Ein gelungener Auftakt.
3. CrossConnect - Kunsthalle Arnstadt
In der Kunsthalle Arnstadt trafen am Abend des 24. März 2026 Unternehmergeist und Zukunftsfragen aufeinander. Ein Ort mit besonderer Atmosphäre: Wo früher eine Taschenlampenfabrik stand, finden sich heute beeindruckende Werke von Künstlern – ein passender Rahmen für einen Austausch über die Zukunft des Mittelstands.
Zum Auftakt begrüßte Herr Singer die Gäste in der Kunsthalle Arnstadt mit spürbarer Leidenschaft für diesen besonderen Ort. In seiner kurzen Einführung schlug er die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Einst Produktionsstätte einer Taschenlampenfabrik, ist die Kunsthalle heute ein Raum für Kreativität, Austausch und neue Perspektiven. Gerade dieser Wandel machte den Einstieg so passend – denn er steht sinnbildlich für das, was auch den Mittelstand prägt: die Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden und Bestehendes in etwas Zukunftsfähiges zu transformieren.
Das erste Thema des Abends brachte Matthias Kehmeier, IHK Südthüringen, klar auf den Punkt: Ausbildung ist kein „Nice-to-have“, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor. Die Botschaft war deutlich: Wer heute nicht ausbildet, wird morgen keine Fachkräfte haben. Das duale System ist und bleibt eine tragende Säule für den deutschen Mittelstand – gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel. Die Frage, die im Raum stand, war ebenso einfach wie unbequem: Woher sollen die Fachkräfte von morgen kommen, wenn heute niemand ausbildet?
Wie Unternehmen konkret reagieren, zeigt das Beispiel von der Garant Türen und Zargen GmbH. Im Interview schilderte Ausbildungsleiter André Reinhardt, wie sein Unternehmen sieben Auszubildende über ein Vietnam-Projekt gewonnen hat. Der Hintergrund: zu wenige Bewerber auf dem deutschen Markt. Sein Erfolgsfaktor lag nicht nur in der Entscheidung selbst, sondern in der Umsetzung:
Während die internen Hürden gut zu meistern waren, lagen die größeren Herausforderungen – wenig überraschend – im externen Bereich, insbesondere bei Behörden und administrativen Prozessen.
Der zweite Impuls des Abends kam von Johanna Lindenlaub von Goldbeck Ost. Ihre zentrale Aussage: Nachhaltigkeit, CSR und ressourcenschonendes Bauen werden kommen – die einzige Frage ist wann. Für ihr Unternehmen ist Nachhaltigkeit bereits tief in der DNA verankert.
Besonders spannend:
Mit Konzepten wie „reFIT“ wird deutlich: Der Bestand bietet enormes Potenzial – wirtschaftlich wie ökologisch.
Wie Innovationskraft im Mittelstand konkret aussieht, zeigte im dritten Vortrag am Abend Daniel Martschoke von Lynatox.
Sein Ansatz: Von der Idee zum marktfähigen Produkt – mit einem klaren Fokus auf eine saubere Konzeptphase. Anhand eines konkreten Beispiels zeigte er, wie Schadstoffbelastungen in Schulen behoben werden können, ohne den Betrieb komplett einstellen zu müssen. Ein Vortrag, der nicht laut, sondern durch Substanz überzeugt hat – und genau das ist es, was den Mittelstand auszeichnet: Pragmatismus, Innovationskraft und Umsetzungsstärke. Wer mehr zu Lynatox und der spannenden Innovation des Unternehmens erfahren will, sollte einen Blick in das nächste Unternehmermagazin "Mittelstand" werfen.
Der Abend hat gezeigt: Die Herausforderungen sind bekannt – Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit, Innovation. Die Lösungen entstehen dort, wo Unternehmen bereit sind, neue Wege zu gehen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam zu handeln.
Ein besonderer Dank gilt der Industrie- und Handelskammer Südthüringen für die Zusammenarbeit an diesem Abend.
Ihre
Dr. Jana Beez
selbstständige Repräsentantin des Verbandes, Region Südthüringen