Zehn Unternehmer diskutierten beim BVMW-Unternehmerfrühstück, wie Bürokratie im Alltag ausbremst – und was Verwaltung tun muss, um wieder echter Dienstleister zu sein.
BVMW und Wirtschaftsfördervereinigung ziehen an einem Strang – Fokus auf Herausforderungen, Chancen und bessere Rahmenbedingungen für den Mittelstand
Beim Unternehmerfrühstück des BVMW Weimarer Land stand der offene Austausch über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der regionalen Wirtschaft im Mittelpunkt. Als Gast begrüßte der BVMW Thomas Gottweis, Vorsitzender der Wirtschaftsfördervereinigung Apolda und Weimarer Land e. V., der eindrucksvoll zeigte, wie wichtig gemeinsames Handeln für eine starke Wirtschaft vor Ort ist.
Die Gesprächsrunde machte deutlich, dass sich viele Unternehmen derzeit mit tiefgreifenden Veränderungen auseinandersetzen müssen. Steigende Energiepreise, Insolvenzen von Kunden und das Wegbrechen ganzer Absatzmärkte fordern Unternehmerinnen und Unternehmer heraus.
Gleichzeitig herrschte Einigkeit darüber, dass Kapital grundsätzlich vorhanden ist – die zentrale Frage sei vielmehr, wie Betriebe leichter Zugang zu passenden Finanzierungsquellen erhalten können, um Investitionen und Wachstum zu sichern.
Thomas Gottweis gab einen spannenden Einblick in die Arbeit und Entstehung der Wirtschaftsfördervereinigung. Ihre Wurzeln reichen bis in die Zeit nach der Wiedervereinigung zurück, als sich viele Unternehmerinnen und Unternehmer zusammenschlossen, um den traditionsreichen Wirtschaftsstandort Apolda neu zu beleben.
„Unsere Grundidee war und ist es, gemeinsam mehr zu erreichen und unsere Region als attraktiven Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln“, so Gottweis.
Heute engagiert sich die Wirtschaftsfördervereinigung in zahlreichen Projekten – darunter der European Design Award, die Jobstation in Apolda und Bad Berka oder der Tag der offenen Betriebe an der B87. Darüber hinaus organisiert der Verein einen monatlichen Unternehmerstammtisch, bei dem regionale Betriebe besucht und wertvolle Netzwerke aufgebaut werden.
Ein zentrales Signal des Unternehmerfrühstücks: BVMW e. V. und Wirtschaftsfördervereinigung e. V. sind keine konkurrierenden Organisationen, sondern starke Partner mit einem gemeinsamen Ziel.
„Wir verfolgen dasselbe Anliegen: bessere Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen zu schaffen – sowohl durch politische Lobbyarbeit auf Bundesebene in Berlin als auch durch konkrete Projekte und Netzwerke hier vor Ort“, betonte Thomas Gottweis.
Auch der BVMW setzt sich als Stimme des Mittelstands politisch für eine wirtschaftsfreundliche Gesetzgebung und Bürokratieabbau ein, während er zugleich regionale Impulse gibt und Unternehmerinnen und Unternehmer miteinander vernetzt.
Das Unternehmerfrühstück machte deutlich: Die Herausforderungen für den Mittelstand sind groß – aber durch Zusammenarbeit, Austausch und gebündelte Interessenvertretung lassen sich Lösungen finden und neue Chancen erschließen.
BVMW und Wirtschaftsfördervereinigung setzen gemeinsam alles daran, dass Unternehmen im Weimarer Land wettbewerbsfähig bleiben, wachsen können und die Region als Wirtschaftsstandort weiter an Attraktivität gewinnt.