Mittelstand im Gespräch mit Andreas Stoch über zentrale Wirtschaftsfragen
Am Mittwoch, den 16. September 2026, kamen Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte aus der Region zum BVMW UnternehmerAbend im Ratskeller Heilbronn zusammen. Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie innovationsfähig Deutschland aktuell ist, welche Herausforderungen sich im internationalen Wettbewerb zeigen und was mittelständische Unternehmen selbst tun können, um unter veränderten wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen zukunftsfähig zu bleiben.
Nach dem Empfang begrüßte Josef Stumpf, Leiter der BVMW Wirtschaftsregion Baden-Württemberg und Direktor des Bundeswirtschaftssenats, die Gäste und gab einen Einblick in aktuelle Entwicklungen innerhalb des BVMW. Für den Raum Heilbronn stehen Gertrud Hilser und Josef Stumpf als Ansprechpartner zur Verfügung. Zugleich dankte er Ulrich Spitaler für seine langjährige Betreuung der BVMW-Mitglieder in der Region.
Den fachlichen Schwerpunkt setzte Dr. Malte Busch, Leiter des Joint Innovation Hub Heilbronn sowie des Forschungs- und Innovationszentrums „Innovation & Foresight“ am Fraunhofer ISI, mit seinem Impulsvortrag „Deutschlands Innovationsfähigkeit: Status quo und Blick nach vorne“.
Dr. Busch zeigte auf, wie stark internationaler Technologiewettbewerb, Künstliche Intelligenz, globale Abhängigkeiten und Fragen technologischer Souveränität die Rahmenbedingungen für Innovation verändern. Anhand des Innovationsindikators 2025 ordnete er die Position Deutschlands ein und machte deutlich, dass Herausforderungen insbesondere bei Digitalisierung, Patenten und der Wertschöpfung im Hochtechnologiebereich bestehen. Gleichzeitig verfügt Deutschland weiterhin über große Stärken bei Schlüsseltechnologien und belegt hier Platz vier von 34 untersuchten Volkswirtschaften.
Auch die Rolle der Künstlichen Intelligenz und regionaler Innovationsökosysteme wurde aufgegriffen. Am Beispiel Heilbronn-Franken verdeutlichte Dr. Busch, wie das Zusammenspiel von Wirtschaft, Wissenschaft, Kapital und Talenten Innovation fördern kann. Als zentrale Herausforderungen nannte er Geschwindigkeit, Skalierung, Digitalisierung und Risikobereitschaft. Für Unternehmen komme es deshalb darauf an, vorhandenes Wissen schneller in konkrete Anwendungen und Geschäftsmodelle zu überführen, Innovationsprozesse offen zu gestalten und strategische Vorausschau zu entwickeln.
Im Anschluss eröffnete Josef Stumpf die Diskussionsrunde und bezog die Gäste aktiv in den Austausch ein. Fragen aus dem Plenum griffen unter anderem auf, wo Deutschlands besondere Stärken und Schwächen liegen, wie mittelständische Unternehmen mit begrenzten Ressourcen Innovationsprozesse anstoßen können und welche Rolle Künstliche Intelligenz zwischen Effizienzsteigerung und tatsächlicher Innovation spielt. So entstand ein lebendiger Austausch zwischen wissenschaftlicher Perspektive und unternehmerischer Praxis.
Nach dem fachlichen Teil rückte das persönliche Kennenlernen in den Mittelpunkt. Tisch für Tisch stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kurz vor und gaben Einblicke in ihre Unternehmen und Tätigkeitsfelder. Beim anschließenden Come Together im Ratskeller Heilbronn wurden Gespräche vertieft, Erfahrungen ausgetauscht und neue Kontakte innerhalb des mittelständischen Netzwerks geknüpft.
Ein herzlicher Dank gilt Dr. Malte Busch für seinen fachlichen Impuls und den offenen Austausch, Josef Stumpf für die Moderation sowie allen Gästen, die sich mit ihren Fragen und Erfahrungen eingebracht haben. Ebenso danken wir dem Ratskeller Heilbronn für den passenden Rahmen für einen Abend, der fachliche Einblicke zur Innovationsfähigkeit Deutschlands mit persönlichem Austausch und regionaler Vernetzung verband.