Mittwoch,
01. Jul. 2026
17:00 — 19:00
Seit dem 16.08.2023 ist es für die gewerbliche Wirtschaft über ein Förderprogramm möglich, Fördermittel für die Entwicklung des eigenen Unternehmens zu erhalten. Grundlage dafür bildet der JTF (Just Transition Fund ). Das ist ein Förderprogramm der EU, welches die Dekarbonisierung von Regionen und deren Wirtschaftsstruktur unterstützt. Die Lausitz ist Modellregion für die dieses Programm.
Antragsberechtigt sind KMU in den Landkreisen OSL, EE, LDS, SPN, Cottbus und UM. Nicht alle Branchen sind förderfähig. Förderfähige Branchen sind z.B. Gastgewerbe, Handwerk, Einzelhandel, Dienstleistungen, Bauwirtschaft, Ingenieurbüros (wenn sie gewerbesteuerpflichtig sind) und verarbeitendes Gewerbe. Ausgeschlossen sind z.B. Forst- und Landwirtschaft, Transportgewerbe, Lagerhaltung, Großhandel, Pflege, Bildung, Medizin und freie Berufe. Innerhalb des JTF gibt es zwei Förderwege.
1. Förderhöhe max. 70 % bis 300.000 € (Grundlage: De minimis Verordnung).
2. Förderhöhe 35 % für OSL und EE, 45 % für SPN und CB, 20 % für LDS bis 8 Mio. €
(Grundlage: AGVO- Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung
Förderfähig sind z.B. die Errichtung von neuen sowie die Erweiterung, Modernisierung und die Diversifizierung von bestehenden Betriebsstätten. Förderfähig sind Investitionen, die im Anlagevermögen aktivierbar sind, wie z.B. Maschinen und Anlagen, Büro- und Innenausstattung, Software oder auch Gebäude. Darüber hinaus werden erstmalige Unternehmensgründungen mit einem Startgeld gefördert. Ein weiterer Baustein des Förderprogramms sind Beratungsdienstleistungen, die Unternehmen benötigen, um Erweiterungen, Modernisierungen und Diversifizierung vorzubereiten und durchzuführen.
Welche konkreten Inhalte förderfähig sind, welche Bearbeitungszeiten einzuplanen sind und wer bei der Beantragung unterstützen kann, sind nur einige von vielen weiteren Fragen, die vom Referenten Ramona Melchert (ILB) beantwortet werden.
Darüber hinaus wird Ihnen Silvana Nimtz in einem zweiten Vortrag viele praktische Hinweise zum Online-Antragsprozess geben. Sehr gern können Sie auch ihre individuellen Fragen stellen und, wenn vorhanden, Ihre eigenen Erfahrungen einbringen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stadt Vetschau statt.
Für Speisen und Getränke ist gesorgt.