ZukunftsImpuls "Mittelstand und Startups - Kooperation als Innovationstreiber"

“Wer nicht kooperiert, stirbt”, so schrieb es Prof. Dr. Nadine Kammerlander in einer Studie der WHU Otto Beisheim School of Management. Was sich hinter diesem Zitat verbirgt, erklärte die Wirtschaftswissenschaftlerin im ZukunftsImpuls “Mittelstand und Startups - Kooperation als Innovationstreiber” am 07. Dezember 2020. Zusätzlich beschrieben sie und Co-Referent Dieter Büttenbender, von DiB Consulting, die Herausforderungen einer solchen Zusammenarbeit und wie man diese erfolgreich bewältigen kann.

Mittelständische Betriebe gelten oft als traditionell und überholt und das, obwohl sie nachweislich einen hohen Innovationsgrad, schnelle Entscheidungsprozesse und oft innovative Vorreiter im eigenen Netzwerk haben. Allerdings besteht für viele Mittelständler noch großes Aufholpotenzial im Bereich der Digitalisierung, denn ansonsten können Sie auf dem Markt bald nicht mehr mithalten und “sterben”, so Prof. Dr. Kammerlander. Um dem entgegenzuwirken und den eigenen Betrieb zu digitalisieren, hat sich die Kooperation mit Startups als beste Option für mittelständische Unternehmen bewiesen.

Eine solche Zusammenarbeit birgt aber auch viele Herausforderungen, über welche sich beide Parteien klar sein müssen. Zu diesen gehört unter anderem das Finden eines geeigneten Kooperationspartners, unterschiedliche Geschäftsmodelle oder gegenseitiges Unverständnis für den andersartigen Prozessablauf. Als Schlüsselelement der Problemlösung nennt die
Referentin, dass beide Seiten eine realistische Erwartungshaltung entwickeln und kommunizieren. 

Auch Dieter Büttenbender stellt eine Option zur Problemlösung vor. Seit Anfang des Jahres 2020 arbeiteten er und seine Kollegen an der Initiative “Access-to-Innovation”. Diese begleitet Unternehmen bei der Integration von Innovationen in das Unternehmensportfolio. Dazu gehört auch die Unterstützung des Kooperationsprozesses zwischen mittelständischen Unternehmen und Startups.

In der anschließenden Diskussionsrunde gab auch André Panné, Geschäftsführer der Rodias GmbH, einen interessanten Beitrag. Aus seiner Sicht sollten sich Mittelständler und Startups einfach in einer normalen Geschäftsbeziehung begegnen, anstatt an überzogenen Erwartungshaltungen festzuhalten.

Abschließend fragte Josef Stumpf, Leitung der Wirtschaftsregion Nordbaden-Rhein-Neckar, was Prof. Dr. Kammerlander in der aktuellen Wirtschaftspolitik für mittelständische Unternehmen ändern würde. Darauf hatte die Diplom-Physikerin eine klare Aussage - mit dem Mittelstand sprechen statt nur über den Mittelstand.
 

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet. Diese Aufzeichnung finden Sie hier.

 

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