Willkommen im BVMW Thüringen
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Der neue Leitfaden des Expertenkreises Nachhaltigkeit zeigt Ansätze und Handlungsoptionen, wie zirkuläre Wirtschaftsstrategien gestaltet und umgesetzt werden können.
Aus DER Mittelstand. 6/2022
Stark steigende Rohstoff- und Energiepreise, Versorgungsengpässe, gesetzliche Auflagen zur Treibhausgasreduktion oder der Transparenz in der Lieferkette – die Liste ließe sich leicht verlängern. Viele, wenn nicht alle der aktuellen Herausforderungen für Unternehmen sind auf den Umstand zurückzuführen, dass wir auf einem erschöpften Planeten leben. In immer kürzeren Intervallen verbraucht die Menschheit immer größere Mengen an Rohstoffen und gräbt der Erde Jahr um Jahr Substanz ab, die nicht regeneriert. Um nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen, müssen wir deshalb den Umgang mit Primärrohstoffen neu denken. Der Verbrauch muss sinken, die Nutzungsdauer von Produkten muss verlängert und Stoffkreisläufe müssen konsequent geschlossen werden. Dabei geht es um weit mehr als „nur“ die Wiederverwertung von Müll. Geschäftsmodelle und die gesamte Wertschöpfung müssen so ausgerichtet werden, dass der Ressourcen- und Energieverbrauch deutlich reduziert werden kann. Das kann uns nur in einer zirkulären Wirtschaft gelingen, und nur, wenn Unternehmerinnen und Unternehmer die Herausforderung gemeinsam angehen.
Damit der Aufbau einer zirkulären Wirtschaft gelingt, müssen wir alle Schritte der Wertschöpfung in einem technischen und biologischen Kreislauf denken. Das Unternehmen – als Organismus gedacht – wird nach dem Vorbild der Natur modelliert, wo es das Konzept von „Müll“ nicht gibt. Was in der Theorie gut klingt, ist jedoch in der Praxis oft nicht leicht umsetzbar. Seit dem Jahr 2018 veröffentlicht die NGO Circle Economy regelmäßig ihren Circularity Gap Report. In der aktuellen Ausgabe wird festgestellt, dass lediglich 8,6 Prozent der ursprünglich eingesetzten Rohstoffe ihren Weg zurück in das Wirtschaftssystem finden. Über 90 Prozent der Rohstoffe werden noch immer im linearen Modell verbraucht. Das schockierende: Dieser Anteil hat in den vergangenen Jahren sogar zugenommen.
Klar wird damit auch, dass es nicht genügen wird, sich rein auf das Recycling von Rohstoffen zu konzentrieren. Vielmehr braucht es einen umfassenden und ganzheitlichen Ansatz, um eine echte Kreislaufwirtschaft aufzubauen. Zur Beschreibung dieses Ansatzes haben sich die R-Strategien Reduce, Reuse, Recycle durchgesetzt, die nach und nach durch immer weitere Aspekte zirkulären Wirtschaftens ergänzt wurden. Zusammen verdeutlichen sie, dass es auf viele Aspekte ankommt, wenn wir Kreisläufe wirklich schließen können. Das bedeutet, dass vor allem auch kleine Schritte zum Erfolg führen können, was das Konzept der Kreislaufwirtschaft gerade auch für mittelständische Unternehmen interessant macht, denn mit der richtigen strategischen Herangehensweise können diese Vorreiter auf Ihrem Feld werden und langfristig wirtschaftlichen Erfolg sichern. Die Expertinnen und Experten des BVMW zeigen in ihrem Leitfaden auf, wie der Mittelstand Schritt für Schritt den Einstieg in zirkuläre Wirtschaftsmodelle schafft und wie der Transformationsprozess erfolgreich gestaltet werden kann.
Mit „Eine zirkuläre Wirtschaft“ veröffentlicht der Expertenkreis Nachhaltigkeit des BVMW bereits seinen dritten Leitfaden und unterstützt Mittelständler aktiv dabei, mehr Nachhaltigkeit ins Unternehmen zu bringen.
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