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99096 / Erfurt, 08.02.2026 Lesezeit: 5 Minuten

Thüringen braucht die Wende

Autor: Ringo Siemon

Das ist kein Stimmungstief mehr, das ist ein Substanzverlust.

Warum „blankes Entsetzen“ im Thüringer Mittelstand keine Übertreibung ist.

79 % der mittelständischen Unternehmen erkennen aktuell nicht einmal mehr ein „engagiertes Bemühen“ der Bundesregierung, die drängendsten Probleme anzugehen. Neun Monate nach der Wahl von Friedrich Merz ist die anfängliche Aufbruchstimmung einem harten Realitätsschock gewichen.

Was unser Bundesgeschäftsführer Christoph Ahlhaus in seinem Brandbrief an das Kanzleramt adressiert, spüren wir in Thüringen jeden Tag:

  • Der demografische Kipppunkt 2026: Wir verlieren massiv Arbeitskräfte, während die Bürokratie uns gleichzeitig die Luft zum Atmen nimmt.
     
  • Investitionsstau: Über 68 % der Betriebe schieben Projekte auf – nicht weil sie nicht wollen, sondern weil die regulatorischen Hürden (wie EU AI Act oder ESG-Berichte) KMU schlicht überfordern.
     
  • Die Kredithürde: Bei stagnierendem Wachstum und steigenden Zinsen wird der Zugang zu Liquidität für viele Thüringer Firmen zum Nadelöhr.

Ringo Siemon, Leiter der Wirtschaftsregion ‒ Thüringen, bringt es auf den Punkt:

„Wir brauchen keine PR-Gipfel oder Placebo-Diskussionsrunden. Die Thüringer Unternehmer erwarten eine Wirtschaftspolitik, die den Namen 'Wende' auch verdient. Die Senkung der Stromsteuer und eine echte Entfesselung von Marktkräften sind keine Optionen, sondern Überlebensfragen.“

Wir stehen als BVMW fest an der Seite unserer Mitglieder und fordern klare Konsequenzen – auch in der personellen Aufstellung der Mittelstandspolitik.

Der Mittelstand in Thüringen muss zusammenhalten.

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