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28.01.2026

Jahresendumfrage 2025/26: Mittelstand verharrt im Wartemodus

Unternehmen agieren angesichts unsicherer Rahmenbedingungen weiterhin defensiv

Autor:in: BVMW Bundeszentrale

Der BVMW hat seine Mitglieder zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und den Erwartungen für das laufende Jahr befragt. Die Ergebnisse der Jahresendumfrage 2025/26 verdeutlichen eine anhaltende Stagnation: Die Stimmung verharrt auf einem verhaltenen Niveau. Während lediglich ein Drittel der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut bewertet, stufen 28 Prozent diese als schlecht ein. Ein Großteil der Betriebe sieht die Situation lediglich als befriedigend an, was die allgemeine Unsicherheit im Markt unterstreicht.

Besonders kritisch ist die anhaltende Investitionszurückhaltung im deutschen Mittelstand. Gut 40 Prozent der befragten Unternehmer rechnen mit einem geringeren Investitionsvolumen für das Jahr 2026. Lediglich knapp ein Viertel plant, die Investitionen zu steigern. Es zeigt sich damit deutlich, dass die Investitionsanreize der neuen Bundesregierung bisher keine nennenswerte Wirkung in der Breite entfaltet haben. Die Unternehmen agieren angesichts der unsicheren Rahmenbedingungen weiterhin defensiv.

Die Kostenbelastung bleibt derweil auf einem kritischen Niveau. Für 52 Prozent der mittelständischen Betriebe sind die Energiekosten im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen. Diese anhaltende Belastung schränkt die finanziellen Spielräume für notwendige Transformationsprozesse massiv ein. Gleichzeitig kühlt sich die Dynamik am Arbeitsmarkt ab: Nur noch 27 Prozent der Unternehmen planen, neues Personal einzustellen, während der Anteil der Betriebe mit Abbauplänen auf 19 Prozent gestiegen ist.

Unternehmensumfrage: Ergebnisse 2025/26  pdf / 151,9 KB

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