Tag der Wirtschaft in Bonn

Der BVMW in Nordrhein-Westfalen führte am 29. April Unternehmerschaft, Politik und Medienvertreter zum gemeinsamen Dialog auf dem Tag der Wirtschaft zusammen. Mehr als 1.200 Gäste folgten der Einladung und diskutierten im alten Bonner Bundestag über die Strategien und Geschäftsmodelle der Zukunft.
Videobericht bei BVMW.tv

___________________________________________

MITTELSTAND PRO PRAKTIKUM

Der NRW Mittelstand - das Portal für den NRW-Mittelstand

Eine Initiative des Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Nordrhein-Westfalen Praktika sind sinnvoll. Praktikanten lernen die Unternehmenswelt kennen, und Unternehmer potentielle Mitarbeiter. Nicht sinnvoll sind Prakikums-Karrieren, wie sie einzelne Praktikanten erlebt und die zu dem Stichwort 'Generation Praktikum' geführt haben. Der Mittelstand in Deutschland geht mit Praktikanten fair um. Dies können mittelständische Unternehmen jetzt zeigen.

Mit der Verwendung des Logo

auf ihrer Website dokumentieren Unternehmen, dass sie die folgenden Spielregeln für Praktika einhalten:

     ►     Unentgeltliche Praktika dauern längstens drei Monate.

     ►     Praktika finden während oder im Anschluß an eine Aus-, Weiterbildung oder sonstiger Qualifizierungsmaßnahme des Praktikanten statt.

     ►     Fahrtkosten und andere dienstlich veranlasste Spesen werden erstattet.

     ►     Am Ende des Praktikums erhält der Praktikant ein Zeugnis, in dem sein Arbeitsgebiet beschrieben und das Praktikum bescheinigt wird.

 

___________________________________________

Kommunikationsstrategien der Zukunft

Die unternehmerische Welt von heute stellt sich als extrem komplex und kompetitiv dar. Exzellente Produkte und Serviceleistungen, optimierte Prozess- und Organisationseffizienz sind die Fundamentalfaktoren unternehmerischen Erfolgs im globalen Wettbewerb. In der Veranstaltungsreihe „Mittelpunkt Mittelstand“ wies der international renommierte Vertriebsprofi Marc M. Galal, nach einer Einladung des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), auf ungeahnte und unbegrenzte Potentiale kommunikativer und interpersoneller Interaktionen im Verkaufsprozess hin.

 

Vor mehr als 150 Gästen eröffnete der Landesgeschäftsführer des BVMW, Herbert Schulte, gemeinsam mit dem Gastgeber der außergewöhnlichen Location im Duisburger Casino, Herrn Mahlmann, die Veranstaltung im Konferenzbereich, der bis auf den letzten Platz besetzt war.

„Wenn wir immer das gleiche tun, dann werden wir auch immer das gleiche bekommen.“  Mit diesem Zitat von Thomas Edison eröffnete Galal seinen Vortrag und führte das Auditorium in die Sphären unbekannter Kommunikationsprozesse. Im Zentrum seiner psychotherapeutischen Strategien steht die wissenschaftlich fundierte Analyse kundenspezifischen Verhaltens und kognitiver Prozesse. Galal wies auf die linguistischen Kniffe hin, die den Verkaufsprozess zu einem grandiosen Erfolg führen. Lust auf Verkauf, Kundenorientierung, Mitarbeitermotivation und der unbedingte Glaube an die eigenen Potentiale sind die Stellschrauben, die zwischen Verkaufserfolg und –misserfolg entscheiden. Die in den Produkten enthaltenen Werte, wie Prestigenutzen, gesellschaftliche Akzeptanz und Sicherheit gilt es zu verkaufen, so Galal. Mit einem mutigen „Yes, we can“, ganz im Sinne des amerikanischen Präsidenten, wünschen Ihnen Marc Galal und der BVMW bestmöglichen Erfolg mit den Verkaufsstrategien der Zukunft.

___________________________________________

Wertschätzung in der Krise

Krise als Chance?

