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Flying Brains
Holger Villmow macht Filme und erzählt damit Geschichten. Er hat unter anderem mit Hape Kerkeling, Kai Pflaume und Frank Plasberg zusammengearbeitet. 18 Jahre lang war er in...
... Günther Jauchs Unternehmen i&u TV angestellt. Nun hat er ein neues Berufsfeld entdeckt. Er macht Filme für den Mittelstand.
Auf die Frage, warum er sich nach der Schule für den Journalismus entschieden hat, antwortet Villmow: „weil ich mit Menschen zu tun haben und Geschichten erzählen wollte.“ Nach dem Studium an der DSHS in Köln zog es ihn nach München an die Journalistenschule und zu ProSieben. „Die Redaktion hat mich quasi täglich durch München und Umgebung gejagt, immer neue Situationen, auf die ich mich einstellen musste. Es war sehr lehrreich“, erinnert er sich und lacht, „aber vor allem hat es Spaß gemacht“.
Ein neuer Karriereschritt in Köln
Zurück in Köln holte ihn Günther Jauch 2002 als TV-Autor und Filmproduzent in sein Unternehmen. 18 Jahre hat er dort verbracht. Ob Reportagen, Magazinbeiträge, Imageclips, Leitung von TV-Projekten und Shows oder als Chef vom Dienst – er war quasi „Mädchen für alles“. Der Fußballfan Villmow formuliert es so: „Mal stand ich im Tor, mal war ich Spielmacher und mal Mittelstürmer.“
Nach 18 Jahren war Schluss. Der Verkauf der Firma und eine knapp überstandene Lungenembolie ließen den sonst rastlosen Villmow etwas kürzer treten. Er beendete seine Ausbildung als „Systemischer Coach“ und ließ sich als Trauer- und Hochzeitsredner schulen. Als dann aber ein befreundeter Handwerker-Meister zu ihm sagte „mach doch mal einen Film über uns, nicht immer nur für die Großen“ war die Idee für Filme und Storytelling für den Mittelstand geboren. Das war der Startschuss für die 2020 neu gegründete „Flying Brains Productions“.
Von TV-Prominenz zu echten mittelständischen Geschichten
Einer der ersten Kunden war eine Abwassersanierungsfirma aus Troisdorf, die dringend neue Mitarbeiter suchte. „Unser Chef heißt Fies, ist aber fair“, begann der Film. Zwei Minuten Storytelling mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Mittelpunkt. „Wir haben einen kurzen Film mit viel Emotion und Empathie gemacht, der sehr erfolgreich war“, erläutert Villmow. Nach einigen Monaten meldete sich der Chef der Firma, Marcel Fies, und bedankte sich für vier neue Mitarbeitende.
Neben Recruiting- und Produktfilmen hat Villmow ein neues – mittlerweile patentgeschütztes – Format entwickelt: die Vibiografie. Er erstellt Dokumentationsfilme, die das Lebenswerk erfolgreicher Unternehmer und Unternehmerinnen in bewegten Bildern erzählen. Hintergrund der Idee ist, dass sich ein Firmenchef bei ihm meldete, der seine Lebenserfahrung und sein Wissen gerne an die nächste Generation weitergeben wollte, aber nicht die Zeit fand, ein Buch zu schreiben.
So hat Villmow die Lebensgeschichte von einem Familienunternehmer aus einem kleinen Dorf in der Schweiz filmisch aufgearbeitet. Der Film hat eine Länge von 36 Minuten und trägt den Titel „Vom Bauernsohn zum Unternehmer“. Nachdem der Unternehmer das fertige Produkt über sein Lebenswerk gesehen hatte, staunte Villmow nicht schlecht, als dieser nach ein paar Wochen „das ganze Dorf zusammentrommelte“ und den Film vor großem Publikum im Gemeindehaus zeigte. „Das mer so öppis no darf erlebe“, war der erste emotionale Kommentar, was so viel heißt, dass wir sowas noch erleben dürfen.
Flying Brains Productions
https://www.flying-brains.com