Digitale Chancen für alle

Bildungsallianz des Mittelstands und Google Zukunftswerkstatt starten kostenloses inklusives Weiterbildungsprogramm in 10 Städten mit Auftakt in München.

symbolbild bildung inklusion

Die Potenziale der Digitalisierung fair, chancengleich und langfristig allen Menschen zugänglich zu machen – das ist das Ziel der Bildungsinitiative ZukunftsChancen, die die Bildungsallianz des Mittelstands (Bundesverband Der Mittelstand. BVMW) und die Google Zukunftswerkstatt heute in München gestartet haben. Das inklusive Programm aus Trainings, Stammtischen und anderen lokalen Formaten kann unabhängig von digitalen Vorkenntnissen absolviert werden. Zielgruppe sind insbesondere Menschen, die die Möglichkeiten der Digitalisierung für die berufliche Entwicklung oder das eigene Unternehmen noch nicht ausreichend nutzen. Bei der Vorstellung der Initiative im Münchner Google-Büro betonten die Schirmherrinnen Judith Gerlach, Staatsministerin für Digitales in Bayern, und Katrin Habenschaden, Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, die Bedeutung digitaler Bildung für alle. 

Die Bayerische Staatsministerin für Digitales und Schirmherrin, Judith Gerlach, erklärt: „Das richtige Mindset von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist der entscheidende Hebel für den Erfolg des digitalen Wandels. Sie müssen sich auskennen und richtig Lust auf digitale Tools bekommen. Helfen wir zusammen, um das digitale Mindset und die digitalen Kompetenzen bei den Menschen zu stärken. Das hilft nicht nur unserer Wirtschaft. Davon profitiert unsere ganze Gesellschaft."

Inklusiver Ansatz

Vier von fünf deutschen Unternehmen erwarten, dass ihre Belegschaften neue digitale Kompetenzen erlernen müssen. Doch nicht alle Arbeitnehmerinnen und -nehmer haben die gleichen Möglichkeiten, das nötige Fachwissen aufzubauen (vgl. D21-Index Digital Gender Gap). Dies führt insbesondere bei Frauen zu einer Verschlechterung der Karrierechancen, obwohl die Bereitschaft zur Weiterbildung mit 94 Prozent bei beiden Geschlechtern gleich stark ausgeprägt ist. Hier setzt ZukunftsChancen mit seinen niedrigschwelligen Angeboten an, um digitale Bildung für alle zugänglich und attraktiv zu machen. 

„Digitale Kompetenz ist der entscheidende Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg der Zukunft. Bereiche wie Klimaschutz und Mobilität können ebenfalls von Digitalisierungs-Prozessen profitieren. Die Bildungsinitiative ZukunftsChancen hilft dabei, das Potential für Digitalisierung lokal und niederschwellig zugänglich zu machen. Ich finde es besonders wichtig, dass der Erwerb digitaler Kompetenz möglichst breit angelegt wird. Dann kann unsere ganze Gesellschaft profitieren“, so Katrin Habenschaden, Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München.

Um möglichst viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erreichen, setzt das kostenlose Weiterbildungsprogramm auf ein modulares System: Dieses beinhaltet mindestens zehn Trainings in drei Lernpfaden: 1) Das eigene Potenzial erkennen, 2) Digitale Chancen ergreifen, 3) Gemeinsam digital wachsen. Zu den Kursinhalten gehören neben technischen und wirtschaftlichen Aspekten auch Themen wie „Empowerment“ oder „Berufliche Veränderung“, die das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Umgang mit digitalen Angeboten stärken sollen. 

„Die Digitalisierung bietet für Städte, Unternehmen und Gesellschaft ein riesiges und bisher zu wenig genutztes Potenzial. Mit ZukunftsChancen wollen wir den Zugang zu digitaler Bildung allen Menschen gleichermaßen und fair zugänglich machen. Es ist kein Geheimnis, dass auch bei diesem Thema Frauen bislang oft benachteiligt sind. Das wollen wir ändern, mit unserem Programm machen wir digitale Bildung jetzt zur Chefinnensache“, sagt Sandra Fründt, Direktorin B2B-Marketing, Google DACH.

„Mit unserer Initiative möchten wir zusätzlich zu unseren Weiterbildungsmaßnahmen ein Netzwerk vor Ort schaffen, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich fortlaufend austauschen können. Wir wollen erreichen, dass sich niemand mehr abgehängt fühlen muss, egal über welchen Hintergrund oder Wissensstand sie oder er verfügt. Deswegen gehen wir mit unseren lokalen Angeboten, die keine digitalen Vorkenntnisse voraussetzen, voran und ermöglichen einen einfachen Einstieg, der digitale Chancen für alle eröffnet“, erläutert Professor Dr. Martin Wortmann, Generalsekretär der Bildungsallianz des Mittelstands.

Vor dem Start des Programms in einer Stadt werden die lokalen Bedarfe ermittelt, um die passenden Inhalte und Formate zu bestimmen. Dies geschieht durch Umfragen und Workshops vor Ort, die mit Partnern wie der IHK München und regionalen Partnern der Bildungsallianz des Mittelstands (BVMW) durchgeführt werden. Daneben werden im Rahmen des Programms auch lokale „Vorbilder” wie Einzelhändlerinnen und -händler oder Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ihre Erfahrungen weitergeben, um andere bei der Entwicklung ihrer digitalen Chancen zu inspirieren. Dazu bietet ZukunftsChancen entsprechende Formate zum Austauschen und Vernetzen an, wie zum Beispiel wöchentliche AfterWork Formate oder Expertenvorträge.

Nach dem Start in München soll ZukunftsChancen bis 2023 in 10 deutschen Städten zum Einsatz kommen. Wie bei der übergreifenden Initiative „Google Zukunftswerkstatt” ist die Teilnahme an den Trainings sowohl persönlich vor Ort als auch virtuell möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

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