UBS als Intelligentes Diagnose- und Design-Tool für zukunftsfähige Unternehmensstrukturen - Pilotpartner und Kooperationsunternehmen gesucht
Wie sich mittelständische Unternehmen schützen können - BVMW 23.03.26
"Siehst du, wie wichtig es ist, dass Papa vorgebeugt hat? Im Keller steht seit fünf Jahren ein Strom-Generator, der mit Diesel läuft. Jetzt brauchen wir nur genügend Diesel und dann können wir den Stromausfall überbrücken", feiert sich der Senior Chef eines großen mittelständischen Unternehmens am ersten Tag des Stromausfalls.
Doch das böse Erwachen kommt eine Stunde später. Acht Männer stehen erwartungsfroh aber ratlos mit Diesel-Kanistern um den Generator, doch das blöde Ding will nicht anspringen. Alles passiert Anfang Januar 2026, als bei Minustemperaturen vier Tage lang der Strom im Süden Berlins ausfiel.
Silvio Schobinger ist Inhaber des Goerzwerk in Berlin-Zehlendorf. Im Goerzwerk haben mittlerweile 150 kleine und mittlere Unternehmen ihren Sitz. Plötzlich kein Licht, keine Heizung, kein W-Lan, die elektrischen Rollläden blieben unten, Eingangstüren mit Fingersensoren blieben verschlossen und keine Kommunikation möglich. "Ich wollte allen Unternehmen eine E-Mail schreiben, doch selbst das ging nicht mehr," erinnert sich Schobinger.
Die hochkarätig besetzte Runde des BVMW-Events der Fachgruppe Recht und Führung, mit mehr als 30 Teilnehmern bei ST Gebäudetechnik in Potsdam, hatten in einem Punkt keine positiven Nachrichten. Es wird öfters passieren, dafür brauche es keine Vulkangruppen. Die Experten um Arno Stenzel (Minerva) und Markus Willems (Wibocon) machen Mittelständlern aber Mut. Wer über gute Notfallpläne verfüge, der komme durch die Krise. Dazu gehören aber auch regelmäßige Probeläufe des Stromgenerators.