Beate Böttger
In diesem Jahr durften mein Kollege vom BVMW Chemnitz Gerd Steinert, Sebastian Krauß (BVMW Berlin) und ich (Beate Böttger, BVMW Niedersachsen West) bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises dabei sein.
Ein herzliches Dankeschön dafür an die DBU, es war eine beeindruckende Veranstaltung! Der Weg nach Chemnitz hat sich gelohnt.
Die Stadt, die in diesem Jahr Europäische Kulturhauptstadt 2025 ist, war am 24. Oktober 2025 Schauplatz der Verleihung des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) – einer der höchstdotierten Umweltpreise Europas mit einem Gesamtpreisgeld von 500.000 Euro. https://www.dbu.de/umweltpreis/
Der Deutsche Umweltpreis wird seit 1993 jährlich von der DBU vergeben und würdigt herausragende Leistungen zum Schutz der Umwelt, zur Bewahrung natürlicher Ressourcen und zur Bekämpfung des Klimawandels. Er gilt als einer der renommiertesten Umweltpreise Europas und soll ambitionierte Forschung, innovative Technologien und vorbildliches unternehmerisches Engagement sichtbar machen.
Die Preisverleihung fand im Rahmen eines nachhaltigen Festakts in der Stadthalle Chemnitz statt. Schon im Vorfeld stand die Veranstaltung selbst im Zeichen der Nachhaltigkeit: Die DBU richtete den Festakt erstmals nach den strengen Kriterien des „Blauen Engels“ für Veranstaltungen aus und setzte damit Maßstäbe für umweltfreundliche Großveranstaltungen – von umweltfreundlicher Anreise über energieeffiziente Technik bis zu ressourcenschonendem Catering.
Bundespräsident Frank‑Walter Steinmeier überreichte persönlich die Auszeichnungen und nutzte die Gelegenheit, die Bedeutung des Umwelt- und Klimaschutzes zu betonen. In seiner Festrede mahnte er, den Klimaschutz auch angesichts anderer gesellschaftlicher Prioritäten nicht aus dem Blick zu verlieren und würdigte den „Pioniergeist“ der Preisträger.
Die DBU‑Jury entschied sich in diesem Jahr für zwei herausragende Preisträgergruppen, die exemplarisch für Wissenschaft und Wirtschaft stehen.
Prof. Dr. Sonia Isabelle Seneviratne
Die Schweizer Klimaforscherin Prof. Dr. Sonia Isabelle Seneviratne von der ETH Zürich wurde für ihre bahnbrechenden Beiträge zur Klimaforschung gewürdigt. Ihr interdisziplinärer Forschungsansatz hat das Verständnis der Land‑Klima‑Dynamik – also des Zusammenspiels von Bodenfeuchte, Vegetation, Verdunstung und Atmosphäre – deutlich erweitert und in den internationalen wissenschaftlichen Diskurs eingebracht. Diese Erkenntnisse fließen heute in viele globale Klimamodelle ein und helfen, präzisere Prognosen zur Entwicklung des Klimawandels zu erstellen.
Seneviratnes Arbeiten zeichnen sich durch innovative Methoden und einen hohen wissenschaftlichen Anspruch aus; sie gelten als international wegweisend und von großer Relevanz für den zukünftigen Klimaschutz.
Lars Baumgürtel & Dr. Birgitt Bendiek (ZINQ)
Die zweite Preisträgergruppe bilden Lars Baumgürtel und Dr. Birgitt Bendiek, das Führungsduo des Stahlverzinkungsunternehmens ZINQ aus Gelsenkirchen. Sie wurden ausgezeichnet für ihr Engagement, Ressourcen‑ und Energieeffizienz sowie Kreislaufwirtschaft in einer traditionell rohstoffintensiven Branche voranzubringen.
Ihr Unternehmen gilt als Inspirationsmodell für nachhaltiges Wirtschaften in der metallverarbeitenden Industrie. Durch innovative Verfahren zur Verzinkung von Stahl gelingt es ihnen, den Material- und Energieeinsatz signifikant zu reduzieren, was nicht nur ökologische Vorteile bringt, sondern auch ökonomisch tragfähig ist.
Die Kombination aus exzellenter Klimaforschung und praxisorientierter Ressourceneffizienz macht das diesjährige Preisträgerfeld besonders repräsentativ für aktuelle Herausforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes:
Beide Bereiche zusammen tragen entscheidend dazu bei, Wege zu finden, wie nachhaltige Entwicklung in gesellschaftliche Praxis übersetzt werden kann – genau das soll der Deutsche Umweltpreis sichtbar machen.
Mehr zur Preisverleihung: https://www.dbu.de/umweltpreis/