige Chancen – von der Erschließung neuer Absatzmärkte über die Risikostreuung bis hin zur Innovationsförderung durch internationalen Know-how-Transfer. Der Aufbau von Partnerschaften mit ausländischen Verbänden ermöglicht den Zugang zu spezifischem Branchenwissen, erleichtert den Umgang mit regulatorischen Anforderungen und fördert den gemeinsamen Einsatz für nachhaltige Geschäftsmodelle. Solche Kooperationen unterstützen den Abbau globaler Handelshemmnisse und stärken die strategische Position mittelständischer Unternehmen auf internationalen Märkten.
Im Jahr 2025 hat der BVMW Vereinbarungen zur Zusammenarbeit mit der Föderation der irakischen Handelskammern (FICC), dem vietnamesischen Verband junger Unternehmer in Europa (VYBE), dem Amt für Auswärtige Angelegenheiten der Provinz Nghe An (Sozialistische Republik Vietnam) und der Industriekammer von Uruguay (CIU) unterzeichnet.
Mittel- und Südamerika sind dynamische Wirtschaftsräume mit großem Potenzial für deutsche Unternehmen. Der Bedarf an Infrastruktur, Digitalisierung, Maschinenbau und erneuerbaren Energien trifft hier auf aufstrebende Märkte und wachsende Mittelschichten. Eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit eröffnet neue Absatzmärkte, stärkt Lieferketten und schafft langfristige Partnerschaften.
Freihandelsabkommen zwischen der EU und verschiedenen Staaten der Region – zum Beispiel mit Mexiko, Chile oder den Mercosur-Ländern – schaffen dabei verlässliche Rahmenbedingungen und fördern den gegenseitigen Marktzugang. Für den deutschen Mittelstand eröffnen sich damit attraktive Chancen zur internationalen Expansion.
Um die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den Ländern Mittel- und Südamerikas gezielt zu stärken, hat der BVMW im Jahr 2024 die Mittelstandsinitiative Lateinamerika (MIL) ins Leben gerufen. Die MIL konzentriert sich auf die nachhaltige Entwicklung wirtschaftlicher Partnerschaften mit der Region. Ziel ist es, deutsche Unternehmen bei ihrem Engagement vor Ort zu unterstützen – durch gezielten Wissenstransfer, den Aufbau belastbarer Netzwerke sowie durch Fachveranstaltungen und B2B-Formate.
Mehr dazu unter: https://www.bvmw.de/de/aussenwirtschaft/mittelstandsinitiative-lateinamerika
Der German Startup Pavilion, organisiert vom German Mittelstand GCC Office, war einer der großen Gewinner des Web Summit Qatar 2025 und wird auch Anfang Februar 2026 mit einer noch größeren Beteiligung vertreten sein. Mit einer Delegation von über 100 deutschen Start-ups, Unternehmern und Innovatoren stellte Deutschland eine der stärksten internationalen Delegationen auf dem führenden Technologie-Event der Region. Begleitet wurde der Auftritt durch die Präsenz des BVMW-Präsidiums beim Web Summit Qatar 2025, bestehend aus Senator a. D. Christoph Ahlhaus, Vorsitzender des BVMW, sowie dem Präsidiumsmitglied Gordon Pelz. Auch Anfang 2026 wird das BVMW-Präsidium erneut zusammen mit dem BMWE sowie dem BMDS vor Ort präsent sein. 2026 werden rund 200 deutsche Startup-Gründerinnen und -Gründer, Investorinnen und Investoren sowie Innovationsakteure ihre Produkte und Technologien präsentieren und wertvolle Kontakte zu internationalen Partnern, Förderinstitutionen und Entscheidungsträgern knüpfen.
Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit von BVMW-Mitgliedsunternehmen, der RIW Gruppe und der Sülzle Gruppe, wurde 2025 die deutsch-indische Fachkräfteinitiative „NextMittelstand“ ins Leben gerufen. Am 1. September wurde hierzu ein MoU zwischen der Regierung von Tamil Nadu und der NextMittelstand GmbH unterzeichnet. Unterstützt wird die Initiative durch den BVMW und die Bildungsallianz des BVMW sowie den Bundesverband der Kreishandwerkerschaften. Ziel der Initiative ist es, durch die Einführung des deutschen dualen Ausbildungsmodells in Indien qualifizierte Fachkräfte für Industrie und Handwerk in Deutschland zu gewinnen. Bereits im ersten Jahr sollen rund 120 Auszubildende in vier Berufen in das Programm aufgenommen werden.
Kooperation der Mittelstandsallianz Afrika mit der Sonderinitiative „Invest for Jobs“ der GIZ Die Mittelstandsallianz Afrika des BVMW kooperiert mit der Sonderinitiative „Gute Beschäftigung für sozial gerechten Wandel“ (Invest for Jobs) in den Partnerländern Senegal, Ruanda, Marokko und Tunesien. Ziel ist es, deutsche mittelständische Unternehmen mit afrikanischen Partnern zu vernetzen. Das Angebot umfasst Informations- und Austauschformate, Marktanalysen, Delegationsreisen, die Anbahnung von Kooperationsprojekten sowie die Entwicklung von Industriestandorten.
Ruanda: Kompetenzaufbau und Beschäftigung als Grundlage für nachhaltiges Wachstum
Im Rahmen der zweiten Projektphase der Task Force Ruanda zeigte sich ein ausgeprägtes Interesse ruandischer Partner an praxisorientierten Berufsbildungsangeboten zur wirtschaftlichen Stärkung. Berufsbildung wurde dabei als zentraler Faktor für Unternehmertum, Investitionen und Arbeitsmarktentwicklung identifiziert. In der dritten Projektphase wurde eine Marktstudie zum Thema „Bildung als Schlüssel zur wirtschaftlichen Entwicklung – Perspektiven für den Mittelstand in Ruanda“ durchgeführt. Die Studie umfasste Analysen zu Bildungsstrukturen, Digitalisierung sowie marktprägenden demografischen und wirtschaftlichen Entwicklungen.
Nachhaltiges Industriecluster in Diourbel: Deutsche Unternehmen schaffen Perspektiven im Senegal
Im Rahmen der Taskforce Senegal haben der BVMW und die Sonderinitiative „Gute Beschäftigung für sozial gerechten Wandel“ (Invest for Jobs) erfolgreich den Grundstein für ein nachhaltiges Industriecluster in Diourbel gelegt. Mehrere deutsche Unternehmen – darunter die ALGA GmbH, die Augusthandel GmbH und die Sewerin GmbH – engagieren sich als Konsortium in diesem zukunftsweisenden Projekt. Das Industriecluster verbindet wirtschaftliche Investitionen mit gezielter Qualifizierung lokaler Fachkräfte. Bereits umgesetzt wurden Ausbildungsmaßnahmen in den Bereichen Kunststoffrecycling, Solarenergie, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie industrielle Instandhaltung. Damit werden sowohl ökologische als auch soziale Nachhaltigkeitsziele adressiert. In den kommenden fünf Jahren soll das Cluster ein Beschäftigungspotenzial von bis zu 500 Arbeitsplätzen schaffen – sowohl in den ansiedelnden Unternehmen als auch durch selbstständige Tätigkeiten. Das Projekt gilt als beispielhaft für erfolgreiche internationale Zusammenarbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Westafrika.