Gegen Liebeskummer hilft Flirten. Und saure Gurken helfen gegen Kater. Sie kennen solche Hausrezepte gegen Krisensituationen. Gibt es auch ähnliche Regeln für Unternehmen? Steckt in jeder Krise tatsächlich eine Chance? „Ja“, behauptet Dr. Anja Henke, Geschäftsführerin der Unternehmensberatung CARPE VIAM, „allerdings unter der Voraussetzung, dass die Unternehmensführung die Krise eingesteht, die Panik in den Griff bekommt und die Situation für eine Neuausrichtung nutzt. Ein Frühwarn-Radar sollte spätestens danach zur Krisen-Prävention aufgebaut werden.“

===============================================================================

Druckerei in der Klemme

Wilhelm Robert* hat einen solchen Prozess durchlaufen. Vor fünfundzwanzig Jahren hatte er seine Druckerei gegründet, konnte sich jahrelang vor Aufträgen nicht retten. Die Qualität war stets einwandfrei, die Lieferungen pünktlich, die Kundenbeziehungen beständig. Die Hauptaufgaben seiner beiden Vertriebsmitarbeiter bestanden aus der Beratung und daraus, die Abwicklung zu koordinieren.

* Name geändert

Vollkommen unterschätzt hatte Robert aber die Entwicklung des Internets. Zunächst war es eine Spielerei für die Azubis, dann eine sinnvolle Hilfe, damit ein fehlendes Foto schnell den Weg vom Kunden zur Druckvorbereitung findet. Nicht vorhergesehen hatten Robert und seine Mitarbeiter aber die Auswirkungen auf das eigene Geschäftsmodell: pdf statt Offset, Online-Formulare statt Papierberge lautete plötzlich die Devise. Als dann 2002/2003 die Rezession einsetzte und bei den Kunden der Rotstift regierte, brach innerhalb von wenigen Monaten der Umsatz um 40 Prozent ein.

Die Folge waren Hektik, Nervosität und gesundheitliche Belastungen. Bis Robert die Notbremse zog und seinen Mitarbeitern einen „Betriebsausflug“ verordnete. Im Biergarten wurde klar: Es gibt keine Strategie, keine Priorisierung. Einfache Wahrheiten wurden nicht ausgesprochen. Allen Mitarbeitern war aber klar, dass sich etwas ändern musste. Dazu gehörte es, die Wahrheiten ans Tageslicht zu bringen. Das geschah innerhalb der darauffolgenden Woche. In mehreren gemischten Runden mit Mitarbeitern aus Vertrieb, Satz und Produktion. Für Robert selbst war der Prozess schmerzhaft, denn seine Leute lasteten es der Geschäftsführung an, dass sie den Trend zum Internet verschlafen hatten.

Schmerzhafter Prozess

Dennoch ermunterte Robert seine Mitarbeiter sogar, Kritik zu üben. So zeigte er Vertrauen und Wertschätzung. Andreas Buhr, Experte für Vertriebsintelligenz, erläutert, warum dieser Schritt so wichtig ist: „Wertschätzung kommt vor Wertschöpfung. Nur wer seiner Mannschaft Sinn bietet, Vertrauen schenkt und Kompetenzen auf Mitarbeiterseite aufbaut, darf dann auch Loyalität, Motivation und Einsatzbereitschaft fordern.“

Für die nächsten Schritte holte Robert professionelle Unterstützung an Bord, um die „Must-Win Battles“ zu definieren. Diese Schlachten sind die strategischen Themen, die gewonnen werden müssen, um das Unternehmen wieder zum Erfolg zu führen. Nachdem sich Robert an die Vorliebe seines Unternehmensberaters für Anglizismen gewöhnt hatte, ging es schnell: Höchste Priorität bekam das Ziel, im Internet als professioneller Dienstleister sichtbar zu werden, der auch die neue Etikette der Bestell- und Zahlungsströme beherrscht. Nachdem dieses Ziel gesetzt war, holten Robert und der Unternehmensberater die persönlichen Zusagen der Mitarbeiter ein, sich darauf einzustellen und ihre Arbeit entsprechend zu verändern.

Menschliche Vielfalt zu erkennen, ist eine Investition in die Zukunft

Innerhalb von sechs Monaten nach dem „Betriebsausflug“ fand das Unternehmen von Wilhelm Robert in die Gewinnzone zurück. Robert konnte die Chance in der Krise nutzen, aber ihm ist heute auch klar, dass die Zukunft des Unternehmens auf Messers Schneide stand. Er hat gelernt, dass er die Führungs- und Unternehmenskultur auf die sich schnell wandelnden Märkte umstellen muss. Aber wie?

Einen konsequenten Ansatz verfolgt die Firma subreport aus Köln. Für den Dienstleister, der eine Informations- und Auftragsplattform für Ausschreibungen anbietet, ist es eine Investition in die Zukunft, die Vielfalt von Mitarbeitern zu erkennen. „Es ist die menschliche Vielfalt, aus der Kreativität entsteht. Und aus Kreativität entsteht Innovation“, erläutert Edda Peters, Geschäftsführerin der subreport Verlag Schawe GmbH, ihren Ansatz. „Aber Unternehmenslenker sollten auch wissen, dass Innovationskraft nicht von oben verordnet werden kann.“ Wer das im Jahre 2010 noch glaubt, wird zwangsläufig den schwierigen Weg durch die Krise ein weiteres Mal gehen müssen.

