Pflaumenstreuselkuchen

Bäckerei Bubner

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Unternehmertum
13.10.2023

Vollblutunternehmer mit Tradition und Zukunft

1897 eröffnete Bäckermeister Eduard Bubner im südbrandenburgischen Sonnewalde eine Bäckerei. Nun steht seine Nachfolge an – und wird familienintern geregelt.

Der Betrieb überstand zwei Weltkriege und zwei Diktaturen und wird mittlerweile in vierter Generation von Thomas Bubner geführt.

Die Bäckerei Bubner ist eine moderne Handwerksbäckerei mit 280 Mitarbeitern in Produktion und Filialen, regelmäßig werden Lehrlinge ausgebildet. Bubner-Produkte wurden mehrfach ausgezeichnet, und die Firma bekam schon den höchsten Ausbildungspreis des deutschen Handwerks.

Die Tochter von Thomas und Monika Bubner, Lisa Kaboth, hatte ursprünglich keine Ambitionen, in die Fußstapfen ihrer Vorfahren zu treten. So zog es sie nach dem Abi zum Studium Internationales Management und E-commerce ins Ausland. Das duftete eher nicht so nach Backstube. Allerdings blieb Lisa Kaboth immer in engem Kontakt mit ihren Eltern und war immer wieder in die Gespräche einbezogen, die sich um die Zukunft des Familienbetriebes drehten und wer das Geschäft weiterführen soll. „Wir haben gemeinsam immer wieder verschiedene Optionen geprüft, ergebnisoffen“, betont Lisa Kaboth.

Mit Vollblutunternehmern aufgewachsen

Jetzt übernimmt Lisa Kaboth schrittweise Verantwortung und visiert die Nachfolge an. Dabei ist sie alles andere als blauäugig. „Ich bin schließlich mit Vollblutunternehmern aufgewachsen und weiß, was das bedeutet.“ Ihr Vater stimmt zu und ist der Ansicht, dass deshalb der familiäre Weg zur Nachfolge die beste Variante ist. „Ein Familienmitglied hat die Unternehmensphilosophie bereits mit der Muttermilch aufgesogen“, ist er überzeugt, „eine bessere Basis gibt es nicht.“ Die Übergabe sei so zwar ein langfristiger Prozess, was allerdings auch Druck mindert und den Vorteil hat, den Übergang planvoll gestalten zu können. Inzwischen haben Thomas und Monika Bubner zum Beispiel gemeinsam mit ihrer Tochter die Arbeitsgebiete neu aufgeteilt. „Jeder hat einen eigenen Führungsstil, die Bäckerei ist zudem einem ständigen Veränderungsprozess unterworfen. Es ist deshalb wichtig“, umreißt Thomas Bubner, „uns gegenseitig anzupassen, das traditionelle Handwerk zu bewahren, dennoch aber digitaler und moderner zu werden.“ Die Familie hat für den geordneten Prozess der Nachfolge bis zu fünf Jahre veranschlagt.

Thomas Bubner und Lisa Kaboth, Bäckerei Bubner

Jörg Tudyka

Ein Familienmitglied hat die Unternehmensphilosophie bereits mit der Muttermilch aufgesogen, meint Bäckermeister Thomas Bubner, der sein Unternehmen der Tochter Lisa Kaboth übergibt.

Unbefangene Sicht von außen

Deshalb, so Thomas Bubner, sei anderen Unternehmen zu empfehlen, rechtzeitig an die eigene Nachfolge zu denken. Unabhängig davon, ob eine familieninterne Lösung möglich ist, müsse in jedem Fall der Steuerberater einbezogen werden. Auch ein Unternehmensberater kann hilfreich sein, weil, so Bubner, auch eine unbefangene, sachliche Sicht von außen von Wert ist. „Wenn es konkret wird, gestaltet sich außerdem oft vieles anders.“ Aus diesem Grund rät Tochter Lisa Kaboth, „immer auch einen Plan B zu haben und neues Denken zuzulassen“.

Gut zu wissen

  • Die Bäckerei Bubner ist eine moderne Handwerksbäckerei mit 280 Mitarbeitenden in Produktion und Filialen
  • Die Bubner-Produkte wurden bereits mehrfach ausgezeichnet
  • Die Firma bekam zudem schon den höchsten Ausbildungspreis des deutschen Handwerks

Bäckerei Bubner e. K.

Gewerbegebiet Südstraße 5

03253 Doberlug-Kirchhain

Germany

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