Außenwirtschaft

Globalisierung macht auch vor dem Mittelstand nicht Halt – im Gegenteil. Der Grenzüberschreitende Handel von Waren, Dienstleistungen und Kapital intensiviert sich und bietet Wachstumschancen, die wohlüberlegt ergriffen werden sollten.

Außenwirtschaft

Import:Export – Außenhandel global

Als drittgrößtes Export-Land der Erde fällt Deutschland eine gewichtige Rolle im internationalen Handel zu. Spezielle Produkte, Dienstleistungen und Wissen werden überall geschätzt und gebraucht. Auch der Mittelstand hat hieran einen nicht unerheblichen Anteil. Selbst kleinere Unternehmen sind im Stande, treffliche Summen und eine positive Zahlungsbilanz vorzuweisen, um in der Konsequenz die gute Positionierung Deutschlands in den alljährlichen Wirtschafts-Rankings zu sichern. 

In einer Welt, in der globalisierte Zusammenhänge weiterhin stark wachsen, kann sich der Mittelstand nicht vor dieser Entwicklung verschließen. Denn wenn immer mehr Waren und Gelder grenzüberschreitend fließen, und mit der Zeit verlässliche Kontakte und belastbares Vertrauen entstehen, erhalten Unternehmer Chancen mit immensen Wachstumskapazitäten. Diese zu ergreifen, sollte nicht unüberlegt bleiben – zumal unternehmerisches Know-how, das mittelständische Unternehmer in Deutschland zweifelsfrei ihr Eigen nennen können, große Wettbewerbsvorteile verschafft, die bei Geschäften im Ausland gewinnbringend eingesetzt werden können. Ob direkt oder als Zulieferer an Produktionsstandorte andernorts: internationale Geschäfte nehmen auf allen Ebenen zu.

Der deutsche Mittelstand in der Welt

Mittelständler aus Deutschland wagen immer wieder den Schritt in die Internationalisierung – etwa indem sie Waren im Ausland kaufen oder verkaufen, Auslands-Dependancen eröffnen oder sich in anderen Ländern niederlassen. Faktoren für diese Maßnahmen sind zahlreich, allen voran liegt die höhere Umsatz- und Gewinnerwartung.

Die internationale Expansion kann viele Vorteile mit sich bringen. So können Kosten durch preisgünstigeres Sourcing eingespart werden. Darüber hinaus kann die Bekanntheit des Unternehmens und seiner Produkte erhöht und damit einhergehend ein potentiell steigender Käuferkreis erreicht werden. Ein spezifischer Auslandsmarkt könnte ggf. für ein spezifisches Produkt oder eine Dienstleistung eine höhere Nachfrage als auf dem Heimatmarkt aufweisen. Der international hervorragende deutsche Ruf und die Assoziation zwischen deutschem Unternehmertum und den Eigenschaften „Effizienz und Pünktlichkeit“ ist einer Expansion sicher nicht abträglich. Und Unternehmern, auf die man sich verlassen kann, wird naturgemäß ein höheres Vertrauen entgegengebracht.

Eine internationale Expansion kann allerdings nur unter Miteinbezug vieler unterschiedlicher  Bedingungen erfolgreich sein, denn ein Spaziergang ist ein erfolgreicher Markteintritt nicht. Marktrecherchen müssen durchgeführt und tiefgehend analysiert werden, Partner müssen gefunden und Strategien erdacht werden. Fragestellungen zu Steuern und Zölle werden ebenso relevant wie Erwägungen zu Logistik und Produktionsketten. Auch Sicherheitsfragen sind von höchster Wichtigkeit. Wie steht es beispielsweise um die Sicherheit von Technologien oder um den Datenschutz? Welche gesetzlichen Gepflogenheiten herrschen? Welche Umgangsformen sollten bekannt sein oder müssen neu erlernt werden? In all diesen Bereichen sollte ein Unternehmen stets auf dem Laufenden bleiben. In Deutschland ist in aller Regel bekannt, welche Wege beschritten werden müssen, um an die richtigen Informationen zu gelangen. Im Ausland steht man oft vor unerwarteten Hürden. So werden bspw. Fragen von Zöllen oder dem allgemein zum freien Handel international breit diskutiert und auch vor dem Hintergrund anderer Einflussfaktoren betrachtet, die sich auf den Handel begünstigend oder lähmend auswirken können. Dazu gehören u.a. vorherrschende Standards in der Unternehmenskultur oder bürokratische Bedingungen. Deren Abbau bedingt also einen positiven Effekt, gewissermaßen einen simultanen Abbau von Handelshürden.

