Das BVMW-Netzwerk für weibliches Unternehmertum
Kathrin Schmid
Die Inhaberin von das Coaching by KS im Interview für die Initiative „Starke Frauen – Starker Mittelstand“.
Wie sind Sie dazu gekommen, Unternehmerin/Führungskraft zu werden?
Meine Laufbahn als Führungskraft startete bereits im Jahr 2012. Durch meinen ständigen Drang zur Weiterentwicklung, hatte ich auch beruflich den Wunsch mehr Verantwortung zu übernehmen und somit war dieser Schritt die logische Konsequenz auf der Karriereleiter.
Nach 9 Jahren Führungstätigkeit, spürte ich, dass ich etwas neues brauche, eine neue Herausforderung. Nach ausgiebiger Selbstreflexion, kam ich zu Entschluss, mich beruflich nochmal neu zu definieren. Ich startete eine Ausbildung zum Business Coach und ergänzte diese mit einer Weiterbildung zur Mediatorin.
Wenn Sie in der Zeit zurückgehen könnten, würden Sie denselben Weg nochmal gehen? Oder würden Sie etwas anders machen.
Ich bin der Meinung, dass wirklich jede Erfahrung ihren Zweck erfüllt. Ohne meine langjährige Erfahrung im Bereich der Mitarbeiterführung, wäre es mir nicht möglich, heute so praxisnahe Workshops und Coachings anzubieten. Außerdem erweitert die Zusammenarbeit mit so vielen unterschiedlichen Menschen auch deinen eigenen Horizont. Ich habe und hatte immer ein sehr enges und persönliches Arbeitsverhältnis zu meinen Mitarbeitern. Das führt dazu, dass man auch über private Herausforderungen spricht. Und diese sind so vielfältig.
Welche Entscheidung würden Sie für sich als Wegweisendste bezeichnen oder auch die, aus der Sie am meisten gelernt haben?
Es gab viele Knotenpunkte in meinem bisherigen Leben, egal ob privater Natur, oder auch beruflicher. Viele Erfahrungen, die sehr herausfordernd waren, haben mich geprägt, aber auch meine Resilienz in schwierigen, teils sehr emotionalen Situationen deutlich erhöht. Meine größte Lernreise, war die Ausbildung zum Business Coach. In diesem Jahr, in dem man viel Zeit mit Menschen verbringt, die den gleichen Antrieb haben, lernt man auch sehr viel über sich selbst. Was klar wurde, war, dass die Arbeit im Bereich Weiterentwicklung kein Beruf, sondern eine Berufung für mich ist.
Was war die größte Herausforderung, die Ihnen begegnet ist?
Die größte Herausforderung war ein Jahr, in dem scheinbar alles gegen uns stand. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, standen unglaubliche große Felsbrocken vor uns. Ein gescheiterter Hausbau, der finanzielle Verlust, Trauer auf Grund Todesfälle, Verletzung und OP und Schwangerschaft. Rückblickend weiß ich nicht, wie wir das Jahr gemeistert haben, aber es hat mich und meine Familie unglaublich stark gemacht.
Womit beschäftigen Sie sich derzeit besonders intensiv?
Meine Leidenschaft gilt dem Thema der Kommunikation. Als Business Coach im Bereich Führungskräfte- und Teamentwicklung, sehe ich genau hier den Ansatz zum Erfolg. Ich bin davon überzeugt, dass man als Führungskraft den Fokus auf den Bereich Kommunikation legen muss. Dieses Thema sollte eine Grundlage jeder neuen, aber auch erfahrenen Führungskraft sein. Wenn die Kommunikation sitzt, und damit meine ich auch eine individuelle Kommunikation mit Mitarbeitern und sich selbst, dann treten viele „Probleme“ nicht ein und der Erfolg steigt durch motivierte Mitarbeiter, die sich verstanden und gewertschätzt fühlen.
Wodurch erfahren Sie besondere Wertschätzung für Ihre Arbeit?
Durch das Feedback und die Entwicklung der Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, oder noch arbeite.
Welche Botschaft möchten Sie frisch gebackenen Unternehmerinnen oder Gründerinnen/Führungskräften mitgeben?
Aller Anfangs ist schwer, aber durchhalten lohnt sich.
Mit welchen wesentlichen Maßnahmen fördern Sie in Ihrem Unternehmen gezielt Female Empowerment und geben Ihren Mitarbeiterinnen Rückenwind?
Da ich keine Mitarbeiter habe, kann ich es in dem Bereich nicht fördern, allerdings nehme ich regelmäßig an Netzwerktreffen teil, die sich unteranderem mit diesem Thema beschäftigen und dort auch gezielte Ideen und Maßnahmen zum Female Empowerment erarbeitet werden.
Von der Politik erwarte ich hinsichtlich einer stärkeren Unterstützung von Unternehmerinnen und der Entwicklung von Frauen in Unternehmen im Allgemeinen ...
Einen stärkeren Fokus auch auf die Bezahlung von Männern und Frauen. Es kann nicht sein, dass eine Frau für die gleiche Arbeit in einem Unternehmen weniger verdient. Hier muss es klare Vorgaben geben.
Welches Buch empfehlen Sie angehenden Unternehmerinnen/Führungskräften?
„Big Five for Life“
Womit schaffen Sie in Ihrer Freizeit einen Ausgleich zu Ihrem Arbeitsalltag?
Ich verbringe sehr viel Zeit draußen. Gerade durch unser Pferd, werde ich jeden Tag gefordert, raus zu gehen und im Stall aktiv zu sein. Aber auch unser Hund möchte Bewegung und am Wochenende unternehmen wir gern auch mal einen Familienausflug.
Was wäre der Soundtrack zu Ihrem Weg in die Selbstständigkeit/zur Führungskraft?
„An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen.
Ein guter Tag beginnt für mich mit …
… mit einer heißen Tasse Kaffee und einem kurzen Moment der Stille nur für mich.
Am meisten begeistert mich an meinem Beruf…
… zu sehen, wie Menschen sich wandeln. Wie sie über ihre bisherigen Grenzen hinausgehen und ganz neue Perspektiven für sich entdecken. Und wie am Ende daraus etwas neues Großes entsteht. Egal ob für die Person selbst, für ihr Team oder ein ganzes Unternehmen.
Kathrin Schmid
das Coaching by KS
www.dascoachingbyks.de