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15.05.2026

Die neuen Spielregeln 2026: So bringen Sie Ihr Unternehmen in die Medien

Rückblick

Warum sind eigentlich immer die anderen Unternehmen in den Medien…? Diese Frage stellen sich viele Mittelständler. Beim BVMW Der Mittelstand stand Ende März ein praxisnahes Thema im Mittelpunkt: Wie gelingt es heute – im Jahr 2026 - mit den eigenen Themen in die Medien zu kommen? Und was hat sich dabei in den letzten Jahren verändert? Unter dem Titel „So bringen Sie Ihr Unternehmen in die Medien. Die neuen Spielregeln 2026“ gab PR-Experte Matthias Still Einblicke in eine Disziplin, die sich stark im Wandel befindet.

In seinem Vortrag machte er deutlich, dass klassische Werkzeuge der Pressearbeit an Wirkung verlieren. Statt standardisierter Wege seien heute vor allem strategisches Denken und ein tiefes Verständnis für Zielgruppen gefragt. Wer medial wahrgenommen werden will, müsse sich konsequent in seine Adressaten hineinversetzen und Geschichten entwickeln, die Mehrwert bieten. Reine Unternehmensnachrichten schaffen es kaum noch, Aufmerksamkeit zu erzielen.

 

Welche Medien erreichen meine Zielgruppe?

Ein zentraler Baustein erfolgreicher PR sei zudem die sorgfältige Analyse der passenden Medienlandschaft. Still betonte, dass es in Deutschland über 20.000 professionelle Redaktionen gibt – von Tageszeitungen über Fachmedien bis hin zu Podcasts, TV-Formaten und spezialisierten Onlineportalen. Entsprechend wichtig sei es, vorab genau zu definieren, welche Kanäle die eigene Zielgruppe tatsächlich erreichen, anstatt nur breit und unspezifisch zu streuen.

Besonders deutlich fiel seine Einschätzung zu einem lange etablierten PR-Instrument aus: Klassische Pressemitteilungen hätten in ihrer bisherigen Form weitgehend ausgedient. Als Massenversand ohne klare Relevanz oder individuelle Ansprache würden sie von Redaktionen kaum noch berücksichtigt. Stattdessen empfahl Still einen ganz anderen Ansatz…

 

Exklusive Themen-Absprachen mit Redaktionen

Erfolgsversprechender sei es, gezielt exklusive Themen mit einzelnen Redaktionen zu vereinbaren. Medienhäuser legten großen Wert auf Exklusivität – und seien im Gegenzug dafür bereit, eine Veröffentlichung verbindlich in Aussicht zu stellen. Diese Form der Zusammenarbeit erfordere zwar mehr Vorbereitung und Fingerspitzengefühl, zahle sich jedoch in der Regel durch eine höhere Sichtbarkeit aus.

Ein weiteres zentrales Signal des Vortrags richtete sich insbesondere an kleinere Unternehmen und Selbstständige: Größe sei kein entscheidender Faktor für Medienerfolg. Vielmehr komme es auf die Qualität und Originalität der Geschichte an. Wer eine überzeugende Idee habe und diese spannend aufbereite, könne auch als Einzelunternehmer Aufmerksamkeit in den Medien erzielen.

Der Vortrag zeigte, dass moderne Pressearbeit weniger mit standardisierten Prozessen als vielmehr mit Strategie und kreativen Ansätzen zu tun hat. Für die Teilnehmenden bot die Veranstaltung nicht nur wertvolle Impulse, sondern auch konkrete Ansätze, um die eigene Medienarbeit zeitgemäß und wirkungsvoll weiterzuentwickeln.

 

Weitere Fragen beantwortet direkt der Referent Matthias Still, Public Effect.

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