Ein internationales Netzwerk

Der Mittelstand BVMW hilft auf dem Weg zum Erfolg und leistet Unterstützung bei allen Punkten der Vorbereitung auf eine internationale Expansion. Mit Auslandsbüros in 40 Ländern verfügt der Verband über ein Instrumentarium und einen hoch qualifizierten Expertenkreis, der seinesgleichen sucht. Dieses gewaltige Netzwerk dient Mitgliedsunternehmen bei ihrer Expansion. Einen starken Partner an der Seite zu wissen, hilft bekanntermaßen dabei, einen Fuß in die Tür zu bekommen. Auch Mittelstandspräsident Mario Ohoven zeigt international immer wieder Präsenz bei Gesprächen mit Repräsentanten von Staaten, Wirtschaftsvertretern und anderen wichtigen Entscheidungsträgern. Mittelständische Interessen werden so auf allen Ebenen kommuniziert. Immer wieder das Gespräch zu suchen und Bekanntschaften zu schließen, das initiiert Möglichkeiten in aller Welt. 

Die Leiter der Auslandsbüros in den unterschiedlichen Regionen verfügen über Expertise in den verschiedensten Bereichen. Für einen ersten Blick hinter die Kulissen ausgewählter Länder und eine Übersicht über Zahlen, Daten und Fakten lohnt sich eine Recherche in unseren Länderreports.

China, Brasilien, Indien, Russland und Mexiko, die Liste der BVMW Auslandsbüros ist lang.  Dort weiß man um regionale Spezifika, kennt die steuerlichen und rechtlichen Bedingungen, die Besonderheiten der Märkte, hat Zugriff auf die richtigen Informationen, beherrscht lokale  Sprachen und „kennt jemanden, der jemanden kennt“. Die Repräsentanten unterstützen unsere Mitglieder bei Geschäften in jeglichem Entwicklungsstadium und zeigen vor Ort Flagge. Der Mittelstand BVMW hilft ebenfalls dabei, sich mit anderen deutschen Unternehmen im Zielland zu vernetzen. Denn auch das erweiterte BVMW-Netzwerk kann unterstützend wirken. 

Zunehmend fördert der BVMW mit der Mittelstandsallianz Afrika auch die unternehmerische Tätigkeit auf dem neuen Chancenkontinent. Hier geschäftlich tätig zu werden, ist allerdings mit ganz eigenen Zugangsschwierigkeiten verbunden. Der Mut zu Unternehmungen kann aber auch reich belohnt werden. Oft sind interkulturelle Kompetenzen von Partnern kriegsentscheidend, die beide Seiten kennen. Dem allgemein vorherrschenden Bild – insbesondere durch westliche Medien transportiert – von Korruption und Gewalt entsprechen gerade urbane Zentren in Afrika oft nicht. Das Wachstum in vielen afrikanischen Staaten schreitet stetig voran und über soziale Projekte, bspw. im Bereich Bildung, wird diese Entwicklung flankierend unterstützt. Warnungen zu spezifischen Vorsichtsmaßnahmen für bestimmte Länder und Regionen sollten dennoch beachtet werden, so ist bspw. das Verfolgen landesspezifischer Informationen des Auswärtigen Amtes sicher kein Fehler.

Eine erfolgreiche Präsenz im Ausland fördert darüber hinaus auch überstaatliches Denken, globales Vernetzen und interkulturellen Austausch. Unternehmer helfen damit im globalen Kontext, Brücken zu bauen, denn sie beobachten Branchen und fördern lokale Märkte.

Oder doch bleiben?

Tendenziell können internationale Finanzkrisen und Protektionismus Investitionen eher aus  dem westlichen Raum heraus in neue, vielversprechende Märkte lenken. Risikovermeidung ist ein entscheidender Faktor im strategischen Vorgehen international agierender Unternehmen. Ob andererseits in Zeiten relativer Stabilität das Vertrauen auf bessere Geschäfte im Herkunftsland ausreichen, um wieder vermehrt im Inland zu investieren, ist eine Angelegenheit, mit denen sich Unternehmer jeweils individuell konfrontiert sehen.

Bei sich verändernden Standortfaktoren spielen Informationen für deutsche Unternehmer eine exponentiell zunehmende Bedeutung. Wirtschaftliche Einschätzungen werden von immer mehr und vielschichtigeren Variablen bestimmt und insbesondere durch die Digitalisierung und die damit einhergehende Disruption vieler Geschäftsbereiche werden die Weichen neu gestellt. Bot es sich vor einigen Jahren vielleicht noch an, einen weiter entfernten Markt zu erschließen, rückt nun aufgrund deutliche besserer infrastruktureller Bedingungen für digitales Arbeiten ein europäischer oder amerikanischer Unternehmensstandort möglicherweise wieder eher in das Favoritenfeld, als ein Schwellenland. Durch seine branchenunabhängige Expertise ist der BVMW in jedem Fall der richtige Ansprechpartner.
 

„Wir danken dem BVMW für seine schnelle und erfolgreiche Unterstützung bei einem Anliegen unseres russischen Tochterunternehmens. Durch die internationale Vernetzung des BVMW konnten wir einen für uns und unsere Tochter wichtigen und zeitkritischen Entscheidungsprozess beschleunigen.”

Katharina Geutebrück, Geschäftsführerin Geutebrück GmbH

Katharina Geutebrück
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