Klimaneutralität: Morgen das neue Normal?

Klimaneutralität und Nachhaltigkeit – diese Anliegen und Werte schreiben sich viele Unternehmen mittlerweile zu. Erst als Trend abgetan, gewinnen Unternehmen dadurch Arbeitnehmer und Marktanteile.

Klimaschutzmanagerin Michelle Büttner (Mitglied im BVMW) begleitet Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität.
Klimaschutzmanagerin Michelle Büttner (Mitglied im BVMW) begleitet Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Dass auch rechtliche Vorgaben wie das Lieferkettengesetz und das Klimagesetz hier in Kürze greifen, macht die Arbeit eines externen Klimaschutzmanagers im Unternehmen umso wichtiger.

Klimaneutralität und Nachhaltigkeit – gut, dass Betriebe diese Begrifflichkeiten mittlerweile auch zu leben beginnen. Denn Nachhaltigkeit erschöpft sich nicht im Verzicht auf Papier und dem Umstieg auf ein papierloses Büro. Selbst wenn das ein erster Schritt sein kann, wie Klimaschutzmanagerin Michelle Büttner vom Büro mb Consulting in Ravensburg (Mitglied im BVMW) anerkennt.

Nachhaltiges Mindset ist entscheidend

Ein Umweltkonzept im Unternehmen etablieren? „Die Bereitschaft in den Betrieben ist da, der Druck oft auch – und dann erschöpft sich ein Bemühen dennoch in den Anfängen“, konstatiert Büttner, wenn es um die Startschwierigkeiten geht. Die Resultate eines erfolgreich etablierten Klimaschutzmanagements sind indes vielversprechend: Unternehmen, die mit Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein überzeugen, reduzieren CO2, gewinnen durch ehrliche Umsetzung ebenso wie bei der Arbeitgeberattraktivität und können sich an den Werten adäquater Auftraggeber messen. Vermeiden, reduzieren, kompensieren, das sind die Prinzipien auf dem Weg Richtung Klimaneutralität. Zugegeben dient Klimaschutz auch der Vermarktung, wie Büttner aus der Beratung weiß. Aber: „Ein grünes Label wird gerne hinterfragt, weil auch der Eindruck von Greenwashing entstehen kann“, erzählt die Ravensburgerin, die selbst viele Jahre in strategischer Funktion in der Pharma-Industrie tätig war. Das nachhaltige Mindset ist entscheidend, damit Maßnahmen greifen und auf Konsens im Unternehmen treffen.

Höhere Kosten? Klare Antwort: nein

Eine Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie aufzusetzen, ist einfacher als gedacht. Grundlage ist die Analyse im Unternehmen, bei der der CO2 -Ausstoß im Fokus ist. Beleuchtet werden unter anderem die Bereiche Mobilität, Energie, Mitarbeiterverhalten und Konsum, um zu erkennen, wie Potenzial Richtung CO2 -Neutralität entwickelt werden kann. Nachhaltigkeitsziele werden auf Basis des ZNU, Standard nachhaltigen Wirtschaftens, definiert, anschließend eine gemeinsame CO2 -Strategie erarbeitet. „Kosten sparen, indem weniger Ressourcen verbraucht werden – diese Rechnung geht auf“, fasst Büttner zusammen, was KMU aus der externen Begleitung erwarten können, zu der auch Workshops gehören. Ziel von Michelle Büttner und ihren Kooperationspartnern Rieke Bönisch und Andreas Human ist es, Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten – und zu begeistern. Potenziale erkennen und nutzen, vorbereitet sein auf das Morgen, dafür wird das in der D-A-CH-Region tätige Expertenteam als externe, geübte und objektive Begleitung von außen geschätzt.

 

Katrin Plewka
BVMW Pressesprecherin Baden-Württemberg

katrin.plewka@bvmw.de

Gut zu wissen

■ Klimaschutzmanagement zahlt sich für Unternehmen aus

■ Grüne Labels werden häufig hinterfragt, Achtung vor Greenwashing