Explodierende Energiepreise

Von Spritpreisen, die hoch sind wie noch nie, über eine Inflationsrate von nahezu acht Prozent bis hin zu explodierenden Strom- und Gaspreisen – die Energiekrise in Europa dauert an und (be)trifft Endverbraucher wie Wirtschaft gleichermaßen.

Seit Monaten hören Unternehmen in allen Medien von noch nie gesehenen Kosten für Strom und Gas. Bisher sind diese Preissteigerungen noch gar nicht bei allen Kunden angekommen. Ein kurzfristiger Anstieg der Energiepreise steht also allen Unternehmen noch bevor.

Bedrohung für die Unternehmen

Die Energiepreise haben sich in den vergangenen Monaten vervielfacht. So kostete etwa eine Megawattstunde (MWh) Strom im Januar 2019 auf dem Terminmarkt im Schnitt noch 48 Euro. Ende Dezember sprang der Börsenstrompreis dann mit 325 Euro pro MWh auf einen absoluten Rekord. Einige Unternehmen spielen seit einiger Zeit mit dem Gedanken, Produktionslinien am deutschen Standort stillzulegen, da die Abgaben und Umlagen eine enorme finanzielle Belastung darstellen. Vor allem energieintensive Gewerbe sehen in dieser Krise eine Bedrohung ihres Geschäfts. Auf lange Sicht soll Strom vor allem fossile Energieträger wie Öl und Gas ersetzen. Mit steigenden Energiepreisen, sinkt allerdings auch das Budget, und ohne ausreichendes Budget fehlen die Mittel, in neue klimafreundliche Technologien zu investieren.

Neben dieser Herausforderung lässt der Krieg in der Ukraine die Preise weiter in die Höhe schnellen. Derzeit ist Russland noch eines der weltweit wichtigsten Länder, wenn es um die Belieferung mit Erdgas, Kohle und Öl geht. Laut DIHK bezog Deutschland bisher etwa 55 Prozent seiner Gas- und 35 Prozent seiner Öllieferungen aus russischen Quellen, sodass eine Knappheit, aber auch ein kompletter Wegfall der Lieferungen aus Russland weiterhin preistreibende Faktoren darstellen werden.

Notwendige Maßnahmen

Auch wenn seit Anfang Juli die EEG-Umlage für alle Verbraucher abgeschafft wurde, macht diese nur einen kleinen Bruchteil der hohen Energiekosten aus. Kurzfristige Maßnahmen wie beispielsweise eine Senkung der Stromsteuer sowie zinsgünstige KfW-Kredite wären auf lange Sicht notwendiger.

 

Gut zu wissen

Die Energie-Experten der Ampere AG helfen, handlungsfähig zu bleiben und die Unternehmen vom bürokratischen Teil der Energieversorgung zu entlasten

Bei Interesse an einem kostenfreien Energierechnungscheck oder Fragen rund um Ihr Energiemanagement wenden Sie sich gerne per E-Mail an: energie@ampere.de

Lina Kagemann
Werkstudentin der Ampere AG
BVMW-Mitglied

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