===============================================================================

- Newsletter downloaden -

___________________________________________

Wettbewerb familie@unternehmen.NRW

Sie möchten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Ihre Mitarbeiter erleichtern?

Sie planen eine attraktive familienfreundliche Infrastruktur auf- bzw. auszubauen?

Sie suchen eine Möglichkeit Ihre Projekte umzusetzen und zu finanzieren?

Dann beteiligten Sie sich am Wettbewerb familie@unternehmen.NRW, der am 22. Juni zum zweiten Mal vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI) ausgerufen wurde.

Das Land NRW prämiert mit dem Wettbewerb familie@unternehmen.NRW innovative Ideen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Eine unabhängige Jury prüft und bewertet die Projektvorhaben und schlägt dem Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI) förderungswürdige Projekte vor. Ziel des Wettbewerbes ist es, Best-Practices für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu identifizieren, zu fördern und diese einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Der Wettbewerb richtet sich an Unternehmen, vor allem kleine und mittelständische Betriebe, sowie an Hochschulen, Kommunen und Verbände mit Sitz in Nordrhein-Westfalen.

Interessiert? Weiterführende Informationen, sowie sämtliche wettbewerbsrelevanten Unterlagen erhalten Sie unter 

___________________________________________

___________________________________________

Gewinner aus Hattingen und Düsseldorf bieten der Krise Paroli

BVMW-Unternehmerpreise während des
'Tag der Wirtschaft' in Bochum verliehen


Bochum, 19.05.2009 - Unternehmerisches Geschick ist notwendig, um ein Unternehmen sicher durch die Krise zu steuern. Stellvertretend für die über 750.000 Selbständigen in Nordrhein-Westfalen zeichnet der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) NRW jedes Jahr mittelständische Unternehmer mit dem Unternehmerpreis aus. Die diesjährigen Gewinner bieten der Wirtschafts- und Finanzkrise Paroli:

  • Georg W. Broich, geschäftsführender Gesellschafter der Broich Premium Catering GmbH aus Düsseldorf
  • Jan M. Mach, Geschäftsführer der Schotte Automotive GmbH & Co. KG aus Hattingen

Georg W. Broich wird für seine unternehmerische Leistung geehrt, dass er das vom Urgroßvater gegründete Unternehmen in die Spitzengruppe der deutschen Caterer geführt hat. Die aktuelle Marktsituation versteht Broich als Herausforderung. Mit dem neuen Cateringkonzept 'Traiteur Carl 18.91' betont der Düsseldorfer Premium Caterer traditionelle Werte und schließt so an die über 100-jährige Geschichte des von Carl Broich gegründeten Unternehmens an.

Jan M. Mach von Schotte Automotive wird für den schnellen Aufbau seines internationalen mehr...

Neueste Meldungen

Mittwoch, 28. Juli 2010 16:00  Banken

Bundesregierung muss Banken in die Pflicht nehmen

Der BVMW fordert politische Maßnahmen für mehr Wettbewerb bei der Kreditfinanzierung des Mittelstands.


Dienstag, 06. Juli 2010 17:04  Bürokratie

Datenprojekt ELENA: Einstieg zum Ausstieg prüfen

Berlin – „Die Bundesregierung sollte jetzt prüfen, ob sie sich endgültig vom elektronischen Entgeltnachweis ELENA verabschiedet. Ich bin froh, dass...


Dienstag, 29. Juni 2010 12:30  Banken

Ohoven: Banken regulieren, Mittelstand finanzieren

Frankfurt – „Toronto hat gezeigt, wie schwierig der Weg zu einer Bankenregulierung ist. Es kommt jetzt darauf an, die Risiken aus den Finanzmärkten...


Mittwoch, 16. Juni 2010 16:40 

Ohoven: GM hat zu hoch gepokert

Brüderles Standhaftigkeit bei Opel zahlt sich aus


Donnerstag, 10. Juni 2010 15:39  Opel

Mittelstand sagt Nein zu Staatshilfe für Opel

Berlin – Der Mittelstand lehnt staatliche Hilfen für Opel ohne Wenn und Aber ab. Dies erklärte der Präsident des Bundesverbandes mittelständische...