Rückblick: UnternehmerFrühstück "Chef sein? Lieber was bewegen!"

 

Für den 16. September 2019 lud der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft e.V.(BVMW) zum UnternehmerFrühstück „Chef sein? Lieber was bewegen!“ ein. Gastgeber war das Marriott Hotel in Heidelberg.

Bevor Gertrud Hilser, Leiterin der Wirtschaftregion Nordbaden-Rhein-Neckar, die rund 80 Gäste begrüßte, genossen die Teilnehmer das reichhaltige und außergewöhnliche Frühstücksbüffet.

Frau Rahmel als Gastgeberin hieß die Gäste ebenfalls herzlich willkommen. Mit zwinkernden Augen machte Sie darauf aufmerksam, dass die wunderbare Terrasse mit Neckarblick und das Grillrestaurant auch für Einheimische aus der Region offen steht.

Im Anschluss daran wurden die anwesenden Vertreter der strategischen Partner vorgestellt.

SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd
SAMA PARTNERS Business Solutions GmbH

SAMA PARTNERS Business Solutions GmbH veranstaltet am 24. und 25. Oktober zum vierten Mal die „Cybersecurity Conference“ in Mannheim. Zwei Tage lang geht es darum, die wichtigsten Fragen und Lösungsansätze zur Cybersicherheit zu referieren und zu diskutieren. Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage – für Industrieunternehmen in Deutschland sind diese Bedrohungen alltägliche Realität. Diesem Thema widmet sich der Unternehmenstag am 24. Oktober u.a. mit Experten der Polizei, des Verfassungsschutzes und der Bundeswehr. Der BVMW ist Kooperationspartner.

Partner des Frühstücks war die br business relations GmbH , die Leadership im Mittelstand im Fokus hat. Bert Overlack machte auf den Impuls-Workshop „Quick Check Leadership-Potenzial“ am 07. Oktober in Heidelberg aufmerksam.

Das Mitarbeiterunterstützungsprogramm Rhein-Neckar e.V. (MUP) wurde von der Metropolregion-Rhein-Neckar für mittelständische Unternehmen ins Leben gerufen. Damit können diese wie Großunternehmen ihren betroffenen Mitarbeitern die Möglichkeit geben, eine vertrauliche Anlaufstelle zu kontaktieren und dort Hilfe erfahren, wenn Probleme und Sorgen aus besonderen Lebenslagen plötzlich auftreten. Petra Kruppenbacher stand und steht für Fragen zu dieser Initiative bereit.

Höhepunkt bei diesem UnternehmerFrühstück war Stephan Heiler mit seinem Vortrag „Selbstorganisation im Mittelstand – Ehrliche Einblicke in die Transforamtion eines Familienunternehmens“. Heiler ist Geschäftsführer der Alois Heiler GmbH, die in Waghäusl rund 50 Mitarbeiter beschäftigt und individuelle Glaslösungen herstellt und installiert.

2013 übernahm er die Firma von seinem Vater und sah sich vor einer grundlegenden Entscheidung stehen: weiterführen wie bisher oder etwas ganz Neues wagen. Er entschied sich 2016 für die hierarchielose Führung und stellte damit seine Firma quasi auf den Kopf.

Anschaulich zeigte er auf, dass Entscheidungen des Tagesgeschäfts, beispielsweise welcher Kunde zuerst bedient wird, die Mitarbeiter in Eigenverantwortung fallen müssen und strategische, weitreichende Entscheidungen wie die Umstellung von Software, neue Produkteinheiten, etc. , also klassische „Chefentscheidungen“ erst nach ausführlicher Diskussion in der Firma mit möglichst vielen Mitarbeitern getroffen werden. Dafür musste er das Controlling umstellen, denn damit die Mitarbeiter mitentscheiden können, müssen sie alle Daten als Chefs ebenfalls parat haben.

Heiler berichtet unbefangen davon, dass dieser Umstellungsprozess stellenweise auch schmerzhaft war. Er verlor langjährige Führungskräfte, u. a. auch solche, die inhaltlich die Veränderung bejahten, jedoch emotional nicht mitziehen konnten.

Alle seine Erfahrungen hat Heiler in seinem Buch „Chef sein? Lieber was bewegen! Warum wir keine Führungskräfte mehr brauchen“ zusammen mit seinen Mitarbeitern festgehalten und reflektiert.

In der anschließenden offenen Diskussionsrunde, die Josef Stumpf moderierte, zeigte sich, wie bewegt und interessiert die Gäste den Vortrag aufgenommen haben. Heiler beantwortete Fragen wie: „Welche Auswirkung hatte die Umstellung auf die wirtschaftlichen Kennzahlen?“ „Wie sieht die Vergütungsstruktur aus?“, „Was verdienen Sie noch als Chef und Eigentümer an der Firma?“und „Inwieweit sind die Mitarbeiter am Gewinn und am Risiko beteiligt?“. Die Gäste diskutierten beim anschließenden Netzwerken angeregt und intensiv weiter.

Am Schluss der Veranstaltung ergriff Frank Roth von der AppSphere AG aus Ettlingen das Wort. Er stellte den Leitkongress Süddeutschland für die digitalen Arbeitswelten, die „New Work Evolution 2019“, vor. Am 23. und 24. Oktober dreht sich in Karlsruhe alles um die digitale Transformation in Unternehmen, in der VUCA-Welt, die neuen Anforderungen an die Unternehmensführung und New Work als Schlüssel zum Erfolg.

Nach diesen interessanten Impulsen nutzten die Gäste die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und nach einer weiteren Tasse Kaffee gut in die Woche zu starten.

 

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